Investment kann auch einfach sein

„Je einfacher eine Konstruktion ist, desto genialer ist sie. Kompliziert bauen kann jeder.“ Sergei Koroljow, sowjetischer Raketenkonstrukteur

Koroljows Sojus-Raketen werden in weiterentwickelter Form noch heute genutzt. Man kann also schwierige Dinge durchaus „einfach“ machen, wenn man will. Warum ist das am Kapitalmarkt so schwer? Weil mit bunten Prospekten und phantasievollen Produktnamen allein Ihre Rente nicht besser wird. Investment sollte so einfach sein, dass Sie nie vergessen warum Sie Ihr Geld genau so angelegt haben.

Drei Konten sollt ihr sein

Anlageaufteilung auf drei gedachte Konten

Stellen Sie sich vor, Sie verteilen Ihre Investition auf drei „gedachte“ Konten wie oben zu sehen.  Sie wählen nun eine Aufteilung Ihres Anlagebetrages oder Ihrer Sparrate zwischen diesen drei gedachten Konten. Und dann geschieht das: Ihre Anlagen entwickeln sich unterschiedlich, was völlig normal ist. Das sieht dann so aus:

Ihre Anlagen ändern sich

Was geschieht nun mit den Gewinnen des aufgeblähten Kontos? Immerhin könnten die bald schon wieder verschwunden sein. Also schichten Sie die Gewinne um.

Gewinne sichern

Wann und wie umschichten? Und was?

Bis hierher ist das alles nichts Neues, das macht jeder Fondsmanager. Richtig! Nur: Wenn umgeschichtet wird, WAS wird dann entnommen? Sagen wir, Ihr „Langfristkonto“ ist ein Aktienfonds mit 80 Einzeltiteln. Welche dieser Titel verkaufen Sie oder der Fondsmanager?  Sie oder er müssten abwägen, was in Zukunft besser laufen wird. Sie müssen also Ihre Kristallkugel befragen, raten oder sich vom Fachwissen des Fondsmanagers leiten lassen. Sicher erinnern Sie sich noch an unsere Grafik aus Teil 2:

No risk no fun? Auf wessen Kosten? Auf Ihre?

 

„Die Rente ist sicher…“ und Ihr Depot? Bitte etwas komplizierter!

Die entscheidende Frage ist also: WAS ist der Inhalt Ihrer gedachten drei Konten, also der Inhalt Ihres Depots? Wie haben Sie diesen Inhalt ausgewählt? Nach Regionen (Europa, Asien, Amerika..)? Oder nach Branchen (Finanzwerte, grünes Investment, Automobilindustrie…)? Wer hat entschieden, was gut für Sie ist? Und wer entscheidet, wann was davon nicht mehr gut ist und verkauft werden soll? Nach welchem System geschieht das? Vielleicht so wie in der obigen Grafik? Ist das nicht alles ein wenig zu kompliziert?

Machen wir es einfacher! Bauen wir sozusagen die Sojus-Rakete unter den Anlagestrategien:Wie wäre es, wenn man all die roten Abwärtspfeile umgehen könnte und Ihre Depot, Ihre gedachten drei Konten, einfach die grüne Linie abbilden ließe, also den Durchschnitt des Kapitalmarktes?

Ihre Anlage als Durchschnitt des gesamten Kapitalmarktes. Geht das?

Wie das geht, steht im nächsten Artikel.

Anmerkung: Der Text stellt KEINE Anlageberatung dar sondern ist eine stark vereinfachte Darstellung des Themas Kapitalmarkt.