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Mathe und das Kopfkissendepot

Rechnen lohnt immer

Die 72er Regel ist in der Finanzmathematik sowas wie das Wissen um Kupplung, Bremse und Gas in der Fahrschule. Sie ist einfach, bringt enorme Vorteile und kostet immens wenig Hirnschmalz.

Mathe ist ein A….loch?

Sie hassen Mathe und stöhnen bei dem Wort Geldanlage, wollen aber trotzdem nicht in Armut altern? Die schlechte Nachricht: Mathe, Statistik und Kapitalanlagen gehören zusammen. Die gute Nachricht: Die Vorstellung von den Dingen ist oft schlimmer als die Dinge selbst. Mathematik kann im Leben wirklich helfen. Und die 72er Regel hilft allemal!

Mathe ist einfach

Die 72er Regel beantwortet folgende Frage:  Wie lange dauert es bei einer bestimmten Rendite oder Zinssatz, bis sich Ihre Geldanlage verdoppelt hat? Antwort: Teilen Sie 72 durch die Rendite, und schon wissen Sie es. Beispiel: Sie gehen von einer 9%-Rendite aus: 72/9=8. Es dauert 8 Jahre bei einer jährlichen Rendite von 9% bis sich der Einsatz verdoppelt.

Was sich nicht rechnet

Ein Praxisbeispiel aus der Versicherungswelt. Eine klassische Lebensversicherung wirft vor Steuern 0,9% ab (die Kosten lassen wir jetzt mal außen vor). Angenommen ein Anleger investiert heute 10 000 Euro zu 0,9%, dann hat er durch den Zinseszinseffekt in 80 Jahren rund 20.000 Euro auf seinem Konto liegen. Korrekt gerechnet wären es 77 Jahre und 4 Monate. Die 72er Regel ist eine Daumenregel.

Warum sich rechnen lohnt

Wozu das alles? Sie bekommen mit diesem einfachen Rechenexempel ein Gefühl, wie lange Geld bei unterschiedlichen Renditeannahmen liegen bleiben muss, um es zu verdoppeln. Das wird und soll Sie dafür sensibilisieren, Ihr Geld arbeiten zu lassen, denn Sie brauchen den Zinseszins!

Denn eins ist klar: Inflation und Niedrigzins vernichten Ihr Kopfkissendepot und Ihr Sparbuch scheibchenweise. Ändern Sie Ihre Strategie, wenn Sie es nicht schon getan haben. Achten Sie auf Kosten, Konzept und Konsequenz. Wie das geht, lesen Sie hier. Oder Sie kontaktieren uns.