Rentner – Spiel mir das Lied vom Brot

Rentner – Spiel mir das Lied vom Brot

Billiger geht immer. Das mag für Fachbildschirme und T-Shirts gelten, solange sich ein Chinese findet, der billiger schuftet als sein Nachbar. Das mag für gewisse Dienstleistungen gelten, Kurierfahrten zum Beispiel, Stichwort „versandkostenfrei“. Nur kann man Bildschirme und T-Shirts nicht essen, auch Kurierfahrer nur bedingt. Die Verlierer aber sind die Rentner.

Rentner sind selten die Gewinner

Fakt ist: Rentner sind die einkommensschwächste Bevölkerungsgruppe. Die Preissteigerung schlägt bei Ihnen voll zu! Jeder weiß, dass die Rente etwa die Hälfte seines aktuellen Einkommens ausmachen wird, im günstigsten Fall. Das heißt: 365 Tage Urlaub im Jahr, aber nichts mehr auszugeben. Ich bin noch da, aber das Geld ist schon alle.

Geldentwertung trifft Rentner besonders hart

Hinzu kommt, dass der Wertverlust unseres Geldes, genannt Inflation, die Rente Stück für Stück entwerten wird. Offiziell steigen die Preise ja kaum, heißt es. Im Mittel stimmt das. Nur eben nicht für Rentner. Wir empfehlen hier jedem einen Blick auf die Seite des Statistischen Bundesamtes, dort am besten im Preiskaleidoskop ein wenig stöbern.

Dann doch den Kurierfahrer grillen?

Freilich, alles was aus Fernost billig zugeführt werden kann, wird billiger. Nur: Mit dieser mickrigen Rente, wie oft kaufen Sie dann noch Fernseher oder einen neuen Computer. Übermäßig teurer werden Grundnahrungsmittel und Gesundheitsdienstleistungen, auch Energie und Wohnen.

Beispiele Preissteigerung zum Vormonat

Obst + 7,2%, Speisefette und Öle + 14,4%, Gemüse + 2,9%, Fleisch + 2,3%, Mineralwasser + 3%… Wir wollen gar nicht auf Erdgas/Heizöl (+30%) oder Dienstleistungen nichtärztlicher Gesundheitsberufe (+3,9%) eingehen. Fragen Sie sich selbst: Wofür geben Sie mit 70 oder 75 Jahren Ihr Geld aus? Neue Jeans oder das Abendkleid für die Oper, oder Medikamente, Lebensmittel und Wohnen?

Der Rentner ist sicher — der Gelackmeierte

Die Rente ist sicher. Je öfter man dieses Mantra wiederholt, um so sicherer wird die Rente. Das ist doch logisch. Ich tanke immer für 20 Euro, also wird der Sprit für mich nicht teurer — folgt der gleichen Denkweise. Die Fakten sind sichtbar für jeden. Früher hieß es: Wer im Frühling nicht sät, hat im Winter nichts zu fressen.

 

Ein Schritt aus der Misere

Die Lösung heißt: Langfristig mit geringem Aufwand und kleinen Kosten viel erreichen. Oder auf Timur und seinen Trupp hoffen.

Timur und sein Trupp

Timur und sein Trupp

Olle Kamellen? Von wegen! Ausgebildete Ossis wissen, wer mit dem Titel oben gemeint ist. Alle Anderen könnten sich das Buch beschaffen, es kann nicht schaden. Mit Vollgas ins Rentenloch, ohne Airbag 🙂

Ist die Rente noch zu retten?

Jeder weiß es, alle meckern, niemand schert sich drum. Altersarmut wird die neue Seuche sein, mathematisch beweisbar. Von der Politik können wir keine Hilfe erwarten. Die sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie höchstens Dinge wie die Datenschutzgrundverordnung ausscheiden, mehr kommt da nicht.

Jeder zahlt für sich allein?

Und um es nochmal deutlich zu sagen: NIEMAND zahlt Beiträge in die Rentenkasse für sich selbst sein. Was heute in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt wird, landet sofort auf dem Konto der Rentner von heute! Und das mit nahezu  100 Millarden Zuschuß vom Bund! Wer hofft auf Besserung? Immer weniger Kinder, das heißt weniger Beitragszahler, und der massive Ausbau der „schlecht“ bezahlten Stellen in Teilzeit und Minijob, werden der Rente den Garaus machen. Wenn die Digitalisierung durchgreift, wird das zu weiteren Stellenverlusten führen. Fragt sich, wer die Rente der Rentner von morgen noch aufbringen soll?

Alles wird billiger, gut für die Rente?

Mehr noch: Offiziell steigen die Preise in Deutschland so langsam wie nie. Doch gilt das auch für Lebensmittel und Dienstleistungen? Eben nicht! Rentner sind besonders betroffen von Leistungskürzungen der Krankenkassen und Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln!  Spiel mir das Lied vom Brot!

Timur

Foto: by_Marvin Siefke_pixelio.de

Timur und sein Trupp wieder aktuell?

„Timur und sein Trupp“ ist der Titel eines Kinderbuches des russisch/sowjetischen Autors Arkadi Gaidar. Es erschien 1940, wurde sofort verfilmt und gehörte in der DDR zur Pflichtlektüre in der Schule. Nicht, dass das Buch unbedingt schlecht war! Es handelt von einer Gruppe Kinder, die sich armer Leute annehmen, zumeist Angehöriger von an der Front kämpfenden Rotarmisten. Timur und sein Trupp helfen alten und armen Rentnern. Da werden Zäune repariert, Kohlen geschleppt, Lebensmittel beschafft…

In der DDR wurde versucht, daraus eine Massenbewegung zu konstruieren. Leider jedoch bekamen wir alle unsere tägliche Ration Sowjetsoldaten vorgesetzt und hatten ohnehin genug von denen. Das Buch und die Idee empfanden wir als Lügenproganda. Die „Timurhilfe“ verkam zu lästiger und belächelter Pflicht.

Schicksal ist, was man draus macht

Dabei weiß jeder, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen könnte. Mit einem guten Konzept, in jungen Jahren mit wenig Aufwand gespart, läßt sich das Rentenproblem später belächeln. Nur glauben wir da alle, dass wir so alt ohnehin nicht werden. Doch wer denkt, er könne mit 50 noch beginnen sich um sein Auskommen ab 67 zu bemühen, der wird am Ende in der Warteschlange der Grundsicherungsstelle stehen oder eine Putzstelle suchen. Oder er hat Glück und Timur und sein Trupp tauchen aus der Versenkung auf.

Student in der Privathaftpflichtversicherung der Eltern

Student in der Privathaftpflichtversicherung der Eltern

Eine häufig gestellte Frage: Sohn oder Tochter nehmen nach der Schule zunächst einmal kein Studium auf. Sie überbrücken ein Jahr mit einem Minijob und reisen einige Monate um die Welt. Achtung: Für manche Privathaftpflichtversicherer ein Grund zur Ablehnung eventueller Schäden. Denn das Kind ist ja noch kein Student!

Minijobber oder Student?

In einem aktuellen Fall wollte eine Privathaftpflichtversicherung einen Schaden nicht regulieren. Grund: Der schadenverursachende Sohn der Familie ist volljährig und Minijobber, jedoch noch nicht an der Uni eingeschrieben.

Student

Foto: by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de

Student oder Azubi?

Gute Versicherungsbedingungen sehen daher so aus: Volljährige Kinder sollten solange sie sich noch in einer Schul- oder unmittelbar anschließenden Berufsausbildung befinden mitversichert sein. Die Art der Ausbildung sollte, um Mißverständnissen vorzubeugen, genau definiert sein als berufliche Erstausbildung – Lehre und/oder Studium, Betriebspraktika, nicht jedoch Referendarzeit, Fortbildungsmaßnahmen u.Ä..

Student oder Arbeitsloser?

Wartezeiten von bis zu einem Jahr nach Beendigung der Schulausbildung gelten in guten Versicherungsbedingungen als „unmittelbar anschließend“. Der Versicherungsschutz sollte auch dann weiter bestehen, wenn während dieses Zeitraumes eine Aushilfstätigkeit ausgeübt wird. Bei Arbeitslosigkeit, wenn sie im direkten Anschluss an die Schul-/Berufsausbildung eintritt, sollte Versicherungsschutz bis zu längstens einem Jahr kein Problem sein.

Und danach?

Psychische Krankheiten sind inzwischen die mit Abstand häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit. In vielen Fällen sitzen bereits Schüler oder Auszubildende mit psychischen Belastungen beim Arzt. Danach geht nichts mehr, zumindest wenns um die Absicherung der Arbeitskraft geht. Deshalb ist es sinnvoll, schon Schüler mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu versorgen.

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH