Bauherr und Rechtsschutz

Bauherr und Rechtsschutz

Wer baut begibt sich meist in finanzielle Untiefen. Egal ob Eigentumswohung oder Haus, die Kosten sind heute immens. Streiten Sie dann mit dem Bauträger wegen Fehlern oder Vertragserfüllungen, dürfen Sie zu den kalkulierten Kosten auch noch die Anwaltskosten nachfinanzieren. Lieber Bauherr, Ihre Hausbank wird es Ihnen danken.

Bauherr nicht versicherbar?

Keine Chance auf Rechtsschutz. Nur sehr wenige Rechtsschutzversicherer sichern Ihre Eigenschaft als Bauherr ab. Beim Streit mit der Bauantragsbehörde, dem Bauträger, dem Architekten oder dem Handwerker müssen Sie sich also fast immer selbst helfen. Oder von Ihrer Bank helfen lassen. Je nach Höhe des Streitwertes kann schon der erste Brief Ihres Anwalts sehr teuer werden. Apropos Streitwert: Bei den heutigen Grundstückspreisen schießt dieser schon bei einer Klage wegen allein des Grundstückskaufs in die Höhe.

Risiko als Bauherr ist versicherbar

In der Tat jedoch läßt sich dieses Risiko absichern. Ausgewählte Rechtsschutzversicherer decken das Risiko, meist jedoch mit einer längeren Wartezeit. In der Regel sind dies sechs Monate, und zwar sechs Monate bis zum Eintritt der Streitursache. Heißt, Sie müssen den Rechtsschutzvertrag bereits mindestens sechs Monate besessen haben, bevor Sie einen Grundstückskaufvertrag oder einen Vertrag mit einem Bauträger unterschreiben. Also bevor Sie Bauherr oder Bauherrin werden.

Zu teuer oder besser? Auf die Beratung kommt es an!

Und ja, dieser Tarif kostet mehr als der Marktdurchschnitt. Bei der Wahl der passenden Rechtsschutzversicherung wägen Sie also bitte ab, ob Sie einen Neubau oder Umbau oder den Kauf eines Grundstücks planen. Werden Sie in absehbarer Zeit Bauherr oder Bauherrin? Wir stellen Ihnen gerne die Alternativen zur Auswahl, die Entscheidung treffen letztendlich Sie allein.

Was meist vergessen wird

Fast jeder Bauherr denkt an die Bauherrenhaftpflicht und die Feuerrohbauversicherung. Meist jedoch wird die Bauleistungsversicherung vergessen. Dabei ist diese die wichtigste Ergänzung zur Feuerrohbauversicherung und darf bei keinem Neubau fehlen. Die Kasko für Bauherren ist die Bauleistungsversicherung. Denn was die Feuerrohbauversicherung nicht deckt sind Schäden, die eben nicht durch Feuer entstehen. Ein Beispiel: Bei Starkregen läuft, weil das Grundstück noch nicht befestigt ist, der Keller eines fast bezugsfertigen Neubaus voll. Schadenshöhe ca. 50.000 Euro. Der komplette Fußboden muss raus, Treppe und die Türen im Kellergeschoß sind ebenso betroffen. Der Einzug verzögert sich. Diesen Schaden zahlt keine Feuerrohbauversicherung, sondern die Bauleistungsversicherung! Oder Sie zahlen den aus der eigenen Tasche.

Die passende Rechtsschutzversicherung

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Vom Tierheim in den Gerichtssaal

Vom Tierheim in den Gerichtssaal

Gabi C. gab einem Hund aus dem Tierheim ein neues Zuhause. Sie wollte eine gute Tat tun und auch nicht mehr alleine spazieren gehen. So kam der 2-jährige Rusty zu ihr nach Hause. Rusty ist zwar eine undefinierbare Rasse, aber sehr lieb.

Schreck und Biss

Nach über einem Jahr glücklichen Zusammenlebens kam es zu einem schlimmen Zwischenfall. Gabi C. ging bei stürmischem Wetter noch kurz mit Rusty spazieren. Jens S. joggte zur gleichen Zeit. Als Rusty und Jens S. ungefähr auf gleicher Höhe waren, gab es einen lauten Knall. Jens S. erschrak und sprang Richtung Rusty. Dieser erschrak gleich doppelt und biss vor lauter Schreck Jens S. in die Wade. Jens S. ging geschockt zu Boden und verlangte nach einem Notarzt. Gabi C. rief diesen sofort. Jens S. wurde vor Ort verarztet. Ins Krankenhaus müsse Jens S. wegen dieser leichten Verletzung nicht, versicherte ihm der Notarzt. Die von Jens S. gerufene Polizei nahm den Vorfall auf.

Kampfhund aus dem Tierheim?

Nach diesem Vorfall bekam Gabi C. gleich zweimal unangenehme Post. Gegen sie wurde nicht nur ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet, sondern das Ordnungsamt verlangte außerdem die Begutachtung von Rusty durch einen Amtsveterinär. Der Arzt kam zu dem Ergebnis, dass Rusty einen Anteil American Staffordshire Terrier hätte und deshalb als gefährlicher Hund einzustufen sei. Daraufhin bekam Gabi C. erneut Post von der Behörde. Sie ordnete für Rusty eine Maulkorbpflicht an und verlangte von Gabi C. eine Hundehaltererlaubnis für gefährliche Hunde.

Vom Tierheim zur Anwaltskanzlei

Jetzt wurde es Gabi C. zu viel. Sowohl das Tierheim als auch Gabi C. bezweifelten stark, dass Rusty von einem American Staffordshire Terrier abstammte. Außerdem hat der Hund lediglich gebissen, weil er sich wegen des Knalls und des Sprungs von Jens S. erschrocken hatte. Sie kontaktierte ihren Rechtsschutzversicherer und beauftragte den empfohlenen Rechtsanwalt.

Kosten übernimmt der Versicherer

Der Anwalt legte die einmaligen Umstände des Sachverhaltes ausführlich dar. Er erreichte die Einstellung des Strafverfahrens wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Kosten für die Verteidigung die Gabi C. zahlen muss, übernimmt ihre Rechtsschutzversicherung.

Verwaltungsverfahren

Das Verwaltungsverfahren hingegen gestaltete sich schwieriger. Auch eine Bestätigung durch den Tierarzt konnte die Meinung des Ordnungsamtes nicht ändern. Daher musste der Rechtsanwalt von Gabi C. gegen den Bescheid eine Klage vor dem Verwaltungsgericht einreichen. Das Gericht ordnete einen DNA-Test bei Rusty an. Dieser ergab, dass Rusty keinen American Staffordshire Terrier in seinem Stammbaum hatte. Das Gericht ließ sich dann auch von der Einmaligkeit des Vorfalles überzeugen. Es gab daher der Klage gegen den Bescheid statt. Rusty ist weder ein gefährlicher Hund, noch muss er einen Maulkorb tragen.

3000 Euro Kosten

Gabi C. ist überaus erleichtert.Die Kosten für das Strafverfahren in Höhe von fast 1.000,- € übernahm die Rechtsschutzversicherung für Gabi C. Die Kosten für das Verwaltungsverfahren in Höhe von fast 2.000,- € mussten von der Gegenseite übernommen werden.
Hintergrund
Die beiden Angelegenheiten sind über die Leistungsarten Straf-Rechtsschutz und Verwaltungs-Rechtsschutz in allen Produkten enthalten, die den Privat-Bereich beinhalten.
Quelle: KS-Auxilia

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Nebenkosten sind keine Nebenbeikosten

Nebenkosten sind keine Nebenbeikosten

Wenn die Nebenkosten durch die Decke schießen, dann geht einem der Bludruck meist den gleichen Weg. Was tun, und wie eine Rechtsschutzversicherung hier helfen kann, lesen Sie in diesem Artikel.

 

Nebenkosten werden werden zu Hauptkosten

Die Firma F. zahlt für ihr gepachtetes Ladenlokal seit Jahren pünktlich die Miete und damit die vereinbarte Vorauszahlung der Nebenkosten. Auf einmal treffen mehrere Briefe des Verpächters M. ein. Diese enthalten die Nebenkostenabrechnungen der letzten Jahre – jedoch mit erheblichen Nachforderungen. Insgesamt fordert der Verpächter M eine Nachzahlung von fast 25.000,- €. Viel zu hoch und ungerechtfertigt, findet die Geschäftsführerin der Firma F.

 

Telefonische Rechtsberatung ohne versteckte Nebenkosten

Die Rechtsschutzversicherung der Firma F., die KS/Auxilia, vermittelt nun eine kostenlose telefonischenRechtsberatung. Schnell wird klar, dass ein Rechtsanwalt die Ansprüche genau prüfen sollte. Die Geschäftsführerin der Firma F. bekommt von der KS/AUXILIA daher einen nahegelegenen Fachanwalt empfohlen. Dieser prüft die Nebenkostenabrechnungen im Detail und stellt fest, dass ein Teil der Forderung verjährt ist und der andere Teil einige Fehler aufweist. Der Rechtsanwalt weist daraufhin die Ansprüche gegen seine Mandantin schriftlich zurück.

Foto: by_birgitH_pixelio.de

Klage und Erwiderung

Die Gegenseite lässt dies aber nicht gelten und erhebt Klage auf Zahlung der Nachforderungen. Trotz der ausführlichen und detaillierten Klageerwiderung ihres Rechtsanwaltes wird die Firma F. zur Zahlung von 20.000,- € verurteilt. Da das Gericht in der erster Instanz entscheidende Punkte unzutreffend beurteilt hat, rät der beauftragte Rechtsanwalt seiner Mandantin zur Berufung gegen das Urteil. Das Gericht der zweiten Instanz schlägt nach zähen Verhandlungen der streitenden Parteien einen Vergleich vor. Danach soll die Firma F. ein Drittel der Forderung bezahlen. Die Kosten werden entsprechend gequotelt. Beide Parteien nehmen den Vergleich zur Beilegung des Rechtsstreits an.

 

Gerichts- und Anwaltskosten in ähnlicher Höhe

Von der Nachforderung der Nebenkosten muss die Firma F. also „nur“ noch knapp 8.500,- € zahlen. Von den über 14.000,- € Rechtsanwalts- und Gerichtskosten entfallen fast 3.000,- € auf die Firma F. Diese Kosten übernimmt nun die Rechtsschutzversicherung der Firma F.
Dieser Fall gehört zum Vertrags-Rechtsschutz im Rechtsschutz für Mieter und selbst nutzende Eigentümer. Dieser Baustein ist, beispielsweise in den Gewerbetarifen der JUR-Linie automatisch enthalten. Versichert sind alle gewerblich gemieteten oder selbst genutzen Objekte mit einer Jahresbruttomiete bis insgesamt 300.000,- €. Zudem besteht ein Rechtsschutz für alle selbst bewohnten Wohnungen, Einfamilienhäuser im Inland für den privaten Bereich.
Quelle: KS-Auxilia

 

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Internet und illegales Streaming

Internet und illegales Streaming

Anita C. ist mit ihren beiden pubertierenden Kindern als alleinerziehende, berufstätige Mutter gut beschäftigt. Ihre Kinder kommen täglich auf neue, spontane und unerwartete Ideen. Doch ein Schreiben von einem Anwalt gab es bisher noch nicht! Anita C. oder eines ihrer beiden Kinder soll eine Urheberrechtsverletzung im Internet begangen haben. Es geht um das Album des Rappers XX. 2.600,- € Schadenersatz und 500,- € Anwaltskosten soll Frau C. wegen illegalen Filesharings zahlen. Und zusätzlich soll sie auch noch eine Unterlassungserklärung mit Androhung einer hohen Vertragsstrafe abgeben. Was haben ihre Kids da nur angestellt!

 

Die Tücken des Internet

Sie spricht ein ernstes Wörtchen mit ihrem Ältesten. Dieser gibt nach langen Diskussionen zu, dass er sich von einer Plattform das Album runtergeladen hat. Anita C braucht juristische Hilfe. Um sich von einem unabhängigen Rechtsanwalt beraten zu lassen, ruft sie die Webseite der KS/AUXILIA auf, ihrer Rechtsschutzversicherung. Im bereitgestellten Formular zur Online-Beratung schildert sie kurz ihren Fall, lädt die relevanten Unterlagen hoch und sendet das Formular mit einem Klick ab. Schon am nächsten Tag erhält sie per E-Mail Antwort.

 

Fachanwalt beauftragt

Ein von der KS/AUXILIA beauftragter Fachanwalt hat sich den Vorgang näher angeschaut. Von ihm erhält Anita C. verschiedene Tipps wie sie sich verhalten und darauf antworten soll. Auch kreidet der Anwalt die viel zu hohen Anwaltskosten der Gegenseite an, welche doch gesetzlich begrenzt sind. Anita C. schickt danach ein entsprechendes Schreiben an den gegnerischen Anwalt. Die hohen Abmahnkosten konnte sie soweit glücklicherweise vermeiden. Sie muss aber eine strafbewährte Unterlassungserklärung an den Urheber abgeben.

 

Illegal bleibt illegal – auch im Internet

Im Nachgang spricht Antia C. nochmal mit ihren beiden Kindern und verbietet künftig ausdrücklich die Nutzung von Stream- und Tauschbörsen. Die Drei halten es auch schriftlich in einem „Regelwerk zur Internetnutzung“ fest – denn schließlich hat Anita C. eine strafbewährte Unterlassungserklärung abgeben müssen, nach der ihr im Wiederholungsfall eine Vertragsstrafe droht. Die Kosten für die Online-Beratung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt hat die KS/AUXILIA für Anita C. übernommen.
Hintergrund
Der Fall ist über die Leistungsart Internet-Rechtsschutz mit einem Höchstbetrag in allen Produkten des Tarifs 2016 enthalten, die auch den Privat-Bereich beinhalten. Die in diesem Fall genutzte  Online-Beratung ist ein Bestandteil aus unserem PremiumService. Für den Service entstehen für unsere Kunden keine Kosten, sofern es sich um einen versicherten Rechtsschutzfall handelt.
Quelle: KS-Auxilia Rechtsschutzversicherung

 

Ihr Recht auf Rechtsschutz

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Recht auf Schule

Recht auf Schule

Wenn das Recht auf einen normalen Schulbesuch angezweifelt wird, kann eine Rechtsschutzversicherung helfen. Ein Beispiel das Schule machen sollte:

 

Probleme in der Schule

Ruben K. hat immer wieder mal Probleme in der Schule. Was haben sich Peter und Marlies K. da nicht schon alles über ihren Sohn anhören müssen: Ruben störe den Unterricht und könne sich nicht konzentrieren. Außerdem arbeite er nicht mit, greife seine Mitschüler an und, und, und.
Doch zuhause ist Ruben völlig umgänglich, spielt mit seinen Geschwistern und sitzt konzentriert über seinen Hausaufgaben. Sie waren auch schon bei allen möglichen Ärzten, keiner konnte ihnen wirklich helfen.

 

Schulverweis?

Jetzt auch noch das: Ruben soll auf eine Sonderschule für schwererziehbare Kinder! Der Unterricht könne mit ihm nicht mehr ordnungsgemäß durchgeführt werden und er stelle eine Gefahr für die anderen Schüler dar. Peter und Marlies K. schalten daraufhin einen Anwalt ein. Dieser legt Widerspruch gegen den behördlichen Bescheid ein.

 

Suche nach Gründen, nicht nach Schuldigen

Der Anwalt bittet Peter und Marlies K. nach Durchsicht der Unterlagen nochmals zu einem Gespräch. Vor ein paar Jahren hatte er einen ähnlichen Fall, bei dem letztendlich Autismus festgestellt wurde. Diesen gibt es in verschiedenen Ausprägungen, die auch unauffällig sein können. Dabei gibt es bestimmte Auslöser oder Situationen, mit denen der Betroffene und seine Umgebung besser umgehen können, wenn man um sie weiß. Peter und Marlies K. lassen Ruben daraufhin nochmal von einem Facharzt untersuchen. Dieser bestätigt den Verdacht des Anwalts. Demnach lösen bei Ruben K. u.a. plötzliche Nähe und unbekannte Situationen Stress aus, was auch die Angriffe auf die Mitschüler erklärt.

 

Recht auf Schule nur mit Anwalt durchsetzbar

Der Anwalt teilt dies der Behörde mit und schlägt bestimmte Maßnahmen vor, so dass Ruben K. auf der normalen Schule bleiben könnte. Die Behörde lehnt dies mit der Begründung ab, dass diese Diagnose nur vorgeschoben und die Maßnahmen auch viel zu kompliziert seien. Es muss Klage erhoben werden. Der Richter ordnet ein Sachverständigengutachten an und ein Sachverständiger bestätigt die Diagnose. In der mündlichen Verhandlung wird der Sachverständige auch noch zu möglichen Maßnahmen befragt.

Schule

Foto: by_Marvin Siefke_pixelio.de

Lösung des Problems

Schließlich einigt man sich auf Vorschlag des Gerichts, es vorerst befristet bis Ende des Schuljahres mit verschiedenen Maßnahmen weiter zu versuchen. So sollen Rubens Mitschüler über die Situation aufgeklärt werden und auf einen gewissen physischen Abstand zu Ruben achten. Ruben K. macht eine Therapie, die ihm u.a. bei der Reizverarbeitung helfen soll. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten läuft es immer besser für Ruben K. und die Schule will es weiterhin mit ihm versuchen.
Die Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten in Höhe von fast 5.500,- € hat die AUXILIA Rechtsschutzversicherung für Familie K. übernommen.

Hintergrund
Dies ist ein Fall, der über die Leistungsart Verwaltungs-Rechtsschutz in nicht verkehrsrechtlichen  Angelegenheiten in unseren Produkten mit Privat-Rechtsschutz enthalten ist.
Quelle: KS-Auxilia

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Nachbarn im Rechtsstreit

Nachbarn im Rechtsstreit

Mathias und Katrin H. wohnen und leben sehr idyllisch an einem Hang mit einem tollen Ausblick. Alles wäre sehr schön, wenn nicht in letzter Zeit Probleme mit den Nachbarn aufgetreten wären. Die Nachbarin Gabriele B. besitzt unterhalb des Ehepaars H. ihr Grundstück und dieses ist über einen nur 1m breiten Fußweg zugänglich. Dieser Fußweg verläuft über das Grundstück des Ehepaars H. Hierzu ist auch schon lange ein Wegerecht auf dem Grundstück der H.s eingeräumt. Wenn Gabriele B. ab und an sperrige Gegenstände zu ihrem Haus transportieren muss, haben ihr das Ehepaar H. immer erlaubt, über den Weg und die angrenzende Gartenwiese mit dem Auto zu fahren.

 

Nachbarn kann man sich oft nicht aussuchen

Nun ist Gabriele B. aber im Zuge von Sanierungsarbeiten an ihrem Haus auf die Idee gekommen, dass man den Fußweg ausbauen könnte, so dass sie eine ordentliche Zufahrt zu ihrem Grundstück hätte. Das wäre für sie viel bequemer! Nachdem die H.s aber ihr Eigentum nicht dauerhaft in dieser Weise einschränken wollen, bekamen sie einen Brief von Gabriele B.s Anwalt. Darin schreibt der Anwalt, dass Gabriele B. ein sogenanntes Inselgrundstück besitzt und ihr deswegen ein Notwegerecht zusteht. Außerdem seien umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Haus von Gabriele B. notwendig und die erheblichen Mengen Material und Maschinen können nicht zu Fuß zum Haus transportiert werden. Aus diesen Gründen müsste das Ehepaar H. dem Ausbau des Fußweges zu einer Fahrbahn akzeptieren.

 

Dem Nachbarn entgegenkommen?

Mathias H. ist empört über Gabriele B.s Forderung. Zuerst kommt er der Nachbarin entgegen und toleriert die teilweise Nutzung seiner Gartenwiese mit einem Fahrzeug und nun beansprucht sie noch mehr Rechte. Er schaltet nach einem Telefonat mit seiner Rechtsschutzversicherung der KS/AUXILIA ebenfalls einen Anwalt ein. Dieser wendet bei seinem Schriftwechsel an die gegnerische Partei ein, dass die Sanierung eine einmalige und keine dauerhafte Angelegenheit sei. Zudem weist H.s Anwalt darauf hin, dass die Bequemlichkeit von Gabriele B. nicht ein Notwegerecht rechtfertigen könne. Gabriele B. lässt daraufhin durch ihren Anwalt Klage erheben.

Nachbarn

© Foto_Jorma Bork_pixelio.de

Klage oder nicht?

Bei einem Ortstermin verschafft sich der Richter einen eigenen Eindruck von der Situation. Daraufhin weist er die Klage ab. In seinem Urteil wägt er das berechtigte Interesse Gabriele B.s an einer breiteren Zufahrt zu ihrem Grundstück mit dem Eingriff in das Eigentum des Ehepaars H. ab. Die einmaligen und zeitlich begrenzten Sanierungsmaßnahmen und schon gar nicht die Bequemlichkeit könne einen dauerhaften Eingriff in das Eigentum der Gegenpartei rechtfertigen. Ein Notwegerecht, auf das sich der Anspruch von Gabriele B stützt, besteht demnach nicht.

 

Kosten durch Streit mit Nachbarn

Bevor das Ehepaar H. richtig jubeln kann, legt Gabriele B. Berufung gegen das Urteil ein. Doch auch in der zweiten Instanz wird die Klage abgewiesen. Das Ehepaar H. kann endlich aufatmen – dank ihrer Rechtsschutzversicherung mussten diese noch nicht einmal die Kosten vorstrecken! Die Kosten des Rechtsstreits in Höhe von über 25.000,- € muss nun Gabriele B. tragen.
Der Fall ist über die Leistungsart Gebäude-, Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz im Rechtsschutz für Eigentümer von Gebäuden, Wohnungen und Grundstücken versicherbar.
Quelle: KS-Auxilia

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