Rauchmelder und Haftpflicht

Rauchmelder und Haftpflicht

Du läufst so schön durch den Wald, und etwa 15 Kilometer später bleibst du stehen und denkst: DAS BÜGELEISEN! Schön, wenn die Rauchmelder funktionieren. Was aber, wenn die nicht gewartet oder gar nicht vorhanden sind? Zahlt dann die Versicherung?

Sinn: Lebensrettung

Der Einbau von Rauchmeldern soll Menschenleben retten, sagt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Zwar muss jeder, der eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung abschließt, alle bestehenden gesetzlichen und behördlichen Sicherheitsregelungen beachten – die Rauchmelderpflicht eingeschlossen.

Rauchmelder

Foto: by_rabengrund_pixelio.de_

Rauchmelder lösen keine Brände aus

Sollte dem Vermieter, dem Mieter oder Eigentümer bei der Verwendung eines Rauchmelders trotz alledem ein Fehler unterlaufen, riskiert er dennoch nicht den Versicherungsschutz. Die Hausrat- und Gebäudeversicherung würden einen Brandschaden trotzdem regulieren. Denn ein fehlender oder unsachgemäß betriebener Rauchmelder müsste Ursache für den Schaden bzw. die Schadenhöhe sein. Ein solcher Zusammenhang kann aber in der Regel nicht hergestellt werden.

Problem: Haftung eines Vermieters

Anders kann der Sachverhalt in der Vermieterhaftpflicht gelagert sein. Denn hier könnten Haftpflichtansprüche gegen den Vermieter entstehen,  besonders bei Personenschäden, wenn den gesetzlichen Bestimmungen nicht nachgekommen wird. Die bisherige Bilanz: Die Zahl der jährlichen Brandtoten hat sich auf etwa 400 halbiert. Außer in Berlin und Brandenburg wurden in allen Bundesländern inzwischen Gesetze zur Installation von Rauchmeldern erlassen.

Naturkatastrophen ohne Staatshilfen

Naturkatastrophen ohne Staatshilfen

Hauseigentümer ohne Elementarversicherung bekommen im Schadensfall nach Naturkatastrophen keine Soforthilfen mehr vom jeweiligen Bundesland. Soforthilfen bei Elementarschäden gibt es nur noch, wenn seitens der Versicherungswirtschaft kein Schutz angeboten wird. Handeln Sie, denn wenn die Flut kommt, ist es zu spät!

Nothilfe nur Ausnahmefall

Die Bilder der letzten Jahre haben wir alle noch in den Köpfen:  Braunsbach in Baden-Württemberg, durch eine Schlammlawine verwüstet. Ein drohender Dammbruch in Nordrhein-Westfalen bedroht ganze Landkreise. Die sächsische Kleinstadt Grimma ist 2002 komplett „abgesoffen“. Während in Baden-Württemberg fast 95 Prozent aller Häuser mit einer Elementarversicherung geschützt sind, sieht es leider in den anderen Bundesländern schlechter aus: Nur rund 60 Prozent aller Wohngebäude sind nicht gegen das Risiko durch Naturkatastrophen geschützt! Bei Überschwemmungen werden in Zukunft nur noch Soforthilfen an Sie als Hauseigentümer gezahlt, wenn Sie sich nicht versichern konnten. Aber Achtung: Der Versuch zählt!

Naturkatastrophen

Foto: _by_M.-Großmann_pixelio.de_

Versicherungsschutz fast immer möglich

Entgegen der Unkenrufe von Verbraucherschützern lassen sich mehr als 99 Prozent aller Häuser gegen Naturgewalten versichern, so eine Erhebung der Nürnberger Versicherung. Die Versicherer bieten lediglich in absolut hochwasserkritischen Zonen keinen Schutz an. Das betrifft zum Beispiel den Ort Grimma, der bei den Flutkatastrophen in Sachsen 2002 und 2013 erheblichen Schaden genommen hat. Dort würde die Soforthilfe des Landes greifen, wenn Hauseigentümer keine Elementarversicherung abschließen konnten. Aber Achtung: Der Hauseigentümer muss nachweisen können, dass er sich um den Versicherungsschutz vergeblich bemüht hat! Dies dürfte anhand eines Beratungsprotokolls kein Problem sein.

460 Millionen Euro Soforthilfe im Jahr 2013

Allein im Jahr 2013 schüttete der Bund rund eine halbe Milliarde Euro an Soforthilfen nach Flutkatastrophen aus. Ein Großteil davon floss an Privathaushalte, um Häuser bewohnbar zu machen oder Hausrat zu ersetzen. Damit soll nun Schluss sein. Es könne nicht sein, dass sich Hauseigentümer nur auf den Staat verlassen und damit die Allgemeinheit für die Nachlässigkeit aufkommen muss, so die Innenministerkonferenz. Gleichzeitig müssen sich Bund und Länder darauf verständigen, in welchen Gebieten der Hochwasserschutz verbessert werden kann, damit über die Ufer tretende Gewässer nicht noch über Jahrzehnte eine Gefahr für Siedlungsgebiete sind.

Hausrat zählt extra

Ist die Bausubstanz versichert, kann immer noch das Mobiliar wegschwimmen, hier greift die Hausratversicherung. Das gilt natürlich auch für Mieter von Wohnungen oder Häusern. Auch hier gilt: Keine Elementarversicherung – keine Hilfe von Bund und Ländern. Ihre Hausratversicherung sollte also Elementarschäden beinhalten, damit nach dem nächsten Hochwasser die Möbel nicht über Spenden der ortsansässigen Kirchengemeinden beschafft werden müssen. Der Gedanke, ich wohne ja nicht am Fluss, ist allerdings fatal: Allein durch Starkregenfälle kommt es in den letzten Jahren immer häufiger zu Überschwemmungen – auch abseits von Flüssen oder Bächen – dieses Risiko lässt sich regional überhaupt nicht mehr kalkulieren.

Fazit: Elementarversicherung oder Naturkatastrophenversicherung: Mehr als 99 Prozent aller Gebäude können in Deutschland versichert werden. Letztendlich nutzen nur vier von zehn Hauseigentümern die Elementarversicherung. Damit sind 11 Millionen Häuser nicht abgesichert. Und: Das nächste Unwetter kommt mit Sicherheit!

Vom Umgang mit einem Schaden

Vom Umgang mit einem Schaden

Die richtige Meldung des Schaden erspart viel Schreiberei und Diskussion. Ein kleiner Leitfaden:

Sie kommen aus dem Urlaub zurück und erkennen Ihre Wohnung nicht wieder? Inzwischen gab es eine Verstopfung im Abwasserrohr und Ihre Küche stand unter Wasser. Ein Mega Schaden. Um genau zu sein, stand die Küche unter Abwasser, aber so weit gehen wir gar nicht ins Detail, zu eklig.

Fazit: Aufgequollene Küchenmöbel und durchnässte Wände. Das alles geschah während Ihrer Reise, gammelt also schon ein paar Tage vor sich hin. Was tun?

Was gehört mir?

Stellen Sie zunächst fest, welche der beschädigten Sachen Ihr Eigentum sind. Gehört das Haus Ihnen, kein Problem, dann betrifft der ganze Schaden Sie selbst. Wohnen Sie zur Miete sind durchnässte Wände und ggf. Fußbodenbeläge Sache des Vermieters und dessen Versicherung muss den Schaden daran regulieren. Die Küche aus obigem Beispiel gehört Ihnen? Ein Fall für Ihre Hausratversicherung.

Fotos, Fotos, Fotos

Es gibt drei Dinge die Sie unbedingt sofort tun müssen: Erstens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Zweitens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Drittens: Machen Sie aussagekräftige Fotos vom Schaden. Die meisten Probleme in der Schadensregulierung treten auf, weil der Schaden mangels Fotos nicht belegt werden kann. Klar, wenn der Sturm ein paar Ziegel verrückt und man schnell die Lücke schließt um größere Schäden zu vermeiden, denkt man kaum ans Fotografieren. Versuchen Sie trotzdem daran zu denken, zumindest an Fotos der Folgeschäden, zum Beispiel der Nässeflecke an der Decke.

Seien Sie schnell

Melden Sie den Schaden schnell. Im Zeitalter von Whatsup und Messenger sicher kein Problem mehr. Schicken Sie Fotos und erste Infos über Zeitpunkt und Schadensursache so schnell als möglich an Ihren Versicherungsmakler.

Belege und Kosten zum Schaden

Suchen Sie nach Anschaffungsbelegen der beschädigten Sachen. Sollten keine Kassenzettel mehr da sein, findet sich im Internet womöglich ein vergleichbares Produkt aus dem Anschaffungsjahr und Sie können eine Preisspanne ermitteln. Sinnvoll sind auch Kostenvoranschläge zur Reparatur der beschädigten Sachen. Sollte Reparatur nicht möglich sein, holen Sie ein Angebot oder eine Recherche zum Preis der Neuanschaffung ein.

Ihr Makler hilft Ihnen

Im Normalfall sollte eine Schadensmeldung geschrieben werden. In unserem Hause übernehmen wir das für Sie, andere Vermittler handeln ebenso. Die Schadensmeldung auf einem Formular des Versicherers sollte möglichst genau ausgefüllt werden. Denken Sie daran: Beim Versicherer sitzen auch nur Menschen über Ihren Papieren. Diese Sachbearbeiter waren nicht vor Ort und können sich nur an Fakten halten. Schadenssachbearbeiter müssen sich auch einer Revision gegenüber verantworten, einfach durchwinken geht deshalb nicht.

Rückfragen sind keine Schikane

Manchmal geht es nicht ganz so glatt, dann kommen Rückfragen auf Sie und uns zu. Das ist keine Schikane sondern einfach gründliche Prüfung des Sachverhaltes. Die Mitarbeiter des Versicherers kennen Sie und Ihre ehrlichen Absichten nicht. Sie müssen manchmal genauer prüfen, denn „Schäden drehen“ ist immer noch ein weit verbreitetes Phänomen. Diese Lasten jedoch fallen immer auf die Versichertengemeinschaft in Form von steigenden Beiträgen zurück.

Natürlich gibt es Unterschiede in der Abwicklung; je nach Schadensart und Versicherungssparte.

Hessen vs. Elementarschaden

Hessen vs. Elementarschaden

Das Wetter hat es uns 2017 wieder einmal gezeigt: Unwetter mit Starkregen können  immer und überall auftreten und immense Schäden verursachen. 50.000 € kostet ein Elementarschaden im Durchschnitt. Grund genug für das Land Hessen, eine Aufklärungskampagne zur Gefahr durch Elementarschäden zu starten. Denn die Mehrzahl der Gebäude in Hessen hat keinen Schutz gegen Gefahren durch Naturgefahren. 99% aller Gebäude wären sehr wohl versicherbar, sagt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

 

Überflutung durch Starkregen =  Elementarschaden

 

Der GDV hat das mal recherchiert: In Hessen sind gerade mal ein Drittel aller Gebäude gegen einen Schäden durch Naturgewalten versichert. Zei Drittel aller deutschen Hausbesitzer dagegen fühlen sich nicht durch eine Überschwemmung bedroht. Viele glauben schlichtweg sogar, gegen derlei Gefahren abgesichert zu sein. Meist ist das aber nicht der Fall! Dabei wurde gerade auch Hessen in den letzten Jahren immer wieder von Unwettern heimgesucht. Im Juli 2014 zum Beispiel, da richteten die Unwetter „Lucia“ und „Michaela“ allein in Wiesbaden verheerende Schäden in Höhe von 6 Millionen Euro an. Und diese Zahl gilt nur für versicherte Gebäude! Auch der Sommer 2016 hielt einige Überraschungen bereit: Die Sturmtiefs „Elvira“ und „Friederike“ zogen eine Spur der Verwüstung durchs Land. Vollgelaufene Keller, zerstörte Häuser und Straßen voller Geröll und Schlamm.

 

Passiert mir nicht, gibt’s nicht

 

Punktuelle Gewitter mit Regenmassen von 200 Litern und mehr auf den Quadratmeter sind heute leider keine Seltenheit mehr. Jeder Hausbesitzer sollte seine Versicherungspolice prüfen und ggf. den Einschluss von Elementarschäden vornehmen lassen. Ein Elementarschaden kann zum Beispiel auch Rückstau aus dem Kanal sein, wenn dieser das Regenwasser nicht mehr fassen kann. Die Sauerei, die Sie dann im Keller haben, ist unbeschreiblich. Neben Mauern, Putz und Parkett leiden bei einem Schaden durch Naturgewalten besonders auch die Nerven der Geschädigten. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) hat zu dem Thema Elementarschaden eine Infoseite im Internet eingerichtet.

Privathaushalte und Gewerbe betroffen

 

Nicht nur private Hausbesitzer müssen dieses Thema auf dem Schirm haben. Auch für Gewerbetreibende kann ein Elementarschaden eine ruinöse Gefahr darstellen. Für private Hausbesitzer ist die immense finanzielle Belastung eines solchen Schadens meist kaum zu stemmen. An gewerblichen Immoilien hängen Arbeitsplätze und die Existenz des Unternehmens. Sparen Sie also nicht an der richtigen Absicherung von Gebäude und Inventar.
Ihr Versicherungsmakler hilft Ihnen in diesem Thema weiter. Sprechen Sie ihn an.

Hier Elementarschäden versichern