Brand und Unterversicherung

Brand und Unterversicherung

In einem ihrer Gebäude betreibt eine GmbH eine Fitness- und Wellnessanlage. Aus ungeklärter Ursache fängt die Sauna im Dachstuhl des Gebäudes eines Nachts Feuer. Das Dachgeschoss und das erste Stockwerk brennen völlig nieder und die herunterstürzenden Dachbalken bringen die Decke des Erdgeschosses zum Einsturz. Die Feuerwehr bekommt den Brand nur mit sehr viel Löschwasser unter Kontrolle. Das Löschwasser dringt sogar bis in den Keller ein, weshalb das Gebäude nun abrissfällig ist.

Versicherung nach Brand

Das Gebäude muss nach dem Brand völlig neu aufgebaut werden. Die Brandversicherung schickt einen Gutachter. Dieser bemisst den Wiederherstellungswert des Gebäudes inklusive Einrichtung auf 2 Mio. €. Die Gesellschafter der X GmbH stehen diesem Ergebnis skeptisch gegenüber. Ihrer Ansicht nach sind das Gebäude und die Einrichtung viel höher zu bewerten. Sie beauftragen daher einen eigenen Gutachter.

Unterversicherung – der Brand nach dem Brand

Laut diesem Gutachter kostet die Wiederherstellung des Gebäudes inklusive der Einrichtung ca. 1 Mio. € mehr, als der Gutachter der Versicherung ermittelt hat. Es kommt daher zu einem Schriftwechsel mit der Brandversicherung. Diese reagiert aber anders als erhofft und kürzt Ihrerseits den Wert auf jetzt nur noch 1,5 Mio. €. Sie erklärt, dass eine Unterversicherung vorliegt und die teure Einrichtung nicht ausreichend versichert gewesen ist.

Die Rechtsschutzversicherung muss helfen

Genervt ruft der Geschäftsführer der GmbH bei seiner Rechtsschutzversicherung an. Diese empfiehlt sofort einen spezialisierten Rechtsanwalt, der mit einem Schreiben unter Androhung der Klageerhebung eine Frist zur Zahlung des Betrages von 3 Mio. € setzt. Doch die Brand versicherung schaltet weiter auf stur. Daher kommt es zum Prozess. Ein weiterer vom Gericht hinzugezogener Gutachter wird angehört. Dieser trifft die Entscheidung, dass das Gebäude und die Einrichtung zwar mehr Wert waren als von dem ersten Gutachter angesetzt, aber nicht ganz so viel wie vom zweiten Gutachter angenommen. Seiner Ansicht nach beläuft sich der Wert auf 2,4 Mio. €.

Einigung

Nach eingehender Befragung durch den Rechtsanwalt der GmbH kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass weitere 100.000,- € notwendig sein werden, um das Gebäude gleichwertig wiederaufzubauen. Der Richter schlägt den Parteien daher zum Abschluss des Verfahrens einen Vergleich vor. Die Brandversicherung zahlt insgesamt 2,5 Mio. € bei entsprechender Kostenverteilung. Die Brandversicherung muss 87 % der Prozesskosten in Höhe von insgesamt 80.000,- € übernehmen. Die restlichen ca. 11.000,- €, übernimmt die Rechtsschutzversicherung für die GmbH.

Hintergrund
Dieser Fall ist über den Versicherungs-Vertrags-Rechtsschutz gemäß § 28a ARB 2016 versichert.

Quelle: KS-Auxilia (in Auszügen)

Damit nichts anbrennt

Ein Brand kommt nie gelegen. Darum sollte man die Versicherung gegen Brand & Co. vorher gründlich prüfen. Das tun wir gerne mit Ihnen zusammen.

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Rechtsschutz für Gewerbe

Rechtsschutz für Gewerbe

Ein Rechtsstreit ist immer teuer. Den Streit mit einem Arbeitnehmer oder Verstöße gegen das Datenschutzgesetz sollten Unternehmer mit einer Rechtsschutzversicherung für ihr Gewerbe versichern. Was da versichert ist, und warum das Ihnen nutzen kann, lesen Sie hier.

Jedes Unternehmen, egal ob Hausmeisterservice oder produzierendens Gewerbe, braucht eine Rechtsschutzversicherung. Nicht um sich vor unerwünschten Telefonanrufen zu schützen, sondern um seine Existenz zu sichern. Rechtsschutzversicherungen für Gewerbe sind anders gestrickt als zum Beispiel Rechtsschutzversicherungen für Arztpraxen.

Was ist in Rechtsschutz für Gewerbe versichert?

Sie vereinbaren einen Umfang an erforderlichen Leistungen. Dieser sollte für die Wahrnehmung Ihrer rechtlichen Interessen ausreichend sein! Zunächst muss jedoch geklärt werden, welche Personen in welcher Eigenschaft zu versichern sind. Dies wären zum Beispiel Sie als Inhaber oder Geschäftsführer. Weiterhin Ihre Arbeitnehmer/-in in Ausübung ihrer Tätigkeiten für Sie. Sinnvoll ist der Einschluß des Privatrechtsschutzes für Sie und Ihre Familie. Womit wir bei den Leistungen wären.

Welche Leistungen sind in Rechtsschutz für Gewerbe unter anderem versicherbar?

Immer wieder gerne genutzt: Der Verkehrs-Rechtsschutz für Ihr Unternehmen und für Ihre Privatangelegenheiten. Außerdem der Privat-Rechtsschutz für Sie als Inhaber/Geschäftsführer. Natürlich ist auch der Rechtsschutz für Sie als Eigentümer, Mieter und Vermieter von Wohnungen und Grundstücken versicherbar. Wichtig, gerade in heutigen Zeiten ist der Spezial-Straf-Rechtsschutz. Vergessen Sie diesen bitte niemals! Versicherungs-Vertrags-Rechtsschutz kann wichtig sein, wenn Sie gegen eine Versicherung vorgehen wollen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Rechtsschutzversicherer nicht zum gleichen Versicherungskonzern gehört wie zum Beispiel Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung. Es kommt vor, dass ein Rechtsschutzfall gegen das eigene Haus abgelehnt wird. Der Vertrags-Rechtsschutz für Hilfsgeschäfte, also wenn der neue Scanner streikt oder die Hebebühne bricht, ist ein wichtiger Leistungspunkt. Wie auch das Forderungsmanagement, das Ihnen beim Eintreiben offener Rechnungen hilft.

Das waren die Leistungen, und nun einige Leistungsarten

Der Schadenersatz-Rechtsschutz, der Arbeits-Rechtsschutz, der Steuer-Rechtsschutz, der Sozialgerichts-Rechtsschutz, der Straf-Rechtsschutz, der Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz, der Rechtsschutz für Opfer von Gewaltstraftaten, der Daten-Rechtsschutz vor Gerichten…

Streit mit Kunden immer außen vor

Achtung: Sie betreiben Ihre Gewerbe nach bestem Wissen und Gewissen und haben trotzdem Streit mit einem Ihrer Kunden? Nun denken Sie: Kein Problem, ich hab ja meine Rechtsschutzversicherung. Dann liegen Sie leider falsch! Diese Art Stress können Sie nur mit einem besonderen Einschluß versichern, dem Firmen-Vertragsrecht! Das ist immer versicherbar, nur nicht immer bezahlbar.

Was geht meist gar nicht in Rechtsschutz für Gewerbe?

Baurechtsstreitigkeiten, das versichert Ihnen (eigentlich) keiner mehr. Es gibt Ausnahmen für Ihre private Baustelle, aber auch nur bei einem einzigen Anbieter, und das wars für diesen Leistungsteil auch schon. Ähnlich sieht es aus bei Streitigkeiten aus dem Bereich des Familien-, Lebenspartnerschafts- und Erbrechtes. In gewerblichen Versicherungen ist dies nicht abzusichern. Auch hier gilt, für den Privatmann machbar in Grenzen, mit sehr langer Wartezeit. Rechtsfälle des Versicherungsnehmers und mitversicherter Personen untereinander sind ebenso ausgeschlossen wie Kapitalanlagestreitigkeiten. Sollten Ihnen Sie Streitigkeiten vor internationalen Gerichtshöfen und Verfassungsgerichten drohen, setzen Sie bitte auch nicht auf Ihre Rechtsschutzversicherung. Bei vorsätzlich begangenen Straftaten, nach rechtkräftiges Urteil, oder bei vertragsrechtlichen Streitigkeiten, weil Sie Forderungen an Kunden, Gewährleistungsansprüche von Kunden auf dem Tisch haben, wird in der Regel auch nicht geleistet.

Hier kann der Versicherungsmarkt aber Ausnahmen und zumindest teilweise Deckungslösungen kennen, siehe Firmenvertragsrecht.

Wie läuft der Rechtsschutzfall ab?

Suchen Sie vor erster Konsultierung eines Anwalts immer zunächst das Gespräch mit dem Rechtsschutzversicherer. So können Sie im Vorfeld prüfen lassen, ob ein Rechtsstreit Aussicht auf Erfolg hat, den Versicherungsumfang konkret abgrenzen und sich eine verbindliche Deckungszusage geben lassen. Für einzelne Bausteine der Rechtsschutzversicherung kann eine Wartezeit vereinbart sein. Für Versicherungsfälle, die sich innerhalb dieser Wartezeit oder vor dem Versicherungsbeginn ereignen, besteht kein Versicherungsschutz.

Was gibt es sonst noch im Bereich Rechtsschutz für Gewerbe?

Eigenschadenversicherung

Ähnlich wie bei der D & O schützt die Eigenschadenversicherung eine Firma vor den Vermögensschäden durch Handlungen und Entscheidungen ihrer Mitarbeiter. Der versicherte Personenkreis ist hier jedoch nicht die Führungsetage, sondern der größere Teil der Mitarbeiter, die eher als Erfüllungsgehilfe tätig sind (inkl. Aushilfen und Praktikanten). Auch hier können größere Schäden verursacht werden: falsch weitergegebene Rabatte an Kunden, vergessenes Komma bei einer Bestellung, einer Zeitarbeitsfirma wird vergessen mitzuteilen, dass keine Arbeiter mehr benötigt werden, etc. Die Eigenschadenversicherung ist eine interessante neue Form des Firmenschutzes.

Rechtsschutzversicherung für Unternehmenslenker („Manager-Rechtsschutz“)

Dieser spezielle Rechtsschutz ist vor allem für Geschäftsführer und Vorstände interessant. Deren Arbeitsverträge fallen mämlich nicht unter die Deckung eines Arbeits-Rechtsschutzes. Diese Art Streitigkeiten könnten über einen Anstellungsvertragsrechtsschutz gedeckt werden. Auch die persönliche Haftung eines Firmenlenkers kann über D & O und/oder speziellen Vermögensschadenrechtsschutzversicherung gedeckt werden. Der dritte Baustein des „Manager-Rechtsschutzes“ deckt die strafrechtliche Verfolgung der versicherten Person. Diese Sonderform der Rechtsschutzversicherung ist jedem Firmenlenker nur wärmstens zu empfehlen.

Ihr Unternehmen – Ihr Risiko – Ihre Rechtsschutzversicherung

Lassen Sie uns Ihre Rechtsschutzversicherung prüfen oder, sofern Sie noch keine haben, unterhalten wir uns über eine Lösung für Sie. Das kann auch online erfolgen. Buchen Sie unten direkt Ihren Wunschtermin und los gehts. Ihr Produkt und unser Konzept, Sicherheit für Ihr Unternehmen.

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Praxisrechtsschutz

Praxisrechtsschutz

Braucht eine Praxis unbedingt einen Praxisrechtsschutz? Wir meinen: Ja! Denn immer häufiger klagen Patienten Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen ein. Immer häufiger wird strafrechtlich gegen Ärzte ermittelt, auch wegen des Verdachts des Abrechnungsbetrugs. Auch Streitigkeiten aufgrund der Überschreitung des Arzneimittelbudgets und der anschließenden Regressnahme beim Arzt sind nicht mehr selten.

Praxisrechtsschutz fürs Heilwesen

Ärzte brauchen mehr denn je eine solide, leistungsstarke und möglichst umfangreiche Rechtsschutzdeckung! An einem speziellen Tarif für das Heilwesen führt hierbei aus unserer Sicht kein Weg vorbei.  An folgendem, realen Beispiel sehen Sie, was geschehen kann. 

Ein blauer Brief

Nach einem anstrengenden Tag mit regem Betrieb in ihrer Praxis widmet sich die Kieferorthopädin Dr. Sonja A. noch dem Posteingang: Ein Brief des Disziplinarausschusses der kassenzahnärztlichen Vereinigung ist auch dabei. Sonja A. ahnt bereits, dass es vermutlich erneut um den Vorgang mit dem minderjährigen Patienten Konrad H. geht. Die Kieferorthopädin dachte eigentlich, dass die Angelegenheit mit der Mutter und der Krankenkasse bereits abschließend geklärt sei. Das hatte sie auch der kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) bereits mitgeteilt.

Sonja A. liest sich den beiliegenden „Antrag auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens“ durch. Darin wird ihr ein Verstoß gegen die Dokumentationspflicht und die Auskunftspflicht gegenüber dem Vorstand der KZV vorgeworfen. Ein Bußgeld von 8.000,- € wird ihr angedroht.

Behandlungsfehler?

Die KZV führt aus: Der Patient Konrad H. befinde sich seit 6 Jahren wegen einer Fehlstellung der Zähne bei Sonja A. in Behandlung. Bereits vor 5 Jahren habe Sonja A. auf die Notwendigkeit der Extraktion der Weisheitszahnwurzeln hingewiesen, da ansonsten die anderen Zähne wieder verschoben werden. Die Mutter des Patienten vertraute aber der falschen Einschätzung durch den Zahnarzt, so dass es dann zu einer weiteren Zahnverschiebung und notwendigen Behandlung gekommen ist.

Dokumentationspflichten versäumt?

Der erste Befund soll von Sonja A. aber nicht ordnungsgemäß in den Unterlagen dokumentiert worden sein. Dieser sei vielmehr nachträglich und ohne Datumsangabe eingefügt worden. Die KZV moniert außerdem, Sonja A. habe zur damaligen Anhörung nicht das Originalmodell des Kiefers mitgebracht, sondern ein Duplikat. Die Ausgangsbissstellung konnte daher nicht mehr zweifelsfrei rekonstruiert werden. Sonja A. habe somit sowohl gegen ihre Dokumentations- als auch ihre Auskunftspflichten verstoßen.

Ein Fall für den Praxisrechtsschutz

Sonja A. ärgert sich darüber. Die Annahmen der KZV entsprechen nicht der Wahrheit. Sie nimmt Kontakt mit ihrer Rechtsschutzversicherung auf und lässt sich Tipps für die weitere mögliche Vorgehensweise geben. Anschließend beauftragt sie einen im Medizinrecht spezialisierten Anwalt. Dieser formuliert den Sachverhalt aus Sonja A.s Sicht:

Der Eintrag zum Befund der Weisheitszähne sei nicht nachträglich eingefügt worden. Hierzu könne gerne die Arzthelferin Selina V. als Zeugin gehört werden. Diese hatte versehentlich das Datum vergessen, den Befund aber ansonsten ordnungsgemäß dokumentiert. Weiterhin seien die Modelle nur verwechselt worden. Die Originalmodelle hatte Frau Dr. Sonja A. an den medizinischen Dienst geschickt, dies aber vergessen und daher wurden versehentlich Duplikate vor der Anhörung vorgelegt.

Hin und Her

Der Disziplinarausschuss lässt sich davon nur teilweise überzeugen. Die Zeugenaussage der Arzthelferin ist glaubwürdig. Von einer schlichten Verwechslung der Original- und Duplikatmodelle ist man jedoch nicht überzeugt. Die vorgelegten Duplikate weisen einen anderen Biss auf, als der der dokumentiert wurde. Daher wird vom Ausschussnur eine verringerte Geldbuße von 2.000,- € festgesetzt.

Gegen diesen Bescheid erhebt der Rechtsanwalt von Sonja A. Klage. Leider bleiben jedoch die Originale unauffindbar. Der Anwalt rät Sonja A. aus diesem Grund zur Rücknahme der Klage. Für den Rechtsstreit sind insgesamt Kosten von ca. 4.500,- € angefallen. Diese wurden von der Rechtsschutzversicherung für Frau Dr. A. übernommen.

Leistungen der Praxisrechtsschutzversicherung

Dieser Fall betrifft die Leistungsart Disziplinar- und Standes-Rechtsschutz in Ärzte-Tarifen enthalten, die den Praxis-Bereich beinhalten.

Quelle: KS-Auxilia

Die passende Rechtsschutzversicherung

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Mobbing und Rechtsschutz

Mobbing und Rechtsschutz

Mobbing, insbesondere Cyber-Mobbing, ist besonders unter Jugendlichen weit verbreitet. Mobbingopfer haben oft lange mit den Folgen zu tun. Um diesem Schmerz nicht auch noch ausufernde Anwaltskosten hinzuzufügen, brauchen Sie eine gute Rechtsschutzversicherung.

Mobbing – eine wahre Geschichte

Die Eltern von Marie, Tobi und Ulla sitzen auf ihrer Terrasse und schauen ihrer Tochter beim Spielen zu. Sie sind froh, dass ihre Tochter Marie wieder fröhlich ist. Die vergangenen Monate waren der blanke Horror.

Marie wurde in einem beliebten Schüler-Chat auf das Übelste beschimpft und beleidigt. Auch Fotos von ihr wurden hässlich verändert und verunstaltet. Es war fast schon ein Shitstorm, obwohl Marie niemanden etwas getan hatte. Aus Sicht der Täterin allerdings schon – Marie hatte die Hauptrolle im Schultheater bekommen und das hatte ihrer Mitschülerin Janina überhaupt nicht gepasst. Deshalb kam diese auf die Idee, unter verschiedenen Pseudonymen Marie im Netz zu mobben.

Mobbing – die stille Bedrohung

Die Eltern von Marie hatten das Mobbing anfangs nicht mitbekommen. Erst als Marie nicht mehr so fröhlich war, sich zurückzog und auch die Noten schlechter wurden, schöpften sie langsam Verdacht. Nach einem Hinweis von anderen Eltern kamen die beiden schließlich auf den Chat. Anhand verschiedenen Einträge und Aussagen wurde schnell klar, dass es sich bei dem „Täter“ um Janina handelte. Doch alleine kamen Tobi und Ulla nicht weiter – die Eltern von Janina sagten einfach, dass ihre Tochter ja erst 12 Jahre alt und daher für nichts verantwortlich sei!

Rechtsbeistand

In ihrer Verzweiflung schilderten Tobi und Ulla die Angelegenheit daraufhin ihrer Rechtsschutzversicherung und bekamen einen spezialisierten Anwalt empfohlen. So einfach, wie es sich Janinas Eltern dachten, war es nämlich nicht. Strafrechtlich konnte Janina aufgrund ihres Alters zwar nicht belangt werden, doch zivilrechtlich schon. Dazu musste sie für ihre Taten die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht haben. Davon konnte man bei Janina durchaus ausgehen.

Zumindest ist es vorbei

Der beauftragte Rechtsanwalt hatte vor Gericht Erfolg. Janina wurde zur Unterlassung derartiger Äußerungen und Posts verurteilt. Außerdem mußte sie ein Schmerzensgeldes in Höhe von 3.000,- € zahlen. Die Richter stellten in dem Urteil fest, dass Janine bei ihren Taten die notwendige Einsichtsfähigkeit hatte. Die Kosten des Rechtsstreits in Höhe von über 1.500,- € mussten am Ende die Eltern von Janina übernehmen.

Quelle: KS-Auxilia

Die passende Rechtsschutzversicherung

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Bauherr und Rechtsschutz

Bauherr und Rechtsschutz

Wer baut begibt sich meist in finanzielle Untiefen. Egal ob Eigentumswohung oder Haus, die Kosten sind heute immens. Streiten Sie dann mit dem Bauträger wegen Fehlern oder Vertragserfüllungen, dürfen Sie zu den kalkulierten Kosten auch noch die Anwaltskosten nachfinanzieren. Lieber Bauherr, Ihre Hausbank wird es Ihnen danken.

Bauherr nicht versicherbar?

Keine Chance auf Rechtsschutz. Nur sehr wenige Rechtsschutzversicherer sichern Ihre Eigenschaft als Bauherr ab. Beim Streit mit der Bauantragsbehörde, dem Bauträger, dem Architekten oder dem Handwerker müssen Sie sich also fast immer selbst helfen. Oder von Ihrer Bank helfen lassen. Je nach Höhe des Streitwertes kann schon der erste Brief Ihres Anwalts sehr teuer werden. Apropos Streitwert: Bei den heutigen Grundstückspreisen schießt dieser schon bei einer Klage wegen allein des Grundstückskaufs in die Höhe.

Risiko als Bauherr ist versicherbar

In der Tat jedoch läßt sich dieses Risiko absichern. Ausgewählte Rechtsschutzversicherer decken das Risiko, meist jedoch mit einer längeren Wartezeit. In der Regel sind dies sechs Monate, und zwar sechs Monate bis zum Eintritt der Streitursache. Heißt, Sie müssen den Rechtsschutzvertrag bereits mindestens sechs Monate besessen haben, bevor Sie einen Grundstückskaufvertrag oder einen Vertrag mit einem Bauträger unterschreiben. Also bevor Sie Bauherr oder Bauherrin werden.

Zu teuer oder besser? Auf die Beratung kommt es an!

Und ja, dieser Tarif kostet mehr als der Marktdurchschnitt. Bei der Wahl der passenden Rechtsschutzversicherung wägen Sie also bitte ab, ob Sie einen Neubau oder Umbau oder den Kauf eines Grundstücks planen. Werden Sie in absehbarer Zeit Bauherr oder Bauherrin? Wir stellen Ihnen gerne die Alternativen zur Auswahl, die Entscheidung treffen letztendlich Sie allein.

Was meist vergessen wird

Fast jeder Bauherr denkt an die Bauherrenhaftpflicht und die Feuerrohbauversicherung. Meist jedoch wird die Bauleistungsversicherung vergessen. Dabei ist diese die wichtigste Ergänzung zur Feuerrohbauversicherung und darf bei keinem Neubau fehlen. Die Kasko für Bauherren ist die Bauleistungsversicherung. Denn was die Feuerrohbauversicherung nicht deckt sind Schäden, die eben nicht durch Feuer entstehen. Ein Beispiel: Bei Starkregen läuft, weil das Grundstück noch nicht befestigt ist, der Keller eines fast bezugsfertigen Neubaus voll. Schadenshöhe ca. 50.000 Euro. Der komplette Fußboden muss raus, Treppe und die Türen im Kellergeschoß sind ebenso betroffen. Der Einzug verzögert sich. Diesen Schaden zahlt keine Feuerrohbauversicherung, sondern die Bauleistungsversicherung! Oder Sie zahlen den aus der eigenen Tasche.

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Corona und die Abmahnung

Corona und die Abmahnung

Corona hat nicht nur Folgen für die Gesundheit, auch Anwälte und Gerichte beschäftigen sich zunehmend mit den Folgen der Pandemie. Ein Beispiel aus dem Thema Arbeitsrecht.

Abstandsgebot verletzt

Raimund T. hat eine Abmahnung bekommen. Sein Arbeitgeber behauptet, er habe entgegen den ausdrücklichen Weisungen die Hygienemaßnahmen wegen des Corona-Virus missachtet. Bei der Annahme der Lieferung habe er einem Lieferanten die Hand gegeben und diesen auch noch freundschaftlich am Arm berührt.

Corona und Abmahnung?

So war das aber nicht. Der Lieferant, den Raimund T. seit Jahren kennt, hat ihn freundschaftlich am Arm zu sich gezogen. Mit der anderen Hand Raimund T.s Hand zu einem Handschlag gepackt. Das ging alles so schnell, dass Raimund T. völlig überrumpelt war. Raimund T. hat dann schnell versucht, den Lieferanten etwas wegzudrücken und auf das Abstandsgebot hinzuweisen. Der Lieferant sagte nur lachend „Ach komm, stell Dich doch nicht so an“. Um ihn nicht zu verprellen, wollte Raimund T. um diesen Vorfall kein weiteres großes Aufsehen machen. Sein Arbeitgeber sah das aber leider anders, was sich in einer Abmahnung widerspiegelt.

Rechtsberatung nach Vergehen gegen Corona – Schutzmaßnahmen

Raimund T. ruft noch am Abend bei der telefonischen Rechtsberatung seiner Rechtsschutzversicherung KS/AUXILIA an. Er möchte die Abmahnung gerade in diesen schwierigen Zeiten nicht auf sich sitzen lassen. Andererseits will er auch keinen (weiteren) Ärger mit seinem Arbeitgeber riskieren. Dieser hat schließlich schon zwei Kollegen wegen der Corona-Krise entlassen müssen.

Mediation als Lösungsweg

Im Gespräch mit der KS/AUXILIA wird Raimund T. auf die Möglichkeit einer Mediation hingewiesen. Diese ist telefonisch möglich und Raimund T. müsste nicht selbst mit seinem Arbeitgeber sprechen. Ein neutraler Mediator würde sich mit Raimund T. in Verbindung setzen und sich die Sache schildern lassen. Der Mediator könnte sich dann vermittelnd für Raimund T. bei dessen Arbeitgeber einsetzen und versuchen, eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu finden. Raimund T. findet das Angebot der Mediation genau richtig und ist einverstanden.

Alle Seite profitieren

Der Mediator lässt sich von Raimund T. die Angelegenheit ausführlich schildern. Zudem versichert er, dass der Zwischenfall unverschuldet zustande kam und es Raimund T. unangenehm ist. Der Mediator erreicht im Gespräch mit dem Arbeitgeber, dass dieser die Abmahnung zurücknimmt. Raimund T. wird zwar nochmals auf die Gebote zur Corona-Pandemie sensibilisiert, aber das ist für Raimund T. in Ordnung.

Ein sehr erfreuliches Ende dieser unerfreulichen Geschichte – und das ganz ohne langwierige juristische Auseinandersetzung! Die Kosten für die Mediation übernimmt die Rechtsschutzversicherung KS/AUXILIA.

Hintergrund

Dieser Fall ist über die Leistungsart Arbeits-Rechtsschutz in allen Produkten enthalten, die den Berufs-Bereich für nichtselbständige Tätigkeiten enthalten.

Die Mediation ist ein PremiumService der KS/AUXILIA. Der PremiumService ist in allen unseren Rechtsschutz-Produkten enthalten. Eine Mediation schließt weitere juristische Schritte nicht aus und ist ohne Selbstbeteiligung versichert.

Quelle: KS-Auxilia