Wärmepumpen richtig versichern

Wärmepumpen richtig versichern

Wer heute baut oder modernisiert heizt sein Haus oft mit Alternativen zu Öl oder Gas. Neben der Pelletheizung haben sich auch Wärmepumpen als Heizung durchgesetzt. Aber ist diese über die Gebäudeversicherung mitversichert? Ein klares Jein!

Welche Gefahren sind versichert?

Gebäudeversicherungen decken heute viele Gefahren ab. Die Zeiten, da es nur um Schäden durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm ging, sind lange vorbei. Moderne Gebäudeversicherungen sind vor allem „breit gestreute“ Risikoträger. Und die weitverbreitete Meinung, einen Altvertrag solle man auf keinen Fall ändern, da er in der Regel bessere Bedingungen hat als ein neuer, ist fast immer falsch!

Neue oder alte Police?

Moderne Policen leisten nämlich mehr als alte. Schäden durch grobe Fahrlässigkeit sind in Altverträgen meist außen vor. Schäden an Abwasserleitungen sind auch in Altverträgen oft nur im Haus versichert, außerhalb meist nur in geringen Summen, außerhalb des Grundstücks oft gar nicht. In neuen Policen sind diese Gefahren versicherbar, und sie sollten auch versichert werden.

Wärmepumpen automatisch mitversichert?

Wie sieht es nun bei Anlagen zur Energieerzeugung oder Wärmepumpen aus? Photovoltaikanlagen kann man über die Gebäudeversicherung mitversichern, die Bedingungen sind jedoch oft weit schlechter als bei einer ordentlichen Elektronikversicherung. Und Wärmepumpen? Die sind freilich gegen die herkömmlichen Gefahren mitversichert, also gegen Feuer, Leitungswasserschäden oder Sturmschäden. Und, sofern Sie das mitversichert haben, auch gegen Überflutung.

Und bei Diebstahl von Wärmepumpen?

Nun stehen die Wärmepumpen außerhalb des Hauses, meist im Vorgarten, oftmals zur Straße hin. Zahlt die Gebäudeversicherung denn, wenn die Anlage beschädigt oder gar gestohlen wird?

Klausel einschließen lassen

Wenn Sie diese Gefahren mitversichern wollen, müssen Sie eine Klausel dafür in Ihren Vertrag einschließen, sofern Ihr Versicherer das anbietet. Manche Versicherer haben dies auch standardgemäß in ihren Bedingungen stehen. Gegebenenfalls müssen Sie die Anlage als Wert anzeigen, und im zweiten Schritt die Klausel gegen weitere Gefahren in den Vertrag aufnehmen lassen. Je nach dem, wie Ihr Anbieter das intern umsetzt.

Wärmepumpen sind teuer!

Denken Sie daran, dass Ihre Immobilie mit allem Drum und Dran Ihr Vermögensgegenstand Nr. 1 ist. Der Versicherer kennt Ihr Haus nur vom Papier. Im Normalfall glauben Sie sicher, dass eine Beschädigung oder ein Diebstahl Ihrer Wärmepumpe in einer Wohngebäudeversicherung automatisch mitversichert sind. So ist es jedoch nicht! Der Schrecken ist am Ende groß, wenn Sie die Ablehnung eines Schadens aus dem Briefkasten ziehen.

Wie gehen wir vor?

Sind Sie bei uns versichert, finden Sie in der Regel folgende Klausel in den Bedingungen Ihrer Gebäudeversicherung vor: Beschädigungen an Luftwärmepumpen: Versichert sind Zerstörungen, Beschädigungen oder das Abhandenkommen
von Luftwärmepumpen aufgrund eines strafrechtlichen Tatbestandes. Auf die Pflicht zur polizeilichen Anzeige wird hingewiesen.

Bei bestimmten Gebäudearten gehen wir zu speziellen Versicherern. Hier müssen wir die Bedingungen bei Nutzung von Luftwärmepumpen im Antrag gesondert vereinbaren. Diese Klausel lautet dann: Versicherungsschutz besteht für Sachschäden (Zerstörung, Beschädigung) und ergänzende technische Gefahren, wie z.B. Bedienungsfehler, Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler. Mitversichert sind auch die Mehrkosten nach einem Versicherungsfall für Primärenergie bis 2.000 Euro.

Wichtig ist uns, dass Sie bei Nutzung dieser innovativen Energieart auch ordentlich versichert sind. Weisen Sie uns bei Antragsaufnahme also bitte die auf die Heizungsanlage hin oder unterrichten Sie uns, bei laufenden Verträgen, über die Änderung der Anlage hinzu einer Wärmepumpe.

Photovoltaik und Solarthermie

Auch für Fotovoltaik und Solarthermie sind Besonderheiten zu beachten. Denn diese Anlagen sind nicht unbedingt automatisch über Ihre Gebäudeversicherung mitversichert. Zudem müssen Sie die Installation einer PV-Anlage dem Versicherer mitteilen, denn die Anlage stellt eine sogenannte Gefahrerhöhung dar. Der Versicherer hat ein zusätzliches Risiko zu kalkulieren, aber aber im Normalfall keine Mehrprämie ausmachen wird. Mitteilen müssen Sie es trotzdem, um Ihren Obliegenheiten nachzukommen. Löst nämlich eine PV-Anlage einen Brand an Ihrem Wohngebäude aus, sollte der Versicherer von der Anlage gewusst haben. Wenn nicht, könnte die Schadensabwicklung auf Schwierigkeiten stoßen.

Wir finden für Sie die passende Gebäudeversicherung! Buchen Sie hier direkt Ihren Wunschtermin.

 

Haus gekauft oder gebaut? So versichern Sie Ihr Eigentum:

Haus gekauft oder gebaut? So versichern Sie Ihr Eigentum:

Sie bauen ein Haus, oder kaufen eines? Herzlichen Glückwunsch! Damit Sie diese gewaltige Anschaffung nicht an Feuer, Wasser oder Sturm verlieren, geben wir hier ein paar Tipps zur Versicherung. Vor allem aber auch zu Nebenrisiken, von denen viele Bauherren nichts ahnen. Viel Spaß beim Lesen (und beim Bauen:).

Ein Haus, viele Entscheidungen

Ob mit Förderung oder ohne: Der Weg zur eigenen Immobilie kann durchaus beschwerlich werden. Als Bauherr müssen Sie viele Entscheidungen treffen, vom Gesamtbudget über die Finanzierung, Lage und Größe, Bebauungsplan, Haustyp und Bauträger, Raumaufteilung, Handwerker bis hin zu Ausstattungsdetails. Aber Werte sollen eben nicht nur geschaffen, sondern auch geschützt werden.

Checkliste Haus für Bauherren und Eigentümer

Baustelle

Der berühmte Ziegel, der dem Nachbarn auf den Kopf fällt… Ganz so spektakulär werden Haftungsfälle eher selten. Aber es sind die unscheinbaren Gefahren, die Sie Geld kosten können. Die Straße wurde verschmutzt und jemand stürzt? Ihre Baugrube ist nicht ordentlich gesichert und jemand fällt hinein? Der Gartenzaun Ihres Nachbars sackt ab, weil Ihre Tiefbauarbeiten zu nah an seine Grenze reichen? Kommen auf der Baustelle Dritte zu Schaden, so haften Sie als Bauherr. Ihre private Haftpflichtversicherung tritt nur innerhalb fester Bausummen ein. Meist ist diese Summe sehr begrenzt. In guten Konzepten auf mind. 350.000 Euro und bei Neubauten und bei Um- und Anbauten im eigenen Haus auf 500.000 Euro . Überschreiten Sie diese Grenze, entfällt der Versicherungsschutz komplett. Hier hilft Ihnen die Bauherrenhaftpflichtversicherung.

Das Haus im Rohbau

Eine vollwertige Gebäudeversicherung können Sie erst nach Baufertigstellung abschließen. Doch schon vorher sammeln sich über die Zeit hohe Werte an. Vor deren Verlust schützt Sie eine Rohbauversicherung. Diese kostet nix, lasch gesagt. Denn die Versicherer fahren hier unterschiedliche Konzepte. Bei vielen ist der Versicherungsschutz kostenfrei und geht nach Fertigstellung automatisch in die Wohngebäudeversicherung über. Bei einigen wird die normale Prämie für die Wohngebäudeversicherung schon bei Baubeginn fällig, jedoch wird diese dann mit dem ersten Jahresbeitrag nach Fertigstellung verrechnet.

Bauleistungsversicherung – bevor das Haus fertig ist

Die Kasko für Bauherren, so nennen wir die Bauleistungsversicherung oft. Denn was die Feuerrohbauversicherung nicht deckt sind Schäden, die eben nicht durch Feuer entstehen. Diese Versicherung ist neben der Bauherrenhaftpflicht die wichtigste Police überhaupt, und sie wird oft vergessen. Ein Schadenbeispiel aus der Praxis gefällig: Starkregen im Mai, wenige Wochen vor Fertigstellung des Gebäudes. Die Wassermassen fluten das Grundstück und dringen durch die Kellerschächte ins Kellergeschoss ein. 200 m² Fliesen müssen wieder raus, über Wochen wird getrocknet, sämtliche Türen und Zargen müssen erneuert werden. Auch die Holztreppen darf bis zum Erdgeschoss erneuert werden. Schaden: 35.000 Euro. Bezahlt hat es die Bauleistungsversicherung. Denn da das Haus noch nicht bezugsfertig war, ist die Feuerrohbauversicherung natürlich außen vor. Wäre die Bauleistungsversicherung nicht gewesen, hätte der Bauherr die Schadenssumme nachfinanzieren müssen!

Aber die Bauleistungsversicherung kann noch mehr

Welche Schäden und Gefahren sind nun in der Bauleistungsversicherung gedeckt? Dies sind Beschädigungen oder Zerstörungen durch unvorhergesehen eintretende Ereignisse an den versicherten Bauleistungen, die zu Ihren Lasten gehen. Oder die einen der beauftragten Unternehmer treffen. Insbesondere eben:

  • höhere Gewalt und Elementarereignisse
  • unbekannte Eigenschaften des Baugrundes
  • Konstruktions- und Materialfehler
  • Fehler bei der Bauausführung
  • mangelnde Aufsicht
  • Ungeschicklichkeit
  • Fahrlässigkeit und Böswilligkeit (nicht zu verwechseln mit der Grunderwerbssteuer:))

Welche Schäden und Gefahren sind nicht versichert?

Natürlich ist die Bauleitungsversicherung kein Freibrief. Mängel, Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit durch Sie selbst sind keine Schäden im Sinne der Versicherungsbedingungen. Kernenergie, Krieg sowie normale Witterungseinflüsse, mit denen Sie nach der Jahreszeit und den örtlichen Verhältnissen rechnen müssen, fallen auch nicht darunter. Auch Diebstahl von lagernden Bau- und Hilfsstoffen ist nicht versichert.

Was wird im Schadenfall ersetzt?

Die Bauleistungsversicherung für Bauherren ersetzt Kosten. Und zwar die, die notwendig sind, um die Schadenstätte aufzuräumen. Oder eben um einen Zustand wiederherzustellen, der dem Zustand unmittelbar vor Eintritt des Schadens technisch gleichwertig ist. Klingt bürokratisch, und das wird es im Schadensfall auch oft.

Was kostet die Bauleistungsversicherung

Die meisten Anbieter schließen mit Ihnen einen Vertrag über zwei Jahre ab. Der Versicherungsschutz für diesen Zeitraum kostet etwa das, was Sie die Gebäudeversicherung nachher jährlich kostet.

Helfer am Haus

Freiwillige Helfer sind am Bau gerne gesehen, sicher auch von Ihnen. Freunde und Bekannte, die Ihnen beim Bau helfen, sind über die Bauberufsgenossenschaft versichert. Als Bauherr müssen ihr Bauvorhaben dort anzeigen. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen eine private Bauhelferunfallversicherung. Übrigens: Wenn wir das Wort Bauherr nutzen, so sehen uns die Damen sicher nach, dass wir Baudame als Wort nicht verwenden, es klingt doch etwas gestelzt. Freilich gilt alles, was wir hier schreiben, für männliche wie weibliche Häuslebauer gleichermaßen. Wir wissen, die moderne Frau macht hier keine Unterschiede.

Gebäudeversicherung

Ob Brand, Blitzschlag, Sturm, Hagel oder eine geborstene Wasserleitung –alles kann schwere Schäden hinterlassen und Sie viel Geld kosten. Eine Wohngebäudeversicherung schützt Sie als Eigentümer vor den finanziellen Folgen. Nicht vergessen: Komplett ist der Schutz erst, wenn Sie auch Elementarschäden  mitversichert haben. Beachten Sie auch hier: Es ist nicht alles Ton, was brechen kann! In der Regel stehen Sie für Rohrbrüche gerade, auch wenn die nicht im Haus stattfinden, sondern bis hin zu Kanal. Egal wie weit dieser entfernt ist. Diese Schäden gehen fast immer in fünfstellige Summen, und wir sträuben uns seit Jahren erfolgreich gegen Versicherungen, die diese Gefahren nicht decken. Versichern Sie Ihr Haus über uns, haben Sie die Deckung für Zu- und Abwasserleitungsbrüche IMMER mit drinnen.

Hausrat

Ihr bewegliches Hab und Gut versichern Sie mit einer Hausratversicherung. Auch hier wichtig: Elementarschäden versichern!

Haus- und Grundbesitz

Eine Haftpflichtversicherung für Haus- und Grundbesitzer schützt vor der Haftung nach § 838 BGB aus „vermutetem Verschulden“.

Sonstiges

Spezielle Versicherungen für Photovoltaik-Anlagen und, heute weniger verbreitet, Öltanks.

Rechtschutzversicherung

Eine klare Aussage vorab: Ein Streit mit Ihrem Bauträger ist (fast) nie versicherbar. Aber es gibt ne Menge anderer Schäden, die ggf. einen Anwalt erfordern. Streit mit der Gemeinde wegen Erschließungen. Ärger mit dem Nachbarn. Hand aufs Herz: Wenn Sie eben mit der Baustelle fertig sind, ist Ihr Konto meist ausgereizt. Wenn Sie nun auch noch Anwaltskosten und einen Richter bezahlen müssen, ist das keine freudige Erfahrung. Eine Rechtsschutzversicherung bietet sich ohnehin an. Wenn Sie bauen oder kaufen, ist sie allemal empfehlenswert.

Haus und Schulden

Fast jeder, der heute kauft oder baut, hat nachher horrende Schulden. Das ist normal. Weniger normal ist der Umgang damit. Denn vielfach spielt die Absicherung für den Ernstfall eine untergeordnete Rolle. Da die finanzielle Belastung steigt, wird die Absicherung gerne auf das Mindeste runtergeschraubt. Das aber kann böse ins Auge gehen.

Risikolebensversicherung

Sichern Sie immer beide Darlehensnehmer ab! Was nützt es, wenn der Hauptverdiener, im Normalfall der Mann, versichert ist, aber die Frau nicht? Stirbt die Mutter der gemeinsamen Kinder, muss der Vater sein Berufsleben umbauen. Einkommenseinschränkungen sind abzusehen. Oft muss dann das Haus doch verkauft werden. Zweiter Kardinalfehler: Die Darlehenssumme wird versichert, darüber hinaus nichts. Doch eine Todesfallabsicherung sollte immer deutlich höher als das Darlehen sein. Damit die Hinterbliebenen das Haus halten und so normal es geht weiterleben können.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie leben noch, haben aber trotzdem kein Einkommen mehr? Weil Sie wegen Krankheit oder Unfall Ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können? Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist die elementare Grundabsicherung. Nicht für Sie selbst, sondern für Ihre Angehörigen! Denn wenn Sie Ihre Darlehen nicht mehr bedienen können, leidet die ganze Familie. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente an Sie aus, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können.

Unfallversicherung

Nach einem Unfall könnten massive Umbauten am Haus nötig sein. Vielleicht benötigen Sie einen Lift oder das Bad muss behindertengerecht umgebaut werden. Vielleicht auch sind Sie in Ihrer Berufsausübung eingeschränkt. Die Unfallversicherung leistet bei recht geringem Beitrag hohe Invaliditätssummen. 

In eigener Sache

Warum schreiben wir diese Infos? Na damit Sie was zu Lesen haben, wenn das Fernsehprogramm mal wieder nichts taugt. (Achtung, Ironie). Nun, erstens ist das Fernsehprogramm seit Jahren so mies, dass uns die Masse an Texten gar nicht einfallen kann. Zweitens haben wir natürlich handfeste Interessen: Wir sind unabhängige Versicherungsmakler. Und wir leben von der Vermittlung und Betreuung von Versicherungen. Wir schreiben absichtlich Betreuung, nicht Abschluss. Denn Makler bekommen keine Abschlussprovision, sondern eine Bestandspflegeprovision vor die Betreuung von laufenden Versicherungen. Auch von den Ihren, sofern Sie unser Kunde sind oder werden wollen. Und genau darauf legen wir es an. Wir wollen, dass Sie unser Kunde werden und bleiben. Oder, falls Sie schon bei uns sind, bleiben Sie uns gewogen. Das ist unser Geschäftsmodell, das können wir. Wir hoffen, die oben genannten Informationen

Zinssenkung um 73 Prozent – das Video

Zinssenkung um 73 Prozent – das Video

Ganz gleich, ob private oder betriebliche Vorsorge. Lesen Sie mehr dazu und schauen Sie unser kleines Video zum Thema an. Ein Vertragsabschluss in diesem Jahr lohnt sich in jedem Fall. Sofern Sie denn ohnehin etwas tun wollten. Denn durch die erzwungene Zinssenkung des Rechnungszins werden Vorsorgeprodukte teurer: Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsversicherung, Pflegeversicherung, Grundfähigkeitsversicherung.

Zinssenkung 2022

Der sogenannte Höchstrechnungszins ist der Zinssatz, der maximal zur Kalkulation von Garantien bei Vorsorgelösungen angesetzt werden darf. Seit vielen Jahren sinkt dieser Zinssatz nun kontinuierlich und liegt aktuell bei 0,9 Prozent. Allerdings hat der Gesetzgeber entschieden, dass dieser Zins für die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft zum 01.01.2022 auf 0,25 % gesenkt wird. Das entspricht einer Reduzierung um 73 Prozent!
Und das bedeutet für Sie: Je niedriger der Rechnungszins ist, desto höher ist der anteilige Beitrag, den Sie für die Absicherung der Arbeitskraft aufbringen müssen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung nach Tarifwelt 2022 wird also teurer als die der Tarifwelt 2021. Aber auch in der Altersvorsorge wirds ungemütlicher.  Je niedriger der Rechnungszins ist, desto niedriger kann die die zu erwartende Rente bei der Altersvorsorge ausfallen. Sehen Sie mehr dazu im folgenden Video der Swisslife.

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Fondspolicen – wen interessiert die Zinssenkung?

Klar, wer heute eher in Aktien unterwegs ist, auch wenn diese in der Fondspolice hängen, den dürfte der Rechnungszins kalt lassen. Dabei vernachlässigen wir mal diese ganzen Pseudofondspolicen, diese sogenannten Mehrtopfhybride (wer begreift eigentlich, was das sein soll?), deren Anlage zum Teil eben doch im Deckungsstock der Versicherung landet. Womit sie dann wieder dem Rechnungszins unterliegt. Nein, die echte Fondspolice hat kein Rechnungszinsproblem, noch nicht. Doch bei vielen Fondspolicen wird das Kapital zum Ende hin im Deckungsstock der Versicherung angelegt, und zwar zu dem Zins, der beim Abschluss des Vertrages galt. Und dieser sinkt eben 2022 auf 0,25 Prozent. Na denn Prost!

Rechnungszins und Riester

Riester ist tot. Nein, natürlich nicht der Namensgeber der Riesterrente. Aber die Riesterrente als Produkt. Denn mit der Zinssenkung verschwindet auch die Möglichkeit der Garantie. Versicherer können mit 0,25 Prozent Rechnungszins weder die immensen Kosten noch die Garantien des Produktes stemmen. An dieser Stelle will ich eine Lanze für die Riesterrente brechen. Denn so schlecht ist sie bei weitem nicht, dass sie alle vier Jahre als Neidhammer im Bundestagswahlkampf herhalten muss. Klar, die Riesterrente ist eine Kopfgeburt. Die erste geförderte Altersvorsorge überhaupt. Bei der Entwicklung hat man Fehler gemacht.

Keine Ahnung von Nix

Nur, all die Journalisten und Politiker, die sich am Thema abarbeiten, haben erstaunlich wenig Ahnung von der Materie. Riesterrente ist immer eine Rechenaufgabe. Man muss rechnen und am Ball bleiben, was die Meldung des Einkommens angeht. Klappt das, gelingt auch die Abholung der Zulagen. Und wenn der Beitrag nicht überzogen hoch ist, passt oft auch die Rendite. Natürlich sind viele Riesterrenten über dubiose Vertriebskanäle oder Bankschalter in den Markt gedrückt worden. Oft an Menschen, die damit falsch versorgt wurden. Nur ist das kein Problem der Riesterrente als Produkt, sondern des Vertriebs und der falschen Beratung.

Die Schuldigen

Es ist mir ohnehin schleierhaft, warum die Versicherungswirtschaft sich seit Jahren die Schuld an den Zinssenkungen in die Schuhe schieben lässt. Klar, die Branche hat sich in vielen Bereichen nicht mit Ruhm bedeckt. Aber die Zinssenkungen kommen von der Regierung, sie sind keine Idee der Versicherungswirtschaft. Auch wirft man den Versicherern die sinkenden Überschüsse vor. Ja, aber woher sollen die denn kommen? Der Bund schreibt den Versicherern die Anlagepolitik vor, und die hatte weitestgehend in deutschen Staatsanleihen zu erfolgen. Das die nichts mehr abwerfen, weiß jeder. Und dafür wird die Versicherungswirtschaft von Politik und Verbraucherschutz beschimpft? Das ist so, als amputieren Sie Ihrem Jagdhund ein Bein und schlagen ihn nachher, weil er den Hasen entkommen lässt. Ich würde mir mehr Widerstand wünschen.

Der Zins wird so bald nicht mehr steigen

Fakt ist: Steigt der Zins, sind Europas Staaten pleite. Deshalb wird auch die Versicherungswirtschaft und der Anleger noch lange damit leben müssen. Grund genug, sich noch heute um seine Versicherungen und Vorsorge zu kümmern. Rufen Sie uns an. Oder buchen Sie einfach einen Termin.

Newsletter von Ottokar

Newsletter von Ottokar

Mein Freund Ottokar will Influenzer werden. Er hat gelesen, damit werde man Erstens reich und Zweitens berühmt. Zunächst aber will er seine Ware verkaufen, am besten per Newsletter. Denn in seiner Scheune stapeln sich noch immer die Klopapierrollen bis zur Decke. Das Depot stammt noch aus dem ersten Lockdown, als wir alle der Meinung waren, wir würden den lieben langen Tag nichts anderes tun als schei…

Newsletter vom Ottokar

Die Sache ist die, sagt Ottokar, selbst Klopapier habe eine gewisse Lebensdauer. Mit der Zeit setze eine Art Verschei.. äh Verschleiss ein. Das heißt, es zieht Feuchtigkeit. Das Zeug muss also weg. Also doch am besten übers Internet verkaufen. Darum bastelt er seit vielen Nächten an seinem Onlineshop. Und er entwirft all diese digitalen Spielzeuge, die fürs Klopapiermarketing nötig sein sollen.

Onlinemarketing – ohne gehts nicht!

Natürlich sieht Ottokar sich heute Marketingfachmann. Deshalb legt er seinen Daumen gerne auf meine Wunde, die da ist, keine Ahnung vom Onlinemarketing zu haben. Obwohl man als Versicherungsmakler ohne Onlinemarketing heute etwa so modern ist wie eine Dampflok. Warum jagst Du keine Newsletter an deine Kunden raus? Das fragt er mich also.

Ich mag keine Newsletter

Ich mag die Dinger einfach nicht, murmele ich. Denn natürlich hab ich ein schlechtes Gewissen. Jedermann ist genervt von Newslettern, und ich ganz besonders. Und doch geht es angeblich nicht ohne. Aber meine Abneigung gegen diese moderne Form der Aufdringlichkeit ist zu groß. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, sage ich zu Ottokar, dass meine Kunden am Monatsende auf den Nägeln kauen, weil mein Newsletter verspätet erscheint. Vielleicht, wenn ich den selbst schreibe, er witzig und literarisch herausragend ist… Doch dazu fehlen mir Zeit und Muße. Moderne Newsletter sind für mich eben nur Massenware, die vorgekaute Inhalte den Lesern wieder und wieder vorwürgen.

Vertriebsdinosaurier

Ein Vertrieb der auf Newsletter verzichtet, ist zum scheitern verurteilt, wirft sich Ottokar in die Brust. Und für jemand, der sich mit der Internetkonkurrenz herumschlagen muss, sei ich sehr naiv, meint er.

Sagen wie lieber altmodisch, antworte ich.

Richtig, sagt er. Deshalb hältst du auch nichts von Videobotschaften.

Ja, antworte ich, denn ich bin ja kein Prediger der seine Gemeinde mit Glaubensbotschaften bei Laune halten muss. Wer wartet denn darauf, dass ich jeden Monatsersten mein stetig alterndes Gesicht in eine Kamera halte und belangloses Zeug labere? Die einzige wirkliche Neuigkeit die dabei herumkommt, ist die wachsende Fläche meiner Stirnglatze.

Aber Deine Kunden sind doch darauf gespannt, wichtige News zu erfahren. Zum Beispiel zum Thema Elementarversicherung! Ottokar schüttelt den Kopf. Du bist nicht nur altmodisch, du bist ein Dinosaurier.

Mag sein, lache ich. Und die haben auf der Erde Millionen Jahre gelebt. Länger, als die Menschheit je existieren wird. Und das ohne Newsletter zu lesen. Aber vielleicht war das der Grund ihres Aussterbens! Hätte sie doch nur jemand per Videobotschaft davor gewarnt, dass einst ein Meteorit die Erde treffen könnte!

Ich melke keine Kunden

Hand aufs Herz: Ich bin für meine Kunden da, wenn sie mich brauchen. Und in wichtigen Themen kontaktiere ich sie. Das wissen sie zu schätzen. Ansonsten lasse ich sie in Ruhe. Und auch das schätzen sie. Nennen Sie es von mir aus Vertriebsverkalkung, aber ich stehe dazu: Bei uns gibt´s keine Umsatzziele und ich „melke“ meine Kunden nicht Und genau so empfinde ich es, ich fühle mich gemolken, wenn ich nach einem Kauf plötzlich zum Werbeziel des Verkäufers geworden bin. Er bekommt den Hals nicht voll. Das aber ist nicht mein Problem!

Digitale Prostitution

Newsletter und Videobotschaften sind für mich vor allem eines: Digitale Prostitution! Die Dinger sind heute so personalisiert, dass sie den Empfänger glauben machen sollen, die Botschaft sei allein für ihn. Dabei bekommen tausende Andere das gleiche Menü vorgesetzt. Was wie persönliches Interesse am Menschen verkauft wird, ist nur billiger Beziehungskitt. Sie können Ihren Kindern tausend Euro Taschengeld im Monat zahlen. Wenn Sie sie nicht lieben, landen Sie am Ende doch im billigsten Pflegeheim.

Sag niemals nie

Man soll niemals nie sagen. Vielleicht zwingt mich der Lauf der Zeit dazu, die Sache auch anzugehen. Womöglich wollen Sie das eines Tages sogar? Wer weiß. Für den Moment jedoch liegt mir das fern. Auch wenn ich damit nicht zur vermeintlichen Vertriebselite gehöre.

Mein Freund Ottokar jedenfalls hat mir gestern einen persönlichen Newsletter geschickt. Klopapier im Sonderangebot. Dabei hat er mir letzte Woche 12 Rollen geschenkt. Ich könnte den Newsletter abbestellen. Doch zögere ich. Vielleicht legt er das als Unhöflichkeit aus? Und Höflichkeit, drauf lege ich ziemlich großen Wert. Bin ich damit also das perfekte Newsletter – Opfer?

Bleiben Sie uns gewogen, auch ohne Newsletter und Videobotschaften

Ihr

Olaf Misch

 

 

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Rechnungszins und bAV-Jahreswechsel

Die betriebliche Altersversorgung, auch Betriebsrente genannt, oder einfach kurz bAV, darf sich zum Jahreswechsel auch über den sinkenden Rechnungszins der Versicherungswirtschaft ärgern. Aber halt, das ist falsch, denn ärgern darf sich der Arbeitgeber. Wenn er die wichtige Frist zum Jahresende verpasst: Die Anpassung seiner Verträge an die neue, vom Gesetzgeber vorgeschriebene Zuschussregelung.

Die Zeit drängt!

Viele Unternehmen haben noch nicht die Altbestands-Entgeltumwandlungsverträge auf BRSG-Korrektheit geprüft. Dies muss zeitnah geschehen, in Hinsicht des Arbeitgeberzuschusses von mindestens 15 Prozent. Dieser ist ab 01.01.22 Pflicht. Zumindest meist.

Ausnahmen von der Zuschusspflicht

Der Zuschuss ist nur dann zu zahlen, wenn der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialabgaben spart. Tut er dies nicht, muss er natürlich auch nichts zuzahlen. Tarifrecht geht ebenfalls vor. Schreibt der Tarifvertrag eine andere Regelung vor, gilt diese. Übrigens gilt die Zuschusspflicht nur für versicherungsförmige Durchführungswege. Unterstützungskassen zum Beispiel gehören nicht dazu.

Rechnungszins sinkt auf 0,25 Prozent

Den Zuschuss gemäß Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) könnte man im Zweifelsfall eventuell auch ein Stück weit im Laufe 2022 nachholen. Falls dies im jeweiligen Vertrag möglich ist. Die Absenkung des Rechnungszinses aber von 0,9% auf 0,25% und damit verbunden der Entfall der Bruttobeitragsgarantie können dann jedoch nicht mehr gerettet werden. Erfahrungsgemäß ist insbesondere die 100-prozentige Beitragsgarantie vielen Arbeitnehmern sehr wichtig. Deshalb sollte die Umstellung der Verträge sofort in Angriff genommen werden.

Unsere Empfehlung vor der Änderung des Rechnungszins

  • Prüfen Sie die in Ihrem Unternehmen bestehenden Entgeltumwandlungsvereinbarungen und setzen Sie mit uns gemeinsam den Arbeitgeberzuschuss einfach und effektiv um.
  • Wir empfehlen eine einheitliche Regelung noch in 2021 – spätestens mit Wirkung ab dem 01.01.2022 – für alle Mitarbeiter mit einem pauschalen Zuschuss von 15% oder mehr zu vereinbaren. Das ist einfach in der firmeninternen Umsetzung. Und das Gute daran: Die Weitergabe von eingesparten Sozialabgaben ist für Sie unter dem Strich „aufwandsneutral“!
  • Wenn Sie einmal dran sind: Checken Sie Ihre Versorgungsordnung, sofern Sie eine haben
  • Prüfen Sie ob alle Entgeltumwandlungsvereinbarungen „sauber“ sind. Unsere Erfahrung: In den meisten Fällen sind diese noch nicht mal vorhanden. Das kann im Falle einer Betriebsprüfung zu Problemen führen. Und zwar bis hin zur Aberkennung der bAV.

Schaffen Sie Struktur – egal wie niedrig der Rechnungszins ausfällt

Betriebliche Altersversorgung ist kein Vorgang zwischen Feierabend und Parkplatzgespräch. Die Materie ist komplex und für Arbeitgeber voller Haftungsgefahren. Schaffen Sie eine Struktur und entscheiden Sie vor dem ersten Vertrag, wie die bAV gestaltet sein soll. Einige Grundsätze dazu finden Sie im unten stehenden Bild.

Betriebliche Altersversorgung

Wir sind Ihr Partner

In diesem Artikel weisen wir Sie auf das Thema Rechnungszins hin. Wir sind jedoch unabhängig davon immer im Thema. Oft hören wir dies: Unser Versicherungsmakler von der Versicherung XY macht das schon seit 20 Jahren, das wird schon passen. Natürlich wünschen wir Ihnen von Herzen, dass es passt. Die Erfahrung lehrt uns jedoch anderes. Sprechen Sie uns gerne an, wir bauen Ihnen Ihr digitales bAV Portal. Damit entlasten Sie Ihre Personalabteilung und auch Ihren Anwalt, denn Sie reduzieren Ihr Haftungspotential erheblich.