Beiträge steigen in PKV und GKV

Beiträge steigen in PKV und GKV

Beiträge für Privat Krankenversicherte steigen 2021 durchschnittlich um 8,1 Prozent. Im Schnitt der letzten 10 Jahre allerdings sind die Beiträge in der PKV langsamer gestiegen als in der Gesetzlichen Krankenversicherung. So eine Hochrechnung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV).

PKV- Beiträge steigen deutlich; aber langsamer als Krankenkassen-Beiträge

Beitragsanpassungen (BAP) in der Privaten Krankenversicherung sind selten lustig. Für beide Beteiligte, Versicherte wie Versicherer ist der Vorgang eher mit Zahnschmerzen verbunden. Klar: Höhere Prämien beim Kunden tragen selten zum guten Ruf eines Krankenversicherers bei. Für 2021 stehen teils saftife Anpassungen an. Im Durchschnitt sollen die Beiträge um 8,1 Prozent angehoben werden. So schreibt zumindest die FAZ und beruft sich dabei auf eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherungen WIP.

Beiträge steigen für fast alle

Bei der Debeka fallen die Anpassungen dieses Jahr besonders drastisch aus. Deshalb hat der Versicherer Studienergebnisse des privatwirtschaftlichen IGES Instituts aus Berlin zum Thema „Beitragsentwicklung in der PKV“ veröffentlicht. Die Wirtschaftsforscher hatten die Beitragsentwicklung der Debeka-Kunden über den Zeitraum der letzten 20 Jahre unter die Lupe genommen. Ergebnis: Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind langfristig nicht stärker gestiegen als in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Über einen Zeitraum von zehn Jahre betrachtet, seien die PKV-Beiträge im Durchschnitt weniger gestiegen, als die GKV-Beiträge: Durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr in der GKV und nur 2,3 Prozent in der PKV.

Diverse Stellschrauben

Es gibt nun mehrere Schnittstellen, die für GKV-Versicherte wichtig sind. Die durchschnittliche Steigerung des Höchsbeitrages der GKV lag von 1970 bis 2020 bei 5,89 Prozent pro Jahr.  Und die Beitragsbemessungsgrenze stieg in den letzten 20 Jahren um durchschnittlich 1,77 Prozent jährlich.

Während nun der Beitragssatz selbst, also die aktuellen durchschnittlichen 14,6 Prozent plus Zusatzbeiträge, in der GKV in den letzten Jahren annähernd stabil gehalten werden konnte, ist eben die absolute Belastung der Versicherten gestiegen. Denn immerhin rechnen sich 14,6 Prozent auf das beitragspflichtige Einkommen und das ist auch deutlich gestiegen. Unter anderem eben, wie oben beschrieben, wegen der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Während diese in 2011 noch bei monatlich 3.712,50 Euro gelegen hatte, steigt sie 2021 auf 4.837,50 Euro im Monat. Das ist eine Steigerung von 1125 Euro oder ein Anstieg um 30,3 Prozent. Daraus resultiert ein deutlich größerer GKV-Höchstbeitrag.

PKV-Verband kritisiert gesetzliche Beitragsanpassungsregeln

Der PKV-Verband kritisiert aktuell gesetzlichen Vorgaben zur Beitragsanpassung. Dürfte die PKV ihre Beiträge kontinuierlich anpassen und nicht erst nach Überschreitung von Kostenschwellen, könnten Mehrkosten der Versicherten jährlich gleichmäßiger verteilt werden. Dann könnten sprunghafte Beitragserhöhungen vermieden werden.

Direkter Vergleich kaum möglich.

Ein direkter Vergleich beider Gesundheitssysteme ist ohnehin fragwürdig. Immerhin schüttet die GKV im Umlageverfahren ihre Einnahmen sofort wieder aus. Dagegen müssen in der privaten Krankenversicherung Teile des Beitrags  für gedämpfte Beiträge im Alter zurückgelegt werden.

PKV oder GKV – was darfs sein

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Kranke Kassen

Kranke Kassen

Wer hätte das gedacht: Corona kostet doch noch Geld! Verrückt! Die Folgen der wirtschaftlichen Talfahrt sind nun im Gesundheitssystem angekommen. Kranke Kassen sind die Folge. Denn die Kassen sind nicht nur leer, da fehlt noch viel mehr.

Kassen machen keine Kasse mehr

„GKV-Zusatzbeitrag wird erhöht“, so ein Titel der Wirtschaftswoche vom 23. September 2020. Für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen heißt das konkret, sie müssen drei Milliarden Euro mehr aufbringen. Natürlich nicht pro Versichertem, so üppig ist das Einkommen in Deutschland dann doch nicht (wir liegen im europäischen Vergleich sogar ziemlich schlecht). Nein, die drei Milliarden sind von allen Versicherten zu tragen. Und die dürfen sich das mit ihren Arbeitgebern teilen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag wird um 0,2 Punkte steigen und liegt dann bei 1,3 Punkten.

Arbeit kurz = Geld kurz

Klar ist, Kurzarbeit setzt den Kassen zu. Weniger Einkommen heißt eben auch geringere Beiträge. Auch gestiegene Arbeitslosenzahlen lassen die Einnahmen nicht eben sprudeln. Alles in Allem keine gute Grundlage für die Zukunft. Und die sieht ohnehin nicht rosig aus. In den nächsten Jahres wird einen Boom an Rentnern geben, die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge verabschieden sich so langsam ins Altenteil. Gut verdienende Klientel, auf die die Kassen verzichten müssen.

Betriebsrente kaum noch beitragspflichtig

Manchmal haut der Staat das Geld an den richtigen Stellen raus. Einnahmen aus betrieblicher Altersversorgung sind in Zukunft eher selten mit Krankenkassenbeiträgen belegt, denn dei Freibeträge dafür wurden massiv angehoben. Auch dies kostet die Krankenkassen Einnahmen. Wenn gerade die geburtenstarken Jahrgänge als Beitragszahler ausfallen und auf ihre Betriebsrente keine Beiträge entrichten müssen, siehts in den Kassen trübe aus.

Fast 40 Prozent Lohnnebenkosten

Geht der Zusatzbeitrag durch die Decke, sieht das auf Ihrem Gehaltszettel auch nicht besser aus. Fast 40 Prozent, genau 39,95 Prozent, zahlen Sie an Sozialabgaben. Kinderlose reißen die 40-er Marke sogar, durch ihren Zusatzbeitrag in die Pflegeversicherung. Und dieser Wert trügt sogar. Denn die Grenze, bis zu der Sie Beiträge zahlen müssen, steigt Jahr um Jahr an. Im Jahr 2000 lag sie bei 3297,83 Euro Monatseinkommen, der durchschnittliche Beitragssatz damals „lächerliche“ 13,5 Prozent. Eine Pflegeversicherung gabs noch nicht.  2020 sind wir nun bei 4687,50 Euro bis zu denen Sie zur Kasse gebeten werden. Der durchschnittliche Beitragssatz hängt im Moment bei 15,7 Prozent, und 3,05 Prozent für die Pflegeversicherung kommen auch noch hinzu, für kinderlose sogar 3,3 Prozent.

Kassen leer – Beiträge her

So richtig fett sah es in der gesetzlichen Krankenversicherung ja noch nie aus. Deshalb ist innerhalb von 20 Jahren die Beitragsbemessungsgrenze um durchschnittlich 3,46 Prozent pro Jahr gestiegen. Der Beitragssatz stieg im Jahresschnitt um 0,75 Prozent. Was aber nie mitberechnet wird: Die Leistungen sind gesunken. Brillen, Physiotherapie, Zahnersatz, alles wurde in den letzten 20 Jahren zurückgefahren. Sie müssen sich zusatzversichern, wenn Sie die Leistung erhalten wollen.

Privat versichern als Alternative?

Wer sich privat versichern will, und wem dieser Weg offen steht, soll aber bitte einige grundsätzliche Dinge bedenken: Die Familienplanung muss in die Kalkulation einfließen, denn eine kostenfreie Familienversicherung gibt es in der PKV-Welt nicht. Wann beziehen Sie Rente, und wieviel davon? Die Gesetzliche Rente hat bekanntlich Otto v. Bismarck erfunden, nur leider viel zu wenig davon. Und das könnte Ihnen als Rentner in der PKV die Kassen leer saugen.

Füllen Sie Ihre Kassen

Sie sollten einen großen Teil der Beitragsersparnis verwenden um Rückstellungen für die Rente zu bilden. Diese Ansparungen könnten über eine Basisrente steuerlich gefördert sein. Treffen Sie Ihre Grundsatzentscheidung nicht allein aufgrund der hohen Beitragserspanis, sondern auch unter dem Gesichtspunkt der Eigenverantwortung.

Fazit

Das Finanzierungssystem der GKV steht auf tönernen Füßen. Seit längerem wird darüber nachgedacht, alle möglichen Einkunftsarten im Rentenalter für die GKV zu erfassen. Ob das so kommen wird, ist fraglich? Aber die Kassen sind leer! Von allein füllen sie sich nicht. In der PKV besteht zwischen Ihnen und dem Versicherer eine klare vertragsschuldnerische Vereinbarung, gegen die der Versicherer natürlich die Beitragsschraube ins Spiel bringen kann. Auch in der PKV sind die Beitragsschrauben angezogen worden!

Was Behandlungen angeht, haben Sie die Fäden in der PKV selbst in der Hand, ein unschätzbarer Vorteil im Alter, wenn Erkrankungen häufiger auftreten.

Ihre Kasse

GKV oder PKV? Vor der Entscheidung steht die sachliche Analyse. Und diese können wir!

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Zahnersatzversicherung

Zahnersatzversicherung

Wir wollen, dass Sie verstehen, was Ihnen eine Zahnersatzversicherung bieten kann. Denn erstens können viele Begriffe aus der Versicherungswelt können für Sie mehr als verwirrend sein und zweitens zu Missverständnissen führen. Damit Sie sich nicht „verkaufen“, beschreiben wir die einzelnen Leistungspunkte rund um die Zahnzusatzversicherung etwas anschaulicher. Wenn Sie trotzdem noch Fragen haben sollten, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Wir sind als Ihr Ansprechpartner für alle Bereiche der Vorsorge sehr gerne für Sie da!

Preis-Leistung-Verzeichnis

Zzahnärztlichen Honorare regelt die GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) einheitlich. Für Zahnersatzmaterialien hingegegen existiert keine Liste über Einheitspreise – die Kosten schwanken je nach zahntechnischem Labor teilweise erheblich. Einige Versicherungsgesellschaften halten sich deshalb an festgelegte Preisverzeichnissen, in denen maximal erstattungsfähige Beträge für zahntechnische Laborleistungen und Materialkosten aufgeführt werden.

IGeL-Leistungen in der Zahnersatzversicherung

Medizinische Leistungen, die Sie als Kassenpatient in der Arztpraxis selbst bezahlen müssen, tun Ihrem Konto besonders weh. Es ist beinahe so, als setze Ihr Zahnarzt den Bohrer an direkt an Ihrem Konto an:) Weil die GKV diese Kosten gar nicht übernimmt, sollten Sie diese versichern. Wir nennen diese Leistungen Individuelle Gesundheitsleistungen oder kurz IGeL. Und genau auf diese Kosten kommt es an. Denn es gibt eine Menge Zahnersatzversicherungen die nur den Festzuschuß der GKV erhöhen, nicht aber IGeL-Leistungen erstatten! Also aufgepasst.

Prof. Zahnreinigung (PZR)

Professionelle Zahnreinigung läßt Sie wieder lächeln! So nennen wir die Intensivreinigung Ihrer Zähne mit Spezialinstrumenten. Ziel Ihres Zahnarztes ist es dabei, krank machende und kosmetisch störende Beläge zu entfernen, denn diese erhöhen das Risiko für Karies und Parodontitis. Die sog. PZR ist eine IGeL-Leistung, denn die GKV zahlt Ihnen diese Leistungen meist gar nicht. Aber auch bei vielen private Zahnersatzversicherungen fehlen diese Leistungen. Andere kennen wir, die nur anteilig zahlen. Deshalb erkundigen Sie ich genau, bevor Sie einen Tarif abschließen.

Alterungsrückstellungen

Bildet Ihr Vertrag Alterungsrückstellungen, so legt die Versicherung einen Teil Ihres Beitrags als Sparbeitrag zurück. Mit diesem Sparstrumpf soll die Preissteigerung durch steigendes Alter und damit höherem Risiko ausgeglichen werden. Theoretisch zahlen Sie also während der gesamten Vertragslaufzeit den gleichen Beitrag, denn die Rücklagen sollten ja da sein. Fakt ist jedoch, dass auch diese Tarife mit den Jahren wohl teurer werden müssen. Denn der medizinische Fortschritt ist in den Altersrückstellungen so wenig eingerechnet wie die Steigerungen der Löhne der Mediziner.

GOZ

Die Gebührenordnung für Zahnärzte bestimmt die Vergütung Ihres Zahnarztes. Sie ist sozusagen Ihre Lohnvereinbarungen mit dem behandelnden Zahnarzt. Darüber hinaus regelt sie die Abrechnungshöhe für den Anteil von Behandlungen, die von Ihnen selbst übernommen werden muss.

Höchstsätze GOZ

Unter dem Höchstsatz in der GOZ wird allgemein der 3,5-fache Satz für Zahnarzthonorare, der 2,5-fache für technische Leistungen und
1,3-fache Satz für Laborleistungen verstanden. Je komplizierter der Eingriff, je höher die Rechnung. Klar!

Wartezeiten in der Zahnersatzversicherung

Eine Wartezeit ist eine tariflich festgelegte Frist, während der Sie trotz bestehendem Versicherungsschutz noch keine Rechnungen abrechnen können. Im allgemeinen warten Sie drei Monate ab Versicherungsbeginn auf eine Leistung. Es gibt besondere Wartezeiten für Entbindung, Psychotherapie, Zahnbehandlung und Kieferorthopädie, hier warten Sie sogar bis zu acht Monate. Erleiden Sie einen Unfall und müssen deshalb behandelt werden, entfallen die Wartezeiten. Sie können in den besonderen Bedingungen eines Versicherers auch verkürzt werden, wodurch sie von Versicherer zu Versicherer stark variieren können.

Heil- und Kostenplan

Der Heil- und Kostenplan wird von Ihrem Zahnarzt erstellt, wenn Sie Zahnersatz benötigen. Ihr Zahnarzt dokumentiert dort den aktuellen Zahnstatus, welche Behandlungen erfolgen sollen und wie hoch die voraussichtlichen Kosten sind. Abhängig von der zu erwartenden Höhe der Gesamtkosten müssen Sie diesen Heil- und Kostenplan Ihrer Zahnersatzversicherung unbedingt vor dem Behandlungsbeginn zur Prüfung vorlegen.

Wurzelbehandlung

Gerne auch Wurzelkanalbehandlung genannt, ist eine zahnmedizinische Methode, abgestorbene oder entzündete Zähne von ihrer Entzündung zu befreien und sie dadurch vor der Herausnahme zu bewahren. Wurzelbehandlungen sind i.d.R. widerliche Prozeduren und enden gerne mal in vereiterten Zahnwurzeln. Die Krankenkassen übernehmen diese Behandlungen nur dann, wenn Sie einen Tarif mit Sonderleistungen haben.

Paradontalbehandlung in der Zahnersatzversicherung

Als Parodontose wird umgangssprachlich oft die Parodontitis bezeichnet. Zahnärzte sprechen so über eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats und einen möglichen Rückgang von Knochen und Zahnfleisch. Unbehandelt wird diese Krankheit früher oder später zunächst zur Lockerung und später zum Verlust Ihrer Zähne. Beachten Sie bitte auch: Liegt schon eine Paradontose vor, sind Sie womöglich nicht mehr versicherbar, oder nur noch eingeschränkt versicherbar.

Fissurenversiegelung

Eine rein prophylaktische Maßnahme. Denn Fissuren sind kleine Einkerbungen auf der Kaufläche eines Zahnes, welche an den großen Backenzähnen oft besonders ausgeprägt sind. Die Dinger sind in der Tiefe meist so fein, dass sie nur schlecht zu reinigen und daherbesonders anfällig für Karies sind. Um einer Karies vorzubeugen, werden die Fissuren versiegelt.

Brackets

Kleine Halterungen für kieferorthopädische Bogendrähte nennen wir Brackets. Im Zuge Ihrer Behandlung wird Ihr Zahnarzt die Brackets mittels einer festen Zahnspange und einem speziellen Kleber auf Ihrem Zahn befestigen.

Invisalign

Die „unsichtbare Zahnspange“. Dabei werden Ihnen transparente, herausnehmbare Schienen („Aligner“) angefertigt, die Sie dann tragen müssen. Diese herausnehmbaren Schienen sind aufgrund des durchsichtigen Materials auf Ihren Zähnen fast nicht zu sehen.

Kieferorthopädische Funktionsanalyse

Gnathologie, auch Funktionsdiagnostik oder Funktionsanalyse genannt, befasst sich mit der Funktion der Kiefer, also der Beziehung von Ober- und Unterkiefer zueinander. Hier können vielfältige Störungen auftreten, die wiederum eine Vielzahl von Beschwerden verursachen können, z.B. schmerzende oder knackende Kiefergelenke. Mittels der Funktionsdiagnostik wird der Ursache der Beschwerden auf den Grund gegangen,
um nachfolgend geeignete Therapiemaßnahmen festlegen zu können.

Implantat

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel und dient dem Ersatz fehlender Zähne. Implantate sind eine sehr flexible Art des Zahnersatzes, denn auf ihnen können, je nach vorhandener Situation, sowohl Kronen als auch Brücken oder Prothesen verankert werden. Sie bieten somit die Möglichkeit, einen einzelnen Zahn bis hin zum vollständig zahnlosen Kiefer mit einem Zahnersatz zu versorgen.

Inlay

Ein Inlay, auch Einlagefüllung genannt, ist eine Art einer Zahnfüllung. Sie stellt eine Alternative zu einer herkömmlichen plastischen Zahnfüllung dar. Der Unterschied zwischen plastischen Füllungen und Inlays liegt im Aufwand der Herstellung.

KIG

Die „kieferorthopädische Indikationsgruppe“ (KIG) 1 bis 5 bezeichnet den Schweregrad einer Zahn- oder Kieferfehlstellung, wobei die GKV bei Einstufung in KIG 3 (ausgeprägte Zahnfehlstellungen), KIG 4 (stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen) und KIG 5 (extrem stark ausgeprägte Zahnfehlstellungen) leistet, nicht bei KIG 1 (leichte Zahnfehlstellungen) und 2 (Zahnfehlstellungen geringer Ausprägung).

Farblose Bögen

Der Bogen, der einzelne Brackets einer festsitzenden Zahnspange verbindet, kann auch farblos sein. Damit sind Zahnspangen weniger auffällig.

Lingualtechnik

Ein kieferorthopädisches Behandlungsverfahren ist die Lingualtechnik, bei dem eine feste Spange (Lingualspange) auf der Zahninnenseite angebracht wird.

Material- und Laborkosten

Hier reden wir über Kosten für zahntechnische Anfertigungen im Labor, z. B. Implantate. Außerdem berechnet Ihnen Ihr Zahnarzt Verbrauchsmaterialien in der Zahnarztpraxis (sog. „Materialkosten“), wie z. B. Material für den Zahnabdruck.

Festzuschuss

Gehören Sie zu den gesetzlich Krankenversicherten, gilt für Sie für Zahnersatz das so genannte befundbezogene Festzuschusssystem. Jede Zahnersatzmaßnahme müssen Sie duch einen Befund beweisen. Dieser wird dann über einen Heil- und Kostenplan der Krankenkasse gemeldet, sofern Sie eine Behandlung wünschen. Ihre Befunde werden dann in einer Liste mit festgesetzten Zuschüssen abgeglichen. Sie können Ihren Festzuschuss durch ein regelmäßig geführtes Bonusheft erhöhen. Im Bereich Zahnerhalt, z. B. für Wurzelbehandlungen, gibt es KEINE befundbezogenen Festzuschüsse, sondern ein Punktesystem, wobei jeder Punkt dann einen bestimmten Wert hat.

Pauschaler/fiktiver Abzug bei Privatarzt

Schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab, hilft Ihnen diese normalerweise als Zusatz zu Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung. Sie soll also die Lücke zwischen Ihrer Regelversorgung durch die Krankenkasse und der höherwertigen privatärztlichen Versorgung decken. Zahnzuatztarife aller Anbieter leisten dann, wenn Ihre gesetzlichen Krankenversicherung auch zahlt. Die meisten reinen Privatzahnärzte haben aber keine Kassenzulassung, daher nehmen die Versicherer oft eine pauschale Leistungskürzung vor. Das heißt, die private Zahnersatzversicherung wird Ihnenvon dem vereinbarten Erstattungssatz, sagen wir zum Beispiel 90 Prozent, einen pauschalen Satz abziehen. Einen Satz, den Ihre gesetzliche Kasse „eigentlich“ per Festzuschuß geleistet hätte.  

Quelle: vema e.G.

PKV vor dem Comeback?

PKV vor dem Comeback?

Unseren gesetzlichen Krankenkassen (GKV) könnte die Coronakrise schwer zusetzen. Aber wie sieht es mit der Privaten Krankenversicherung, der PKV aus? Ist die nun doch wieder ein Zukunftsmodell?

Alles Spekulation

In den letzten Tagen flatterte mir eine Fachinformation ins Haus, dass einige gesetzliche Krankenkassen vor dem Aus stünden. Manche seien zumindest Übernahmekandidaten. Kurzarbeit und höher Arbeitslosigkeit sorgten für massiv sinkende Beitragseinnahmen der Kassen. Zudem stiegen die Kosten im Gesundheitswesen durch die Krise massiv an. Sogenannte Experten weissagen Beitragssteigerungen im Kassensatz von von bis zu zwei Prozent. Und gleichzeitig dürfte die Beitragsbemessungsgrenze, also der Satz bis zu dem Kassenbeiträge gezahlt werden müssen, weiter steigen. Irgendwo muss das Geld ja herkommen.

Andere Struktur

Wie wirkt nun die aktuelle Situation auf die PKV? Um es vorweg zu nehmen: Viele Jahre lang hat die Politik der PKV das Leben massiv erschwert, was auch ihren Versicherten, mir übrigens auch, saftige Beitragsanpassungen beschert hat. Durch die Eingrenzung des Kreises der versicherbaren Personen ist den Versicherern massiv das Neugeschäft weggebrochen. Und trotzdem gibt es die PKV immer noch. In der privaten Kranken- und Pflegeversicherungswelt liegen laut PKV-Verband 255 Milliarden Euro Rückstellungen für die Versicherten. Ein Haufen Geld, auf den Politik und gesetzliche Kassen schon lange schielen und den sie unter dem Mantel der Bürgerversicherung umverteilen möchten.

PKV als Rentner

Ich selbst bin seit 1996 privat versichert, und heute mehr denn je froh darüber. Nicht, weil ich angeblich zu jeder Tages- und Nachtzeit beim Kardiologen zum Teetrinken klingeln kann, diese Ammenmärchen machen ja immer noch die Runde. Nein, ich vertraue dem Modell der privaten Krankenversicherung. Hat die GKV mit sinkenden Beitragseinnahmen zu tun, liegt das an der Stuktur der Versicherten, der fehlenden Kapitaldeckung und den anderen Problemen, die die Politik seit Jahren auf die GKV abwälzt. In der PKV wiederum dürfen sich nur Selbständige, Beamte und Gutverdiener versichern. Die Politik hat den Kreis der versicherbaren Personen dermaßen eingegrenzt, dass die Kundschaft der PKV heute weitestgehend aus Personen besteht, die von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit weniger betroffen ist. Oder kennen Sie einen Beamten, der im Zuge der Coronakrise mit gekürzten Bezügen nach Hause geschickt wurde?

In Zukunft mehr PKV wagen

Was lange als Risiko galt, nämlich mit der PKV alt zu werden, könnte in Folge von Corona plötzlich wieder ganz anders aussehen. Und wenn Sie gegenrechnen, welche Einnahmen im Rentenalter von der GKV erfasst und verbeitragt werden, dann schwindet der vermeintliche Nachteil noch mehr.

 

Obliegenheiten? Was ist das?

Obliegenheiten? Was ist das?

Am Ende gewinnt immer die Bank? Versicherungen sollten kein Glücksspiel sein. Also nehmen Sie sich in Acht vor den Obliegenheiten. Und das hat nichts damit zu tun, wer oben liegt. Sondern wer am Ende gewinnt!

Ein Beispiel schlechter Beratung mit Obliegenheitsverletzung

Bei mir saß eine Kundin zur Überprüfung Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung, abgeschlossen über den Berater ihrer Hausbank. Sie hatte außerhalb des Abfragezeitraums der Gesundheitsfragen Krebs, aber innerhalb des Zeitraums natürlich Nachsorgeuntersuchungen dazu. In den Antrag schrieb der Vertreter, dass die regelmäßigen Untersuchungen normale Vorsorgen gewesen wären, ohne Befunde (was auch falsch war). Auf die Krebsdiagnose angesprochen meinte er, das liege zu lange zurück und ist egal. Klar, er hätte den Abschluß in den Wind schreiben können, wenn er die Erkrankung angegeben hätte.

Am Ende gewann die (Haus)Bank

Wir haben die Versicherung mit diesem Sachverhalt konfrontiert. Ergebnis: Die Kundin ist zunächst aus der Versicherung geflogen, wegen Falschangaben beim Antrag. Das haben wir versucht anzufechten, denn wer deckt schon freiwillig seinen eigenen Versicherungsbetrug auf? Der Versicherer sieht das natürlich anders. Der Vertreter hätte alle Fragen gewissenhaft gestellt und nur die Antworten der Kundin eingetragen. Und jetzt beweisen Sie mal das Gegenteil. Die Beiträge hat sie natürlich nicht zurück bekommen, denn darauf hat sie bei einer Obliegenheitsverletzung keinen Anspruch.

Obliegenheiten

Foto: © koldunova_anna by fotolia.com

Obliegenheiten?

Im Grunde ist es ganz einfach. Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein gebrauchtes Auto kaufen. Den Preis ermitteln Sie per Statistik aus dem Internet. Vor Ort besichtigen Sie das Schmuckstück und fragen dem Verkäufer Löcher in den Bauch. Sie müssen sich darauf verlassen, dass er Ihnen die Wahrheit erzählt, nur so können Sie den Preis realistisch einschätzen. Belügt er Sie, zum Beispiel was die Unfallvorgeschichte angeht, werden Sie ihm das Auto wieder vor die Tür stellen und den Vertrag anfechten.

Na und?

Versicherungsunternehmen sind auch nur Statistiker. Und in jeder Versicherungssparte vertrauen die darauf, dass Sie die Wahrheit sagen. So wird Ihr Risiko bewertet, so wird eine gerechte Prämie ermittelt. Das Ganze geht hier aber noch weiter: Auch im Schadensfalle haben Sie Obliegenheiten. Bricht Ihnen eine Wasserleitung, müssen Sie das Leck sofort schließen lassen. Tun Sie es nicht, z.B. weil Sie erst warten wollen, ob die Versicherung zahlt, und vergrößert sich dadurch der Schaden, muss die Versicherung diesen nicht tragen.

Voraussetzung für Anspruchserhalt

Obliegenheiten zu erfüllen heißt also, sich den Vertragsanspruch zu erhalten. Deshalb sollten Sie besonders genau hinschauen, wenn es mal lax zugeht. Wird Ihr Berater mal ungenau oder wischt Fakten unter den Tisch, kann das teuer werden. Dummerweise gerade dann, wenn Sie die Leistung dringend benötigen. Beantworten Sie alle Fragen des Versicherers genau, nur so ist Ihnen wirklich geholfen.

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH