Datenmißbrauch und Folgen

Datenmißbrauch und Folgen

Anton B. besitzt eine kleine Boutique nahe der Innenstadt. Er verkauft dort eine feine Auswahl an Modeartikeln. Eines Tages erhält er einen Brief von der Staatsanwaltschaft. Darin wird der Vorwurf erhoben, Anton B. habe unberechtigt Kundendaten an einen Gewinnspielbetreiber verkauft. Dies sei ein Verstoß gegen die Datenschutzvorschriften. Die Tat sei nach § 42 BDSG strafbar und es drohe eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Anton B. ist entsetzt. So etwas würde er nie tun! Seine Kunden kennt er fast alle persönlich.

Datenmißbrauch oder Konkurrenzkampf?

Er ruft bei seiner Rechtsschutzversicherung an und fragt um Rat. Dort empfiehlt man ihm einen spezialisierten Rechtsanwalt. Dieser übernimmt nun die Verteidigung in diesem Strafverfahren und beantragt bei Gericht Akteneinsicht. Dabei stellt sich schnell heraus, dass ein Kunde von Anton B. die Sache zur Anzeige gebracht hat. Der Kunde trägt vor, dass er kurz nach dem Einkauf bei Anton B. plötzlich und auffällig viel Post und Anrufe von Gewinnspielanbietern aller Art bekommen hat. Diese Post wurde den Ermittlungsbehörden auch übergeben. Anderen hätte er in dem Zeitraum seine Daten nicht preisgegeben.

 

Datenmißbrauch oder Rache?

Anton B. kennt diesen Kunden nur zu gut. Er war ein paar Wochen nach seinem Einkauf erneut in der Boutique und wollte eine Hose zurückgeben. Da er diese jedoch offensichtlich bereits getragen hatte, lehnte Anton B. die Rücknahme ab. Gegebenenfalls erfolgte die Anzeige nun aus Verärgerung darüber, wendet Anton B. ein. Da die Staatsanwaltschaft im Rahmen der Ermittlungen allerdings weitere Anhaltspunkte gegen Anton B. bei einem der Gewinnspielbetreiber findet, lässt sie sich nicht zur Einstellung des Verfahrens bewegen und erhebt Anklage.

 

Datenmißbrauch, was anderes als ein Verkehrsunfall

Anders als beim Überfahren einer roten Ampel, sind Datenmißbrauch und Datenschutz für den „normalen“ Unternehmer heute kaum noch zu verstehen. Was darf ich, und was nicht? Welche Daten darf ich speichern, welche auf keinen Fall? Und wenn, warum nicht? Heerscharen von Anwälten leben allein davon, dass die Gesetzeslage so kompliziert ist. Aber eines ist natürlich klar: Die Daten eines Kunden an Gewinnspielbetreiber weiterzugeben, ist natürlich tabu, außer der Kunde wünscht dies. Aber wer will das schon? Und wie war denn nun die Sachlage?

Datenmißbrauch

Foto: by_S.-Hofschlaeger_pixelio.de_

Teure Angelegenheit

Nach mehreren Verhandlungstagen mit Zeugenvernehmung, sieht das Gericht keine ausreichenden Beweise gegen Anton B. und spricht ihn von den Vorwürfen frei. Die von seiner AUXILIA Rechtsschutzversicherung vorgestreckten Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten werden von der Staatskasse erstattet.

 

Hintergrund

Dieser Fall ist über die Leistungsart Daten-Rechtsschutz für Selbständige, Firmen und Vereine in Produkten versichert, die Rechtsschutz für den Firmen-Bereich beinhalten.

Quelle: KS-Auxilia

Schicksal krank = pleite?

Schicksal krank = pleite?

Christian H. ist eigentlich ein kerngesunder Mittvierziger. Seit einiger Zeit hat er jedoch immer wieder etwas Blut im Stuhl entdeckt und meint, eine Art Knubbel zu spüren. Etwas besorgt sucht er seinen Hausarzt auf. Dieser untersucht Christian H. und macht einen entsprechenden Test. Da der Test negativ ausfällt, tippt der Hausarzt auf Hämorriden und verordnet eine Salbe.

Fehldiagnose und Folgen

Leider verschwinden die Symptome nicht, eher im Gegenteil. Als sie sich weiter verschlimmern, sucht Christian H. den Arzt erneut auf. Dieser meint, er ertaste da nur eine Hämorride und verschreibt eine andere Salbe. So vergeht viel wichtige Zeit.
Einige Wochen später wird Christian H. aufgrund akuter Symptome ins Krankenhaus eingeliefert. Nach eingehenden Untersuchungen stellen die Ärzte eine Schockdiagnose: Christian H. hat Darmkrebs.

Zeit ist nicht Geld, Zeit ist Schicksal

In der sofort angesetzten Operation muss ein großes Stück des Darms entfernt werden. Zudem bekommt er einen künstlichen Ausgang. Da die Gefahr besteht, dass der Krebs streut, erhält er anschließend Bestrahlungen. Christian H. wird zum Pflegefall – zum Glück nur vorübergehend, denn nach fast drei Jahren kann er wieder ein einigermaßen normales Leben führen.

Schicksal

Foto: © koldunova_anna by fotolia.com

Schlimmes Schicksal – krank…

Die ihn jetzt behandelnden Ärzte können nicht nachvollziehen, wieso Christian H. nicht viel früher zur Untersuchung zu einem Facharzt geschickt wurde. Aufgrund der deutlichen Einschätzungen schaltet er einen Anwalt ein. Dieser verklagt letztendlich den Hausarzt. Durch Schadensersatz­ansprüche (u.a. Erwerbsausfall­ansprüche) und Schmerzensgeld summiert sich die Forderung auf insgesamt 800.000,- €.

… und pleite

Es ergeht zuerst ein Grund-Urteil, in dem festgestellt wird, dass ein Behandlungsfehler durch den Hausarzt grundsätzlich vorliegt. Hiergegen legt der Arzt zwar Berufung ein, diese wird jedoch abgewiesen. Anschließend geht es im weiteren Prozessverlauf um die Höhe der Ansprüche. Nach einer Prozessdauer von fast acht Jahren wird letztendlich ein Vergleich geschlossen. Christian H. bekommt 400.000,- € zugesprochen. Auf einem erheblichen Teil der Verfahrenskosten bleibt er jedoch sitzen: Diese fast 40.000,- € übernimmt seine AUXILIA Rechtsschutzversicherung für ihn.

Schicksal verhindert da rechtsschutzversichert

Dieser Fall ist über die Leistungsart Rechtsschutz in Vertrags- und Sachenrecht in allen Produkten versichert, die Rechtsschutz für den privaten Bereich beinhalten.

Quelle: KS-Auxilia

Kaputt: Auto und Konto – oder rechtsschutzversichert

Kaputt: Auto und Konto – oder rechtsschutzversichert

Kevin T. hat sich vor kurzem einen neuen Jahreswagen gegönnt – einen schönen großen SUV. Denn ab und zu besucht er ja seine Eltern und dann will er in seinem alten Heimatdorf schon etwas darstellen. Da der Winter vor der Tür steht und seine Eltern in den Bergen wohnen, kauft er sich zusätzlich Schneeketten von der Firma Freie Fahrt über deren Internetshop. Diese wurden auch schnell geliefert und schon beim nächsten Besuch braucht er die Schneeketten. Alles klappt, er kommt den Berg gut hoch und sicher bei seinen Eltern an.

 

Wenn man immer wüßte, was passieren kann

Doch auf der Heimfahrt passiert es: Nachdem er schon eine Weile unterwegs ist, reißen mit einem lauten Schlag die Schneeketten. Das Fahrzeug kommt auf der schneeglatten Straße ins Schlingern. Kevin T. kann nicht mehr reagieren und landet mit seinem Auto an einem Baum. Ihm passiert Gott sei Dank nichts, das Auto aber ist nicht mehr als solches zu erkennen. Es entsteht ein Schaden in Höhe von 45.000,- €.

 

Auto kaputt, Konto kaputt

Diesen Betrag verlangt Kevin T. von der Firma Freie Fahrt, da die Schneeketten ja schließlich mangelhaft waren. Doch die Firma weigert sich und behauptet, Kevin T. hätte die Schneeketten falsch angelegt. Nun schaltet Kevin T. einen Anwalt ein und schließlich wird Klage eingereicht. Das Gericht zieht einen Sachverständigen hinzu, um zu klären, ob die Schneeketten tatsächlich mangelhaft waren. Zu den Gerichtskosten von über 1.500,- € kommen jetzt auch noch 2.000,- € für den Sachverständigen hinzu! Ganz zu schweigen von den Anwaltskosten.

 

Des einen Recht, des Anderen Kosten

Gut, dass Kevin T. eine Rechtsschutzversicherung hat. Diese verauslagt diese ganzen Kosten und macht somit die gerichtliche Auseinandersetzung in der Form erst möglich.
Der Sachverständige bestätigt schließlich die Mangelhaftigkeit der Schneeketten. Kevin T. ist erleichtert. Die Firma Freie Fahrt wird zur Zahlung des Schadenersatzes verurteilt. Damit muss sie auch die Gerichts- sowie Anwaltskosten von Kevin T. in Höhe von fast 8.000,- € übernehmen.

 

Hintergrund zu den Kosten

Dieser Fall ist über die Leistungsart Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht im Bereich Verkehrsrecht beinhaltet.

Quelle: KS-Auxilia

Kosten und Recht

Kosten und Recht

Toni J. ist schwer an der Lunge erkrankt. Wie sein Arzt, sieht er die Gründe bei seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit im Handwerk. Daraufhin macht er bei der Berufsgenossenschaft einen Rentenanspruch aufgrund der Folgen einer Berufskrankheit geltend. Kann das gut gehen? Und wer trägt die Kosten? Die Berufsgenossenschaft lehnt den Rentenanspruch ab. Die eingetretenen Gesundheits- und Körperschäden führen ihrer Meinung nach nur zu einer geringen Minderung der Erwerbsfähigkeit und es bestünde daher kein Rentenanspruch.

 

Vor dem Recht kommen die Kosten

Toni J. wendet sich an einen Anwalt, der Widerspruch gegen die Entscheidung einlegt. Doch auch im Widerspruchsverfahren erfolgt nach einiger Zeit ein ablehnender Bescheid durch die Berufsgenossenschaft. Toni J. will und muss vor dem Sozialgericht klagen.

Im Gerichtsverfahren wird ein Gutachten eingeholt. Dieses Gutachten fällt negativ für Toni J. aus. Daher wird auch die Klage abgewiesen. Der Anwalt von Toni J. legt Berufung gegen das Urteil ein. Durch das Berufungsgericht wird ein neues Gutachten eingeholt, das aber wiederum negativ ausfällt. Daraufhin beantragt der Anwalt von Toni J. ein weiteres Gutachten. Dieses bestätigt nun eine entsprechende Minderung der Erwerbsfähigkeit.

 

Auch nach dem Recht sitzt man auf Kosten

Doch auch in zweiter Instanz erleidet Toni J. eine Niederlage. Das Gericht sieht es aufgrund der uneinheitlichen Beurteilung durch die Gutachter nicht als erwiesen an, dass die Erwerbsfähigkeit in rentenberechtigendem Umfang gemindert ist. Es weist die Klage ab. Durch die vielen Gutachten sind Prozess- und Anwaltskosten von insgesamt über 9.000,- EUR angefallen. Diese Kosten hat die AUXILIA Rechtsschutzversicherung für Toni J. übernommen.

 

Hintergrund

Dieser Fall ist über die Leistungsart Sozial-Rechtsschutz in Produkten mit Privat-Bereich versichert.

Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutzversicherung

Familie L. macht einen Ausflug zum Reitturnier eines nahe gelegenen Reitclubs. Die dreijährige Tochter ist auch dabei. Pferde liebt sie über alles. Begeistert schaut sie mit ihren Eltern die Pferde an und darf auch ein paar füttern. Danach wird wieder dem Turnier zugeschaut. Aber dann… Ein Fall für die Rechtsschutzversicherung.

Tragischer Unfall

Unbemerkt stiehlt sich die Kleine davon und findet nach kurzem einen offenen Pferdeanhänger mit einem Pferd darin. Die Kleine geht in den Anhänger, um das Pferd zu streicheln. Das Pferd erschrickt ob dieser plötzlichen Berührungen von hinten und tritt aus. Es erwischt die Kleine am Kopf. Herbeieilende Zeugen rufen sofort den Notarzt.

In der Klinik stellen die Ärzte schnell den Verdacht auf bleibende körperliche und geistige Schäden fest. Nach einiger Zeit des Hoffens und Bangens bleibt für die Familie nur die traurige Gewissheit: Die kleine Tochter wird dauerhaft auf Betreuung angewiesen sein. Was nützt in diesem schlimmen Fall nun eine Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherung

Foto: by_M.-Großmann_pixelio.de_

Was nun?

Obwohl die Eltern kaum Kraft dafür finden, müssen sie sich aufgrund der intensiven, dauerhaft nötigen Betreuung auch mit den finanziellen Folgen beschäftigen. Sie beauftragen einen Rechtsanwalt mit der Geltendmachung von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen für ihre kleine Tochter. Sie wollen nicht akzeptieren, dass ein kleines Kind ungehindert in einen offenen Pferdeanhänger mit einem darin stehenden, unbeaufsichtigten Pferd gehen kann.

Der Anwalt macht Ansprüche gegen den Pferdehalter und den Reitclub geltend. Familie L. bekommt in 1. Instanz im Hinblick auf den Pferdehalter recht. Beim Reitclub sieht das Gericht keine Verletzung der Verkehrssicherungspflichten, da der Pferdeanhänger abseits und nicht auf dem Gelände des Clubs stand.

Kosten, Kosten, Kosten und die Rechtsschutzversicherung

Die Sache geht in die Berufung, weil der Pferdehalter das Urteil nicht hinnehmen will. Nachdem das Urteil in 2. Instanz bestätigt wird, legt der Pferdehalter auch noch Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH ein. Doch auch dort wird das Urteil bestätigt. Nach über 5 Jahren sind Kosten in Höhe von fast 50.000,- € angefallen, die durch die AUXILIA Rechtsschutz­versicherung der Familie L. übernommen werden. Teilweise müssen diese Kosten zwar vom Pferdehalter erstattet werden, aber Familie L. hätte bei dieser Höhe schon nicht in Vorleistung treten können.

Hintergrund
Dieser Fall ist über die Leistungsart Schadenersatz-Rechtsschutz in allen Produkten versichert, die den Privat-Bereich beinhalten.

Quelle: KS-Auxilia

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH