Rendite? F……! Warum nie bei mir? Rente Teil 2

Rentnerin in Osteuropa vor ihrem täglichen Verkaufsstand

Angelegt und nichts gewonnen? Willkommen im Club! Warum? Wegen dem Mann mit der Kristallkugel!

Anlegen am Kapitalmarkt? Warum das Sinn macht, haben wir in Teil 1 beschrieben.

Die Sparzinsen dümpeln bei Null herum, vereinzelt nehmen Banken bereits Verwahrgebühren. Allenthalben werden Sie ermahnt am Kapitalmarkt zu investieren. Blöd nur, wenn das schief geht. Tolle Prospekte bringen nichts, denn meist fehlt ein Konzept.

Auch gesetzlich Rente ohne Konzept

Auch die Deutschen Rentenversicherung funktioniert nur, wenn genügend Kinder geboren werden. Das aber ist nicht der Fall. Deshalb „lebt“ die gesetzliche Rente weitestgehend von Steuerzuschüssen. Versorgungswerke stehen übrigens nicht viel besser da, sie müssen sogar ohne Steuerzuschüsse auskommen. Aus dem doppelten Dilemma Nullzins und Rentenmisere könnte also ein dreifaches Dilemma werden, wenn man am Kapitalmarkt daneben greift. Was tun?

 

Der Kapitalmarkt als gedachtes Dreieck

Was ist der Kapitalmarkt?

Stellen wir uns den gesamten Kapitalmarkt als Dreieck vor, wie in der Abbildung über diesem Absatz. Alle Anlageformen des Kapitalmarktes sind darin enthalten: Aktien, Renten, Anleihen usw..

Den Kapitalmarkt gibt es schon sehr lange. Wollen wir davon ausgehen, dass es den Kapitalmarkt auch in Zukunft noch geben wird? Wenn Sie nun Ihr Kapital einmal quer über den gesamten Kapitalmarkt streuen würden, dann erarbeitet das Geld im Verlauf von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 10%. Darüber gibt es genügend Statistiken. Warum aber bekommen Sie diese 10% nicht, sondern meist viel weniger?

Jedes Ding hat einen Durschnittswert

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der klugste Anleger im Land?

Hier kommt die Glaskugel ins Spiel. Sie kennen das: Da sitzt ein Berater der weiß, welche Anlagen in Zukunft gut laufen werden. Das Wissen dazu holt sich aus der Vergangenheit. Stellen wir uns das so vor: Wir steigen ins Auto und schauen in den Rückspiegel. Alles frei!  Vollgas! Kann das gut gehen? Wer kann schon in die Zukunft schauen? Die Fonds selbst werden von Fondsmanagern verwaltet. Das Fondsmanagement wird dafür bezahlt besser zu sein als der Marktdurchschnitt. Und es handelt dabei oft genau so wie eben beschrieben.

 

Besser sein als der Marktdurchschnitt? Auf wessen Kosten?

No risk, no fun?

Wer besser sein will als der Markt, muss Risiken eingehen. Das Fondsmanagement tut dies, und am Ende fallen den Anlegern diese Risiken oft genug auf die Füße. Neben diesen Verlusten, drücken auch die Kosten des Fondsmanagements auf die Rendite. Oft werden noch Banken und Vermittler entlohnt, manchmal bekommt der Fondsmanager eine Prämie für besonders gute Leistungen. Selbst bei Verlusten kann eine solche Prämie gezahlt werden, wenn der Fonds weniger Verluste erleidet als der Marktdurchschnitt. Zu guter Letzt fehlt vielen Anlagen ein Konzept, d.h. Gewinne werden nicht gesichert. So bleiben Ihnen am Ende von den durchschnittlichen 10% wie viel?

Solange die Märkte gut laufen, alles kein Problem. Aber bei Verlusten wie in den letzten Wochen, drücken die Kosten die Anlage zusätzlich nach unten. Wie ein Konzept aussieht, steht dann in Teil 3.

Anmerkung: Der Text stellt KEINE Anlageberatung dar sondern ist eine stark vereinfachte Darstellung des Themas Kapitalmarkt.