Betriebsschaden – was ist das?

Betriebsschaden – was ist das?

Thema Nr. 1 in den letzten Wochen? Volkssport Autoversicherungsvergleich – das bewegt uns! Billiger ist immer besser, glaubt man. Der Teufel wohnt bekanntlich im Detail, und eines dieser Details heißt: Betriebsschaden. Aber was ist das eigentlich?

 

Unachtsamkeit kann zu Betriebsschaden führen

Jeder kennt das: „Ups, den Stein hatte ich gar nicht gesehen“. Auf Feldwegen oder schlechten Straßen kann man schon mal mit der Ölwanne aufsetzen. Wird dabei die Ölwanne beschädigt, zahlt das die Vollkaskoversicherung, vorausgesetzt Sie haben eine abgeschlossen. Tritt aber nun Öl aus und frisst sich daraufhin der Motor fest, ist das in der Regel KEIN Kaskoschaden. Den kaputten Motor zahlen Sie aus der eigenen Tasche, oder Sie haben eine Kaskoversicherung die für Betriebsschäden leistet.

 

Begriff Betriebsschaden

Vereinfacht gesagt ist der „Betriebsschaden“ also der Gegenbegriff zum „Unfallschaden“. Ein Unfall ist ein „unmittelbar von außen her plötzlich mit mechanischer Gewalt einwirkendes Ereignis“. Das muss allerdings unfreiwillig sein muss (ein „künstlicher Unfall“ ist also keiner). Betriebsschäden sind dagegen solche Schäden, die aus dem versicherten Fahrzeug heraus entstehen. Es wäre zum Beispiel auch denkbar, dass Sie mit Ihrem Fahrzeug in einen Graben rutschen. Läuft der Motor dann noch weiter und frisst sich aufgrund der Schieflage des Fahrzeugs fest, ist auch dies ein Betriebsschaden der nicht von der Kasko übernommen wird.

Der Klassiker: Die Motorhaube springt während der Fahrt auf und schlägt gegen die Frontscheibe. Das ist ein klassischer Betriebsschaden.

Empfehlenswert besonders bei neuen Fahrzeugen

Gerade bei neuern Fahrzeugen lohnt der Blick in die Bedingungen der vermeintlich billigen neuen Angebote. Ein Motor kostet in der Regel einige tausend Euro. Tragisch, wenn man dachte, er sei versichert gewesen.

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Hoch die Hände – Jahresende! Autoversicherung

Hoch die Hände – Jahresende! Autoversicherung

Startschuss zum Volkssport: Vergleich der Autoversicherung. Die Mehrheit der Kfz-Verträge haben eine Laufzeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember und können daher zum 30. November gekündigt werden. Doch auf der Suche nach einem anderen Versicherer sollte man sein Augenmerk nicht nur auf den Preis richten – viel wichtiger sind die weiteren Leistungen, die in einem Kfz-Vertrag enthalten sind. Wir erklären, worauf Sie achten sollten.

Deckungssumme für die Autoversicherung

Diese sollte bei 100 Mio. Euro in der Kfz-Haftpflichtversicherung liegen. Bei schweren Unfällen sind Sie so auf der sicheren Seite.

Versicherungssumme Personenschäden 

Diese sollte bei über 8 Mio. Euro je geschädigter Person liegen. Bitte beachten: Für Sie selbst oder eine der mitversicherten Personen (Halter, Eigentümer, Fahrer…) besteht kein Versicherungsschutz über die Kfz-Haftpflichtversicherung des gelenkten Fahrzeugs!

Neupreis- oder Kaufpreisentschädigung

In der Vollkasko sollten bei einem Totalschaden bis zu 24 Monate und bei Diebstahl mind. 6 Monate lang der Neupreis oder Kaufpreis erstattet werden. Bei hochwertigen Fahrzeugen empfehlen wir grundsätzlich 36 Monate Kaufpreisentschädigung bei Diebstahl!

Verzicht auf Einwand bei grober Fahrlässigkeit

Sollten Sie beim Fahren z. B. durch Kinder abgelenkt, einen Unfall verursachen, wird trotzdem eine Zahlung der Versicherung erfolgen. Ausgenommen sind hierbei jedoch zumeist grob fahrlässig herbeigeführte Diebstähle (Schlüssel im Fahrzeug stecken lassen, Fahren unter Drogen- oder Alkoholeinfluss).

Rabattschutz in der Autoversicherung

Der leidige Verlust von schadensfreien Jahren nach einem Unfall nervt, lässt sich allerdings umgehen. Schließen Sie einen Rabattretter in den Vertrag ein, belastet ein Unfall Ihren Vertrag nicht. Aber Achtung, dies gilt nicht uneingeschränkt: Bei einem Versichererwechsel wird nämlich an den Nachversicherer nur der Schadenfreiheitsrabatt bestätigt, den der Kunde ohne Rabattschutz erfahren hätte. Sie sind mit Rabattretter also erstmal an den Versicherer gebunden, wenn Sie den Rabatt behalten wollen.

Mietwagen im Ausland

Diese Leistung ist sinnvoll für Personen, welche sich im Urlaub gerne ein Auto leihen. Viele Versicherer übernehmen auch Schäden, welche mit einem gemieteten Wagen im Ausland entstanden sind.

Folgeschäden Tierbiss- / Marderbissschäden

Nicht der nur Austausch eines zerstörten Kabels oder eines Schlauches ist bei einem Marderbiss mit hohen Kosten verbunden – es sind die Folgeschäden, die richtig teuer werden können. Wir empfehlen hier mindestens 3000 € Deckung, besser 5000 €, idealerweise unbegrenzte Deckung. Folgeschäden können z.B. Motorschäden nach Ölverlust oder Überhitzung sein, wenn dem Marder gerade diese Schläuche besonders gut geschmeckt haben.

Sonderausstattung über Autoversicherung mitversichert?

Beitragsfreie Mitversicherung von Fahrzeug- und Zubehörteilen bis zu einem vorgegebenen Wert. Nicht immer sind alle Fahrzeugteile in der Kasko mitversichert. Deshalb unbedingt die Bestimmungen zur Kfz-Versicherung lesen!

Und außer Blechschäden?

Was aber, wenn nach dem Unfall nicht nur das Auto, sondern auch der Fahrer verbeult ist. Schützen Sie Ihre Arbeitskraft durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder sichern Sie sich zumindest mit einer Unfallversicherung ab.

Gute Fahrt wünscht das Team der Misch & Wipprecht GmbH

Das Leasing und die Kaskoversicherung

Das Leasing und die Kaskoversicherung

Am Ende zahlt der Dumme

Liebe Autohersteller, mir ist klar, es geht Euch gerade nicht so gut. Leider erhärtet sich bei mir der Verdacht, dass Ihr die Kosten Eurer Mauschelei gerne durch ein wenig Einsparung an anderer Seite heilen wollt. Es ist doch so: Was hier derzeit an Schäden über den Tisch läuft, weil Euer Werksangehöriger sein Fahrzeug nicht stressfrei zurückgeben kann, das macht keine Freude mehr. Der Ruf nach der Kaskoversicherung wird laut. Selbst wenn eine Fachwerkstatt bestätigt, dass der Lack beim Türanstoß keinen Schaden genommen hat und einwandfrei ist, schlottern manchem Eurer Mitarbeiter die Hosen, weil eben bei Rücknahme des Fahrzeuges in ein paar Monaten genau das Gegenteil behauptet werden wird. Man hat ja so Erfahrungen aus Kollegenkreisen…

 

Kaskoversicherung mit hoher Selbstbeteiligung

Im Regelfall sind die Kaskoversicherungen Eurer Leasingfahrzeuge mit hohen Selbstbehalten versehen, und die Schäden meist innerhalb dieses Betrages zu finden. Und oft genug wird unsereiner mit der Frage behelligt, ob denn die Privathaftpflichtversicherung vom Nachbarn oder vom Kollegen die Delle zahlen könne. Klare Antwort: Nein! Will sie nicht! Wenn Ihr Eure Abgaswerte manipuliert, ist das Eurer Sache. Ich für meinen Teil halte mein Geschäft sauber und wickle nur tatsächliche Schäden ab! Ich verstehe nicht, warum die Versichertengemeinschaft für Eure finanziellen Engpässe aufkommen soll. Um es zu wiederholen: Das sind keine seltenen Einzelfälle mehr!

 

Fehlende Sympathiewerte

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Von mir aus könnt Ihr Autos mit Pelletsantrieb bauen, mich interessiert die Diskussion über E-Autos und all das Drumherum gar nicht. Es wäre nur schön, wenn bei der Leasingrücknahme nicht nach dem Haar am Lack gesucht würde. Am Ende zahlt die Gemeinschaft der KFZ-Versicherten, also wir alle, die Zeche über höhere Beiträge. Mag sein, dass das Ganze von meiner Warte aus etwas subjektiv betrachtet scheint. Aber so kommt der Sachverhalt nun mal hier am Ende der Verbraucherkette an.

 

Schülerpraktikanten im Auto des Chefs

Schülerpraktikanten im Auto des Chefs

Immer wieder gern gefragt: Mein Kind macht im Rahmen des Fachabiturs ein Schülerpraktikum in einem Unternehmen. Nun soll es mit dem Auto des Chefs zur Post fahren. Darf es das? Die Schule nämlich spricht ein Fahrverbot für Praktikanten aus…

Jugendliche fahren gerne Auto. Dürfen sie?

Klare Antwort: Freilich darf Ihr Kind mit dem Firmenwagen fahren. Einen gültigen Führerschein sollte der Schüler allerdings schon haben, und zwar keinen für begleitetes Fahren!

Fahrverbote sind unnötig

Grund für Fragen dieser Art sind immer Unklarheiten in Fragen der Haftung. Die Schulen fürchten Kostenansprüche der Unternehmen, wenn ihre Schüler ein Fahrzeug des Betriebes beschädigen. Zur Verwirrung trägt wesentlich bei, dass die Schulämter einen Rahmenvertrag über eine Haftpflichtversicherung für ihre Schüler abgeschlossen haben. In diesem Vertrag findet sich die Klausel, dass Schäden an Kraftfahrzeugen nicht versichert sind. Grundsätzlich betrifft diese Frage jedoch jede Tätigkeit eines Praktikanten, egal ob Dienstfahrten, Kaffee kochen oder Akten scannen. Auch einen Scanner oder die Kaffeemaschinen kann der Praktikant zerstören…

Der Außenspiegel ist zerbrochen, weil das Auto drauf liegt…

Es stellt sich die Frage des Sinns eines solchen Haftpflichtvertrages für Schülerpraktikanten. Der Bedingungswortlaut zeigt klar, dass es sich im Grunde um eine Privathaftpflichtversicherung handelt, denn in deren Bedingungen ist die Beschädigung an Kraftfahrzeugen auch meist ausgeschlossen ist. Hat ein solcher Vertrag also einen Sinn? Beschädigungen an jeglichem Firmeneigentum während der Arbeitszeit sind in keiner Weise durch Privathaftpflichtverträge gedeckt, sei es ein Auto oder eine Kaffeemaschine. Für Kraftfahrzeuge des Betriebes besteht i.d.R. eine Kaskoversicherung, die für Schäden am Fahrzeug aufkommt. Ob der Schülerpraktikant mit dem Fahrzeug fahren darf, entscheidet der Vorgesetzte. Die Folgen dieser unternehmerischen Entscheidung kann der Unternehmer der Schule nicht in Rechnung stellen, selbst wenn sie den wirtschaftlichen Verlust des Fahrzeuges bedeuten.

Praktikanten und die gesetzliche Unfallversicherung

Wird der Schülerpraktikant bei Autounfall im Rahmen seines Praktikums verletzt, greifen die Leistungen der Berufsgenossenschaft. 

Verkehrsunfall mit ausländischem Fahrer

Verkehrsunfall mit ausländischem Fahrer

Ein Knall und der Kühler qualmt. Der Fahrer im Auto vor dir startet bei Grün zügig durch, leider im Rückwärtsgang. Was nun? Wo, und vor allem wie schnell melde ich den Verkehrsunfall? Wie wird der Schaden dann reguliert? Und von wessen KFZ-Versicherung, vom Unfallgegner oder von meiner?

 

Sofort anrufen und Daten austauschen, Verkehrsunfall melden

Verschuldet ein ausländischer Fahrer einen Verkehrsunfall, dann sollte man sofort dessen KFZ-Versicherung anrufen. In der Regel hat jeder Fahrzeugführer eine Karte seiner Versicherung im Auto liegen. Auf dieser Karte sind die Kontaktdaten der ausländischen Versicherung zu finden. Europäische Versicherer haben im Normalfall eine Telefonnummer für Schäden im Ausland. Gerade bei Unfällen mit ausländischen Fahrern ist die sofortige Meldung des Schadens wichtig und sinnvoll, denn der Unfallverursacher steht als Übersetzer zur Verfügung! Füllen Sie den europäischen Unfallbericht aus, Vordrucke dazu gibt´s im Internet. Natürlich sollten Sie den dabei haben, also bitte im Auto deponieren! Und lassen Sie den Unfallgegner bitte auch unterschreiben, so gibt es später keine abweichenden Meinungen. Fotografieren Sie den Führerschein und am besten auch den Personalausweis des Unfallgegners, das vermeidet Schreibfehler bei Namen und Adresse.

 

Oder doch die eigene KFZ-Versicherung belasten?

Zwei Varianten gibt es, um die Schadensabwicklung zu beschleunigen: Reden Sie mit Ihrer eigenen KFZ-Versicherung und melden Sie einen Vollkaskoschaden. Ihre Kaskoversicherung reguliert dann den Schaden an Ihrem Fahrzeug und holt sich die Schadenssumme beim ausländischen Versicherer ab. Achtung: Einen eventuellen Selbstbehalt müssen Sie natürlich vorschießen und durch den Schaden werden Sie im Folgejahr in Ihrer KFZ-Versicherung hochgestuft! Nach Erstattung der Schadensumme durch den ausländischen Versicherer erhalten Sie Ihren ursprünglichen Rabatt jedoch wieder zurück. Sie werden also nicht schlechter gestellt und genießen vielleicht die Vorteile einer deutschen Schadensregulierung.

Verkehrsunfall

Foto: by_Andreas-Hermsdorf_pixelio.de

Servicebüro für den Verkehrsunfall mit dem europäischen Nachbarn

Die zweite Möglichkeit: Sie wenden sich ans Deutsche Büro Grüne Karte e.V. in Berlin. Das Büro wird Ihnen einen Ansprechpartner nennen, in der Regel einen Schadensregulierer, der die Abwicklung Ihres Schadens mit dem jeweiligen ausländischen Versicherer übernimmt.

 

 Gute Fahrt in den Urlaub wünscht

 Olaf

KFZ-Versicherung: Fahrten auf Rennstecken

KFZ-Versicherung: Fahrten auf Rennstecken

Thema KFZ-Versicherung

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm vom 8. März 2017 (20 U 213/16) hatte sich mit einem interessanten Fall zu befassen:  Darf eine Kfz-Versicherung den Versicherungsschutz für „Touristenfahrten auf offiziellen Rennstecken“ ausschließen? Wenn Du also mit Deinem Fahrzeug bei einem sogenannten „freien Fahren“ auf einer Rennstrecke verunglückst, kannst Du wohl eine Leistungen von Deinem Vollkaskoversicherer verlangen, wirst aber womöglich keine erhalten. Man könnte sagen: No risk, no fun…

KFZ-Versicherung und Rennstrecke

Folgendes war geschehen: Ein Fahrzeughalter war mit seinem Pkw auf einer Rennstrecke verunglückt. Dies geschah außerhalb eines offiziellen Rennens, also bei einem sogenannten „freien Fahren“ auf der Nordschleife des Nürburgrings. Den dabei entstandenen Schaden an seinem Fahrzeug wollte der Fahrzeughalter nun von seiner Vollkaskoversicherer erstattet bekommen. Diese lehnte die Regulierung des Schadens jedoch ab. Als Grund nannte sie folgenden Grund: Weil laut den Versicherungsbedingungen kein Versicherungsschutz „für Touristenfahrten auf offiziellen Rennstrecken“ besteht.

Keine Regulierung verpflichtend

Der Fahrer wähnte sich nun trotzdem im Recht und verklagte daraufhin seinen Versicherer. Der Unfall habe sich halt beim „freien Fahren“ ereignet und nicht bei einer „Touristenfahrt“ im Sinne der Versicherungsbedingungen. Diese Ausschlussklausel sei vorliegend  also nicht anwendbar, weil der Nürburgring vor Fahrtbeginn von einer öffentlichen Rennstrecke zu einer mautpflichtigen Einbahnstraße umgewidmet worden sei.

Die Richter sahen das anders. Ihrer Meinung nach hat der Kläger zum Unfallzeitpunkt sehr wohl an einer Touristenfahrt im Sinne der Versicherungsbedingungen teilgenommen. Dies muß ihm auch bewusst gewesen sein, denn in der Fahrordnung, sowie in den Sicherheitsregeln des Betreibers der Rennstrecke wird dieser Begriff verwendet.

Ausreichend sei ferner, dass der Nürburgring in Zeiten organisierter Veranstaltungen als offizielle Rennstrecke für ein Rennen diene. Außerhalb dieser Zeiten sei er eben dem öffentlichen Verkehr gar nicht frei zugänglich.

Die Versicherungsbedingungen der KFZ-Versicherung zählen

Durch den Ausschluss in den Versicherungsbedingungen hat der Versicherer für einen durchschnittlichen Versicherten eindeutig seine Sichtweise zum Ausdruck gebracht. Nämlich, dass er für das Risiko von Touristenfahrten auf offiziellen Rennstrecken wie zum Beispiel dem Nürburgring nicht einstehen wolle und wird.

Der Versicherer hat daher die Leistung zu Recht abgelehnt, weil sich der Unfall im Rahmen einer solchen Fahrt ereignet hatte.

Die Entscheidung ist mittlerweile rechtskräftig.

Quelle: germanBroker.net (gekürzt)