Welche Rentenversicherung ist meine?

Welche Rentenversicherung ist meine?

Eine Rentenversicherung sollte wohl jeder heutzutage haben. Nur welche? Angesichts Coronakrise, Nullzinspolitik und Strafzinsen aufs Ersparte… Welche Form der privaten Rentenversicherung  ist überhaupt noch rentabel? Es geht das Gerücht, man solle am Kapitalmarkt investieren, also über seine Rentenversicherung in Aktien „machen“. Wenn das nur nicht so kompliziert wäre. Und außerdem geht das doch sowie immer schief, oder?

Investment kann auch einfach sein

„Je einfacher eine Konstruktion ist, desto genialer ist sie. Kompliziert bauen kann jeder.“ Sergei Koroljow, sowjetischer Raketenkonstrukteur

Sergei Koroljows Sojus-Raketen werden in weiterentwickelter Form noch heute genutzt. Man kann also schwierige Dinge durchaus „einfach“ machen, wenn man will. Warum ist das am Kapitalmarkt so schwer? Weil mit bunten Prospekten und phantasievollen Produktnamen allein mehr Kosten zu verkaufen sind, als ohne. Investment sollte so einfach sein, dass Sie nie vergessen warum Sie Ihr Geld genau so angelegt haben. Machen Sie den Test: Wie lautet Ihre aktuelle Investmentphilosophie?

Rentenversicherung als Basis

Investment kann auch unter dem Mantel einer Rentenversicherung gut laufen. Das hat den Vorteil, dass Ihre Gewinne während der Ansparphase keiner Kapitalertragssteuer unterliegen.  In der Rentenphase können Sie dann mit der sehr günstigen Ertragsanteilbesteuerung punkten. Nachteil: Sie sind an die Anlagemodelle der Versicherungsgesellschaft gebunden, aber da gibt es heute schon sehr gute Wege. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kosten im Rahmen bleiben. Und vor allem aber: Sie sollten ein Konzept haben. Denn Konzept geht vor Produkt.

Wie funktioniert ein „normales“ Depot in einer Rentenversicherung?

 Sie haben zumeist eine schwankende Aktienquote, je nach Verlauf Ihrer Anlageform. Relativ kostenintensive Fonds, verursacht durchs Fondsmanagement, sind die Regel. Grund dafür sind oft auch Provisionen, die aus dem Fonds an das Versicherungsunternehmen zurückfließen. Die Kosten allein sind jedoch nicht das Problem, fast jedem Depot fehlt nämlich ein Konzept. Je nach Fondsgattung, gehen die Werte mal rauf oder runter, es werden aber i.d.R. keine Gewinne umgeschichtet. So werden die Fondskosten immer dann zum Problem, wenn der Markt nach unten geht, dann drücken die Fondskosten zusätzlich nach unten.

 Gehts besser? Ja!

 Die Investition in Ihrer Rentenversicherung

Sollte weltweit erfolgen, in unseren Vorschlägen immer in mindestens 8000 Titel – dadurch vermeiden Sie das sogenannte Klumpenrisiko. Also die Häufung von Anlagen in schlechten Märkten.

Das Konzept

Idealerweise sollten Ihr Guthaben jederzeit verfügbar sein, wenig Schwankuhttps://misch-wipprecht.de/strategieportfolio-buche-deine-zukunft/ngen unterliegen und in Geldmarkt, Renten und Aktienfonds mit individueller Aktienquote verteilt sein. Bleiben Sie immer investiert, nehmen Sie regelmäßig Gewinne mit, gewichten Sie alle 3 Monate das Depot aus. Natürlich werden Sie das nicht selbst tun, dafür gibt es automatisierte Werkzeuge.

Fondsauswahl

Am sinnvollsten investieren Sie in prognosefreie Fonds. Das sind Fonds mit sehr geringen Kosten, die auf aktives Fondsmanagent verzichten. Normalweise stehen diese Fonds nur institutionellen Anlegern offen, denn sie haben nur ca. 20 bis 30% der üblichen Kosten. 

Kosten

Ausgabeaufschläge, Performancefee, Transaktionskosten, Kick-Backs an Banken oder Versicherungen sollten nicht anfallen. Ganz ohne Kosten wirds nicht abgehen, denn Ihr Versicherungsmakler und der Vermögensverwalter sind nun mal Kostenpunkte.

 

Ihre Rente – Ihre Rentenversicherung

Lassen Sie uns Ihre Rentensituation prüfen, unterhalten wir uns über eine Lösung für Sie. Das kann auch online erfolgen. Buchen Sie unten direkt Ihren Wunschtermin und los gehts.

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Rente ist völlig überbewertet

Rente ist völlig überbewertet

Gerade junge Menschen hätten noch die Chance der Katastrophe um ihre Rente zu entkommen. Dazu gehört eine Portion Mut und vor allem die Kraft, den Hammer des eigenen Schicksals selbst auf den Amboß zu schlagen. Dummerweise aber wird uns seit fast zwei Jahrzehnten eingetrichtert, wir hätten uns um unsere eigene Zukunft nicht zu kümmern. Fatal, wie man bereits heute sehen kann.

Ende mit Schrecken

Am 16. April schrieb die Neue Zuricher Zeitung: Deutschland erwacht aus der Wohlstandsillusion. Wirklich? Dann dürften in Zukunft die eigenen Bestrebungen nach Altersvorsorge zunehmen. Der Bürger sucht also in seinen Hosentaschen nach dem Zettel auf dem seine Rentenformel notiert ist. Aber die Politik hat ihm längst die Taschen zugenäht. Um die Rente kümmert sich Berlin, wie um alles andere auch.

Bevormundet auch beim Thema Rente

Wir sind es gewohnt, für uns entscheiden zu lassen. Und gerade beim Thema Rente lassen wir uns pampern und hoffen, die Windel hält. Dabei ist die gesetzliche Rente längst nicht mehr „dicht“. Das weiß ja jeder. Und das wäre auch nicht schlimm, wenn man anderweitig investiert wäre. Ist man aber eher selten. In Aktien oder die eigene Immobilie vielleicht.

Das eigene Haus

Deutschland ist Mieterland. Und die Mieten klettern. Wer dem entgehen will muss kaufen oder bauen. Gleiches Spiel, die Preise explodieren. Und nun vergleichen Sie mal die Mietsteigerungen oder die Preisspirale der Immobilien mit den Zahlen auf Ihrem Rentenbescheid. Fällt Ihnen was auf? In vielen Regionen Deutschlands sind Immobilien heute kaum mehr erschwinglich, und kuriose Vorschriften verteuern das Bauen zusätzlich. Wußten Sie, dass die Grunderwerbssteuer in den letzten 20 Jahren verdoppelt wurde? Hat sich der Wert Ihres Sparbuchs in den letzten 20 Jahren verdoppelt?

Es nützt nichts, die Preise zu deckeln. Es nützt ja auch nichts den Klodeckel zu schließen, man muß einfach mal die Spülung betätigen.

Aktien

Wenn Sie Super-Plus tanken müssen um die Maschine schnell über die Autobahn jagen zu können, dann füllen Sie doch auch kein Frittenfett in den Tank! Es gibt genügend (weltweite) Statistiken darüber: Wer mehr Aktien hält, erwirtschaftet ein höheres Vermögen. Doch die Deutschen Sparen in Festgeld, Sparbuch und herkömmlichen Lebensversicherungen. Außerdem wird Aktiensparen durch wirklich lustige Regulierungen und Vorschriften etwa so einfach wie das Lesen einer lateinischen Bibel. Die Deutschen werden mit allen Mitteln davon abgehalten, das Kapitalmarktschiff zu besteigen. Der Staat siehts gerne, denn auf die Art kann er sich entschulden und die Enteignung der Sparer Dritten in die Schuhe schieben: Banken und Versicherungen.

Wer mit einem Finger auf andere zeigt, weist mit dreien auf sich selbst

Gerne zeigt man im Regierungsviertel auf die bösen Lebensversicherer. Natürlich nicht selbst, dafür hat man seine Geheimwaffe, den Verbraucherschutz, der dann über die Lebensversicherer lästern darf. Die Politik selbst würde das nie tun, ist sie ja für die Schieflage der Szene verantwortlich. Denn dass die Garantiezinsen der Lebensversicherer nicht im Keller sind, sondern begraben unter dem Fundament schimmeln, ist keine Entscheidung der Lebensversicherungswirtschaft, sondern eine Vorgabe der Politiker.

Die Sache mit den Überschüssen

Da war noch was. Die Überschüsse sinken und damit die Erträge. Aber auch das ist politisch gewollt. Denn wer in den vergangen Jahrzehnten in Lebensversicherungen angelegt hat, der lieh dem Staat sein Geld. Lebensversicherer sind gezwungen überwiegend in deutschen Staatsanleihen anzulegen. Gezwungen! Hätte man vor vielen Jahren diesen Zwang gelockert, die Lage sähe heute besser aus, für die Versicherungskunden. Für den Staat allerdings weniger, denn er bekommt ja so Ihr Geld für lau.

Schulden über Schulden

Hängen wir also weiter dem Wahn an, alles würde besser und die Zinsen steigen wieder und unsere Rente auch? Können wir einst zurückkehren in unser Auenland und uns in den Liegestuhl fallen lassen? Nö! Denn wenn die Zinsen steigen, muss der Finanzminister für seine Schulden plötzlich tiefer in die Tasche greifen. Und nach Corona sind die Schulden nicht geringer geworden, oder? Es wird bei der schleichenden Enteignung der Sparer bleiben. Und damit wird es auch für die gesetzliche Rente nicht besser.

Rente selbst planen

Darum: Kümmern wir uns um unsere Rente selbst. Je früher um so besser. Investieren wir am Kapitalmarkt, wie die Schweizer zum Beispiel. Vor allem aber PLANEN wir unsere Rente frühzeitig und professionell. Wie das geht, lesen Sie hier.

Alt werden – nichts für Planlose

Alt werden – nichts für Planlose

Alt werden will jeder, arm werden will keiner. Blöd nur, dass genau das auf viele Menschen zukommt. Wie leicht wäre das zu vermeiden, wenn man früh mit der Planung beginnt. Gründe, warum das gerade HEUTE sinnvoll ist.

Alt werden ist nichts für Arme

Nach dem Rentenatlas 2018 der Deutschen Rentenversicherung lag die Durchschnittsrente, nach mindestens 35 Versicherungsjahren, bei 1362 Euro für Männer und 991 Euro für Frauen. Die höchsten Renten werden im Saarland gezahlt, die niedrigsten in Thüringen. Sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?  Achtung Falle!

Der Rentenbescheid

Auf jedem Rentenbescheid steht zu lesen: Die Rente wird durch den Kaufkraftverlust, sprich durch Inflation, real niedriger ausfallen. Glauben Sie wirklich, dass das besser wird? Schauen Sie aus dem Fenster! Draußen laufen die Leute mit Atemschutz durch die Gegend. Corona hat eine weltweite Wirtschaftskrise im Gepäck. Schon heute haben Restaurants ihre Preise anheben müssen um die Verluste aus dem Frühjahr zu verkraften. Lohnnebenkosten müssen steigen bei höherer Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit. Bei 2 Prozent Inflation, und die sind nicht weit hergeholt, werden nach 20 Jahren von 1362 Euro Rente gerade noch 916 Euro übrig sein.

Einnahmen und Ausgaben

1993 gab die Rentenversicherung 159 Milliarden Euro aus, davon 90 Prozent als Rente. 2018 waren das bereits 307 Milliarden Euro. Angesichts der Coronakrise und der immensen Staatsverschuldung die schon vor Corona bestand, wie soll diese Ausgabenpolitik weiter betrieben werden? Immerhin sind schon 2018 Bundeszuschüsse in Höhe von 74 Millarden Euro in die Rentenversicherung geflossen. Einfach weil die Einnahmen durch Beiträge bei weitem nicht ausreichen. Angesichts wahrscheinlich sinkender Einnahmen und immenser Staatsausgaben um die Coronakrise abzufedern, wir wahrscheinlich sind weitere Rentensteigerungen? Wie wahrscheinlich sind Nullrunden oder gar Rentensenkungen?

Mehr alt – weniger jung

Man muß nicht immer dem Heer der Arbeitslosen die Schuld an den leeren Rentenkassen geben. Das die Kasse leerer wird, ist ein ganz natürlicher Vorgang. In ca. 15 Jahren werden die ersten geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen. Auch der Autor. Nach uns wirds dünner. Es wird immer weniger Einzahler geben, weil einfach immer weniger da sein werden.

Die Zinsen sinken

Wers noch nicht wußte: Der Rechnungszins der privaten Versicherungswirtschaft, im Volksmund auch Garantiezins von Lebensversicherungen genannt, wird von der Politik vorgegeben. Und zum Jahreswechsel 2021 soll er mal wieder sinken. Auch bei Fondspolicen spielt dies eine Rolle, denn bei den meisten liegt das Geld während der Rentenphase auf dem Konto des Lebens/Rentenversicherers und wird wie verzinst? Mit dem Garantiezins der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses galt. Tun Sie sich deshalb einen Gefallen und starten Sie noch 2020 mit Ihrer Rentenplanung.

Strafzinsen

Ich tus aufs Sparbuch. Hören wir immer wieder. Aber durch Inflation wird Ihr Geld dort immer weniger. Und nicht nur, dass Sie keine Zinsen bekommen. Die erste Bank hat inzwischen Strafzinsen für Einlagen schon ab 25.000 Euro angekündigt. Sie zahlen also auch noch dafür, dass Ihr Geld amtlich weniger wird. Sie können quasi dem Sinken Ihrer Rente zusehen.

Ihr Plan: Alt werden mit Geld

Konzept vor Produkt heißt die Devise. Wenn Sie langfristig wirklich erfolgreich investieren wollen, tun Sie das mit wissenschaftlichen Ansätzen und geringstmöglichen Kosten. Ganz ohne gehts nicht, immerhin muss auch der Autor etwas für seine Rente tun:) Aber es geht, bei all dem, mehr als Sie für möglich halten. Um eine ordentliche Rentenplanung kommen Sie nicht umhin. Um eine ordentliche Beratung in diesem Sinne kommen wir nicht umhin. Und dann müssen Sie nur noch alt werden, den Plan haben Sie dann ja schon.

Betriebsschließung wegen Corona?

Betriebsschließung wegen Corona?

Ich richte einen Appell an die Führungskräfte der deutschen Versicherungswirtschaft, denn Sie verweigern die Leistung wegen Betriebsschließung, in fast allen Fällen die Leistung.

Im Moment überschütten Sie uns Versicherungsmakler mit Rundmails. Sie preisen die Partnerschaft die Sie Ihren Kunden angedeihen lassen, wenn diese wegen Corona in Not geraten sind. Nur leider eben nur dann nicht, wenn es um die Betriebsschließung geht. (Gehören Sie zu HDI und Signal-Iduna, lesen Sie bitte genüßlich weiter, aber fühlen Sie sich nicht angesprochen).

Meine Betroffenheit

Ich antworte auf Ihre Rundmails als zweifach betroffener Makler. Betroffen zum Einen, weil einer unserer Kunden die von Ihnen angepriesene Partnerschaft gerade genießen darf: Sie zahlen die Schließung seines Fitnessstudios wegen Corona nicht. Betroffen außerdem wegen des, sicher versehentlichen, Hohns Ihrer Worte.

Ich schreibe Hohn, und vielleicht kommt Ihnen da die Galle hoch. Doch da sind Sie in guter Gesellschaft mit Ihren Kunden und uns Maklern. Das, was Sie als Unterstützung wie einen Glorienschein Ihres Unternehmens über die Kundschaft strahlen lassen wollen, ist nichts als die 25-Watt-Birne, die den Notausgang beleuchtet. Not, das ist die Situation vieler Unternehmer heute. Muss ich Sie daran erinnern, dass Versicherungen für Notsituationen abgeschlossen werden? Was Sie anbieten ist nichts als die hauchdünne Schicht Butter auf dem trockenen Brot der Verzweiflung, an dem die Unternehmer in Not gerade würgen. Die Wurst freilich behalten Sie für sich.

Rechnen gegen die Betriebsschließung

Rechnen könnte helfen. Rechnen Sie nicht mit offenen Armen wenn Sie uns Makler wieder wegen Neugeschäft anrufen. Rechnen Sie mit dem guten Gedächtnis Ihrer und unserer Kunden.

Wo wir beim Rechnen sind: Worum bangen Sie eigentlich? Ums Geld? Wie hoch ist denn die Durchdringung an Betriebsschließungsversicherungen am Markt? Auf jedem Dorftümpel schwimmen mehr Enten! Wie lange müßten Sie denn leisten? Mehr als 30 Tage nicht! Worüber reden wir hier? Über die Wurst auf dem Brot? Wir reden über ein klein wenig mehr Butter.

Versicherungsunternehmen führen gerade das große Wort Verantwortung im Munde herum wie ein kleines Mädchen seinen Lolly. Verantwortung wird aber aus zwei Balken gezimmert: Worte und Taten. Wohlgemerkt: Ich schreibe Balken, nicht Leisten!

Vertrauen – oder Betriebsschließung bei Ihnen, auf lange Sicht

Nehmen wir lieber ein anderes Wort: Vertrauen! Wie fänden Sie es, wenn Sie in 30 Tagen das Vertrauen zurückkaufen könnten, dass die Branche in den letzten Jahrzehnten verdientermaßen verzockt hat? Sehen Sie denn nicht, wie billig das zu haben wäre? Nicht für einen Appel und ein Ei, zugegeben, aber für etwas mehr Butter auf dem Brot der in Not gesunkenen Kunden. Kunden, die durch Betriebsschließung um ihre Existenz bangen müssen.

Mein Appell

Ich appelliere an Sie, an Ihre Kollegen, an die Entscheidungsträger: Handeln Sie heute! Leisten Sie bei Betriebsschließungen, auch wenn Ihr Kleingedrucktes anders ausgelegt ist. Erkennen Sie die Chance, und erkennen Sie Ihre Verantwortung. Würden Krankenpfleger mit der Einstellung von Versicherungsunternehmen an die Arbeit gehen, wir alle sollten uns hüten ein Krankenhaus zu betreten. Wenn doch die am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen den Puls der Republik am Schlagen halten, warum können Sie dies dann nicht auch tun?

Von Martin Luther stammt der Satz, er wolle einen Apfelbaum pflanzen, wenn tags darauf die Welt unterginge. Ich habe nichts als den Kern eines Apfels, den ich mit meinen Worten legen kann. Ob er je zur Pflanze wird, zum Baum, zur Frucht, liegt bei Ihnen und Ihren Kollegen.

Hochachtungsvoll, der Rufer in der Wüste

Olaf Misch

Betriebsschließung wegen Corona?

Rente mit 70? Oder lieber noch später?

Im Herbst 2019 schreckte die Bundesbank mit der Empfehlung auf, Rente sollte planmäßig erst mit 70 Jahren bezogen werden. Als Lösungsvorschlag für das umlagefinanzierte System gedacht, wurde die rechnerisch begründete Initiative schnell zum Mordinstrument an körperlich arbeitenden Menschen hochgeschaukelt. Schade, die Idee hätte eine genauere Prüfung verdient. Vielleicht wäre dann klar geworden, welches Loch tatsächlich auf unser aller Rentenkonto gähnt.

 

Die Rente wird nicht reichen

Oder gibts gegenteilige Beweise? Reichen ist immer relativ, gemessen am Lebensstandard den man sich gönnt. Doch allein Mieten und Nebenkosten, Krankenkassenbeiträge und Steuern, Ausgaben für Bus, Bahn und Auto werden wohl nicht sinken. Also brauchen wir alle Geld. Das haben bekanntlich die Phönizier erfunden, leider nur viel zu wenig davon.

 

Mehr arbeiten oder weniger Rente

Die Bundesbank rechnet vor, dass nur 43% des durchschnittlichen Nettoverdienstes als Rente erreicht werden können, wenn die junge Generation bis 70 arbeitet. Das ist doch die eigentliche Botschaft. Zwei wesentliche Möglichkeiten gibt es, um das umlagefinanzierte Rentensystem zu sanieren: Beiträge erhöhen oder länger arbeiten. Halt, drei Möglichkeiten: Rente kürzen. Das ginge auch noch. Vierte Möglichkeit: Millionen zusätzliche Beitragszahler auftreiben (die in Millionen zusätzlichen Jobs arbeiten müssten).

 

Früher einsteigen

Übrigens: Länger arbeiten hieße ggf. auch früher ins Berufsleben einsteigen! Immer mehr akademische Berufe mit sehr langen Ausbildungszeiten stehen immer weniger Ausbildungsberufsgängen gegenüber. Wer erst mit 25 oder später ins Berufsleben startet und Beiträge ins Rentensystem einzahlt, statistisch aber eine Lebenserwartung von weit über 90 Jahren hat, wie soll man dessen Rente mit dem momentanen Modell finanzieren?

 

Zuschüsse ins Rentensystem

Hand aufs Herz: Länger arbeiten ist doch noch immer die wahrscheinlichste aller Varianten. Der Staat könnte mehr Geld in die Rentenkasse zuschießen? 1990 zahlte der Bund 15,2 Mrd. Euro Zuschuß ins Rentensystem. 2018 waren es schon 69,5 Mrd., so die Statistik der Deutschen Rentenversicherung. 2020 werden es wohl über 100 Mrd. sein. In Zahlen: 100.000.000.000 Euro. Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

 

Selbst ist die Frau, selbst ist der Mann

Wenn du Hilfe suchst, schau an den Ende deiner Arme! Wer will sein Leben nicht genießen, wenn die lästige Pflicht zur Arbeit entfallen ist? Natürlich benötigt man dafür Geld! Und am besten welches, über das man frei verfügen kann. Da, wie oben beschrieben, vom System gesetzliche Rente nicht viel zu erhoffen ist, bleibt nur die Eigenvorsorge. Betriebsrenten sind noch immer eine seltene Form der Altersvorsorge. In unseren Nachbarländern sieht das anders aus. Und wer privat vorsorgt, sollte dies mit einem vernünftigen Konzept, geringen Kosten und viel Zeit tun, also sehr früh beginnen mit wenig Aufwand. Wie das geht, sehen Sie in diesem Video . Oder sprechen Sie uns an!

 

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Selbständige in die Rentenversicherung

Selbständige in die Rentenversicherung

Seit längerem ist klar: Selbständige werden zwangsweise in die deutsche Rentenversicherung einzahlen müssen, oder ggf. privat vorsorgen. Das ist auch richtig so!

Warum, lesen Sie zum Beispiel hier.

Regelung für Selbständige im Koalitionsvertrag

Auszug aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung vom März 2018: »Um den sozialen Schutz von Selbständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen einführen, die nicht bereits anderweitig obligatorisch (z.B. in berufsständischen Versorgungswerken) abgesichert sind. Grundsätzlich sollen Selbständige zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und – als Opt-Out-Lösung – anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten wählen können. Wobei diese insolvenz- und pfändungssicher sein und in der Regel zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen müssen.«

Ausschüsse tagen

Hierzu tagt der Ausschuss des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit Experten, Verbänden und unterschiedlichen Interessenvertretungen auf Arbeitsebene über eine mögliche Ausprägung der Versicherungspflicht. Thematisiert wird dabei auch die Ausgestaltung einer Befreiungsversicherung im Rahmen der privaten Vorsorge. Derzeit liegt allerdings noch kein Gesetzentwurf vor und damit auch noch keine gesicherte Kenntnislage. Offensichtlich ist, dass eine Basisrente als private Alternative zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) die im Koalitionsvertrag geforderten Produktkriterien am ehesten erfüllt. Folgende Punkte sind hinsichtlich einer »Befreiungsversicherung« derzeit unter anderem in der Diskussion:

Personenkreis Selbständige

Sind nur »Neu-Selbständige« von der Versicherungspflicht betroffen oder auch der Bestand, also diejenigen, die am Stichtag bereits einer selbständigen Tätigkeit nachgegangen sind?

Vertragsgestaltung

Beitragshöhe entsprechend der Regelbeitragszahlung Selbständiger zur GRV – Hälftiger Regelbeitrag: 2019 monatlich 289,70 €

Regelbeitrag

2019 monatlich 579,39 € – Wahlmöglichkeit zur einkommensbezogenen Beitragsleistung zwischen Mindest- und Höchstbeitrag – Geringfügigkeitsgrenze: 450 € im Monat / Beitragsleistung 83,70 € im Monat – Beitragsbemessungsgrenze: 6.700 € im Monat / Beitragsleistung 1.246,20 € im Monat

Erwerbsminderungsrente

Obligatorischer Einschluss einer Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) ohne Gesundheitsprüfung. Ob eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) als Alternative anerkannt wird, ist unklar. Die Höhe der obligatorischen Erwerbsminderungsrente soll sich an der Höhe der Grundsicherung orientieren.

Stichtag für Selbständige

Politisch hat die Thematik der Grundrente wohl Vorrang vor der Einführung der Versicherungspflicht für Selbständige. Ist die Grundrente beschlossen, könnte es mit der Einführung schnell gehen.

Basisrente könnte zur Befreiung für Selbständige führen!

Handlungsempfehlung für Selbständige

Derzeit sind die konkreten Anforderungen an eine Vertragsgestaltung, die als Alternative zur gesetzlichen Rentenversicherung angesehen wird und zur Befreiung führt, völlig unklar. Einzig die Basisrente scheint als Vertragsart klar. Bei früheren »Befreiungsaktionen« hat es sich als Vorteil erwiesen, wenn eine entsprechende alternative Private Vorsorge am Stichtag bereits vorhanden war. Ob und inwieweit eine nachträgliche Anpassung eines Basisrentenvertrages an die Befreiungsvoraussetzungen möglich ist, wird von den ggf. notwendigen risikoerhöhenden Komponenten, wie z. B. dem Einschluss einer obligatorischen Erwerbsminderungsrente, abhängig sein.
Quelle: Alte-Leipziger Lebensversicherung


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