Rente ist völlig überbewertet

Rente ist völlig überbewertet

Gerade junge Menschen hätten noch die Chance der Katastrophe um ihre Rente zu entkommen. Dazu gehört eine Portion Mut und vor allem die Kraft, den Hammer des eigenen Schicksals selbst auf den Amboß zu schlagen. Dummerweise aber wird uns seit fast zwei Jahrzehnten eingetrichtert, wir hätten uns um unsere eigene Zukunft nicht zu kümmern. Fatal, wie man bereits heute sehen kann.

Ende mit Schrecken

Am 16. April schrieb die Neue Zuricher Zeitung: Deutschland erwacht aus der Wohlstandsillusion. Wirklich? Dann dürften in Zukunft die eigenen Bestrebungen nach Altersvorsorge zunehmen. Der Bürger sucht also in seinen Hosentaschen nach dem Zettel auf dem seine Rentenformel notiert ist. Aber die Politik hat ihm längst die Taschen zugenäht. Um die Rente kümmert sich Berlin, wie um alles andere auch.

Bevormundet auch beim Thema Rente

Wir sind es gewohnt, für uns entscheiden zu lassen. Und gerade beim Thema Rente lassen wir uns pampern und hoffen, die Windel hält. Dabei ist die gesetzliche Rente längst nicht mehr „dicht“. Das weiß ja jeder. Und das wäre auch nicht schlimm, wenn man anderweitig investiert wäre. Ist man aber eher selten. In Aktien oder die eigene Immobilie vielleicht.

Das eigene Haus

Deutschland ist Mieterland. Und die Mieten klettern. Wer dem entgehen will muss kaufen oder bauen. Gleiches Spiel, die Preise explodieren. Und nun vergleichen Sie mal die Mietsteigerungen oder die Preisspirale der Immobilien mit den Zahlen auf Ihrem Rentenbescheid. Fällt Ihnen was auf? In vielen Regionen Deutschlands sind Immobilien heute kaum mehr erschwinglich, und kuriose Vorschriften verteuern das Bauen zusätzlich. Wußten Sie, dass die Grunderwerbssteuer in den letzten 20 Jahren verdoppelt wurde? Hat sich der Wert Ihres Sparbuchs in den letzten 20 Jahren verdoppelt?

Es nützt nichts, die Preise zu deckeln. Es nützt ja auch nichts den Klodeckel zu schließen, man muß einfach mal die Spülung betätigen.

Aktien

Wenn Sie Super-Plus tanken müssen um die Maschine schnell über die Autobahn jagen zu können, dann füllen Sie doch auch kein Frittenfett in den Tank! Es gibt genügend (weltweite) Statistiken darüber: Wer mehr Aktien hält, erwirtschaftet ein höheres Vermögen. Doch die Deutschen Sparen in Festgeld, Sparbuch und herkömmlichen Lebensversicherungen. Außerdem wird Aktiensparen durch wirklich lustige Regulierungen und Vorschriften etwa so einfach wie das Lesen einer lateinischen Bibel. Die Deutschen werden mit allen Mitteln davon abgehalten, das Kapitalmarktschiff zu besteigen. Der Staat siehts gerne, denn auf die Art kann er sich entschulden und die Enteignung der Sparer Dritten in die Schuhe schieben: Banken und Versicherungen.

Wer mit einem Finger auf andere zeigt, weist mit dreien auf sich selbst

Gerne zeigt man im Regierungsviertel auf die bösen Lebensversicherer. Natürlich nicht selbst, dafür hat man seine Geheimwaffe, den Verbraucherschutz, der dann über die Lebensversicherer lästern darf. Die Politik selbst würde das nie tun, ist sie ja für die Schieflage der Szene verantwortlich. Denn dass die Garantiezinsen der Lebensversicherer nicht im Keller sind, sondern begraben unter dem Fundament schimmeln, ist keine Entscheidung der Lebensversicherungswirtschaft, sondern eine Vorgabe der Politiker.

Die Sache mit den Überschüssen

Da war noch was. Die Überschüsse sinken und damit die Erträge. Aber auch das ist politisch gewollt. Denn wer in den vergangen Jahrzehnten in Lebensversicherungen angelegt hat, der lieh dem Staat sein Geld. Lebensversicherer sind gezwungen überwiegend in deutschen Staatsanleihen anzulegen. Gezwungen! Hätte man vor vielen Jahren diesen Zwang gelockert, die Lage sähe heute besser aus, für die Versicherungskunden. Für den Staat allerdings weniger, denn er bekommt ja so Ihr Geld für lau.

Schulden über Schulden

Hängen wir also weiter dem Wahn an, alles würde besser und die Zinsen steigen wieder und unsere Rente auch? Können wir einst zurückkehren in unser Auenland und uns in den Liegestuhl fallen lassen? Nö! Denn wenn die Zinsen steigen, muss der Finanzminister für seine Schulden plötzlich tiefer in die Tasche greifen. Und nach Corona sind die Schulden nicht geringer geworden, oder? Es wird bei der schleichenden Enteignung der Sparer bleiben. Und damit wird es auch für die gesetzliche Rente nicht besser.

Rente selbst planen

Darum: Kümmern wir uns um unsere Rente selbst. Je früher um so besser. Investieren wir am Kapitalmarkt, wie die Schweizer zum Beispiel. Vor allem aber PLANEN wir unsere Rente frühzeitig und professionell. Wie das geht, lesen Sie hier.

Mit Humor gegen Corona?

Mit Humor gegen Corona?

Drei Dinge sind heuer besonders wichtig: Abstand halten, Desinfizieren, Humor. Ersteres fällt schwer, außer Familie und Freunde wechseln ohnehin die Straßenseite, wenn sie dich sehen. Zweites scheitert daran, das manche Zeitgeister Sagrotan saufen und vierlagiges Klopapier als Brotbelag verwenden. Und der letzte Punkt, Humor, bleibt einem eher im Halse stecken, angesichts der Lage. Nur ist ein Leben ohne Humor ebenso sinnlos wie eines ohne Familie, Freunde und Alkohol. Und damit sind wir beimThema:

Humor durch/mit Alkohol!

Corona ist in aller Munde

Zum Glück noch nicht. Und wenn doch: Desinfizieren geht auch innerlich. Auf all unseren Wanderungen im Kaukasus oder Balkan haben wir große Erfolge durch regelmäßige innere Desinfektion erziehlt. Nicht umsonst lautete mein Spitzname auf unserer Tour letzten Sommer „Wodka“. Und wenn einem die Georgier diesen Spitznamen verpassen, dann will das was heißen. Dazu aber ein andermal mehr. Seit zwei Wochen jedenfalls desinfizieren wir jeden Abend. Innerlich. Bisher mit Erfolg, auch was den Humor angeht. Hier unsere Rezepte:

Stolichnaya

Vor zwei Jahren retteten wir einen über 30 Jahre alten sowjetischen Exportwodka vor der Vernichtung.  Der stand in der Garage meiner Mutter neben vielen anderen Spirituosen und Weinen. Nun ist meine Mutter militante Antialkoholikerin, die jedoch ständig mit Alkohol beschenkt wird. Eines Tages packte sie den ganzen Vorrat ins Auto und verteilte ihn in der Stadt an den bekannten Stellen an die „Bedürftigen“. Den Wodka konnten wir eben noch retten, alles andere löste vor Ort große Freude aus. Auch eine Art von Humor, Galgenhumor vielleicht.

Den Stolichjana, so man noch welchen auftreiben kann, trinkt man am besten aus dem Eisfach. Es dauert ein paar Tage bis die Geschmacksnerven so weit sind zu begreifen, dass das Zeug wie Öl runtergeht und echt Stil hat.

Na denn: Sa sdorovje!

Albanischer Raki

Leider schon alle, aber immer wieder eine Reise wert. Albanien, meiner Meinung nach das gastfreundlichste Land Europas, hat eine eigene Rakikultur. Gebrannt wird immer und überall. Dementsprechend kann man das Zeug auch überall kaufen, meist in leeren Colaflaschen. Es lohnt jedoch in wirklich guten Bars nach einer ganzen Flasche zu fragen und diese mitzunehmen, die Qualität ist oft grandios. Albanischer Raki wird aus allem gebrannt, was so üblich ist. Eine besondere Variante wird aus Maulbeeren hergestellt, sehr lecker. Das Dumme an dem Gesöff ist: Ich sehe die albanischen Berge, das Prokletjegebirge, das Schäferdorf Doberdol, Butrint und all die schönen Orte die wir bereist haben. Gut, dass er alle ist.

Trotzdem: Gesua!

Bulgarischer Selbstgebrannter

Stammt auch aus den Arsenalen meiner Mutter. Bekam sie von einem bulgarischen Kraftfahrer geschenkt, einem ihrer Lieferanten, den sie bei sich Zuhause duschen ließ. Der Schnaps hat eine ganz leicht goldgelbe Farbe, ich tippe auf Traube als Basis. Brennt etwas im Abgang und wärmt extrem nach. Dieser Schnaps ist derzeit in unserem Wanderflachmann als Gipfelschnaps abgefüllt. Und Ihr glaubt nicht, wie viele Gipfel es hier in der Umgebung gibt!

Nasdrave!

Georgischer Chacha

Chacha heißt auf deutsch einfach Schnaps, und das war er auch. Gut, dass er alle ist. Wahrscheinlich hab ich bisher kein Corona, weil ich mit dem Zeug gegurgelt hab. Um keine Fakenews zu verbreiten: Die Georgier brennen wirklich guten Chaha, wir können sein letztem Urlaub ein paar Lieder davon singen. Doch wie in Albanien auch: Nicht alles was in Wasserflaschen abgefüllt ist, schmeckt nach Wasser. Man bekommt sehr, sehr guten Schnaps in Georgien, und noch besseren Wein (auch dazu ein andermal mehr), aber man sollte wissen, wo. Die hier angepriesene Ware war ein Notkauf am letzten Urlaubstag, gekauft auf dem Bauernmarkt in Telavi. Und er war auch nötig, denn die fünf Stunden im Geländewagen am Tag zuvor, über eine der gefährlichsten Passstraßen der Welt, die muß man sich wegsaufen. Eigentlich hätten wir den Schnaps vor der Fahrt trinken müssen. Besser gesagt: Hätten wir gewußt was auf uns zukommt, dann wären wir nicht nüchtern in das Auto gestiegen:)

Georgischer Chacha vom Bauernmarkt Telavi. Mindestens 58 Prozent, wahrscheinlich mehr. Brennt wie die Hölle und war absolut kein Gaumenschmaus. Aber billig, der Liter 3 Euro. Der Schnaps ist so hart wie das Leben dort. Auch wenn er geschmacklich nicht die Krönung war, er hat geholfen.

Na denn: Mkhiaruleba!

Armenischer Cognac

Ich weiß, ich weiß, der darf eigentlich nicht Cognac heißen, weil er nicht aus der Region Cognac kommt. In Armenien aber darf er das, solange er im Land bleibt. Ich selbst meide Cognac, seit einem Trauma vor 30 Jahren wird mir schon vom Geruch schwindelig. Aber meine Frau meint, das Getränk gehöre zur Spitzenklasse seiner Sorte, in der Tat ist Cognac einer der wenigen Exportschlager des Landes. Armenien! Was bedauere ich meine Abneigung gegen dein Nationalgetänk. Denn alles, wirklich alles was du uns letzten Sommer in wenigen Tagen von dir gezeigt hast, hat uns verliebt gemacht in dich, Armenien. Im Moment aber können wir dich nicht besuchen, und eine ferne Liebe ertränkt man am besten in Alkohol. Gut, dass wir vorgesorgt haben. Armenischer Ararat-Cognac. Blumig, weich, aromatisch, bekömmlich. 40 Protent.

Urakhut´yun!

Polnischer Sliwowica

Der stammt aus dem Riesengebirge. Leider auch schon halb leer. Wer nicht zu weit reisen will aber eine in Deutschland eher unbekannte Wanderregion sucht, der sollte dort mal hinfahren. Das Riesengebirge wartet mit urigen Hütten, traumhafter Natur und leckerem Essen auf. Polnische Gastfreundschaft gibts gratis oben drauf. Die Region ums Hirschberger Tal ist übrigens für Geschichtsinteressierte so ergiebig wie für Literaturfreunde. Die Hohenzollen verbrachten hier ihre Sommerfrische und Gerhard Hauptmanns Wohnhaus kann besichtigt werden, es ist wirklich eine Reise wert. Polnischer Sliwowica. 50 Prozente und einfach nur lecker!

Das vielleicht Beste kommt zum Schluß: Max Sonntag!

Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah! Die Schnapsbrennerei Max Sonntag aus Neudorf im schönen Erzgebirge. Hab ich schon erwähnt, dass das Erzgebirge inzwischen unsere liebste „Naherholungsregion“ geworden ist? Eine der schönsten Ecken Deutschlands, von Touristenmassen verschont, von traumhaften Wanderwegen durchzogen. Wer was Besonderes erleben will, der fährt mit Deutschlands einziger planmäßig verkehrender (Klimaschützer bitte beide Augen zudrücken) Dampfschmalspurbahn von Cranzahl nach Oberwiesenthal. Die 17 Kilometer Fahrt sind ein einzigartiges Erlebnis an Entschleunigung, es ist eine Zeitreise. In Oberwiesenthal angekommen, wandert man hinauf auf den Fichtelberg und vor dort hinunter ins Tal. Es gibt einen Wanderpfad direkt an der Bahnlinie entlang, den läuft man halt bergab bis zum Auto zurück. Unterwegs kommt man durch Neudorf, und 50 Meter vom Wanderweg entfernt liegt die Brennerei Max Sonntag. Dort wird man von einer stets gut aufgelegten Dame in Kittelschürze mit leckeren Kostproben versorgt und wandert alsdann lustig und belebt die restlichen fünf Kilometer bis zum Auto zurück. Nur: Wer fährt jetzt? Max Sonntags Vogelbeerschnaps. Typisch erzgebirgisch, leicht fruchtig, macht Spaß. 40 Prozent.

Also Prost!

Humor

Verliert den Humor nicht!

Euch allen wünsche ich von Herzen: Bleibt gesund! Lasst Euch nicht unterkriegen! Haltet durch! Denn nicht vergessen: Bestenfalls spricht der Bär!

Alles, alles Gute!

Betriebsschließung wegen Corona?

Betriebsschließung wegen Corona?

Ich richte einen Appell an die Führungskräfte der deutschen Versicherungswirtschaft, denn Sie verweigern die Leistung wegen Betriebsschließung, in fast allen Fällen die Leistung.

Im Moment überschütten Sie uns Versicherungsmakler mit Rundmails. Sie preisen die Partnerschaft die Sie Ihren Kunden angedeihen lassen, wenn diese wegen Corona in Not geraten sind. Nur leider eben nur dann nicht, wenn es um die Betriebsschließung geht. (Gehören Sie zu HDI und Signal-Iduna, lesen Sie bitte genüßlich weiter, aber fühlen Sie sich nicht angesprochen).

Meine Betroffenheit

Ich antworte auf Ihre Rundmails als zweifach betroffener Makler. Betroffen zum Einen, weil einer unserer Kunden die von Ihnen angepriesene Partnerschaft gerade genießen darf: Sie zahlen die Schließung seines Fitnessstudios wegen Corona nicht. Betroffen außerdem wegen des, sicher versehentlichen, Hohns Ihrer Worte.

Ich schreibe Hohn, und vielleicht kommt Ihnen da die Galle hoch. Doch da sind Sie in guter Gesellschaft mit Ihren Kunden und uns Maklern. Das, was Sie als Unterstützung wie einen Glorienschein Ihres Unternehmens über die Kundschaft strahlen lassen wollen, ist nichts als die 25-Watt-Birne, die den Notausgang beleuchtet. Not, das ist die Situation vieler Unternehmer heute. Muss ich Sie daran erinnern, dass Versicherungen für Notsituationen abgeschlossen werden? Was Sie anbieten ist nichts als die hauchdünne Schicht Butter auf dem trockenen Brot der Verzweiflung, an dem die Unternehmer in Not gerade würgen. Die Wurst freilich behalten Sie für sich.

Rechnen gegen die Betriebsschließung

Rechnen könnte helfen. Rechnen Sie nicht mit offenen Armen wenn Sie uns Makler wieder wegen Neugeschäft anrufen. Rechnen Sie mit dem guten Gedächtnis Ihrer und unserer Kunden.

Wo wir beim Rechnen sind: Worum bangen Sie eigentlich? Ums Geld? Wie hoch ist denn die Durchdringung an Betriebsschließungsversicherungen am Markt? Auf jedem Dorftümpel schwimmen mehr Enten! Wie lange müßten Sie denn leisten? Mehr als 30 Tage nicht! Worüber reden wir hier? Über die Wurst auf dem Brot? Wir reden über ein klein wenig mehr Butter.

Versicherungsunternehmen führen gerade das große Wort Verantwortung im Munde herum wie ein kleines Mädchen seinen Lolly. Verantwortung wird aber aus zwei Balken gezimmert: Worte und Taten. Wohlgemerkt: Ich schreibe Balken, nicht Leisten!

Vertrauen – oder Betriebsschließung bei Ihnen, auf lange Sicht

Nehmen wir lieber ein anderes Wort: Vertrauen! Wie fänden Sie es, wenn Sie in 30 Tagen das Vertrauen zurückkaufen könnten, dass die Branche in den letzten Jahrzehnten verdientermaßen verzockt hat? Sehen Sie denn nicht, wie billig das zu haben wäre? Nicht für einen Appel und ein Ei, zugegeben, aber für etwas mehr Butter auf dem Brot der in Not gesunkenen Kunden. Kunden, die durch Betriebsschließung um ihre Existenz bangen müssen.

Mein Appell

Ich appelliere an Sie, an Ihre Kollegen, an die Entscheidungsträger: Handeln Sie heute! Leisten Sie bei Betriebsschließungen, auch wenn Ihr Kleingedrucktes anders ausgelegt ist. Erkennen Sie die Chance, und erkennen Sie Ihre Verantwortung. Würden Krankenpfleger mit der Einstellung von Versicherungsunternehmen an die Arbeit gehen, wir alle sollten uns hüten ein Krankenhaus zu betreten. Wenn doch die am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen den Puls der Republik am Schlagen halten, warum können Sie dies dann nicht auch tun?

Von Martin Luther stammt der Satz, er wolle einen Apfelbaum pflanzen, wenn tags darauf die Welt unterginge. Ich habe nichts als den Kern eines Apfels, den ich mit meinen Worten legen kann. Ob er je zur Pflanze wird, zum Baum, zur Frucht, liegt bei Ihnen und Ihren Kollegen.

Hochachtungsvoll, der Rufer in der Wüste

Olaf Misch

Onlineberatung – kontakt- aber nicht sinnfrei

Onlineberatung – kontakt- aber nicht sinnfrei

Homeoffice

Auch unsere Mitarbeiter sitzen inzwischen auch im Homeoffice. Für unsere Frau Bauer ist das nichts Neues, sie arbeitet seit ihrem ersten Tag von Zuhause aus, den technischen Standard dazu gibt es seit vielen Jahren. Wer von Frau Bauer angerufen wird, ahnt aufgrund der Telefonnummer nicht, dass sie gar nicht in unserem Büro sitzt. Untereinander setzen wir ebenfalls auf Onlineberatung.

Auch in der Ausbildung

Die größerer Herausforderung ist es, unseren Auszubildenden Moritz Liebeck über seinen Heimarbeitsplatz mit sinnvollen Tätigkeiten zu bestücken. Aber dank unseres technischen Standards gelingt auch dies.

Onlineberatung für alle Fragen

Irgendwann tauchen auch bei Ihnen wieder Fragen zu Versicherungsdingen auf, früher oder später. Wir stehen seit zehn Jahren für hohe Qualität in der Onlineberatung. Dank unserer Tools können wir Ihnen alles zeigen und erklären, was wir ansonsten bei Ihnen vor Ort auch getan hätten. Sie schauen in Ihren PC und wir telefonieren. Von der Hausratversicherung über hochkomplexe Finanzmathematik, alles wird für Sie verständlich und logisch aufbereitet, inklusive handschriftlicher Notizen und Skizzen. Am Ende bekommen Sie eine gründliche Zusammenfassung.

Umweltschutz pur durch Onlineberatung

Onlineberatung spart Ihre und unsere Zeit, schont Ressourcen und schützt die Umwelt, da wir weniger mit dem Auto fahren müssen. Testen Sie uns, wir freuen uns auf Ihre Anfragen.
Hier gehts in unseren Onlinekonferenzraum.

Fehler sind menschlich – auch bei uns

Fehler sind menschlich – auch bei uns

Wem beim Lesen unserer Website der Eindruck überkommt, wir wäre ein professionelles Unternehmen, der liegt richtig. Aber natürlich sind wir nicht perfekt, auch uns unterlaufen mal Fehler. Wichtig für uns: Wir stehen zu unseren Fehlern, sprechen sie von uns aus an und halten die Kunden schadlos.

Wir betreuen um die 1000 Kunden, handeln täglich unzählige Vorgänge ab. Da ist es nur menschlich, dass auch bei der größten Sorgfalt mal was daneben geht. Einige Beispiele.

 

Die vergessene Kündigung

Über Google fand uns ein Interessent, der sein Wohngebäude, den Hausrat, die Haftpflicht und den Rechtsschutz neu versichern wollte. Der bisherige Anbieter war in Preis und Leistung nicht mehr konkurrenzfähig und sollte gewechselt werden. Wir stellten unsere Ideen und Konzepte vor, es gab einigen Schriftverkehr hin und her, da die Entscheidungsfindung zwischen zwei von uns vorgeschlagenen Produktlinien schwer fiel. Kurz vor Weihnachten kam das Okay, und ICH vergaß (schon im Urlaubsfiber) promt die Vorverträge fristgerecht zu kündigen. Das ist peinlich und ärgerlich, denn immerhin leben wir ja vom Bestandszuwachs. Der Fehler fiel mir drei Tage nach Ablauf der Kündigungsfrist auf. Ich rief sofort den Interessenten an und hätte unsere Konzepte auch für die nächsten 15 Monate als kostenlose Differenzdeckung anbieten können. Leider, und das können wir natürlich verstehen, entschied sich der Interessent anders.

 

Peinlicher Fehler in der Familiengestaltung

Ein peinlicher, wenn auch leicht zu revidierender Fehler, unterlief mir bei Einrichtung einer gewerblichen Rechtsschutzversicherung. In meinen handschriftlichen Notizen war etwas unvollständig, und so wurde von zwei Geschäftsführern der falsche als privat mitversicherte Person im Gewerberechtsschutz genannt. Das ließ sich leicht berichtigen, aber nun machte der Versicherer einen peinlichen Fehler und nahm zwar den richtigen Namen, nannte aber die bisher versicherte Person „Ehepartner“ der neuen versicherten Person. Dumm  nur, dass beide Geschwister sind. Dir Kunden namens mit Humor, mir dreht sich noch heute der Magen um, wenn ich daran zurückdenke.

 

Unbeabsichtigte Abschlußkosten

Ein Fehler der blöden Art: Bei VL-Fondssparplänen kann ich als Vermittler auf die üblichen Abschlußkosten verzichten. Mach ich für Bestandskunden in der Regel, da sonst die Rendite im Keller ist und auch nicht wieder hoch kommt. In einem Fall hab ich es jedoch vergessen und erst drei Monate später bemerkt. Wir hätten den Vertrag stornieren und neu beantragen müssen. Viel Aufwand. Wir haben dem Kunden die Kosten erstattet und damit wars erledigt. Es hätte trotzdem nicht sein müssen!

Fehler

Foto: by_M.-Großmann_pixelio.de

Heute schon doppelt versichert?

Zahlendreher sind besonders beliebt, weshalb wir eigentlich jeden Antrag zwei mal lesen. Trotzdem lief uns bei einer Jagdhaftpflicht ein Zahlendreher durch, und der Ersatzvertrag begann schon vier Monate vor Ablauf des Altvertrages. Läßt sich leicht revidieren, allerdings sollte sowas nun wirklich nicht passieren.

 

Aus dem Fehler lernen

Einer meiner Mentoren sagte mal: Wer keine Fehler macht, der tut auch sonst nicht viel. Ich meine, erst im Umgang mit Fehlern erkennt man, mit wem man es wirklich zu tun hat. Unser Grundsatz zum Umgang mit Fehlern lautet daher: Wir stehen dazu und informieren die Kunden sofort und immer. Wir fragen uns bei jedem Fehler: Was können wir tun, welche Prozesse müssen wir aufgreifen, um diese Fehler in Zukunft zu vermeiden? Und: Ist dem Kunden ein Nachteil entstanden, gleichen wir ihn aus.
Mein alter Lehrmeister hat mir folgendes eindrücklich gesagt: 95 Prozent aller (technischen) Störungen baut man sich selbst ein. Das war 1987 und gilt bis heute. Fehler sind im Grunde ein guter Anlass um an sich selbst zu arbeiten. Wenn das man kein guter Vorsatz fürs neue Jahr ist.
Ein möglichst fehlerfreies Jahr wünscht Euch
Olaf

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Gedanken zum Jahresende

Gedanken zum Jahresende

Warum tue ich, was ich tue? Ist mein Beruf auch meine Berufung? Gedanken fürs neue Jahr.

 

Schimpf und Schande

Ich arbeite in einem der wenigen Berufe, deren Repräsentanten sich seit Jahrzehnten blamieren. Nicht alle, aber doch eine gehörige Anzahl von Vermittlern kann das eigene Konto nicht von dem der Kunden unterscheiden. Und das reicht, um die ganze Branche zu ruinieren. Mir sind noch heute Kollegen bekannt, die nicht in der Lage sind Wohngebäudeversicherungen zu berechnen. Man könnte meinen, in der Versicherungsbranche hagelt es Bekloppte. So hatte, mit tatkräftiger Hilfe von Politik und Versicherungsunternehmen, der größenwahnsinnige Mehmet E. Göker den Schlußpunkt gesetzt unter eine lange Reihe Abzocker und Dummschwätzer, die mehr Schaden als Nutzen verursachten, für Kunden und Kollegen.

 

Alle über einen Kamm

Natürlich ist das Bild verfälscht, denn ich kenne hunderte Kollegen, und davon zwei Dutzend sehr gut, die qualitativ hervorragende Arbeit leisten. Trotzdem müssen sie sich, genau wie ich, von jedem Verbraucherschützer als Betrüger beschimpfen lassen. Meist von Menschen, die in unserem Beruf gar keine Ausbildung haben und keinen Gedanken an die Folgen ihrer Polemik verschwenden. Wenn ich mir etwas fürs kommende Jahr wünsche, dann, dass die Politik unsere Berufsgruppe mal differenziert betrachtet. So, wie nicht jeder Landwirt Tiere quält, ist nicht jeder Versicherungsmakler ein Geldgeier. Im Übrigen fördert die Politik die Abzockerei ganz gewaltig, wie ich an anderer Stelle schon berichtet habe.

 

Gute Gedanken

Mein Kollege Peter Föll, Vorstand bei ino 24 AG, bringt es in seinem letzten Wochenbrief so auf den Punkt :

Wir Versicherungsleute sind die Berufsgruppe, die bei Befragungen stets den letzten Platz belegt. Gleichzeitig sind wir die Einhörner, die letzten echten Dienstleister in Deutschland. Wir beraten Kunden i. d. R. auf eigenes Risiko und zwar bevor etwas passiert. Ist der Kunde zufrieden, bekommen wir Geld, ist er unzufrieden, bekommen wir nichts. Wir binden keinen, sind wir schlecht, dann geht der Kunde.

Alle anderen Dienstleister reagieren. Sie kümmern sich um Probleme, wenn diese bereits eingetreten sind. Dafür lassen sie sich bezahlen. Ist der Dienstleister richtig schlecht, dann wird es teuer und das Problem ist trotzdem noch da.

Unser Selbstbewusstsein müsste gewaltig sein, denn wir können stolz sein auf das was wir tun. Wenn wir es tun.
Wir verstehen was, wir können was und wir kümmern uns um die Risiken anderer Menschen. Leider haben wir meist nicht genug Zeit allen zu helfen, die unsere Hilfe gebrauchen könnten. Das wären so ungefähr Alle.

 

Den Blick voraus

In dem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein tolles Jahr 2020! Machen Sie was draus. Ich jedenfalls werds tun:)

Ihr Olaf Misch


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