Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – hier der Film zum Thema

Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung aus der Praxis:

Wie läuft eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung ab?

So gehen wir vor: Im Gespräch, online oder persönlich, klären wir Ihren Versicherungsbedarf. Wir vergleichen gemeinsam die Versicherungsbedingungen und erstellen einen Tarifvergleich. Der ist nach Qualität des Versicherers sortiert, nicht nach der Prämie!

Reicht es nicht, wenn ich mich mit 30 oder später versichere?

Wichtig: Versichern Sie sich so früh es geht gegen Berufsunfähigkeit. Treten Vorerkrankungen oder Unfälle auf, wird der Versicherungsschutz oft teurer oder schlechter. Wenn er nicht gar abgelehnt wird, können Sie so oft in den nächsten Jahren keinen Vertrag abschließen. Deshalb empfehlen wir schon als Schülern und Studenten eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Zudem: Je älter Sie „einsteigen“, um so teurer wird es. Sie brauchen also diese Absicherung. Außer Sie sind Captain Amerika und Batman in einer Person, dann kann Ihnen nichts passieren.

Ich kann den Beitrag doch auch aufs Sparbuch legen, für den Fall der Fälle?

Richtig, doch bedenken Sie, wie lange Sie sparen müssen, um eine auskömmliche Rente zu finanzieren! Und Hand aufs Herz: Geld auf dem Sparbuch liegen lassen und es nicht anrühren, wem gelingt das schon? Außerdem: Die Zinsen! (Zinsen? Was ist das?)

Wir haben uns grad den Traum von einem Eigenheim erfüllt, gerade jetzt fehlt uns das Geld für diese Absicherung.

Das ist verständlich. Jedoch: Finanzierung und Unterhalt Ihres Eigenheims hängen woran? Richtig, an Ihrer Arbeitskraft! Fällt diese aus, wer zahlt dann Ihre Hypothekenraten?

Man bekommt bei einer solchen Versicherung kein Geld zurück, auch wenn nichts passiert. Das gefällt mir nicht.

Richtig, die meisten BU-Versicherungen sind Risikotarife, etwa wie eine Autoversicherung. Wenn nichts passiert ist das gut für Sie und gut für den Versicherer. Und so sind die Tarife auch kalkuliert: Beitragseinnahmen auf der einen Seite gegen die Kosten des Versicherers auf der anderen Seite. Kosten sind nicht nur Unternehmenskosten und Provisionen, sondern auch Leistungen und wahrscheinliche Leistungen (für sowas gibt es dann Aktuare), also „Schäden“.

Diese Kalkulation ist an sich geschlossen. Das erklärt auch, warum es keine Autoversicherung gibt, die Sie sich bei Nichtinanspruchnahme auszahlen lassen können.

Wenn Sie nun am Ende der Laufzeit eine Auszahlung wünschen, dann können Sie diese Versicherungsvariante bei fast jedem BU-Versicherer bekommen. Aber wie oben beschrieben, ist die Kalkulation auf Leistungen, Kosten und Beiträgen aufgebaut. Woher soll also die Auszahlung kommen? Richtig! Der Versicherer strickt Ihnen einen Sparstrumpf um die BU-Versicherung herum. Oder er verwendet die Gewinne dazu. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung werden die Gewinne des Unternehmens vom Beitrag abgezogen. Gehen die Gewinne in den Sparstrumpf, ist Ihr Beitrag also höher.
Für eine Auszahlung am Ende, müssen Sie also mehr Beitragsaufwand betreiben.

Das spricht dagegen: Gute BU-Versicherer müssen nicht auch gleichzeitig gute Geldanleger sein. Viele Versicherer verstecken in diesen Verbundtarifen höhere Kosten. Sie haben einen teureren Vertrag, und bei einem finanziellen Engpass geht dann vielleicht die komplette Vorsorge und die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit den Bach runter, während Sie bei Trennung der Verträge flexibler reagieren können.

Man sieht im Fernsehen immer wieder, dass die Versicherungen sich ohnehin um die Leistung drücken.

Diese Sendungen gibt es, das stimmt. Eine Ferndiagnose ist schwierig, aber unsere Erfahrung zeigt: Viele Verträge wurden falsch abgeschlossen, die Gesundheitsfragen fahrlässig beantwortet oder Angaben zum Beruf „gerundet“. Das liegt an der Beratung, nicht am Versicherungsunternehmen. Und nachweislich sind manche dieser „Fernsehstars“ unehrlich in ihren Aussagen. Klar ausgedrückt: Es sind auch Schwindler darunter. Leider dürfen Versicherungsunternehmen gegen diese Menschen nicht öffentlich vorgehen, das verstieße gegen Datenschutzrichtlinien. Und für Talkshows sind „böse“ Versicherungen immer ein toller Quotenbringer, ein Stereotyp mit Sendeplatzgarantie.

Welche Alternativen gibt es?

Alternativen oder Ergänzungen:

  • Unfallversicherung
  • Grundfähigkeitenversicherung
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Schwere Krankheiten Vorsorge (Dread Disease)
  • Pflegeversicherung
  • Muli Risk Police
  • Körperschutzpolice
  • Krebsvorsorge
  • u.a.