Nachbarn im Rechtsstreit

Nachbarn im Rechtsstreit

Mathias und Katrin H. wohnen und leben sehr idyllisch an einem Hang mit einem tollen Ausblick. Alles wäre sehr schön, wenn nicht in letzter Zeit Probleme mit den Nachbarn aufgetreten wären. Die Nachbarin Gabriele B. besitzt unterhalb des Ehepaars H. ihr Grundstück und dieses ist über einen nur 1m breiten Fußweg zugänglich. Dieser Fußweg verläuft über das Grundstück des Ehepaars H. Hierzu ist auch schon lange ein Wegerecht auf dem Grundstück der H.s eingeräumt. Wenn Gabriele B. ab und an sperrige Gegenstände zu ihrem Haus transportieren muss, haben ihr das Ehepaar H. immer erlaubt, über den Weg und die angrenzende Gartenwiese mit dem Auto zu fahren.

 

Nachbarn kann man sich oft nicht aussuchen

Nun ist Gabriele B. aber im Zuge von Sanierungsarbeiten an ihrem Haus auf die Idee gekommen, dass man den Fußweg ausbauen könnte, so dass sie eine ordentliche Zufahrt zu ihrem Grundstück hätte. Das wäre für sie viel bequemer! Nachdem die H.s aber ihr Eigentum nicht dauerhaft in dieser Weise einschränken wollen, bekamen sie einen Brief von Gabriele B.s Anwalt. Darin schreibt der Anwalt, dass Gabriele B. ein sogenanntes Inselgrundstück besitzt und ihr deswegen ein Notwegerecht zusteht. Außerdem seien umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Haus von Gabriele B. notwendig und die erheblichen Mengen Material und Maschinen können nicht zu Fuß zum Haus transportiert werden. Aus diesen Gründen müsste das Ehepaar H. dem Ausbau des Fußweges zu einer Fahrbahn akzeptieren.

 

Dem Nachbarn entgegenkommen?

Mathias H. ist empört über Gabriele B.s Forderung. Zuerst kommt er der Nachbarin entgegen und toleriert die teilweise Nutzung seiner Gartenwiese mit einem Fahrzeug und nun beansprucht sie noch mehr Rechte. Er schaltet nach einem Telefonat mit seiner Rechtsschutzversicherung der KS/AUXILIA ebenfalls einen Anwalt ein. Dieser wendet bei seinem Schriftwechsel an die gegnerische Partei ein, dass die Sanierung eine einmalige und keine dauerhafte Angelegenheit sei. Zudem weist H.s Anwalt darauf hin, dass die Bequemlichkeit von Gabriele B. nicht ein Notwegerecht rechtfertigen könne. Gabriele B. lässt daraufhin durch ihren Anwalt Klage erheben.

Nachbarn

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Klage oder nicht?

Bei einem Ortstermin verschafft sich der Richter einen eigenen Eindruck von der Situation. Daraufhin weist er die Klage ab. In seinem Urteil wägt er das berechtigte Interesse Gabriele B.s an einer breiteren Zufahrt zu ihrem Grundstück mit dem Eingriff in das Eigentum des Ehepaars H. ab. Die einmaligen und zeitlich begrenzten Sanierungsmaßnahmen und schon gar nicht die Bequemlichkeit könne einen dauerhaften Eingriff in das Eigentum der Gegenpartei rechtfertigen. Ein Notwegerecht, auf das sich der Anspruch von Gabriele B stützt, besteht demnach nicht.

 

Kosten durch Streit mit Nachbarn

Bevor das Ehepaar H. richtig jubeln kann, legt Gabriele B. Berufung gegen das Urteil ein. Doch auch in der zweiten Instanz wird die Klage abgewiesen. Das Ehepaar H. kann endlich aufatmen – dank ihrer Rechtsschutzversicherung mussten diese noch nicht einmal die Kosten vorstrecken! Die Kosten des Rechtsstreits in Höhe von über 25.000,- € muss nun Gabriele B. tragen.
Der Fall ist über die Leistungsart Gebäude-, Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutz im Rechtsschutz für Eigentümer von Gebäuden, Wohnungen und Grundstücken versicherbar.
Quelle: KS-Auxilia

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Jahresende und Versicherungstipps

Jahresende und Versicherungstipps

Auch der heißeste Sommer geht mal zu Ende. Und schneller als gedacht kommt das Jahresende. Was Sie bis dahin noch erledigen sollten!

 

Rechnungen sammeln zum Jahresende

Für „haushaltsnahe Dienstleistungen“ wie Malerarbeiten, Klempner oder Gartenpflege können Sie 20 Prozent der Lohnkosten (max. 4.000 Euro) steuerlich geltend machen. Das gilt zum Beispiel auch für privat veranlasste Umzüge.

 

Zum Zahnarzt gehen

Gesetzlich Versicherte sammeln Gutschriften für das Bonusheft. Checken Sie, ob Sie ihre nötigen Zahnarztbesuche für 2019 schon voll haben.

 

Freistellungsauftrag erteilen

Sie können den Freibetrag für Erträge aus Kapitalvermögen (801 Euro, Ehepaare 1.602 Euro im Jahr) bei Bedarf auch auf mehrere Geldinstitute verteilen. Je nach Zinsertrag lohnt es sich, diese zum Jahresende auch mal zu überprüfen.

 

Versorgung prüfen

Reicht die spätere Rente? Beiträge zur Basisrente und zur betrieblichen Altersversorgung helfen zudem, die persönliche Steuerlast zu senken. Und in den meisten Fällen ist es tatsächlich so: Die Höhe der späteren Rente wird haltlos überschätzt!

 

Riesterzulagen sichern

Riestern Sie? So mies wie Riester in der Presse gemacht wird, ist er gar nicht. Zumindest dann nicht, wenn man den richtigen (kostenarmen) Vertrag hat. Wenn Sie keinen Dauerzulagenantrag eingerichtet haben, müssen Sie jetzt die Zulagen für 2017 beantragen.

 

Rürup Nachzahlungen für Selbständige

Haben Sie einen Rürup-Vertrag? Ggf. lohnt sich eine Zuzahlung für Sie? Prüfen Sie, ob Sie die Höchstbeiträge ausgeschöpft haben und ob die Zuzahlung Ihnen steuerlich nutzen würde. Denken Sie daran, dass die Rüruprente i.d.R. nur an Ehegatten und kindergeldberechtigte Kinder vererbbar ist, wenn Sie versterben!

Foto: ©-treter-by-Fotolia.com

Last-Minute-Anschaffungen für Arbeitnehmer

Haben Ihre Werbungskosten den Pauschalbetrag von 1.000 Euro bereits erreicht, rechnen sich evtl. weitere Ausgaben, z. B. für Arbeitsmittel oder Fortbildung.

 

Last-Minute-Anschaffungen für Unternehmer und Freiberufler

Wenn es ein gutes Jahr war, können Sie die Steuernachzahlung 2019 mit vorgezogenen Anschaffungen ein wenig abmildern. Das senkt zudem Steuervorauszahlungen.

 

An Andere denken und spenden

Daran beteiligt sich oft auch das Finanzamt.


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Kosten durch Hagelschaden

Kosten durch Hagelschaden

Markus J. hat mit seiner Frau vor ein paar Jahren ein Einfamilienhaus gekauft. Die Familie mit den zwei Kindern ist dort sehr glücklich und heimisch geworden. Doch dann ziehen im wahrsten Sinne des Wortes dunkle Wolken am Horizont auf – ein Sturm kommt und mit ihm fast tennisballgroße Hagelkörner. Die Familie rettet sich gerade noch in das untere Stockwerk. Das Dach und das Dachgeschoss werden jedoch schwer getroffen und erheblich beschädigt. Überall Löcher und Wasser. Selbst die unteren Etagen hat das Regenwasser erreicht. Kosten über Kosten.

Kosten kommen von oben

Die Familie versucht, das im Haus stehende Wasser notdürftig aufzuwischen und wegzuschütten. Am nächsten Tag meldet Markus J. bei seiner Wohngebäudeversicherung den Schaden. Diese schickt einen Gutachter, der die Kosten auf ca. 40.000,- € schätzt. Markus J. beauftragt, nach Rücksprache mit der Wohngebäudeversicherung, die Handwerker. Am Ende der Arbeiten summieren sich die Rechnungen auf insgesamt fast 120.000,- €.

Kürzen macht keinen Spaß

Die Wohngebäudeversicherung kürzt die Rechnungen jedoch auf 50.000,- €. Der Rest wäre, laut Versicherer, eine Art „Luxussanierung“ und von Markus J. selber zu bezahlen. Der Gutachter sei schließlich auch von weit geringeren Kosten ausgegangen. Markus J. glaubt, er liest nicht richtig. Allein die Wiederherstellung des Daches hat ja schon mehr als 40.000,- € gekostet! Er ruft bei seiner Rechtsschutzversicherung AUXILIA an und fragt, was er angesichts dieses ablehnenden Schreibens seiner Wohngebäudeversicherung tun solle. Markus J. wird vom Rechts-Service ein Fachanwalt empfohlen. Dieser mahnt die weitere Kostenübernahme bei der Wohngebäudeversicherung an. Da die Wohngebäudeversicherung jedoch bei ihrem Standpunkt bleibt, muss Klage erhoben werden.

Kosten

Foto: Josef Türk jun._pixelio.de

Sachverstand kommt von Verstehen

Der vom Gericht hinzugezogene Sachverständige kommt zu dem Ergebniss, dass ca. 80.000,- € angemessen sind. Der Rechtsanwalt von Markus J. beantragt die Anhörung des Sachverständigen zu bestimmten Fragen. Obwohl sich der Sachverständige in einige Widersprüche verheddert, gibt das Gericht der Klage nur in Höhe von 80.000,- € statt. Der Rechtsanwalt legt für Markus J. Berufung gegen das Urteil ein. Im Berufungsverfahren kommt ein neuer Sachverständiger zu dem Ergebnis, dass die Gesamtkosten richtigerweise ca. 110.000,- € betragen müssten. Das Berufungsgericht verurteilt die Wohngebäudeversicherung schließlich zur Zahlung von 110.000,- €. Damit muss die Wohngebäudeversicherung auch die überwiegenden Rechtsanwalts- und Gerichtskosten übernehmen. Von den insgesamt angefallenen 24.000,- € verbleiben fast 2.500,- € für Markus J., diese übernimmt die AUXILIA.

Hintergrund zu Kosten und Versicherung

Dieser Fall ist über die Leistungsart Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht in allen Produkten enthalten, die den Privat-Bereich beinhalten. Wichtig! Buchen Sie Ihren Beratungstermin online bei uns!

Quelle: KS-Auxilia

Datenmißbrauch und Folgen

Datenmißbrauch und Folgen

Anton B. besitzt eine kleine Boutique nahe der Innenstadt. Er verkauft dort eine feine Auswahl an Modeartikeln. Eines Tages erhält er einen Brief von der Staatsanwaltschaft. Darin wird der Vorwurf erhoben, Anton B. habe unberechtigt Kundendaten an einen Gewinnspielbetreiber verkauft. Dies sei ein Verstoß gegen die Datenschutzvorschriften. Die Tat sei nach § 42 BDSG strafbar und es drohe eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Anton B. ist entsetzt. So etwas würde er nie tun! Seine Kunden kennt er fast alle persönlich.

Datenmißbrauch oder Konkurrenzkampf?

Er ruft bei seiner Rechtsschutzversicherung an und fragt um Rat. Dort empfiehlt man ihm einen spezialisierten Rechtsanwalt. Dieser übernimmt nun die Verteidigung in diesem Strafverfahren und beantragt bei Gericht Akteneinsicht. Dabei stellt sich schnell heraus, dass ein Kunde von Anton B. die Sache zur Anzeige gebracht hat. Der Kunde trägt vor, dass er kurz nach dem Einkauf bei Anton B. plötzlich und auffällig viel Post und Anrufe von Gewinnspielanbietern aller Art bekommen hat. Diese Post wurde den Ermittlungsbehörden auch übergeben. Anderen hätte er in dem Zeitraum seine Daten nicht preisgegeben.

 

Datenmißbrauch oder Rache?

Anton B. kennt diesen Kunden nur zu gut. Er war ein paar Wochen nach seinem Einkauf erneut in der Boutique und wollte eine Hose zurückgeben. Da er diese jedoch offensichtlich bereits getragen hatte, lehnte Anton B. die Rücknahme ab. Gegebenenfalls erfolgte die Anzeige nun aus Verärgerung darüber, wendet Anton B. ein. Da die Staatsanwaltschaft im Rahmen der Ermittlungen allerdings weitere Anhaltspunkte gegen Anton B. bei einem der Gewinnspielbetreiber findet, lässt sie sich nicht zur Einstellung des Verfahrens bewegen und erhebt Anklage.

 

Datenmißbrauch, was anderes als ein Verkehrsunfall

Anders als beim Überfahren einer roten Ampel, sind Datenmißbrauch und Datenschutz für den „normalen“ Unternehmer heute kaum noch zu verstehen. Was darf ich, und was nicht? Welche Daten darf ich speichern, welche auf keinen Fall? Und wenn, warum nicht? Heerscharen von Anwälten leben allein davon, dass die Gesetzeslage so kompliziert ist. Aber eines ist natürlich klar: Die Daten eines Kunden an Gewinnspielbetreiber weiterzugeben, ist natürlich tabu, außer der Kunde wünscht dies. Aber wer will das schon? Und wie war denn nun die Sachlage?

Datenmißbrauch

Foto: by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de_

Teure Angelegenheit

Nach mehreren Verhandlungstagen mit Zeugenvernehmung, sieht das Gericht keine ausreichenden Beweise gegen Anton B. und spricht ihn von den Vorwürfen frei. Die von seiner AUXILIA Rechtsschutzversicherung vorgestreckten Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten werden von der Staatskasse erstattet.

 

Hintergrund

Dieser Fall ist über die Leistungsart Daten-Rechtsschutz für Selbständige, Firmen und Vereine in Produkten versichert, die Rechtsschutz für den Firmen-Bereich beinhalten.

Quelle: KS-Auxilia

Schicksal krank = pleite?

Schicksal krank = pleite?

Christian H. ist eigentlich ein kerngesunder Mittvierziger. Seit einiger Zeit hat er jedoch immer wieder etwas Blut im Stuhl entdeckt und meint, eine Art Knubbel zu spüren. Etwas besorgt sucht er seinen Hausarzt auf. Dieser untersucht Christian H. und macht einen entsprechenden Test. Da der Test negativ ausfällt, tippt der Hausarzt auf Hämorriden und verordnet eine Salbe.

Fehldiagnose und Folgen

Leider verschwinden die Symptome nicht, eher im Gegenteil. Als sie sich weiter verschlimmern, sucht Christian H. den Arzt erneut auf. Dieser meint, er ertaste da nur eine Hämorride und verschreibt eine andere Salbe. So vergeht viel wichtige Zeit.
Einige Wochen später wird Christian H. aufgrund akuter Symptome ins Krankenhaus eingeliefert. Nach eingehenden Untersuchungen stellen die Ärzte eine Schockdiagnose: Christian H. hat Darmkrebs.

Zeit ist nicht Geld, Zeit ist Schicksal

In der sofort angesetzten Operation muss ein großes Stück des Darms entfernt werden. Zudem bekommt er einen künstlichen Ausgang. Da die Gefahr besteht, dass der Krebs streut, erhält er anschließend Bestrahlungen. Christian H. wird zum Pflegefall – zum Glück nur vorübergehend, denn nach fast drei Jahren kann er wieder ein einigermaßen normales Leben führen.

Schicksal

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Schlimmes Schicksal – krank…

Die ihn jetzt behandelnden Ärzte können nicht nachvollziehen, wieso Christian H. nicht viel früher zur Untersuchung zu einem Facharzt geschickt wurde. Aufgrund der deutlichen Einschätzungen schaltet er einen Anwalt ein. Dieser verklagt letztendlich den Hausarzt. Durch Schadensersatz­ansprüche (u.a. Erwerbsausfall­ansprüche) und Schmerzensgeld summiert sich die Forderung auf insgesamt 800.000,- €.

… und pleite

Es ergeht zuerst ein Grund-Urteil, in dem festgestellt wird, dass ein Behandlungsfehler durch den Hausarzt grundsätzlich vorliegt. Hiergegen legt der Arzt zwar Berufung ein, diese wird jedoch abgewiesen. Anschließend geht es im weiteren Prozessverlauf um die Höhe der Ansprüche. Nach einer Prozessdauer von fast acht Jahren wird letztendlich ein Vergleich geschlossen. Christian H. bekommt 400.000,- € zugesprochen. Auf einem erheblichen Teil der Verfahrenskosten bleibt er jedoch sitzen: Diese fast 40.000,- € übernimmt seine AUXILIA Rechtsschutzversicherung für ihn.

Schicksal verhindert da rechtsschutzversichert

Dieser Fall ist über die Leistungsart Rechtsschutz in Vertrags- und Sachenrecht in allen Produkten versichert, die Rechtsschutz für den privaten Bereich beinhalten.

Quelle: KS-Auxilia

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH