Sonne aufs Konto! Versicherungen für die Solaranlage

Sonne aufs Konto! Versicherungen für die Solaranlage

Im Mai 2017 haben in Deutschland installierte Solaranlagen gut 5,57 Terrawattstunden Strom produziert. Das Fraunhofer-Institut hat daraus mal errechnet, das dies 12,5 Prozent der Nettostromerzeugung entspricht. Das alles ist natürlich nicht umsonst zu haben: Eine Solaranlage kostet Geld und ist nicht nur der Sonne ausgesetzt, auch Blitzschlag und Hagel finden ihren Weg auf die Module. Wie man sie richtig versichert.

Den Stecker der Solaranlage gezogen

Die gängigsten Schäden an Solaranlagen sind: Überspannung wegen Blitzeinschlag oder auch ohne Blitzeinwirkung, normales technisches Versagen, Tierverbisse an der Verkabelung oder Brandschäden. Versichern kann man Solaranlagen gegen diese uns weitere Schadenszenarien in eigenen Solarversicherungspolicen oder in der Wohngebäudeversicherung, sofern sich die Anlage auf einem privat genutztem Wohnhaus befindet. Soll die Wohngebäudeversicherung im Schadensfall greifen, muss die Anlage unbedingt dem Versicherer als „Risiko“ gemeldet werden. Die Solaranlage erhöht mitunter den Wert des Hauses erheblich. Vergessen Sie die Meldung, ist Ihr Haus unterversichert, und die Solaranlage ist es dann ohnehin. Im Schadensfall drohen Ihnen Einbußen bis Totalverlust.

Achtung Falle

In vielen Gebäudeversicherungen sind die Versicherungssummen für Solaranlagen begrenzt. Der Einschluss ist also nur für kleinere Anlagen möglich. Zudem sollte man sich die Versicherungsbedingungen genau anschauen. Ausschlüsse für Schäden durch Nager sind keine Seltenheit, oft ist der Ertragsausfall nur zeitlich eng begrenzt versichert.

Solaranlage

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Policen auslagern

Gute externe Solaranlagenpolicen haben dagegen einen großen Vorteil: Es sind normalerweise Allgefahrenpolicen in denen nur Schäden ausgeschlossen sind, die so ausdrücklich in der Police aufgeführt sind. Vorsatz Dritter, Bedienfehler, „normaler“ Kurzschluss, sind im Normalfall versicherte Schäden. Aber Achtung: Nicht jede sogenannte Allgefahrendeckung hält, was sie verspricht! Versicherungsbedingungen lesen heißt die Devise! Danach trennt sich die Spreu vom Sonnenweizen. Und gute Anbieter in Preis und Leistung gibt es durchaus. Bei einigen wenigen Versicherern findet man sogar noch begrenzte Erstattungen für sogenannte innere Betriebsschäden. Dies sind Schäden OHNE äußere Einwirkung auf die Solaranlage, und die sind normalerweise nicht erstattungspflichtig.

Weitere Stolpersteine

Ist der aufwendige Unterbau mitversichert? Wurde die Versicherungssumme inkl. Baunebenkosten ermittelt? Viele Versicherer wollen bei Antragstellung wissen, ob Sie die Anlage selbst montiert haben; seien Sie hier präzise in Ihren Aussagen! Und ist Ihre Anlage kreditfinanziert? Dann empfiehlt sich der Einschluß einer GAP-Deckung, die den Restkreditbetrag erstattet, wenn die Anlage nicht mehr, oder nur mit enormer Verspätung, wieder aufgebaut werden kann.

Das letzte Wort hat die Haftung!

Haftungsschäden sind nie kalkulierbar! Legen Sie sich also unbedingt eine Betreiberhaftpflichtversicherung zu. In neueren Privathaftpflichtpolicen ist diese oftmals beitragsfrei enthalten. Was kann schon passieren? Es brennt, die Feuerwehr löscht und ein Feuerwehrmann wird durch Stromschlag verletzt. Ist schon vorgekommen und kostet Sie im Ernstfall mehr, als der Verlust der Solaranlage.

Rauchmelder und Haftpflicht

Rauchmelder und Haftpflicht

Du läufst so schön durch den Wald, und etwa 15 Kilometer später bleibst du stehen und denkst: DAS BÜGELEISEN! Schön, wenn die Rauchmelder funktionieren. Was aber, wenn die nicht gewartet oder gar nicht vorhanden sind? Zahlt dann die Versicherung?

Sinn: Lebensrettung

Der Einbau von Rauchmeldern soll Menschenleben retten, sagt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zwar muss jeder, der eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung abschließt, alle bestehenden gesetzlichen und behördlichen Sicherheitsregelungen beachten – die Rauchmelderpflicht eingeschlossen.

Rauchmelder

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Rauchmelder lösen keine Brände aus

Sollte dem Vermieter, dem Mieter oder Eigentümer bei der Verwendung eines Rauchmelders trotz alledem ein Fehler unterlaufen, riskiert er dennoch nicht den Versicherungsschutz. Die Hausrat- und Gebäudeversicherung würden einen Brandschaden trotzdem regulieren. Denn ein fehlender oder unsachgemäß betriebener Rauchmelder müsste Ursache für den Schaden bzw. die Schadenhöhe sein. Ein solcher Zusammenhang kann aber in der Regel nicht hergestellt werden.

Problem: Haftung eines Vermieters

Anders kann der Sachverhalt in der Vermieterhaftpflicht gelagert sein. Denn hier könnten Haftpflichtansprüche gegen den Vermieter entstehen,  besonders bei Personenschäden, wenn den gesetzlichen Bestimmungen nicht nachgekommen wird. Die bisherige Bilanz: Die Zahl der jährlichen Brandtoten hat sich auf etwa 400 halbiert. Außer in Berlin und Brandenburg wurden in allen Bundesländern inzwischen Gesetze zur Installation von Rauchmeldern erlassen.

Das Leasing und die Kaskoversicherung

Das Leasing und die Kaskoversicherung

Am Ende zahlt der Dumme

Liebe Autohersteller, mir ist klar, es geht Euch gerade nicht so gut. Leider erhärtet sich bei mir der Verdacht, dass Ihr die Kosten Eurer Mauschelei gerne durch ein wenig Einsparung an anderer Seite heilen wollt. Es ist doch so: Was hier derzeit an Schäden über den Tisch läuft, weil Euer Werksangehöriger sein Fahrzeug nicht stressfrei zurückgeben kann, das macht keine Freude mehr. Der Ruf nach der Kaskoversicherung wird laut. Selbst wenn eine Fachwerkstatt bestätigt, dass der Lack beim Türanstoß keinen Schaden genommen hat und einwandfrei ist, schlottern manchem Eurer Mitarbeiter die Hosen, weil eben bei Rücknahme des Fahrzeuges in ein paar Monaten genau das Gegenteil behauptet werden wird. Man hat ja so Erfahrungen aus Kollegenkreisen…

 

Kaskoversicherung mit hoher Selbstbeteiligung

Im Regelfall sind die Kaskoversicherungen Eurer Leasingfahrzeuge mit hohen Selbstbehalten versehen, und die Schäden meist innerhalb dieses Betrages zu finden. Und oft genug wird unsereiner mit der Frage behelligt, ob denn die Privathaftpflichtversicherung vom Nachbarn oder vom Kollegen die Delle zahlen könne. Klare Antwort: Nein! Will sie nicht! Wenn Ihr Eure Abgaswerte manipuliert, ist das Eurer Sache. Ich für meinen Teil halte mein Geschäft sauber und wickle nur tatsächliche Schäden ab! Ich verstehe nicht, warum die Versichertengemeinschaft für Eure finanziellen Engpässe aufkommen soll. Um es zu wiederholen: Das sind keine seltenen Einzelfälle mehr!

 

Fehlende Sympathiewerte

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Von mir aus könnt Ihr Autos mit Pelletsantrieb bauen, mich interessiert die Diskussion über E-Autos und all das Drumherum gar nicht. Es wäre nur schön, wenn bei der Leasingrücknahme nicht nach dem Haar am Lack gesucht würde. Am Ende zahlt die Gemeinschaft der KFZ-Versicherten, also wir alle, die Zeche über höhere Beiträge. Mag sein, dass das Ganze von meiner Warte aus etwas subjektiv betrachtet scheint. Aber so kommt der Sachverhalt nun mal hier am Ende der Verbraucherkette an.

 

Naturkatastrophen ohne Staatshilfen

Naturkatastrophen ohne Staatshilfen

Hauseigentümer ohne Elementarversicherung bekommen im Schadensfall nach Naturkatastrophen keine Soforthilfen mehr vom jeweiligen Bundesland. Soforthilfen bei Elementarschäden gibt es nur noch, wenn seitens der Versicherungswirtschaft kein Schutz angeboten wird. Handeln Sie, denn wenn die Flut kommt, ist es zu spät!

Nothilfe nur Ausnahmefall

Die Bilder der letzten Jahre haben wir alle noch in den Köpfen:  Braunsbach in Baden-Württemberg, durch eine Schlammlawine verwüstet. Ein drohender Dammbruch in Nordrhein-Westfalen bedroht ganze Landkreise. Die sächsische Kleinstadt Grimma ist 2002 komplett „abgesoffen“. Während in Baden-Württemberg fast 95 Prozent aller Häuser mit einer Elementarversicherung geschützt sind, sieht es leider in den anderen Bundesländern schlechter aus: Nur rund 60 Prozent aller Wohngebäude sind nicht gegen das Risiko durch Naturkatastrophen geschützt! Bei Überschwemmungen werden in Zukunft nur noch Soforthilfen an Sie als Hauseigentümer gezahlt, wenn Sie sich nicht versichern konnten. Aber Achtung: Der Versuch zählt!

Naturkatastrophen

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Versicherungsschutz fast immer möglich

Entgegen der Unkenrufe von Verbraucherschützern lassen sich mehr als 99 Prozent aller Häuser gegen Naturgewalten versichern, so eine Erhebung der Nürnberger Versicherung. Die Versicherer bieten lediglich in absolut hochwasserkritischen Zonen keinen Schutz an. Das betrifft zum Beispiel den Ort Grimma, der bei den Flutkatastrophen in Sachsen 2002 und 2013 erheblichen Schaden genommen hat. Dort würde die Soforthilfe des Landes greifen, wenn Hauseigentümer keine Elementarversicherung abschließen konnten. Aber Achtung: Der Hauseigentümer muss nachweisen können, dass er sich um den Versicherungsschutz vergeblich bemüht hat! Dies dürfte anhand eines Beratungsprotokolls kein Problem sein.

460 Millionen Euro Soforthilfe im Jahr 2013

Allein im Jahr 2013 schüttete der Bund rund eine halbe Milliarde Euro an Soforthilfen nach Flutkatastrophen aus. Ein Großteil davon floss an Privathaushalte, um Häuser bewohnbar zu machen oder Hausrat zu ersetzen. Damit soll nun Schluss sein. Es könne nicht sein, dass sich Hauseigentümer nur auf den Staat verlassen und damit die Allgemeinheit für die Nachlässigkeit aufkommen muss, so die Innenministerkonferenz. Gleichzeitig müssen sich Bund und Länder darauf verständigen, in welchen Gebieten der Hochwasserschutz verbessert werden kann, damit über die Ufer tretende Gewässer nicht noch über Jahrzehnte eine Gefahr für Siedlungsgebiete sind.

Hausrat zählt extra

Ist die Bausubstanz versichert, kann immer noch das Mobiliar wegschwimmen, hier greift die Hausratversicherung. Das gilt natürlich auch für Mieter von Wohnungen oder Häusern. Auch hier gilt: Keine Elementarversicherung – keine Hilfe von Bund und Ländern. Ihre Hausratversicherung sollte also Elementarschäden beinhalten, damit nach dem nächsten Hochwasser die Möbel nicht über Spenden der ortsansässigen Kirchengemeinden beschafft werden müssen. Der Gedanke, ich wohne ja nicht am Fluss, ist allerdings fatal: Allein durch Starkregenfälle kommt es in den letzten Jahren immer häufiger zu Überschwemmungen – auch abseits von Flüssen oder Bächen – dieses Risiko lässt sich regional überhaupt nicht mehr kalkulieren.

Fazit: Elementarversicherung oder Naturkatastrophenversicherung: Mehr als 99 Prozent aller Gebäude können in Deutschland versichert werden. Letztendlich nutzen nur vier von zehn Hauseigentümern die Elementarversicherung. Damit sind 11 Millionen Häuser nicht abgesichert. Und: Das nächste Unwetter kommt mit Sicherheit!

Rendite? F……! Warum nie bei mir? Rente Teil 2

Rendite? F……! Warum nie bei mir? Rente Teil 2

Angelegt und nichts gewonnen? Willkommen im Club! Warum? Wegen dem Mann mit der Kristallkugel! Es geht um Ihre Rente!

Anlegen am Kapitalmarkt? Warum das Sinn macht, haben wir in Teil 1 beschrieben.

Die Sparzinsen dümpeln bei Null herum, vereinzelt nehmen Banken bereits Verwahrgebühren. Allenthalben werden Sie ermahnt am Kapitalmarkt zu investieren. Blöd nur, wenn das schief geht. Tolle Prospekte bringen nichts, denn meist fehlt ein Konzept. Es geht um Ihre Rente!

Auch gesetzlich Rente ohne Konzept

Auch die Deutschen Rentenversicherung funktioniert nur, wenn genügend Kinder geboren werden. Das aber ist nicht der Fall. Deshalb „lebt“ die gesetzliche Rente weitestgehend von Steuerzuschüssen. Versorgungswerke stehen übrigens nicht viel besser da, sie müssen sogar ohne Steuerzuschüsse auskommen. Aus dem doppelten Dilemma Nullzins und Rentenmisere könnte also ein dreifaches Dilemma werden, wenn man am Kapitalmarkt daneben greift. Was tun?

Was ist der Kapitalmarkt?

Stellen wir uns den gesamten Kapitalmarkt als Dreieck vor, wie in der Abbildung über diesem Absatz. Alle Anlageformen des Kapitalmarktes sind darin enthalten. Aktien, Renten, Anleihen usw..

Rente

Den Kapitalmarkt gibt es schon sehr lange. Wollen wir davon ausgehen, dass es den Kapitalmarkt auch in Zukunft noch geben wird? Wenn Sie nun Ihr Kapital einmal quer über den gesamten Kapitalmarkt streuen würden, dann erarbeitet das Geld im Verlauf von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 10%. Darüber gibt es genügend Statistiken. Warum aber bekommen Sie diese 10% nicht, sondern meist viel weniger?

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der klugste Anleger im Land?

Hier kommt die Glaskugel ins Spiel. Sie kennen das: Da sitzt ein Berater der weiß, welche Anlagen in Zukunft gut laufen werden. Das Wissen dazu holt sich aus der Vergangenheit. Stellen wir uns das so vor: Wir steigen ins Auto und schauen in den Rückspiegel. Alles frei!  Vollgas! Kann das gut gehen? Wer kann schon in die Zukunft schauen? Die Fonds selbst werden von Fondsmanagern verwaltet. Das Fondsmanagement wird dafür bezahlt besser zu sein als der Marktdurchschnitt. Und es handelt dabei oft genau so wie eben beschrieben.

No risk, no fun? Mit der Rente?

Wer besser sein will als der Markt, muss Risiken eingehen. Das Fondsmanagement tut dies, und am Ende fallen den Anlegern diese Risiken oft genug auf die Füße. Neben diesen Verlusten, drücken auch die Kosten des Fondsmanagements auf die Rendite. Oft werden noch Banken und Vermittler entlohnt, manchmal bekommt der Fondsmanager eine Prämie für besonders gute Leistungen. Selbst bei Verlusten kann eine solche Prämie gezahlt werden, wenn der Fonds weniger Verluste erleidet als der Marktdurchschnitt. Zu guter Letzt fehlt vielen Anlagen ein Konzept, d.h. Gewinne werden nicht gesichert. So bleiben Ihnen am Ende von den durchschnittlichen 10% wie viel?

Solange die Märkte gut laufen, alles kein Problem. Aber bei Verlusten wie in den letzten Wochen, drücken die Kosten die Anlage zusätzlich nach unten. Wie ein Konzept aussieht, steht dann in Teil 3.

Anmerkung: Der Text stellt KEINE Anlageberatung dar sondern ist eine stark vereinfachte Darstellung des Themas Kapitalmarkt.

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH