Jahresendspurt für alle

Jahresendspurt für alle

Jetzt aber schnell: Was Sie bis zum Jahresende noch erledigen sollten

Langsam aber sicher geht das Jahr 2018 in den Endspurt. Damit es nicht hektisch wird, sollten Sie jetzt einige Dinge in Angriff nehmen. Der Jahresendspurt steht an!

Jahresendspurt für Versicherungen und Steuern

  • Haben Sie Einkünfte aus Kapitalvermögen? Erteilen Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag für Erträge oder teilen Sie den Betrag von 801 Euro jährlich (Ehepaare 1.602 Euro) bei Bedarf auf mehrere Geldinstitute auf.
  • Sie riestern noch ohne Dauerzulagenantrag? Zulagen für das Jahr 2016 müssen Sie bis zum 31.12.2018 beantragt haben.
  • Hohe Zusatzbeiträge bei der Krankenkasse? Wir beraten Sie, ob sich ein Wechsel oder der Umstieg zur Privaten Krankenversicherung lohnt.
  • Helfer im Haus? Für „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wie Malerarbeiten, Klempner oder Gartenpflege können 20 Prozent der Lohnkosten steuerlich geltend gemacht werden, höchstens 4.000 Euro, wenn die Rechnung über ein Konto bezahlt wurde.
  • Noch immer zu viel Steuern? Beiträge für eine private Basisrente senken die persönliche Steuerlast, ebenso wie Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung.
  • Steuern zum Dritten: Spenden Sie für einen guten Zweck. Auch eine gute Tat spart Steuern.

Das Alter rückt näher

Wieder ein Jahr rum und nichts getan? Schieben Sie die Regelung Ihrer Rente nicht auf die lange Bank. Mit wenig Aufwand schaffen Sie über lange Zeiträume ein Vermögen!

Timur und sein Trupp

Timur und sein Trupp

Olle Kamellen? Von wegen! Ausgebildete Ossis wissen, wer mit dem Titel oben gemeint ist. Alle Anderen könnten sich das Buch beschaffen, es kann nicht schaden. Mit Vollgas ins Rentenloch, ohne Airbag 🙂

Ist die Rente noch zu retten?

Jeder weiß es, alle meckern, niemand schert sich drum. Altersarmut wird die neue Seuche sein, mathematisch beweisbar. Von der Politik können wir keine Hilfe erwarten. Die sind so mit sich selbst beschäftigt, dass sie höchstens Dinge wie die Datenschutzgrundverordnung ausscheiden, mehr kommt da nicht.

Jeder zahlt für sich allein?

Und um es nochmal deutlich zu sagen: NIEMAND zahlt Beiträge in die Rentenkasse für sich selbst sein. Was heute in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt wird, landet sofort auf dem Konto der Rentner von heute! Und das mit nahezu  100 Millarden Zuschuß vom Bund! Wer hofft auf Besserung? Immer weniger Kinder, das heißt weniger Beitragszahler, und der massive Ausbau der „schlecht“ bezahlten Stellen in Teilzeit und Minijob, werden der Rente den Garaus machen. Wenn die Digitalisierung durchgreift, wird das zu weiteren Stellenverlusten führen. Fragt sich, wer die Rente der Rentner von morgen noch aufbringen soll?

Alles wird billiger, gut für die Rente?

Mehr noch: Offiziell steigen die Preise in Deutschland so langsam wie nie. Doch gilt das auch für Lebensmittel und Dienstleistungen? Eben nicht! Rentner sind besonders betroffen von Leistungskürzungen der Krankenkassen und Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln!  Spiel mir das Lied vom Brot!

Timur

Foto: by_Marvin Siefke_pixelio.de

Timur und sein Trupp wieder aktuell?

„Timur und sein Trupp“ ist der Titel eines Kinderbuches des russisch/sowjetischen Autors Arkadi Gaidar. Es erschien 1940, wurde sofort verfilmt und gehörte in der DDR zur Pflichtlektüre in der Schule. Nicht, dass das Buch unbedingt schlecht war! Es handelt von einer Gruppe Kinder, die sich armer Leute annehmen, zumeist Angehöriger von an der Front kämpfenden Rotarmisten. Timur und sein Trupp helfen alten und armen Rentnern. Da werden Zäune repariert, Kohlen geschleppt, Lebensmittel beschafft…

In der DDR wurde versucht, daraus eine Massenbewegung zu konstruieren. Leider jedoch bekamen wir alle unsere tägliche Ration Sowjetsoldaten vorgesetzt und hatten ohnehin genug von denen. Das Buch und die Idee empfanden wir als Lügenproganda. Die „Timurhilfe“ verkam zu lästiger und belächelter Pflicht.

Schicksal ist, was man draus macht

Dabei weiß jeder, dass man sein Schicksal selbst in die Hand nehmen könnte. Mit einem guten Konzept, in jungen Jahren mit wenig Aufwand gespart, läßt sich das Rentenproblem später belächeln. Nur glauben wir da alle, dass wir so alt ohnehin nicht werden. Doch wer denkt, er könne mit 50 noch beginnen sich um sein Auskommen ab 67 zu bemühen, der wird am Ende in der Warteschlange der Grundsicherungsstelle stehen oder eine Putzstelle suchen. Oder er hat Glück und Timur und sein Trupp tauchen aus der Versenkung auf.

Rentenversicherungspflicht für Selbständige ab 2020?

Rentenversicherungspflicht für Selbständige ab 2020?

Laut Koalitionsvertrag sollen Selbständige verpflichtend in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen müssen. Im Moment sieht der Koalitionsvertrag noch vor, Selbständige mit ausreichend „anderer geeigneter“ Vorsorge von der Rentenversicherungspflicht auszunehmen. Was heißt das nun? Und wie reagieren wir Selbständige darauf?

 

Die Basisrente macht das Rennen

Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, wird nahezu jeder Selbständige zusätzlichen Aufwand für seine Rente einplanen müssen. Nahezu, denn vom Gesetzgeber anerkannt werden wohl nur Vorsorgen, deren Guthaben erst bei Rentenbeginn und nur als Rente abrufbar sein werden. Wer eine solche Basis- oder Rüruprentenversicherung hat, könnte um die Rentenversicherungspflicht herumkommen, in die gesetzliche Rente einzahlen zu müssen. Entscheidend wird jedoch sein, wie der Gesetzgeber mit dem Thema Garantien umgehen wird.

 

Was steht nun genau im Koalitionsvertrag?

„Um den sozialen Schutz von Selbstständigen zu verbessern, wollen wir eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen einführen, die nicht bereits anderweitig obligatorisch (z. B. in berufsständischen Versorgungswerken) abgesichert sind. Grundsätzlich sollen Selbstständige zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und – als Opt-out-Lösung – anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten wählen können. Wobei diese insolvenz- und pfändungssicher sein und in der Regel zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen müssen…“

 

Rentenversicherungspflicht unter Garantie?

Das ist nun alles wieder so schwammig wie wir es vom Gesetzgeber gewohnt sind. Wie „sicher“ soll die Rentenhöhe über Grundsicherungsniveau sein? Muss die eigene Basisrente, so man denn eine hat, mit einer Garantie ausgestattet sein? Zählt die Garantierente, nicht die Gesamtrente inkl. Überschüssen? In dem Fall dürfte die Vorsorge schwierig werden, denn bei den heutigen Garantiezinsen braucht es rund 25 Jahre und 900 Euro Monatsbeitrag, um diesen Wert zu erreichen. Für Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH könnte unter Umständen auch eine betriebliche Altersversorgung anerkannt werden. Doch auch hier gilt: Garantien fressen die Renditen auf, und dann wirds schwierig, die Vorgaben der Koalition zu erreichen.

 

Kopf in den Sand und abwarten

Natürlich verstärkt diese Ungewissheit den aktuellen Trend in der Altersvorsorge: Wer nichts tut, macht auch keine Fehler. Fragt sich nur, was das bringt. Denn eines ist sicher: Das Alter wird kommen. Die Alternative dazu, nämlich gar nicht erst alt zu werden, wünscht sich auch niemand. Selbständige sollten deshalb frühzeitig an später denken. Die Zeit arbeitet für sie, oder gegen Sie. Das Einzige was geschehen kann, wenn Sie zu früh sparen: Sie haben im Alter zu viel Geld. Und Hand aufs Herz (schauen Sie sich mal um), Sie wären der Erste. Und doch, wenn Sie etwas tun, achten Sie drauf: Konzept geht vor Produkt!

Zinsen und Zinseszinsen

Zinsen und Zinseszinsen

Es heißt ja: Die Zeit rennt. Wer Geld vermehren will sollte das nutzen. Wer bei einem Wettlauf startet läuft ja auch sofort los. Niemand käme auf den Gedanken zunächst abzuwarten und stehen zu bleiben. In der Vorsorgeplanung ist aber genau das Mode. Fatal! Wir sollten auf Zinsen und Zinseszinsen setzen.

Wettlauf mit der Zeit?

Wenn die Zeit schon rennt, dann sollte sie für uns rennen, und nicht gegen uns. Das heißt: Wer früh beginnt, kann auch mit kleinen Beträgen groß rauskommen. Das die gesetzliche Rente kaum ausreicht dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben.

Älter und schlauer?

Starte ich mit 20 Jahren und spare einen monatlichen Betrag von 100 Euro, dann kommen in 50 Jahren 60.000 Euro zusammen, OHNE Zins und Zinseszins. Erwirtschaftet mein Geld jedoch 4 Prozent Rendite, werden durch Zins und Zinseszins daraus ganze 186.500 Euro. Eigenaufwand 60.000, Ertrag 126.500 Euro.

Zinsen verschenkt

Ich warte 10 Jahre ab und starte erst mit 30, denn mit 20 hatte ich keine 100 Euro im Monat übrig. Will ich nun, bei gleicher Verzinsung, auf das Ergebnis von 186.500 Euro kommen, muss ich bei den verbleibenden 40 Jahren Spardauer monatlich 160 Euro aufwenden. Mein Eigenaufwand steigt auf 76.800 Euro, das sind 16.500 Euro mehr als im ersten Beispiel. Ich habe 10 Jahre weniger eingezahlt aber einen weit höheren Einsatz zu bringen. Die Zeit ist mit meinem Geld davon gerannt, vor allem aber mit meinem Zins und Zinseszins.

Run off der Altersvorsorge

Ich beginne erst mit 40, weil 160 Euro im Alter von 30 Jahren gerade nicht machbar waren. Mir bleiben 30 Jahre zum Sparen. Rund 272 Euro im Monat kostet mich das jetzt. Das macht einen Eigenaufwand von 97.920 Euro, sage und schreibe 37.920 Euro mehr als ich hätte aufwenden müssen, wäre ich im Alter von 20 Jahren gestartet.

Zinsen und Zinseszins unnötig

Oft höre ich Argumente wie: Ich brauche später nicht mehr so viel Geld, meine Ansprüche sinken. Oder: So alt werde ich nicht. Die Frage ist nur: Und wenn doch? Als Pensionäre sind wir die selben Menschen wir heute auch, nur mit 365 Tagen Freizeit im Jahr und einigen Enkelkindern im Schlepptau.

Gorbatschows Spruch, wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit, gilt ganz besonders für die Altersvorsorge. Wir sollten mit der Zeit gehen, oder besser: Wir sollten die Zeit für uns rennen lassen. Das kann sie nämlich, und das sollten wir schamlos ausnutzen. Unsere Enkelkinder werden es uns danken.

Rendite? F……! Warum nie bei mir? Rente Teil 2

Rendite? F……! Warum nie bei mir? Rente Teil 2

Angelegt und nichts gewonnen? Willkommen im Club! Warum? Wegen dem Mann mit der Kristallkugel! Es geht um Ihre Rente!

Anlegen am Kapitalmarkt? Warum das Sinn macht, haben wir in Teil 1 beschrieben.

Die Sparzinsen dümpeln bei Null herum, vereinzelt nehmen Banken bereits Verwahrgebühren. Allenthalben werden Sie ermahnt am Kapitalmarkt zu investieren. Blöd nur, wenn das schief geht. Tolle Prospekte bringen nichts, denn meist fehlt ein Konzept. Es geht um Ihre Rente!

Auch gesetzlich Rente ohne Konzept

Auch die Deutschen Rentenversicherung funktioniert nur, wenn genügend Kinder geboren werden. Das aber ist nicht der Fall. Deshalb „lebt“ die gesetzliche Rente weitestgehend von Steuerzuschüssen. Versorgungswerke stehen übrigens nicht viel besser da, sie müssen sogar ohne Steuerzuschüsse auskommen. Aus dem doppelten Dilemma Nullzins und Rentenmisere könnte also ein dreifaches Dilemma werden, wenn man am Kapitalmarkt daneben greift. Was tun?

Was ist der Kapitalmarkt?

Stellen wir uns den gesamten Kapitalmarkt als Dreieck vor, wie in der Abbildung über diesem Absatz. Alle Anlageformen des Kapitalmarktes sind darin enthalten. Aktien, Renten, Anleihen usw..

Rente

Den Kapitalmarkt gibt es schon sehr lange. Wollen wir davon ausgehen, dass es den Kapitalmarkt auch in Zukunft noch geben wird? Wenn Sie nun Ihr Kapital einmal quer über den gesamten Kapitalmarkt streuen würden, dann erarbeitet das Geld im Verlauf von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 10%. Darüber gibt es genügend Statistiken. Warum aber bekommen Sie diese 10% nicht, sondern meist viel weniger?

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der klugste Anleger im Land?

Hier kommt die Glaskugel ins Spiel. Sie kennen das: Da sitzt ein Berater der weiß, welche Anlagen in Zukunft gut laufen werden. Das Wissen dazu holt sich aus der Vergangenheit. Stellen wir uns das so vor: Wir steigen ins Auto und schauen in den Rückspiegel. Alles frei!  Vollgas! Kann das gut gehen? Wer kann schon in die Zukunft schauen? Die Fonds selbst werden von Fondsmanagern verwaltet. Das Fondsmanagement wird dafür bezahlt besser zu sein als der Marktdurchschnitt. Und es handelt dabei oft genau so wie eben beschrieben.

No risk, no fun? Mit der Rente?

Wer besser sein will als der Markt, muss Risiken eingehen. Das Fondsmanagement tut dies, und am Ende fallen den Anlegern diese Risiken oft genug auf die Füße. Neben diesen Verlusten, drücken auch die Kosten des Fondsmanagements auf die Rendite. Oft werden noch Banken und Vermittler entlohnt, manchmal bekommt der Fondsmanager eine Prämie für besonders gute Leistungen. Selbst bei Verlusten kann eine solche Prämie gezahlt werden, wenn der Fonds weniger Verluste erleidet als der Marktdurchschnitt. Zu guter Letzt fehlt vielen Anlagen ein Konzept, d.h. Gewinne werden nicht gesichert. So bleiben Ihnen am Ende von den durchschnittlichen 10% wie viel?

Solange die Märkte gut laufen, alles kein Problem. Aber bei Verlusten wie in den letzten Wochen, drücken die Kosten die Anlage zusätzlich nach unten. Wie ein Konzept aussieht, steht dann in Teil 3.

Anmerkung: Der Text stellt KEINE Anlageberatung dar sondern ist eine stark vereinfachte Darstellung des Themas Kapitalmarkt.

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH