Kosten durch Hagelschaden

Kosten durch Hagelschaden

Markus J. hat mit seiner Frau vor ein paar Jahren ein Einfamilienhaus gekauft. Die Familie mit den zwei Kindern ist dort sehr glücklich und heimisch geworden. Doch dann ziehen im wahrsten Sinne des Wortes dunkle Wolken am Horizont auf – ein Sturm kommt und mit ihm fast tennisballgroße Hagelkörner. Die Familie rettet sich gerade noch in das untere Stockwerk. Das Dach und das Dachgeschoss werden jedoch schwer getroffen und erheblich beschädigt. Überall Löcher und Wasser. Selbst die unteren Etagen hat das Regenwasser erreicht. Kosten über Kosten.

Kosten kommen von oben

Die Familie versucht, das im Haus stehende Wasser notdürftig aufzuwischen und wegzuschütten. Am nächsten Tag meldet Markus J. bei seiner Wohngebäudeversicherung den Schaden. Diese schickt einen Gutachter, der die Kosten auf ca. 40.000,- € schätzt. Markus J. beauftragt, nach Rücksprache mit der Wohngebäudeversicherung, die Handwerker. Am Ende der Arbeiten summieren sich die Rechnungen auf insgesamt fast 120.000,- €.

Kürzen macht keinen Spaß

Die Wohngebäudeversicherung kürzt die Rechnungen jedoch auf 50.000,- €. Der Rest wäre, laut Versicherer, eine Art „Luxussanierung“ und von Markus J. selber zu bezahlen. Der Gutachter sei schließlich auch von weit geringeren Kosten ausgegangen. Markus J. glaubt, er liest nicht richtig. Allein die Wiederherstellung des Daches hat ja schon mehr als 40.000,- € gekostet! Er ruft bei seiner Rechtsschutzversicherung AUXILIA an und fragt, was er angesichts dieses ablehnenden Schreibens seiner Wohngebäudeversicherung tun solle. Markus J. wird vom Rechts-Service ein Fachanwalt empfohlen. Dieser mahnt die weitere Kostenübernahme bei der Wohngebäudeversicherung an. Da die Wohngebäudeversicherung jedoch bei ihrem Standpunkt bleibt, muss Klage erhoben werden.

Kosten

Foto: Josef Türk jun._pixelio.de

Sachverstand kommt von Verstehen

Der vom Gericht hinzugezogene Sachverständige kommt zu dem Ergebniss, dass ca. 80.000,- € angemessen sind. Der Rechtsanwalt von Markus J. beantragt die Anhörung des Sachverständigen zu bestimmten Fragen. Obwohl sich der Sachverständige in einige Widersprüche verheddert, gibt das Gericht der Klage nur in Höhe von 80.000,- € statt. Der Rechtsanwalt legt für Markus J. Berufung gegen das Urteil ein. Im Berufungsverfahren kommt ein neuer Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten richtigerweise ca. 110.000,- € betragen müssten. Das Berufungsgericht verurteilt die Wohngebäudeversicherung schließlich zur Zahlung von 110.000,- €. Damit muss die Wohngebäudeversicherung auch die überwiegenden Rechtsanwalts- und Gerichtskosten übernehmen. Von den insgesamt angefallenen 24.000,- € verbleiben fast 2.500,- € für Markus J., diese übernimmt die AUXILIA.

Hintergrund zu Kosten und Versicherung

Dieser Fall ist über die Leistungsart Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht in allen Produkten enthalten, die den Privat-Bereich beinhalten. Wichtig! Buchen Sie Ihren Beratungstermin online bei uns!

Quelle: KS-Auxilia

Schwachsinn aus dem Net

Schwachsinn aus dem Net

Es gibt Rater, und es gibt Berater. Erstere versuchen gerne die Argumentation mit der Steinaxt. Wenn die Argumente schon falsch sind, dann sollen sie wenigstens weh tun. Werden Sie hellhörig, wenn „Verbrauchertipp“ drauf steht. Oft sind die Tipps recht verbraucht. Ein Beispiel für diesen Schwachsinn:

Experten in Schwachsinn

Da schreibt ein Experte, Betonung liegt auf „Ex“, man solle sein Häuschen niemals bei der Hausbank versichern. Denn, nun lesen Sie selbst:

Schwachsinn GmbH & Co.KG?

Von der Rechtschreibung abgesehen, dürfte dieser „Verbrauchertipp“ gerade gut genug sein um Konfetti für den Karneval daraus zu lochen. Das Rechtsverhältnis zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsgesellschaft ist klar geregelt, auch das der Zahlung im Schadensfalle. Wie rechtfertigt die Buchhaltung des Versicherers denn, einen freigegebenen Schaden eben NICHT an den Geschädigten zu erstatten, sondern an dessen Gläubiger? Größerer Humbug ist kaum vorstellbar. Denn wäre dies möglich, ist es völlig Wurscht, ob die Bank und der Versicherer „vernetzt“ sind. In dem Fall würde die Sparkassenversicherung auch an die Volksbank zahlen dürfen, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben. Was für ein Quatsch!

Was tun gegen solchen Schwachsinn?

Leider kommt der Kollege nicht zu Potte, was er denn Besseres empfehlen könnte. Es muss ja neben der beschriebenen Gefahr etwas geben, was den Kunden ruhig schlafen lässt, auch wenn der Dachfirst lichterloh brennt. Leider liegen eben regelmäßig Verträge auf unserem Tisch, die vom Bankenvertrieb kommen und völlig falsch ausgefertig sind. Sorry, aber das ist die Realität.

Welche Fallen drohen?

Oft sind Gebäudeversicherungen nach dem sogenannten Wert 1914 berechnet. Das ist für Endverbraucher nicht nachrechenbar. Die meisten Fehler bei Altverträgen, sind diese:

Baujahr stimmt nicht

Manchmal wird ein Vertrag neu berechnet wenn angebaut wurde. Fälschlich wird dann das Baujahr des Anbaus angenommen, auch weil es dann billiger wird. Achtung, Gefahr der sogenannten Obliegenheitsverletzung!

Anbauten und Ausbauten nicht gemeldet

Sie haben die Wohnfläche vergrößert und der Versicherer weiß nichts davon? Ändern Sie das! Bitte beachten Sie, dass Sie bei der Vertragsumstellung nicht verar…. werden. Manche Versicherer nehmen in dem Zuge gerne die Abwasserleitungen aus dem Versicherungsschutz heraus. Das dürfen die nicht? Wenn Sie´s unterschreiben…

Bauartklasse falsch

Auch gern genommen: Sie haben ein Holzständerhaus als Massivhaus versichert. Böse Falle! Wußte ich nicht, gilt nicht. Lassen Sie es mal brennen, und dann diskutieren Sie das mal mit dem Versicherer aus. Gilt übrigens auch für die Hausratversicherung. Das Thema wird übrigens bei jedem Versicherer anders behandelt. Manche gehen nach der „überwiegenden“ Bauweise, manche ab 25 Prozent, manche sobald überhaupt eine abweichende Bauart auftaucht – Fläche egal. In einigen wenigen Fällen, ist es dem Versicherer egal.

Denkmalschutz

Gibt bei vielen Anbietern eine Ablehnung, heißt bei bestehendem Vertrag rausschmiß, wenn es bekannt wird. Manche Versicherer gehen damit aber auch gelassen um. Im Schaden kanns brenzlig werden.

Grobe Fahrlässigkeit

Altverträge sind oft billiger als Neuverträge. In vielen aber darf der Versicherer im Schadensfall die Leistung kürzen, wenn der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde. In neuen Verträgen sollte das eingeschlossen sein.

Abwasserleitungen außerhalb des Hauses

Ja, auch die unter der Bodenplatte! Die sollten bitte in ausreichender Höhe mitversichert sind. Ausreichende Höhe heißt: Mindestens fünfstellig. Unter 10.000 Euro auf- und zusätzlich 10.000 Euro außerhalb des Grundstücks, sollten Sie es nicht machen (das Doppelte wäre besser). Pfeiffen Sie auf Versicherer die eine Dichtheitsprüfung verlangen, es gibt Alternativen.

 

Rohrbruch durch „Grobe Fahrlässigkeit“

Rohrbruch durch „Grobe Fahrlässigkeit“

Das hätte ins Auge gehen können, oder besser gesagt in die Bausubstanz: Die harten Frostnächte Anfang März 2018 ließen im Obergeschoß eines Wohn- und Praxishauses eine Wasserleitung einfrieren. Was sagt nun der Versicherer dazu, wenn Sie mit 10.000 Euro Schadenssumme kommen, weil die Heizung abgedreht war? War hier grobe Fahrlässigkeit im Spiel? Oder greift dieser Begriff nicht?

Grobe Fahrlässigkeit weil auf Großer Fahrt?

Das das Thermometern in den ersten Märznächten nochmal unter 10 Grad Minus fällt, haben die Hauseigentümer nicht geahnt. Im Dachgesch0ß waren die Tapeten schon runter und der Fußboden schon raus. Da die Etage leer stand, drehten sie die Thermostate der Heizung runter und stiegen ins Auto. Rückkehr in drei Tagen.

Zuchtstation für Silberfische

Das Malheur: Nasse Fußböden und Decken im Erdgeschoß. Trocknung und Renovierung verschlingen zusammen über 9000 Euro. Dumm nur, dass der Rohrbruch kaum geschehen wäre, wenn die Heizung durchgelaufen wäre. Das Herunterdrehen der Thermostate ist grob fahrlässig. Wenn die Versicherungsbedingungen nicht passen, bleiben Hauseigentümer auf solchen Kosten sitzen.

Was tun?

Checken Sie die Versicherungsbedingungen Ihrer Gebäude- und Hausratversicherung auf folgende Klausel:

Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit

In Erweiterung der Regelung des Versicherungsvertragsgesetzes und abweichend von § 28.1 b) VGB 2000 – Fassung 2008 nimmt der Versicherer, sofern der Versicherungsnehmer oder einer seiner Repräsentanten den Versicherungsfall grob fahrlässig herbeigeführt haben, keine Kürzung der Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers vor.

Warum auch in der Hausratversicherung? Weil die Gebäudeversicherung wohl für den Nässeschaden an Wänden, Böden und Decken aufkommt, nicht jedoch für nasse Sessel und einen abgesoffenen Fernseher.

 

Sturm Friederike und die Schäden

Dachziegel müsste man herstellen, dann hätte man jetzt Hochkonjunktur. Wem Friederike aufs Dach gestiegen ist, der sollte nicht in Panik verfallen. Ein kleiner Leitfaden zur Schadensmeldung nach einem Sturm – oder sonstigem Schaden.

 

Schadensminderung nach Sturm

Schadensminderung nach einem Sturm ist Ihre Aufgabe, Versicherer sprechen auch von Obliegenheiten im Schadensfall. Sie sind verpflichtet alles zu tun, um die Vergrößerung eines Schadens zu vermeiden. Natürlich sind Sie nicht gezwungen bei Orkanböen auf dem Dach herumzuklettern. Doch Notmaßnahmen wie Abdichtungen sind durchaus Ihre Pflicht.

 

Fotos, Fotos, Fotos

Es gibt drei Dinge die Sie unbedingt sofort tun müssen: Erstens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Zweitens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Drittens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Die meisten Probleme in der Schadensregulierung treten auf, weil der Schaden mangels Fotos nicht belegt werden kann. Klar, wenn der Sturm ein paar Ziegel verrückt und man schnell die Lücke schließt um größere Schäden zu vermeiden, denkt man kaum ans Fotografieren. Versuchen Sie trotzdem daran zu denken, zumindest an Fotos der Folgeschäden, zum Beispiel der Nässeflecke an der Decke. Meist dokumentieren die Dachdecker den Schaden. Lassen Sie sich die Fotos geben und reichen Sie die weiter.

 

Seien Sie schnell

Melden Sie den Schaden schnell. Im Zeitalter von Whatsup und Messenger sicher kein Problem mehr. Schicken Sie Fotos und erste Infos über Zeitpunkt und Schadensursache so schnell als möglich an Ihren Versicherungsmakler.

 

Belege und Kosten beim Sturmschaden

Niemand wird bei einem Dachschaden einen Kassenzettel von der Anschaffung der Dachziegel sehen wollen. Bei solchen Schäden genügen Fotos. Aber bestimmte Hausratversicherungen leisten auch wenn Hausrat auf Balkon oder Terrasse vom Sturm beschädigt wird. Suchen Sie nach Anschaffungsbelegen der beschädigten Stühle oder Tische. Sollten keine Kassenzettel mehr da sein, findet sich im Internet womöglich ein vergleichbares Produkt aus dem Anschaffungsjahr und Sie können eine Preisspanne ermitteln. Sinnvoll sind auch Kostenvoranschläge zur Reparatur der beschädigten Sachen. Sollte Reparatur nicht möglich sein, holen Sie ein Angebot oder eine Recherche zum Preis der Neuanschaffung ein.

 

Ihr Makler hilft Ihnen

Im Normalfall sollte eine Schadensmeldung geschrieben werden. In unserem Hause übernehmen wir das für Sie, andere Vermittler handeln ebenso. Die Schadensmeldung auf einem Formular des Versicherers sollte möglichst genau ausgefüllt werden. Denken Sie daran: Beim Versicherer sitzen auch nur Menschen über Ihren Papieren. Diese Sachbearbeiter waren nicht vor Ort und können sich nur an Fakten halten. Schadenssachbearbeiter müssen sich auch einer Revision gegenüber verantworten, einfach durchwinken geht deshalb nicht. Im Fall Friderike deuten manche Versicherer schon an, dass sie bis zu gewissen Schadenshöhen auf Fotos und Nachweise verzichten wollen.

 

Rückfragen sind keine Schikane

Manchmal geht es nicht ganz so glatt, dann kommen Rückfragen auf Sie und uns zu. Das ist keine Schikane sondern einfach gründliche Prüfung des Sachverhaltes. Die Mitarbeiter des Versicherers kennen Sie und Ihre ehrlichen Absichten nicht. Sie müssen manchmal genauer prüfen, denn „Schäden drehen“ ist immer noch ein weit verbreitetes Phänomen. Diese Lasten jedoch fallen immer auf die Versichertengemeinschaft in Form von steigenden Beiträgen zurück.

Natürlich gibt es Unterschiede in der Abwicklung; je nach Schadensart und Versicherungssparte.

Rohrbruch! So´n Schei…!

Rohrbruch! So´n Schei…!

Abwasserleitungen sind der Darm des Hauses: Jeder weiß wo sie liegen, aber keiner will reinschauen. So manche „Darmspiegelung“ aber bringt dann Risse und Rohrbrüche ans Tageslicht. Meist ist danach Schicht im Schacht, zumindest auf dem Konto – wenn die Versicherungsbedingungen der Gebäudeversicherung „am Arsch vorbei“ formuliert sind. Die Kosten für die „Darmsanierung“ gehen oft in den fünfstelligen Bereich.

Abwasserrohre? Hab ich auch! Oder?

Sind Sie auch der Meinung, Ihre Gebäudeversicherung deckt Rohrbruch an Ihren Abwasserleitungen? Auch außerhalb des Hauses? Bis an den Kanal? Vielleicht haben Sie ja in den letzen Jahren mal Post von der Versicherung  bekommen, ein tolles Angebot: Bisschen billiger und „neueste“ Bedingungen – Sie solln doch immer bestens versichert sein. Nicht selten heißt das für Sie: Die Deckung für Brüche an Abwasserleitungen außerhalb des Hauses hat man stillschweigend aus dem Vertrag entfernt. Wenn sie denn zuvor überhaupt mitversichert waren.

Rohrbruch versichern oder Bank ausrauben

Schäden an Abwasserleitungen können sehr, sehr teuer werden. Uns ist noch kein Schaden unter 6000 € untergekommen, meist liegen die Sanierungskosten über 10.000 €. Manche Versicherer begrenzen die Schadenszahlung auf 2.500 € oder ähnlich lächerliche Beträge, rühmen sich aber des Mitversicherns der Abwasserleitungen. Was nützen Ihnen 2.500 €, wenn die Bruchstelle unter der Bodenplatte des Hauses liegt?

Passus in den „Besonderen Bedingungen“

Achten Sie bei Gebäudeversicherungsbedingungen unbedingt auf diesen Passus: „Versicherung von  Ableitungsrohren auf und außerhalb des Grundstücks“. Entgegen aller Gerüchte: Es gibt noch Versicherer, die diese Deckung anbieten, und es sind nicht die teuersten! Mindestens 10.000 € je Schaden sollten versichert sein, idealerweise jeweils diesseits und jenseits der Grundstücksgrenze. Manche Versicherer hängen die Erstattung prozentual an die Versicherungsumme der Gebäudeversicherung. Dann bestehen Sie auf mindesten 5%, multipliziert mit dem Anpassungsfaktor.

Wo Sie solche Versicherungen bekommen? Na hier 🙂

 

Wasser Marsch

Wasser Marsch

Ein Urteil des (LG) Düsseldorf vom 4. Juli 2016 (9 O 205/15) zu  Schäden durch Wasser in der Gebäudeversicherung: Kein Leitungswasserschaden wegen einer fehlenden oder undichten Silikonfuge. Dies ist jedenfalls bei älteren Vertragsbedingungen gegeben.Darum achten Sie auf die Versicherungsbedingungen, es könnte teuer sonst werden.

Der Wasserschaden im Haus

Längere Zeit gelangte Wasser aus der Dusche, dem Waschbecken und der Badewanne ungehindert in die Zwischenräume einer Holzdecke und von dort aus nach und nach in die darunter liegenden Räume. Ursache: Undichte bzw. teilweise nicht mehr vorhandene Silikondichtungen.

Wasser ist nicht gleich Wasser

Der Gebäudeversicherer des Klägers argumentierte: Die Schäden wurden nicht durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser verursacht, denn laut Versicherungsbedingungen (in diesem Vertrag VGB 86) steht: „Als Leitungswasser im Sinne dieser Bedingungen gilt Wasser, das aus den Zu- oder Ableitungsrohren, den sonstigen Einrichtungen der Wasserversorgung oder aus den Anlagen der Warmwasser- oder der Dampfheizung bestimmungswidrig ausgetreten ist.“

Das Wasser sei aber bei der Benutzung der Dusche, und damit nicht bestimmungswidrig, ausgetreten. Erst dann sei es wegen der maroden bzw. fehlenden Silikondichtungen nicht in die Abflüsse, sondern in die darunter gelegenen Räumlichkeiten gesickert.

Wasserschaden oder nicht, das ist hier die Frage

Der Hausbesitzer klagte daraufhin gegen seinen Gebäudeversicherer, die Klage wurde jedoch als unbegründet zurückgewiesen.

Nach richterlicher Ansicht wird der Fall mittelbar bestimmungswidrig austretenden gebrauchten Dusch- und Badewassers von den Bestimmungen der dem Vertrag zugrunde liegenden Versicherungsbedingungen nicht erfasst.

Daher hat der Kläger keinen Entschädigungsanspruch gegen seinen Gebäudeversicherer.

Darum Achtung: In neueren Bedingungswerken sind solche Schäden mitversichert!

Quelle: germanBroker.net (gekürzt)