Urkundenfälschung für Anfänger

Urkundenfälschung für Anfänger

Einfach mal ne Unterschrift auf selbst geschriebene Kündigungen kopieren… Schade nur, wenns auffliegt. Einige, wenige Versicherungsvertreter tragen ihr Hirn scheinbar in der Unterhose spazieren. Eine wahre Geschichte vom Rand der Vertriebsgesellschaft, die zu Berufsverbot führen sollte.

Umzug der Gesinnung

Eine Gewerbekundin zieht mit ihrer Praxis um. Sie ruft uns an und wir regeln die Formalien am Telefon. Mit den allerbesten Wünschen entläßt sie uns ins Wochenende. Montags darauf gerät über eine fremde Absendernummer ein Fax zu uns, auf dem just diese Kundin uns die Maklervollmacht kündigt. Kann passieren, nur scheint uns der Spaghat zwischen den Wünschen fürs schöne Wochenende und der Kündigung recht breit, und wir rufen da mal an.

 

Schöne billige Angebote

Die Kundin fällt aus alles Wolken. Und die fällt sehr tief und schlägt hart auf. Sie hatte am Samstag einen Besuch in der Praxis, ein Vertreter der Versicherungsgesellschaft „E“ stellte sich vor. Er riet ihr, alle bestehenden Verträge von ihm neu ordnen zu lassen, natürlich würde alles billiger. Die Kundin fand die Idee im Grunde nicht schlecht und unterschrieb eine Vollmacht zur Datenspeicherung zwecks Angebotserstellung.

Foto: © treter by Fotolia.com

Urkundenfälschung durch Versicherungsvertreter

Und jetzt wirds richtig spannend. Der Vertreter, kein Makler übrigens, sondern ein Ausschließlichkeitsvertreter, scannte die Unterschrift der Kundin ein und kopierte diese auf diverse Kündigungsschreiben. Maklervollmacht und bestehende Verträge wurden so gekündigt. Blöd nur, dass die Kundin uns nie eine Vollmacht erteilt hatte, sie hat ihre Anträge immer direkt selbst unterschrieben. Die Kündigung der bestehenden Verträge sandte der gute Mann (das Wort Kollege meiden wir an dieser Stelle) dann direkt an die Versicherer. Dieser Vorgang nennt sich, liebe Versicherungsgesellschaft „E“, Urkundenfälschung, oder kurz: Betrug! Alle so versandten Schreiben sind übrigens ungültig.

 

Noch nicht mal richtig versichert!

Nach unserem Telefonat rückte die Kundin die Situation sofort wieder gerade. Wer weiß, ob ihre Unterschrift nicht auch auf einem Überweisungsformular auftauchen würde? Im Nachgang durften wir dann feststellen, das die vorliegenden Angebote noch nicht einmal die Risikosituation der Kundin abdeckten. Sie wäre wohl billiger weggekommen, dies jedoch nur bis zum ersten Schaden.

 

Urkundenfälschung und Vertriebsverblödung kein Einzelfall

Und die Moral von der Geschichte? Ein Einzelfall? Mitnichten! Solche Vorgänge tauchen immer und immer wieder auf. Warum? Weil manch sogenannte Kollegen längst aus der Branche entsorgt gehören. Ginge die Kundin mit dem beschriebenen Vorgang zur Staatsanwaltschaft, wäre der Vertreter seinen Job los! Das ist aber nicht der einzige Grund: Der Vertriebsdruck der Versicherungskonzerne auf seinen Außendienst ist gigantisch. Die Geschäftspläne sind Utopien, erdacht von Idioten, dazu aufgestellt um Menschen zu brechen. Manche Vertreter halten dem Druck nicht stand und suchen das Geschäft um jeden Preis.
Dramatisch wirds immer dann besonders, wenn bei Berufsunfähigkeitsversicherungen geschummelt wird. Dazu aber beim nächsten Mal mehr.


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Klauen wir gleich die ganze Bank!

Klauen wir gleich die ganze Bank!

Den Titel haben wir auch geklaut, aus einem Filmklassiker von 1974. Ein guter Leitsatz fürs eigene Depot oder die eigene Lebensversicherung, finden wir: Kaufen wir doch den ganzen Kapitalmarkt!

 

Risiko abschätzen

Stellen Sie sich vor, Sie investieren in Mietwohnungen. Zunächst besitzen Sie eine Wohnung, Sie vermieten, und alle paar Jahre wechseln die Mieter. Vielleicht kommt das Wohnviertel ein wenig in Verruf und die Wohnung steht ein paar Wochen leer. 100 Prozent Ihres Investments wirft also über eine gewisse Zeit nichts ab. Die Kosten bleiben.

 

Risiko streuen

Simmen Sie uns zu, wenn wir behaupten, dieses Risiko sinkt, je mehr Wohnungen Sie besitzen? Genau! Würden Sie auch der These zustimmen, das Risiko sinke noch mehr, je verschiedener die Standorte der Wohnungen sind? Richtig! Das nennt man Risikostreuung.

 

Blick in die Kristallkugel

Wie wählen Sie nun die Standorte aus? Welche Region verspricht absolute Sicherheit zu einem bezahlbaren Einkaufspreis? Welche Klientel wohnt dort, wie entwickelt sich der Standort in 30 Jahren? Fragen, die wir nicht beantworten können.

 

Genau das aber tun die meisten Anleger

Schade nur, dass die meisten Depots und Fondspolicen genau so gestrickt sind: Persönliche Vorlieben, Einschätzungen von Beratern, Emotionale Bindung an einen bestimmten Markt, Ängste vor anderen Märkten. Schon Susann Levermann weist in Ihrem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ darauf hin, dass persönliche Vorlieben beim Investieren den Anleger eher Rendite kostet als bringt.

 

Kaufen Sie doch den ganzen Markt

Warum kaufen wir nicht den ganzen Markt? Wie wäre es, wenn Sie einen Anteil  am Durchschnitt aller Wohnungen besitzen könnten? Wie fänden Sie es, wenn Ihr Depot oder Ihre Fondspolice einen Durchschnitt am ganzen Kapitalmarkt besitzen könnte?

 

Wie das funktioniert, lesen Sie hier. Oder Sie rufen uns an.

Wunder gibt es immer wieder

Wunder gibt es immer wieder

Wie aus Verlusten Gewinne werden. Über die Arithmetik mancher Lebensversicherer

Ein vernünftiger Lebensversicherer, einer der was auf sich hält, muss seine Kunden ordentlich über den Löffel balbieren – so ein gängiges Vorurteil. Manchmal fördert sogar  der Gesetzgeber die Schummelei. Wunder (n) Sie sich also nicht über Hochrechnungen. Die sind zum Teil amtlich „verbessert“.

 

Wunder in der Hochrechnung

Konzentrieren wir uns auf die Ablaufleistung einer fondsgebundenen Rentenversicherung zu einem fixen Auszahlzeitpunkt. Heißt, Sie nehmen die ganze Kohle auf einmal raus. Bis zu diesem Zeitpunkt also rechnet der Versicherer Ihnen etwas hoch. Schritt eins hin zur Finanzverblödung der Kunden: Die Kosten der Fonds fließen nicht in die Berechnung ein, aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.

 

Denn es kommt noch besser:

Sogenannte Stornogewinne dürfen Lebensversicherer in die Hochrechnungen hineinzaubern. Und das ist nun Finanzverblödung vom allerfeinsten. Denn wie Sie vielleicht wissen, entstehen Ihnen oftmals Verluste bei vorzeitiger Kündigung einer laufenden Lebens/Rentenversicherung. Und Verluste bei Ihnen sind… na klar: Gewinne beim Versicherer. Und um diese hypothetischen Gewinne darf der Versicherer seine Hochrechnungen  erhöhen.

 

Schlechte Vergangenheitswerte sind gut für die Zukunft

Ein Versicherer mit hohen Stornogewinnen ist einer, dem viele Kunden vor Vertragsende „davonlaufen“, zum Beispiel weil sie unzufrieden sind oder schlecht beraten wurden. Cool, dass dieser offensichtliche Mangel an Qualität sich auf die Quantität des offiziellen Angebotes eines Versicherers niederschlagen darf! Sowas nennt man wohl auch Chancenausgleich am Markt, herzlichen Glückwunsch zur offiziellen Finanzverblödung!

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Therapie gegen Finanzverblödung

Glauben Sie an Wunder? Wie wahrscheinlich ist es denn, dass eine solche Hochrechnung funktionieren kann? Das ist so, als bewerben Sie sich mit einem miesen Zeugnis in einer Firma, und die gehen davon aus, dass Sie genau deshalb der richtige Kandidat sind. Zum Glück ist das System gut zu durchschauen. Wir therapieren Sie gegen Finanzverblödung, das ist unser Auftrag! Egal ob Kassen- oder Privatpatient

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH