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Altersarmut die neue Seuche

Rentnerin in Osteuropa vor ihrem täglichen Verkaufsstand

Das Risiko für Altersarmut in Deutschland nimmt in den nächsten Jahren weiter zu.

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ist ab 2036 jeder fünfte Neu-Rentner von Armut bedroht. Das System gesetzliche Rente ist überfordert. Jeder weiß es, wenige handeln. Viele Lebensläufe von Arbeitnehmern sind heute gebrochene Lebensläufe. Wer wird heute noch bei einem einzigen Arbeitgeber „alt“? Hier ein befristeter Vertrag, dort Teilzeit, mancher ist über eine Leih- oder Zeitarbeitsfirma beschäftigt – und dies oft zu einem vergleichsweise niedrigem Gehalt.

Auf Menschen in diesen „flexiblen“ Berufsbildern, auf Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien und mit geringen Einkommen ist unser Rentensystem nicht ausreichend vorbereitet, schreibt die Bertelsmann-Stiftung zu Ihrer Studie.

Deshalb droht für jeden fünften 67-Jährigen ab 2036 Altersarmut. Das Armutsrisiko der Neu-Rentner steigt laut Studie von derzeit bundesweit 16,2 Prozent auf 20,2 Prozent. Das größte Risiko sehen die Forscher für alleinstehende Frauen, Langzeitarbeitslose und Niedrigqualifizierte.

Als armutsgefährdet werden dabei Rentner eingestuft, deren monatliches Nettoeinkommen unter 958 Euro liegt.

Gründe für das Problem

Zwei Faktoren sind besonders ausschlaggebend: Die gestiegene Verbreitung atypischer Beschäftigungsverhältnisse, wie oben beschrieben, und die Vielzahl der Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnsektor.  Unterbrochene Erwerbsbiographien sind ebenfalls ein Problem. Zum anderen sinkt das Rentenniveau durch die demografische Entwicklung und rentenrechtliche Veränderungen kontinuierlich, während die zum Ausgleich geschaffene private Altersvorsorge nicht flächendeckend wirkt.

Private Altersvorsorge kann funktionieren

Warum wirkt sie dann oft nicht? Schlechte Presse, miese Beratung,  enttäuschte Anleger. Das es so nicht weitergehen kann, dürfte jedem klar sein. Nur meckern hilft allerdings nicht. Wie man es besser machen kann, lesen Sie hier.