Was das Wahlprogramm der Versicherungsmakler für Politiker bedeutet

Was das Wahlprogramm der Versicherungsmakler für Politiker bedeutet

Wir stellen unser eigenes Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2021 auf! Unser Wahlprogramm orientiert sich an den Vorschriften und Regulierungen für unseren Berufsstand. Wenn wir die Wahl gewinnen, wird sich in Zukunft jeder Politiker komplett neu orientieren müssen. Denn, jeder Politiker „verkauft“ den Bürgern immer überteuerte und ungeeignete politische Lösungen! Das muss anders werden!

Wir grenzen unser Wahlprogramm ab

Nahezu jede Partei kommt in ihrem aktuellen Wahlprogramm zu dem Schluss, Versicherungsmakler seien das Übel der Ziviliation. Grundsätzlich wird nicht diferenziert zwischen den verschiedenen Vertriebswegen. Makler verkaufen eben immer ungeeignete und überteuerte Produkte. So die Kernaussage. Manchmal stimmt das sogar. Aber wir wollen es besser machen. Deshalb werden wir in unserem Wahlprogramm ganz klar differenzieren. Und zwar zwischen Politikern und solchen die keine sind. Das ist doch nur fair.

ALLE Politiker betrügen die Bürger immer

Unser Wahlprogramm wird leeren Versprechungen ein Ende bereiten. Wir fordern die Umsetzung aller berufsständischen Vorschriften des Versicherungsmaklers auf die Politik. Dabei hat unser Wahlprogramm vier Schwerpunktthemen:

Erstens: Aus- und Weiterbildung

Zweitens: Experten und Fachleute

Drittens: Haftung

Viertens: Transparenz

Aus- und Weiterbildung

Wer seine Ausbildung abgebrochen hat, hat im Bundestag nichts mehr verloren. Jeder Berufspolitiker hat seine Qualifikation bitte ständig als Chipkarte bei sich zu tragen und auf Verlangen vorzuweisen. Ein abgebrochenes Studium reicht dann gerade noch um in der Kantine die Teller zu sortieren, keinesfalls für ein Mandat. So wie jeder Versicherungsmakler, wird auch der Politiker der Zukunft jährliche Weiterbildungen nachweisen müssen. Als Kontrollinstanz dafür sollte das BaFin eingeschaltet werden, das muss ja ohnehin für jede schräge Idee antreten. Und natürlich gilt die Weiterbildungspflicht nicht nur für die Berufspolitiker, sondern auch für sein Personal. Wie in unserem Berufsstand auch, befreien weder längere Krankheit noch Elternzeit von der Weiterbildungspflicht. Wer seine Stunden nicht voll bekommt, muss augenblicklich sein Mandat zurückgeben. So wie uns die IHK das Büro zuschließt, wenn wir ungenügende Weiterbildungen nachweisen.

Experten – ein Herzensanliegen unseres Wahlprogramms

Die Talkshows sind voller Experten. Ich frage mich, aus welchen Löchern die ständig kriechen, und was die vorher gemacht haben. Unser Wahlprogramm orientiert sich ganz klar an unseren berufsständischen Vorschriften. Möchte sich ein Politiker in Zukunft zum Experten aufschwingen, dann bitte nur mit Nachweis. Ich selbst bin Experte für betriebliche Altersversorgung (DMA). Dafür musste ich lernen, eine Prüfung ablegen und meinen Fachwissensstatus regelmäßig durch zertifizierte Weiterbildungen nachweisen. Denn sonst verliere ich ihn. Gesundheitsexperten sollen zukünftig bitte auch mal als Pfleger oder Arzt gearbeitet haben. Finanzexperten mögen doch bitte eine Bankausbildung oder eine Ausbildung zu Steuerberater nachweisen, bestenfalls ein Volkswirtschaftsstudium. Und vor allem muss jeder Politiker regelmäßig wieder in seinen alten Beruf zurück, und sei es nur für einen Tag.

Haftung für Einkommen und Beratung

Wir stülpen das Einkommensmodell der Politik komplett um. In Zukunft werden Politiker Provisionen erhalten, so wie wir Versicherungsmakler auch. Vorbei die Zeiten der läppischen Diäten und Zulagen. Die Zukunft sieht anders aus, nämlich erfolgsorientiert. So wie bei uns Versicherungsmaklern auch. Ein Beispiel: Wir beraten ein Unternehmen zum Thema betriebliche Altersversorgung. Etwa ein Jahr nach dem Erstgespräch erklärt der Unternehmer seinen Willen zur Umsetzung. Es kostet uns nun zwei weitere Wochen Arbeit und Investitionen in IT und digitale Werkzeuge. Denn wir wollen die bAV fürs Unternehmen haftungssicher umsetzen. Danach erfolgen die Beratungen der einzelnen Mitarbeiter. Ein Jahr und drei Monate nach dem Erstgespräch stehen die Verträge. Die Provision aus der Beratung wird einige Monate später fällig und über die Gesamtlaufzeit, manchmal 30 Jahre und länger, verteilt. Kündigt ein Mitarbeiter, verlieren wir unseren Anspruch aus Einkommen. Entscheidet sich der Unternehmer für einen anderen Makler, verlieren wir den Anspruch teilweise. Beraten wir falsch, stehen wir mit unserem Privatvermögen für die Fehler ein.

Was sieht unser Wahlprogramm nun in der Haftung für Politiker vor

Politiker sollen in Zukunft auch von Provisionen leben. Nehmen wir an, es wird ein Modell zum Bau von Sozialwohnungen entworfen. Von der ersten Idee, über die Debatten und Ausschüsse und Prüfungen, die Fragen der Finanzen und der Umsetzung, vergeht ein Jahr. Bis zum Bau der ersten Wohnungen vergeht ein weiteres Jahr. Fünf Jahre nach der ersten Idee sind die Sozialwohnungen alle fertig und bezogen. Nun wird geprüft, ob die bei Beginn vereinbarten Ziele auch erreicht wurden. Stimmte die Finanzierung? Passt die Anzahl der Wohnungen? Wurde der Zeitplan eingehalten? Ist die abgelieferte Qualität in Ordnung. Erst jetzt erhält der Politiker seinen Lohn für dieses Projekt. Wie wir Versicherungsmakler auch! Wir beraten. Machen wir unsere Sache zur Zufriedenheit des Kunden, schließt er ab. Danach erhalten wir unsere Provision. Und stehen für diese bis zu 10 Jahre in der Haftung. Ist der Kunde unzufrieden, müssen wir das Geld zurückgeben.

Pflicht zur Dokumentierung

Natürlich wird es eine glasklare Anweisung zur Dokumentierung geben. Jeder Politiker muss über jeden Vorgang immer ein Protokoll schreiben. Aus diesem müssen die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger hervorgehen, die Anlass zur „Beratung“ waren. Der Politiker muss in der Folge begründen, warum er welche Lösung empfiehlt. Und dafür mit seinem Privatvermögen haften. Wir wir Versicherungsmakler auch. Das nennt man Bürgernähe!

Unser Wahlprogramm fordert Transparenz

Unser Wahlprogramm sagt ganz klar aus: Politiker müssen offen legen, wie viel sie an welchem Produkt verdienen. Und zwar in Heller und Pfennig. Sie müssen zudem in jährlichen Berichten an die Bürger nachweisen, wie sich diese Kosten entwickelt haben oder entwickeln werden. Außerdem müssen Politiker in Zukunft eine Art „Gewissensvereinbarung“ unterzeichnen, so wie wir Versicherungsmakler auch. Darin müssen sie schwören, immer zum Wohle des Kunden, sorry des Bürgers, zu handeln. Außerdem müssen sie jährlich nachweisen, wofür sie die erhaltenen Provisionen eigentlich ausgeben. Einfach Geld einnehmen und aufs Konto legen, gilt nicht. Regelmäßige Einnahmen sollten bitte dazu verwendet werden, dass der Bürger einen Vorteil davon hat. Weiterbildungen, Anschaffung von geeigneter Beratungssoftware oder auch der Druck von Informationsbroschüren sind gute Beispiele für sinnvolle Verwendung von Einnahmen.

Nach unserem Wahlsieg

Es dürfte klar sein, dass wir mit diesem Programm total abräumen werden. Politiker werden sich komplett umstellen müssen. Als erstes müssen sie sich an den Gedanken gewöhnen, dass ihre Einnahmen nicht ihnen gehören. Das Geld gehört dem Bürger. Und zwar so lange er mit der Leistung des Politikers zufrieden ist. Wendet sich der Bürger vom Politiker ab, wirds dünne auf dem Konto.

Fazit

Nach der Umsetzung unserer Ziele kann zumindest niemand mehr behaupten, Politiker verkaufen nur überteuerte und mangelhafte politische Lösungen. Damit ist dann Schluss. Ob wir Versicherungsmakler nach der Bundestagswahl noch überteuerte und ungeeignete Produkte verkaufen können, wird sich zeigen. Vermutlich nicht. In Zukunft werden wir nach Honorar beraten müssen. Und zwar unabhängig davon ob Sie bei uns Kunde werden, zufrieden sind oder betreut werden. Beratung nur noch gegen Kohle. Ob die Beratung dann geeignet ist, spielt an sich keine Rolle mehr. Ironie aus.

bAV Zuschusspflicht des Arbeitgebers – Praxistipps

bAV Zuschusspflicht des Arbeitgebers – Praxistipps

Die Zeit rennt. Auch wenn die Zuschusspflicht des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersversorgung, kurz bAV, erst 2022 beginnt. Doch ist dafür eine Masse Vorarbeit nötig. Sie tun gut daran, das Thema bAV vor den Sommerferien aufzugreifen. Sonst könnte es eng werden.

Arbeitsrechtliche Grundlagen

Die Zuschusspflicht nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz, trifft alle versicherungsförmigen betrieblichen Altersversorgungen. Unterstützungskassen und Direktzusagen z.B. sind davon also nicht betroffen. Und natürlich sind nur Verträge betroffen, die (zumindest anteilig) durch Entgeltumwandlung bespart werden. Der Arbeitgeber ist nur verpflichtet die vorgeschriebenen 15 Prozent Zuschuss auf die Entgeltumwandlung zu zahlen, wenn er durch den Vertrag Sozialabgaben spart (§ 1a Abs. 1a BetrAVG).

Achtung Falle

Hier lauert die erste Falle. Als Arbeitgeber sparen Sie tatsächlich Sozialabgaben durch die Entgeltumwandlung Ihres Mitarbeiters. Aber in diesem speziellen Fall aber keine 15 Prozent. Sie müssen also nur die wirkliche Ersparnis weitergeben. Wenn Sie sich dazu entschließen, dann reservieren Sie schon mal den Arbeitsrechtsanwalt für sich. Denn aller Wahrscheinlichkeit nach werden Sie es versäumen, diesen Betrag den sich stetig ändernden Gegebenheiten anzupassen. Mit dieser Lösung hängen Sie quasi immer am Fliegenfänger. Tipp: Sparen Sie nicht an dieser Stelle. Schießen Sie mindestens 15 Prozent zu, wenns denn wirklich nur die 15 Prozent sein sollen.

bAV im Tarifvertrag

Sie sind tarifgebunden? Dann sind Sie fein raus, zumindest was die bAV angeht. Oder? Grundsätzlich geht Tarifrecht vor, und die Regelungen Ihres Tarifvertrages sehen meist anders aus, als 15 Prozent Zuschuss. Sie sollten bitte jedoch grundsätzlich mit den Tarifvertragsparteien klären, ob das wirklich so ist. Sicher ist sicher.

Übrigens, die verschiedenen Paragrafen…

Der Zuschuss ist sowohl für § 3 Nr. 63 EStG-Verträge als auch für Verträge nach § 40b EStG  zu zahlen. Wenn Sie sich ein wenig auskennen, dann wissen Sie, dass Sie als Arbeitgeber für Verträge nach § 40b EStG ggf. die Pauschalsteuer übernehmen. Diese ist NICHT auf den Zuschuss anrechenbar!

Hingerülpste Gesetze

Unser Gesetzgeber spielt ja gerne mal das Orakel von Delphi. Und manche Gesetzesvorhaben werden einfach so hingerülpst; ich erinnere an die Datenschutzgrundverordnung oder dergleichen. Hauptsache machen, dann wirds schon laufen. Im vorliegenden Fall gibt es auch einen Orakelspruch. Der da lautet: Ob bisherige Zuschüsse zu Verträgen der betrieblichen Altersversorgung angerechnet werden können oder nicht, schreiben wir nirgendwo nieder. Der Gesetzgeber hat´s wieder mal geschafft, einen Grundstein im Gewölbe seines Gesetzesbauwerks so locker einzusetzen, dass das ganze Konstrukt den Arbeitgeber unter sich begraben kann.  Und in machen Fällen auch wird.

bAV und Anrechenbarkeit von „alten“ Zuschüssen

Und jetzt wirds spannend: Denn das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gibt einige Anhaltspunkte. Wann also könnten bisherige Zuschüsse des Arbeitgebers zur bAV seines Angestellten mit den neuen 15 Prozent Pflichtzuschuss verrechnet werden? Und zwar:

  • eine Verrechnung ist möglich, sofern ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen den bisherigen Zuschüssen und der Einsparung von Sozialversicherungsbeiträgen beim Arbeitgeber besteht
  • Ausdrücklicher Zusammenhang ist gegeben, oder
  • Konkludent, d.h. ein Zusammenhang kann hergestellt werden!

Da bleibt wieder viel Spielraum für Spekulationen. Immerhin: Die bAV soll ja der Personalabteilung Freude machen. Aber Ironie beiseite. Wie könnte das in der Praxis aussehen?

In der Praxis

Ausdrücklicher Zusammenhang heißt: Sie können (schriftlich) nachweisen, dass zwischen dem bisher gezahlten Zuschuss und der Einsparung der Sozialabgaben ein Zusammenhang besteht. Das muss irgendwo niedergeschrieben sein. Am besten in der Entgeltumwandlungsvereinbarung oder nötigenfalls in der Beratungsdokumentation.

Konkludent herstellbarer Zusammenhang heißt: Sie können anhand Indizien nachweisen, dass ein Zusammenhang besteht. Zum Beispiel:

  • Zuschuss wird in Höhe von 20 % gezahlt
  • Sofortige Unverfallbarkeit ist gegeben
  • Zuschuss kommt nur bei Teilnahme an Entgeltumwandlungen (keine reine AG-Finanzierung)
  • Formulierungen dazu finden sich in Zusage und Entgeltumwandlungsvereinbarung

Damit wären Sie gut unterwegs. Stellen Sie jedoch den Zusammenhang am besten nochmals schriftlich klar!

Detailprüfung nötig

Es ist nicht möglich, an dieser Stelle umfassend zu klären, ob Ihre bAV safe ist für die neue Gesetzgebung. Wenn Sie keine der o.g. Zusammenhänge darstellen können: Viel Glück. Das ist ernst gemeint. Denn wo kein Kläger, da kein Richter. Aber besser noch ist es, die Sache gründlich, sofort und abschließend zu klären. Dazu müssen Ihre Tarifparteien, der Betriebsrat, der Rechtsberater (sofern Sie eine Versorgungsordnung haben) und Ihr bAV-Vermittler an den Tisch. Und sollte letzterer fehlen oder nicht willig oder kompetent sein, dann buchen Sie einfach uns.

Es wird aber noch besser

Sie haben nun geklärt, wie das mit den Zuschüssen läuft. Jetzt geht es daran, die 15 Prozent oder mehr auf die bestehende Versorgung Ihrer Mitarbeiter aufzusatteln. Und das hört sich einfacher an, als es ist. Haben Sie schon mal versucht, einem alten Haus ein neues Dach zu verpassen? So ähnlich müssen Sie sich das hier auch vorstellen. Denn die Probleme, auf die Sie stoßen können, sind:

  • der bisherige Tarif ist geschlossen – Aufstockung nicht möglich
  • der bisherige Tarif hat einen anderen Rechnungszins – Aufstockung nicht möglich
  • der Anbieter ist nicht mehr am Markt
  • die bisherige Entgeltumwandlung erfolgte über eine Pensionskasse – Aua! Das muss unbedingt überprüft werden
  • der Zuschuss ist so gering, dass ein Zusatzvertrag rechnerisch nicht machbar ist
  • ein neuer, zusätzlicher Vertrag wird durch neue Kosten und schlechtere Konditionen für Sie zum Haftungsproblem

Die einfachste Lösung wäre doch

die bAV so zu gestalten, dass die Beitragshöhe identisch bleibt, der Zuschuss einfach die Entgeltumwandlung verringert. Aber Achtung: Diese Lösung ist wohl oft die einzige, jedoch vom Gesetzgeber ausdrücklich als Notlösung gedacht. Und wenn Sie diese ziehen, müssen Sie das deutlich begründen, die Zustimmung des Arbeitnehmers haben und die Entgeltumwandlungsvereinbarung anpassen.

Fazit

Es kommt dicke auf die Personaler zu, das steht mal fest. Darum warten Sie nicht zu lange. Kümmern Sie sich zeitnah um dieses Thema. Denn Sie wissen ja, im Tagesgeschäft kommt immer mal wieder was dazwischen. Wir sind übrigens fit in dem Thema. Wenn Sie also jemanden suchen, der sich auskennt…

Internetbewertungen zu verkaufen

Internetbewertungen zu verkaufen

 Internetbewertungen sind kaum mehr wegzudenken, möchte man sein Geschäft erfolgreich aufziehen. Wir selbst legen großen Wert darauf und bekamen letzthin wieder mal ein unmoralisches Angebot: Bezahlen für Bewertungen. Und ob Ihrs glaubt oder nicht, dieses Modell macht Schule.

Internetbewertungen aus diversen Quellen

Möglichkeiten, sich Internetbewertungen einzuholen, gibt es freilich viele. Wir selbst nutzen ProvenExpert und GoogleMyBusiness als Bewertungsportale. Ist natürlich müßig es an dieser Stelle zu betonen, doch unsere Bewertungen sind alle echt und von unseren Kunden selbst geschrieben. Aber wir können ja viel erzählen.

Das Internet – ein Bällebad für Sadisten

Warum? Weil diese Scheinwelt alles möglich macht und damit eben auch Scheinexistenzen fördert. Wenn wir besser aussehen wollen, als wir arbeiten, dann helfen uns Facebook und Co. tatkräftig dabei. 300 „Freunde“ im dem Firmenauftritt von Facebook kosten nur ein Taschengeld. Likes unter Posts sind gar kein Problem und nicht teuer. Und wers richtig wissen will, der kauft auch negative Bewertungen für die Mitbewerber. So gesehen sind Internetbewertungen eigentlich völliger Schrott. Trotzdem stehen wir drauf, weil sie wohl doch eine gewisse Aussagekraft haben.

Kauf Internetbewertungen

Ums vorweg zu sagen: Nein, wir tun sowas nicht! Auch wenn das Angebot noch so verlockend klingt. Denn wir meinen, das ist Betrug. Und wer zu uns als Neukunde kommt und vorher schon belogen wurde, der kann am Ende nur enttäuscht werden. Und so sieht ein solches, unmoralisches Angebot aus:

Internetbewertungen

 

Quer durch alle Portale

Das ist so, als wolltest Du heiraten und müßtest nicht angeben, ob Du schon verheiratet bist. So kannst Du dann im Laufe der Zeit eine Reihe an Ehepartner ansammeln. In diesem Falle nennt man das Heiratsschwindel, und der ist strafbar. Ich verstehe nicht, warum erlogene und ergaunerte Bewertungen was anderes als strafbarer Schwindel sein sollten! Und dies in nahezu allen Bewertungsportalen. Denn, so steht es im Angebot:

Es geht aber noch besser

Auch wenns schier unglaublich klingt, aber der betrügerischen Bewertungsmasche sind keine kreativen Grenzen gesetzt. Das, was ich jetzt beschreibe, nenne ich Doping. Im Sport ist es verboten und ein Straftatbestand. Nur (auch) in unserer Branche ist das völlig legal: Kunden bestechen und Bewertungen kassieren.

Internetbewertungen, ein Beispiel aus Süddeutschland

Es gibt einen Versicherungsvermittlerkollegen aus dem Süden, der auf seiner Seite aktiv damit wirbt, für jede positive Bewertung 50 Euro zu zahlen. Dadurch jedoch wird die Bewertung zum Vorteilsgeschäft und unglaubwürdig. Das verrückte an dieser Sache ist: Der Kollege kommt auf eine so hohe Bewertungsanzahl, dass er in den vermeintlichen Fachmedien als einer der beliebtesten Versicherungsvermittler Deutschlands gilt. Es sollte vielleicht eher heißen, als einer der zahlungswilligsten.

Nennen wir es, wie es ist: Vorspielung falscher Tatsachen

Ungeachtet dessen, dass auf der Website des Kollegen womöglich auch ein paar echte Bewertungen sind, stellt dieses Vorgehen für mich einen klaren Betrugsfall dar. Wenn ich Neukunden und Interessenten mit gekauften Meinungen Kompetenz vorgaukele, dann belüge ich sie, noch vor der eigentlichen Beratung. Dabei spielt gar es keine Rolle, ob ich diesen Deal auf meiner Website bewerbe oder über eine Agentur einkaufe, wie oben beschrieben. Ich wasche mir definitiv die Hände im Dreck! Und dann bin ich nicht besser als jeder Tyrann der seine Wahlen fälschen lässt. Für solche Praktiken habe ich gar nichts übrig. Und noch weniger heute, wo die freiheitliche Demokratie von Politikern jeder Farbe ohnehin mit Füßen getreten wird. Wenn die Lügerei uns allen eines Tages so ins Blut gewachsen ist, dass wir sie als Normalität empfinden, dann gute Nacht!

Das Ende der Verkaufsmodelle

Wir schreiben den April 2021, und einige Wahlprogramme der Parteien schießen sich auf unsere Branche ein. Im Grunde läuft es auf ein Berufsverbot hinaus, je nach dem, wie „bunt“ die neue Regierung im September gewählt wird. Und auch wenn wir das Sorge bereitet, so bin ich doch überzeugt davon, dass sich die Branche diesem Mist wieder mal selbst zuzuschreiben hat. Und der Fake mit Kundenbewertungen ist ein Beweis dafür, dass man unsereinem nicht über den Weg trauen kann. Herzlichen Dank also an all die Kollegen, die maßgeblich dabei helfen, uns selbst abzuschaffen. Durch miese Beratung und durch Lug und Trug im Thema Internetbewertungen (Achtung Ironie!).