Corona und die Abmahnung

Corona und die Abmahnung

Corona hat nicht nur Folgen für die Gesundheit, auch Anwälte und Gerichte beschäftigen sich zunehmend mit den Folgen der Pandemie. Ein Beispiel aus dem Thema Arbeitsrecht.

Abstandsgebot verletzt

Raimund T. hat eine Abmahnung bekommen. Sein Arbeitgeber behauptet, er habe entgegen den ausdrücklichen Weisungen die Hygienemaßnahmen wegen des Corona-Virus missachtet. Bei der Annahme der Lieferung habe er einem Lieferanten die Hand gegeben und diesen auch noch freundschaftlich am Arm berührt.

Corona und Abmahnung?

So war das aber nicht. Der Lieferant, den Raimund T. seit Jahren kennt, hat ihn freundschaftlich am Arm zu sich gezogen. Mit der anderen Hand Raimund T.s Hand zu einem Handschlag gepackt. Das ging alles so schnell, dass Raimund T. völlig überrumpelt war. Raimund T. hat dann schnell versucht, den Lieferanten etwas wegzudrücken und auf das Abstandsgebot hinzuweisen. Der Lieferant sagte nur lachend „Ach komm, stell Dich doch nicht so an“. Um ihn nicht zu verprellen, wollte Raimund T. um diesen Vorfall kein weiteres großes Aufsehen machen. Sein Arbeitgeber sah das aber leider anders, was sich in einer Abmahnung widerspiegelt.

Rechtsberatung nach Vergehen gegen Corona – Schutzmaßnahmen

Raimund T. ruft noch am Abend bei der telefonischen Rechtsberatung seiner Rechtsschutzversicherung KS/AUXILIA an. Er möchte die Abmahnung gerade in diesen schwierigen Zeiten nicht auf sich sitzen lassen. Andererseits will er auch keinen (weiteren) Ärger mit seinem Arbeitgeber riskieren. Dieser hat schließlich schon zwei Kollegen wegen der Corona-Krise entlassen müssen.

Mediation als Lösungsweg

Im Gespräch mit der KS/AUXILIA wird Raimund T. auf die Möglichkeit einer Mediation hingewiesen. Diese ist telefonisch möglich und Raimund T. müsste nicht selbst mit seinem Arbeitgeber sprechen. Ein neutraler Mediator würde sich mit Raimund T. in Verbindung setzen und sich die Sache schildern lassen. Der Mediator könnte sich dann vermittelnd für Raimund T. bei dessen Arbeitgeber einsetzen und versuchen, eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu finden. Raimund T. findet das Angebot der Mediation genau richtig und ist einverstanden.

Alle Seite profitieren

Der Mediator lässt sich von Raimund T. die Angelegenheit ausführlich schildern. Zudem versichert er, dass der Zwischenfall unverschuldet zustande kam und es Raimund T. unangenehm ist. Der Mediator erreicht im Gespräch mit dem Arbeitgeber, dass dieser die Abmahnung zurücknimmt. Raimund T. wird zwar nochmals auf die Gebote zur Corona-Pandemie sensibilisiert, aber das ist für Raimund T. in Ordnung.

Ein sehr erfreuliches Ende dieser unerfreulichen Geschichte – und das ganz ohne langwierige juristische Auseinandersetzung! Die Kosten für die Mediation übernimmt die Rechtsschutzversicherung KS/AUXILIA.

Hintergrund

Dieser Fall ist über die Leistungsart Arbeits-Rechtsschutz in allen Produkten enthalten, die den Berufs-Bereich für nichtselbständige Tätigkeiten enthalten.

Die Mediation ist ein PremiumService der KS/AUXILIA. Der PremiumService ist in allen unseren Rechtsschutz-Produkten enthalten. Eine Mediation schließt weitere juristische Schritte nicht aus und ist ohne Selbstbeteiligung versichert.

Quelle: KS-Auxilia

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Was passiert, wenn was passiert, ausgerechnet an Weihnachten? Zum Beispiel wenn Ihnen der Christbaum vom Autodach segelt?

 

Weihnachten – alle habens eilig

Jens K. hat es eilig. Am Morgen hat er seiner Frau noch versprochen, den Weihnachtsbaum zu kaufen. Es sind schließlich nur noch ein paar Tage bis Weihnachten und den letzten Baum, den keiner wollte, möchte er auch nicht. Jens K. quält sich nach der Arbeit durch den Berufsverkehr zum Weihnachtsbaumhändler seines Vertrauens.

 

Das Auto an den Baum gebunden

Endlich angekommen, sucht er ein besonders schönes Exemplar heraus. Da er es nicht mehr geschafft hat, den Kofferraum mit den ganzen Sportgeräten seiner Kinder auszuräumen, schnallt er den Weihnachtsbaum mit zwei Expandern kurzerhand auf das Dach seines Autos. Das hält schon, er muss ja nur noch eine kurze Strecke bis nach Hause fahren.

 

Bäume fliegen tief

Es ist, wie üblich in dieser Jahreszeit, sehr früh dunkel. Jens K. sieht daher den dunkel gekleideten Fußgänger, der die Straße auf dem Zebrastreifen überquert, erst spät und muss eine Vollbremsung durchführen. Als er erleichtert merkt, dass er den Wagen noch rechtzeitig zum Stehen bekommen hat, fliegt der Weihnachtsbaum über ihn hinweg direkt auf den Fußgänger zu. Jens K. sieht alles wie in Zeitlupe ablaufen. Der Baum trifft den Fußgänger am Kopf und der Fußgänger bricht zusammen.

 

Erste Hilfe an Weihnachten

Zuerst ist Jens K. wie gelähmt. Doch dann besinnt er sich, steigt aus und läuft zu dem Fußgänger. Dieser ist ohne Bewusstsein. Jens K. leistet Erste-Hilfe und betätigt den Notruf. Nach kurzer Zeit treffen die Rettungssanitäter ein. Gott sei Dank erlangt der Fußgänger das Bewusstsein wieder. Er hat eine große Platzwunde und eine Gehirnerschütterung. Von den Rettungssanitätern wird er für weitere Untersuchungen ins nächste Krankenhaus gebracht.

Weihnachten

Foto: by_knipseline_pixelio.de_

Fahrlässige Körperverletzung

Die eingetroffenen Polizisten weisen den kreidebleichen Jens K. darauf hin, dass er mit einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen muss. Er könne mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt werden. „Was für eine schöne Bescherung“ denkt sich Jens K.

 

Rechtsschutzversicherung hilft auch an Weihnachten

Zuhause angekommen ruft Jens K. bei seiner Rechtsschutzversicherung an. Der von dieser empfohlene Rechtsanwalt ist ein spezialisierter Strafverteidiger. Er vertritt Jens K. während des Verfahrens und erreicht, dass die Sache noch einigermaßen glimpflich ausgeht. Jens K. wird zugute gehalten, dass er sich am Unfallort vorbildlich verhalten hat und sich auch bisher noch nie etwas zu schulden hat kommen lassen. Jens K. muss „nur“ eine Geldstrafe von 500,- € bezahlen. Die Kosten des Rechtsanwalts und den ermittelnden Behörden in Höhe von fast 2.000,- € übernimmt die Rechtsschutzversicherung für ihn.

Hintergrund
Der Fall ist über die Leistungsart Straf-Rechtsschutz in allen Produkten, die den Verkehrs-Rechtsschutz enthalten, versichert.

Quelle: KS-Auxilia

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