Fondspicking wider die Natur?

Fondspicking
Blog

Geschrieben von Olaf Misch

August 10, 2018

Was haben Bruno der Problembär, ein Ameisenhaufen und Geldanlage gemeinsam? Was hat das alles mit Fondspicking zu tun, dem Herauspicken einzelner Fonds fürs eigene Depot oder die eigene Fondspolice? Ein eher ironischer Vergleich:

Überrendite durch Fondspicking

Fondsmanager haben einen klaren Auftrag: Überrenditen erzielen (eine Benchmark übertreffen)! Dazu picken Sie Aktien oder Fonds heraus, von denen sie annehmen, sie laufen in Zukunft besser als der Rest des Marktes. Jedoch: Nach einer Studie der Dimensional Funds Advisors vom Dezember 2015, übertreffen gerade mal 17% der aktiven Fondsmanager über 15 Jahre ihre gesetzte Benchmark (Studie US-Investmentfonds). Allein 43% der Fonds überlebt den Zeitraum von 15 Jahren gar nicht erst!

Was sagt die Natur dazu? Folgender, nicht ganz ernst gemeinter, Vergleich:

Bruno auf Mülltonnenpicking-Tour

Bruno der „Problembär“, immigrierte 2006 über die österreichisch-bayrische Grenze nach Deutschland und wurde in Bayern erschossen (falsche Hautfarbe?). Sein Problem: Gleiche kulinarische Interessen wie die Bayern, und im Grunde auch Wunsch nach festem Wohnsitz mit Dach überm Kopf = sehr enges Spektrum, weil gezielt auf wenige Mülltonnen aus (analog Fondspicking!). Ganz klar, der Bär hätte ein Coaching gebraucht. Denn wie geht es besser?

Die Ameise, der Held unter den prognosefreien Tieren

Jedes Jahr wandern (unkontrolliert) abermillionen Ameisen über die österreichische Grenze nach Bayern ein. Ameisen haben den gleichen Speiseplan wie Problembär Bruno. Sie plündern bayrische Mülltonnen und wohnen gern in bayrischen Häusern. Nur: Das merkt halt keiner! Denn sie befallen nahezu JEDE Mülltonne. So wurde bis heute noch nie eine Ameise von bayrischen Jägern (bewußt) erschossen! (auch keine schwarzen) Denn: Ameisen sind breiter aufgestellt, flexibler, sie stören den Urbayer nicht! Und selbst wenn eine umkommt… Risikostreuung!

Nur ein toter Bär, ist ein guter Bär?

Fazit: Fondspicking kann böse enden. Machen wir es klüger, verfallen wir nicht in die Finanzverblödung! Investieren wir prognosefrei, breit gestreut und mit geringen Kosten. Der Vermögensverwalter, der dies möglich macht, sitzt übrigens in Bayern:)

 

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