Verbraucherglück made in Brüssel

Verbraucherglück made in Brüssel

Spontane Massenkundgebungen, Kirchenglocken läuten von Nord bis Süd, die Menschen tanzen auf den Straßen. Jubelfeste aller Orten, Fleurop mietet Sondergüterzüge um die Blumengrüße dankbarer EU-Bürger nach Brüssel transportieren zu können. Es ist ein Rausch, eine Zeitenwende, eine dieser Stationen der Menschheitsgeschichte von denen man später seinen Enkeln erzählen wird:  Tränen in den Augen und Fäustlinge über den Händen (weil die Rente für die Heizung zu knapp ist). Ja, wir waren dabei – Halleluja!

 

Für jedes Problem eine Lösung – oder ein neues Problem

Sie haben das alles nicht mitbekommen? Nein, der Syrienkrieg ist noch nicht zu Ende und die Staatsschulden haben sich auch nicht halbiert. Es gibt auch keine wirkliche Lösung in der Flüchtlingsfrage, Europa verkracht sich weiterhin untereinander und Deutschland hat immer noch keine neue Regierung. Aber wer wollte über die Lösung dieser Probleme schon eine Flasche Schampus köpfen? Nein, es geht hier um den ganz großen Wurf aus Brüssel und Berlin, um den Geniestreich geistig armer Eurokraten – zu unser aller Nutzen, es geht um die neue Vermittlerrichtlinie! Ein wahrer Grund zum Feiern! Vor allem für Verbraucher.

IDD und PRIIP-Verordnung

IDD heißt nicht „Ich Denke unter Drogen“, auch wenn das Ergebnis dies in Teilen nahelegt. Nein, IDD ist das Kürzel für die neue Vermittlerrichtlinie, und die soll eigentlich wirklich gute Dinge bewirken. Nämlich den Verbraucherschutz erhöhen, eine einheitliche Beratungsqualität sicherstellen (europaweit) und für Kunden mehr Transparenz in Anlageprodukten schaffen. An sich nichts, was Versicherungsmakler nicht seit Jahren fordern und umsetzen, alles gute Sachen. Trotzdem, mit den Idealen ist das wie mit einem Fluß. Kippst du an der Quelle einen Eimer Farbe ins Wasser, sieht das alles noch toll aus. Mit der Zeit jedoch verwässert alles, es bleibt kaum etwas übrig.

Verbraucherglück 2.0 aus Brüssel

Entscheiden Sie sich für ein Versicherungsanlageprodukt, erhalten Sie zwingend  das neue, standardisierte Basisinformationsblatt (BIB) rechtzeitig vor Antragstellung. So weit, so gut.

Die Basisinformationsblätter, die sogenannten BIBs, wurden auf europäischer Ebene entwickelt und gelten gemäß der europäischen Verordnung (PRIIP-VO) europaweit für „verpackte Anlageprodukte“ bzw. „Versicherungsanlageprodukte“.

Die BIBs beinhalten textliche Ausführungen zum Produkt, der Kapitalanlage des Produkts und der Zielgruppe sowie Kennzahlen zu Kosten, Risiko und Simulationsrechnungen. Alle Kennzahlen sind auf Daten von Musterkunden ermittelt und beziehen sich entsprechend nicht auf Ihren individuellen Vorschlag. Brüssel hat´s echt drauf!

Brüssel er Spitzen

Sie werden also weiterhin unter Informationslawinen verschüttet. Was bitte fangen Sie an mit Produktinformationen die sich gar nicht auf Ihre Anlagewünsche beziehen? Da Ihnen diese Informationen per Mail zugestellt werden, können Sie die noch nicht mal auf dem Klo benutzen, und dafür wären sie geeignet – vorausgesetzt man hat das richtige Papier im Drucker.

Am Ziel vorbei ist auch daneben

Fazit: Anlageprodukte werden nicht billiger durch mehr Bürokratie. Die Informationspflichten gehen komplett am Ziel und am Verbraucher vorbei. Ein guter Versicherungsmakler kann heute mit einem finanzmathematischen Taschenrechner und der Fähigkeit zu lesen, mehr Transparenz erzeugen, als sich die Bürokraten im Elfenbeinturm auch nur vorstellen können. Aber was erwarten wir auch von Bürokraten, deren Altersvorsorge schon von Staats wegen aus jedem Rahmen fällt?

Sportunfälle richtig versichern: Unfall bei Rettung von Menschen

Sportunfälle richtig versichern: Unfall bei Rettung von Menschen

Könnte man Unfälle vorhersehen, gäbe es keine. Was aber, wenn man einem in Not geratenen Menschen hilft und dabei selbst zu Schaden kommt? In dem Falle wäre der Unfall doch vorhersehbar gewesen, oder nicht? Zahlt dann die private Unfallversicherung?

Unfall beim Triathlon

Vor einigen Jahren beim Triathlon: Ein Athlet klammert sich an die erste Wendeboje und ruft um Hilfe. Während alle vorbeischwimmen, greift sich ein Sportfreund den Mann  und zieht ihn durch das Feld der Schwimmer hinaus ins freie Wasser, Richtung Rettungsboot. Dem Mann ist durch einen Tritt gegen die Schulter der Arm ausgekugelt, er hat furchtbare Schmerzen und natürlich Todesangst, fast einen Kilometer vom Strand entfernt. Was nun, wenn er in einer Panikattacke den Helfer umklammert und unter Wasser zieht? Was wenn der Helfer dadurch zu Schaden kommt?

Unfall

Foto: © koldunova_anna by fotolia.com

Unfall als Definition

Unfallversicherungen leisten nach dem Unfallbegriff des Versicherungsvertragsgesetzes, der da lautet: Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. In oben beschriebenen Beispiel liegt absolut kein plötzliches Ereignis vor. Wer einem Ertrinkenden hilft, muss damit rechnen, dass der klammert und ihn womöglich selbst in Not bringt. Wie ist dies nun in guten Versicherungsbedingungen formuliert?

Rettungsklausel in der Unfallversicherung

Eine gute Unfallversicherung hat eine Rettungsklausel. Die sollte so oder ähnlich formuliert sein:

Unfälle/Gesundheitsschädigungen, die der Versicherte bei rechtmäßiger Verteidigung oder bei Bemühungen zur Rettung von Menschen, Tieren oder Sachen erleidet sowie im Rahmen der Erste-Hilfe-Leistung gelten als unfreiwillig erlitten und sind in die Unfallversicherung eingeschlossen. Auf den Einwand des Vorsatzes ……. wird verzichtet. Schlägereien, in die der Versicherte nicht als Urheber gerät, sind mitversichert.

Wichtige und richtige Versicherung

Egal ob am Berg, im Wasser oder auf dem Rad: Wer Anderen hilft sollte am Ende nicht selbst in die Röhre schauen müssen. Eine private Unfallversicherung ist das absolute Minimum an Invaliditätsvorsorge. Gute Versicherungsbedingungen sind ein Grund mehr, dem eigenen Hobby mit Freude nachzugehen, was immer unterwegs auch geschehen mag.

Sturm Friederike und die Schäden

Dachziegel müsste man herstellen, dann hätte man jetzt Hochkonjunktur. Wem Friederike aufs Dach gestiegen ist, der sollte nicht in Panik verfallen. Ein kleiner Leitfaden zur Schadensmeldung nach einem Sturm – oder sonstigem Schaden.

 

Schadensminderung nach Sturm

Schadensminderung nach einem Sturm ist Ihre Aufgabe, Versicherer sprechen auch von Obliegenheiten im Schadensfall. Sie sind verpflichtet alles zu tun, um die Vergrößerung eines Schadens zu vermeiden. Natürlich sind Sie nicht gezwungen bei Orkanböen auf dem Dach herumzuklettern. Doch Notmaßnahmen wie Abdichtungen sind durchaus Ihre Pflicht.

 

Fotos, Fotos, Fotos

Es gibt drei Dinge die Sie unbedingt sofort tun müssen: Erstens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Zweitens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Drittens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Die meisten Probleme in der Schadensregulierung treten auf, weil der Schaden mangels Fotos nicht belegt werden kann. Klar, wenn der Sturm ein paar Ziegel verrückt und man schnell die Lücke schließt um größere Schäden zu vermeiden, denkt man kaum ans Fotografieren. Versuchen Sie trotzdem daran zu denken, zumindest an Fotos der Folgeschäden, zum Beispiel der Nässeflecke an der Decke. Meist dokumentieren die Dachdecker den Schaden. Lassen Sie sich die Fotos geben und reichen Sie die weiter.

 

Seien Sie schnell

Melden Sie den Schaden schnell. Im Zeitalter von Whatsup und Messenger sicher kein Problem mehr. Schicken Sie Fotos und erste Infos über Zeitpunkt und Schadensursache so schnell als möglich an Ihren Versicherungsmakler.

 

Belege und Kosten beim Sturmschaden

Niemand wird bei einem Dachschaden einen Kassenzettel von der Anschaffung der Dachziegel sehen wollen. Bei solchen Schäden genügen Fotos. Aber bestimmte Hausratversicherungen leisten auch wenn Hausrat auf Balkon oder Terrasse vom Sturm beschädigt wird. Suchen Sie nach Anschaffungsbelegen der beschädigten Stühle oder Tische. Sollten keine Kassenzettel mehr da sein, findet sich im Internet womöglich ein vergleichbares Produkt aus dem Anschaffungsjahr und Sie können eine Preisspanne ermitteln. Sinnvoll sind auch Kostenvoranschläge zur Reparatur der beschädigten Sachen. Sollte Reparatur nicht möglich sein, holen Sie ein Angebot oder eine Recherche zum Preis der Neuanschaffung ein.

 

Ihr Makler hilft Ihnen

Im Normalfall sollte eine Schadensmeldung geschrieben werden. In unserem Hause übernehmen wir das für Sie, andere Vermittler handeln ebenso. Die Schadensmeldung auf einem Formular des Versicherers sollte möglichst genau ausgefüllt werden. Denken Sie daran: Beim Versicherer sitzen auch nur Menschen über Ihren Papieren. Diese Sachbearbeiter waren nicht vor Ort und können sich nur an Fakten halten. Schadenssachbearbeiter müssen sich auch einer Revision gegenüber verantworten, einfach durchwinken geht deshalb nicht. Im Fall Friderike deuten manche Versicherer schon an, dass sie bis zu gewissen Schadenshöhen auf Fotos und Nachweise verzichten wollen.

 

Rückfragen sind keine Schikane

Manchmal geht es nicht ganz so glatt, dann kommen Rückfragen auf Sie und uns zu. Das ist keine Schikane sondern einfach gründliche Prüfung des Sachverhaltes. Die Mitarbeiter des Versicherers kennen Sie und Ihre ehrlichen Absichten nicht. Sie müssen manchmal genauer prüfen, denn „Schäden drehen“ ist immer noch ein weit verbreitetes Phänomen. Diese Lasten jedoch fallen immer auf die Versichertengemeinschaft in Form von steigenden Beiträgen zurück.

Natürlich gibt es Unterschiede in der Abwicklung; je nach Schadensart und Versicherungssparte.

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH