Ich weiß, auch Sie stehen jeden Morgen auf und haben aktuell Ihre ganz eigenen Sorgen mit dem Coronavirus und dessen Folgeerscheinungen. Mit absoluter Gewissheit trifft dies auf uns alle zu. Trotzdem gibt es einen Grund, sich gegen Berufsunfähigkeit zu versichern, angesichts der aktuellen Lage.

Coronavirus und Lungenkapazität

Wer das FAZ-Interview mit Hendrik Streeck gelesen hat, ist vielleicht verhalten optimistisch was eine Infektion angeht. Trotzdem: Infektion bleibt Infektion. Wie Sie wissen, wird in Anträgen auf Berufsunfähigkeitsversicherungen der Gesundheitszustand abgefragt, und die Behandlungen und Erkrankungen der letzten Jahre. Wer nun mit dem Coronavirus infiziert war, der muss dies im Antrag nennen.

Einschränkung der Lungenfunktion durch Coronavirus möglich?

Es gibt Berichte darüber, dass Ärzte der Hong Kong Hospital Authority herausgefunden hätten, manche geheilte Coronapatienten wären trotz Heilung in der Lungenkapazität eingeschränkt. Dies träfe nur auf wenige Fälle zu, die Lungenkapaziät ließe sich durch Herz-Kreislauf-Training wieder steigern…. Alles hätte, wenn und aber. Noch dazu muss man heute jede Nachricht aufs genaueste auf den Wahrheitsgehalt checken.

Versicherer sind nur Statistiker

Trotzdem ist genau dies der Grund für einen raschen Abschluß einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn Versicherer sind nur Statistiker, die über die Versichertengemeinschaft hinweg errechnen müssen, wie hoch das Risiko einer Erkrankung und deren Folgen ist. Schwierig ist das immer dann, wenn keine genauen Zahlen vorliegen auf denen Langfristanalysen möglich sind. Deshalb könnte es sein, dass Anträge von Betroffenen durch Coronavirus, selbst nach Heilung, nur mit Ausschluss von Lungenerkrankungen angenommen werden. Oder das es gar zur Ablehnung kommt. Betonen will ich jedoch an dieser Stelle unbedingt: Dies ist meine eigene Einschätzung und keine Aussage eines Versicherers.

Die bösen Versicherer

Bevor nun wieder Stimmen aufkommen, man könne sich auf die Versicherer wieder einmal nicht verlassen. Deren Rosinenpickerei eröffne eh nur Gesunden die Chance auf Absicherung usw.. Bevor diese Gedanken aufkommen vielleicht zwei Argumente dagegen:

Handeln im Sinne der Gemeinschaft

Versicherer sind, auch wenns immer anders dargestellt wird, Solidargemeinschaften. Aktuare schätzen die Risiken unter der Prämisse ein, dass der Versicherer stabil genug bleiben muss um Ansprüche seiner vorhandenen „Kunden“ zu erfüllen. Das Einkaufen von Risiken könnte die Leistung gefährden, die der Versicherer seinen aktuellen Kunden versprochen hat.

Wer will den ersten Stein werfen?

Hand aufs Herz: Wenn absurde Situationen drohen, wer schaltet da nicht auf Sicherheit, wenn nicht gar auf Panik? Wer hat nicht, angesichts leerer Supermarktregale mehr eingekauft als er eigentlich wollte? Ich nehme mich bewußt davon nicht aus, im Gegenteil! Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Versicherer könnten, die Betonung liegt auf KÖNNTEN, zur Vorsicht gezwungen sein. Sie selbst könnten vorsichtshalber handeln. Sollte also das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung irgendwie auf der Agenda stehen, handeln Sie besser jetzt als später.