Hygiene fürs Hirn

Hygiene fürs Hirn

Wenn Du diesen Text liest, hast Du etwas Grundlegendes falsch gemacht. Du warst im Internet unterwegs. Genau genommen in den Sozialen Medien. Leider verhalten sich unsere Medien gerade asozial, und zwar alle! Sie machen uns krank. Deshalb ist Hygiene fürs Hirn im Moment so wichtig wie Händewaschen und Atemschutz.

12 Jahre Hygiene fürs Hirn

Unser Firmenmotto lautet: Gesundheit ist die beste Versicherung. Auch deshalb lebe ich seit 12 Jahren ohne Fernseher und  ohne Radio. Es ist nicht nur so, dass ich die Dinger nicht einschalte, ich hab schlichtweg keine Geräte dieser Art. Okay, im Auto ist zwangsmäßig eins eingebaut, aber das läuft nie. Ich war einfach das dummdämliche Gelaber leid, das einem da zugemutet wird. Und ja, ich gebe es zu: Ich verabscheue Talkshows. Das wenige, was durch meinen Filter zu mir dringt, verursacht mir Brechreiz. Ironischerweise darf ich mit doppelter GEZ-Gebühr diese Art von Körperverletzung auch noch mitfinanzieren.

Abschalten!

Ich kann Dich nur aufrufen: Schalte den Mist ab! Wirf Deinen Fernseher auf den Schrott und mute das Radio auf Null. Meide Onlinezeitungen wie die Pest, vor allem die Kommentare. Kauf keine Magazine mehr, keine Tageszeitung und keine Illustrierten. Und vor allem: Raus aus Facebook und dem ganzen Quark. Und wer glaubt, er verpasse was, dem darf ich versichern: Dieser Verzicht ist nichts weiter als ein Filter durch den das Panikorchester unserer Medien trotzdem dringt.

Hygiene gegen Angst

Ich bin kein Arzt und weiß nicht, wie gefährlich dieses Coronavirus nun wirklich ist. Aber weiß sehr genau, wie gefährlich Angst ist und was sie bewirken kann. Und im Moment pressen uns die Medien in ein Korsett aus Angst. Die Medienlandschaft mit ihrem Alarmismus, ihrem törichten Gesabber nach Einschaltquoten und Auflagen, nimmt uns den Atem so wie es das Coronavirus auch tut. Und ich bin mir sicher, dass die irrationalen und kaum nachvollziehbaren Entscheidungen unserer Poilitiker genauso mediengetrieben sind wie die Kaufwut nach Klopapier. Auch Politiker sind nur Menschen.

Der Virus ist irgendwo – die Medien sind überall

Schau Dir an, was in den Zeitungen steht. Jemand hat es kürzlich auf den Punkt gebracht: „Viren, Viren, Viren, überall Nazis und Trump ist doof. Und nun das Wetter.“ Ich sage: Nachrichten, Nachrichten, Nachrichten. Die schlechte Nachricht des Tages erwischt uns eher als der Virus. Und wenn es denn  wirklich überall Nazis gibt, dann sind die sicher kaum durch ein Virus zu dem geworden was sie sind, sondern wodurch wohl? Meist durch durch den Gebrauch der (falschen) Medien. Und nicht wenige Radikale, egal welcher Farbe, sind aus Angst zu Radikalen geworden. Angst vor dem Klimatod, Angst vor Ausländern… Unsere Medien leben von der Angst, und sie halten den Level hoch und erzeugen die Radikalen von morgen. Und eine der miesesten Erfindungen überhaupt, die Mutter der Hirnwäsche, ist das Morgenfernsehen. Im Frühstücksfernsehen wird der Maßstab an Angst und Neugier für den kommenden Tag gesetzt, auf das der Zuschauer es gar nicht erwarten kann die nächsten News zu sehen. Es könnte ja etwas passiert sein.

Raus aus dieser Falle

Mach diesen Mist nicht mehr mit! Meide Medien wo immer Du kannst. Das heißt nicht, dass Du nicht politisch sein sollst. Im Gegenteil! Nutze die gewonnene Freizeit um Bücher zu lesen (ja, sowas gibts noch). Zum Beispiel Bücher über die Weimarer Republik oder die DDR. Vieles wird Dir bekannt vorkommen. Und Du wirst nicht glauben, wie viel Zeit Du plötzlich haben wirst. Vor allem aber eines: Genieße die Stille! Sie ist wirklich Hygiene für Deine psychische Gesundheit. Und Du wirst Deine psychische Stärke noch brauchen! Das weiß ich, auch wenn ich keine Zeitung lese!

 

Ottokar sorgt vor

Ottokar sorgt vor

Man muß mit dem Trend gehen, sagt mein Freund Ottokar. Denn wer nicht vorsorgt, der hat verloren. Da hat er recht, finde ich. Ottokar sorgt vor, nur eben nicht da, wo´s eigentlich sein müßte.

Corona sorgt für Trends

Unsereiner kann sich noch an die Neue Deutsche Welle erinnern, oder an die Dauerwelle. Heutzutage schlägt Corona Wellen, und die sogenannte zweite Welle. Und deshalb sagt mein Freund Ottokar, er müsse vorsorgen. Ganz neue Töne von ihm, denn Vorsorge war ja nie sein Thema. Zumindest wenn es um Altersvorsorge oder ähnliches geht. Heuer aber findet Ottokar, man kann nie früh genug an später denken, und kauft Klopapier.

Klopapier bis zur Jahrhundertwende

Ottokar winkt ab, wenn ich wieder mal mit dem Thema Rente auftauche. Ach hör auf, sagt er, so alt werde ich doch nimmer.

Und wenn doch? Frage ich.

Ja, dann wird das schon irgendwie gehen.

Von welchem Betrag wirst du denn später leben müssen?

Er überlegt… Weiß nicht genau. Na fast so viel wie jetzt, oder? Aber leg den Taschenrechner gleich wieder weg, ich hab jetzt keinen Nerv für sowas. Muss einkaufen!

Shoppingtour durch Ostdeutschland

Da die Infektionszahlen im Herbst 2020 im Osten geringer sind, fährt Ottokar also rüber nach Thüringen und klappert Supermärkte ab. Nach Klopapier. Und Tomaten in Dosen. Nach zwei Nächten im Auto, am Rande irgendwelcher Waldstücke, trudelt er wieder Zuhause ein und entlädt den Anhänger. Einen Zweiachser. Mit Hochplane. Ich staune. Die Garage füllt sich.

Wie viel ist das, will ich wissen.

12.000 Rollen, grinst Ottokar. Dreilagig natürlich. 250 Blatt je Rolle. Dan holt er den Rechner aus der Hosentasche. Macht 3 Mio Blatt. Bei etwa neun Blatt je Sitzung, oder sagen wir großzügig 12 Blatt, reicht das für 250.000 Sitzungen. Also rechnerisch, und dann überlegt er…. wie lange rechnet ihr Versicherungsleute immer an Restlebensdauer?

Bei dir bis 96, sag ich. Wenn du ohne Darmverschluß durchkommst.

Haha. Naja, das Papier reicht mir jedenfalls 228 Jahre, bei drei Sitzungen täglich. Da ist ein gewisser Überschiss… äh schuss vorhanden. Du sagst doch selbst immer, dass ich für die Zukunft sorgen muss. Und rechnen soll ich ja auch ständig.

Das stimmt, und du kannst immerhin das Klopapier später verkaufen, denn von irgendwas mußt Du als Rentner ja leben.

Rückdeckung sorgt für Sicherheit

Ottokar schaut mich groß an! Das ist DIE Idee, und er haut mir auf die Schulter.

Ottokar sorgt sich

Ich schlage vor, 180 Jahre von seinem Klopapier abzuziehen. Das gäbe 9460 Rollen als Anlage heute. Im Moment kostet die 8 – Rollen Packung ca. 2 Euro.

Wie rechnen wir das hoch, für die Zukunft?, fragt er.

Ich zucke die Schultern. So wies aussieht, haben wir ja schnell die Hosen voll, da dürfte die Nachfrage auf hohem Niveau bleiben. Nehmen wir an, der Preis steigt um 3 Prozent jährlich für 20 Jahre. Und danach beginnst du mit dem Abverkauf. Ich zücke den Taschenrechner. Deine 9460 Rollen sind in 20 Jahren 34.171 Euro wert.

Steuerfrei?

Schei… auf die Steuer:)

Und welche Rente ziehe ich dann da raus, sagen wir über 25 Jahre?

Bei der gleichen Steigerung von drei Prozent?

Klar, oder wird sich die Lage verbessern?

Sind dann 161 Euro im Monat.

Und davon soll ich leben? Ottokar wird blass.

Die Rente reicht nicht

Jeder weiß das, auch Ottokar. Im Nachgang durfte ich ihm dann endlich mal ausrechnen, wie es bei ihm mit 67 aussehen wird. Auf dem Konto. Seine Gesichtsfarbe ist ins grünliche gewechselt. Ob er je etwas daran ändern will?

Letzte Woche trafen wir uns wieder. Und, Rente, frag ich. Was machen wir nun?

Er grinst mich an. Tolle Idee, strahlt er. In Holland gibts ne Firma, die verkaufen Grundstücke aufm Mond. Wenn die Kolonisierung beginnt, kann ich das für viel Geld abstoßen.

Irre, sag ich. Was hast du bezahlt dafür?

10.000 Rollen Klopapier. Die sagen, wer weiß, was aus dem Euro wird. Aber ich muß los, nach Thüringen.

Und dann springt er ins Auto und rast mit hinterherschlingerndem Anhänger los.

Wir suchen Sponsoren:)

Solch innovative Anlageinstrumente kennen wir leider nicht. Aber wir können Ihnen solide ausrechnen wo Sie im Alter finanziell stehen werden. Oder sitzen. Je nach dem. Und wir können Ihnen Lösungen und Konzepte anbieten. Dafür müssen Sie auch nicht auf den Mond fliegen.

Egal wo Sie sind, selbst auf dem Mond, wir beraten auch online. Testen Sie uns!

Reich durch Honorarberatung

Reich durch Honorarberatung

Honorarberatung als Versicherungsmakler kann, bei besonderer Kreativität, sehr lohnenswert sein. Für den Makler. Denn Honorare sind, anders als die gräßlichen Provisionen, nicht gedeckelt. Und die Verbraucherschützer glauben, Honorar bringe zugleich Fachwissen mit sich. Denn wer für Honorar berät, hat noch nie falsche Schlüsse gezogen. Aha! Dafür haben wir hier ein tolles Beispiel.

Politik fördert Honorarberatung

Die große Koalition hatte von Beginn an große Ziele. Die Abschaffung des Provisionsmodells im Versicherungsvertrieb zum Beispiel. Durfte man natürlich nicht so offen sagen. Darum nimmt man den Umweg über die Honorarberatung, diese sollte besonders gefördert werden. Denn Honorarberater, so der Gedanke, sind dem Kunden verpflichtet und von Natur aus durch einen Heiligenschein erleuchtet. Doch während noch jeder ungelernte Verbraucherschützer uns Makler offiziell als Betrüger ankläffen darf, bildet sich unter den Honorarberatern eine Elite heraus, eine besondere Beraterelite mit besonderen Methoden. Und wer glaubt, dies sei ein Einzelfall, der gehe bitte regelmäßig durch Versicherungsordner, so wie wir.

Hilfe beim legalen Betrug

In seltenen Fällen gibts Versicherer, die uns Maklern wirklich zu Hilfe eilen. Da gibt es einen Versicherer X., sitzt im Ausland, der wirklich gute Fondspolicen bauen kann. Innerhalb dieser Welt wird nun eine Police für Honorarberatung aufgelegt. Wichtig: Anders als im Provisionsmodell gibts keine Deckelung, das Honorar kann nach oben offen vereinbart werden, und der Versicherer treibt sogar für den Makler das Geld beim Kunden ein. In einem uns vorliegenden Fall wurde das Honorar mehr als drei mal so hoch angesetzt wie eine vergleichbare Provision. Besser noch: Die hinterlegten Fonds wiesen bis zu 8 Prozent Kosten auf. In Summe mußte das Portfolio jährlich plus 15 Prozent machen, um nicht an Wert zu verlieren. Aber es kommt noch besser.

Bekloppte Garantie

Dem Kunden wurde vom Honorarberater eine Art Garantie versprochen. Aufgrund besonders sportlicher Hochrechnungen lag die in nie erreichbarer Höhe, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. Es gibt vier schriftlich dargelegte Bedingungen, damit der Kunde im biblischen Alter die Summe garantiert ausgezahlt bekommt: 

  1. die hinterlegten Fonds müssen durchschnittlich mindestens drei Prozent oder mehr an Performance erreichen – aha!
  2. die Beiträge müssen immer bezahlt werden (Beitragspause ade!)
  3. keine Teilauszahlungen während der Laufzeit (sehr flexibel!)

Aber meine persönliche Nummer 1 und noch immer in meiner Hitliste der Frechheiten der Versicherungswirtschaft gaaanz oben:

  1. der Versicherer darf während der Laufzeit seine Kostenstruktur in der Fondsverwaltung nicht ändern

Applaus für so viel Innovation

Garantie durch Honorarberatung

Die einzige Garantie die hier steht, ist die des Honorarberaters auf seine Kohle. Allein das Honorar für die „Abschlußberatung“ schlug mit über 12.000 Euro zu Buche. Für eine popelige Fondspolice mit 400 Euro Beitrag und 25 Jahren Laufzeit.  Hinzu kommen die Kosten aus den Fonds. Garantiert.

Ich bin kein Berliner

Wir sind nicht so nah dran an der Politik, dass wir deren Denke begreifen könnten. Doch habe ich eine Bitte: Wenn ihr schon Honorarberatung fördert, dann bitte nicht zu Lasten des Kunden und auch nicht zu Lasten des Steuerzahlers. Und gefälligst zu gleichen Methoden! Warum darf die gleiche Berufsgruppe am gleichen Produkt den Kunden auf diese Weise schröpfen? 

Hinschauen lohnt sich

Beratung ist nicht gleich Beratung. Nur weil jemand Ihnen eine Rechnung schreibt, ist er nicht zwingend frei von Fehl und Tadel.  

Denn wir wissen, was wir tun

Ob Sie´s glauben oder nicht, aber so ist es. Auch ohne Honorarrechnung.

Egal wo Sie sind, wir beraten auch online. Testen Sie uns!

Nur noch Bekloppte

Nur noch Bekloppte

Als großer Fan der Stoiker steht Gelassenheit bei mir ganz oben auf der to do – Liste. Dummerweise hab ichs leider mit Versicherungskonzernen zu tun, und das ist ´ne echte Herausforderung an der auch Marc Aurel und Epiktet, große stoische Philosophen, gescheitert wären. Nur noch Bekloppte, so lautet das Fazit mancher Vorgänge. Ein paar Beispiele aus dem Irrenhaus und am Ende die Einsicht, wie Telefonwerbung einem den Glauben an die Menschheit retten kann.

Digitalisierung erzeugt Bekloppte

Keine Branche wartet so sehr auf die Digitalisierung wie die Versicherungsbranche. Viele Konzerne haben deshalb schon vor Jahren ihre fähigsten Leute entlassen und die Abwicklungen in Callcenter an der EU-Außengrenze verlegt. Und zwar ganz nach Außen. Richtig lustig wirds immer dann, wenn Rückfragen zu bearbeiten sind. Wie aktuell im Fall einer Risikolebensversicherung beim Versicherer D. aus den deutschen Südstaaten. Zunächst wird die weibliche Versicherungsnehmerin im Anschreiben mal geschlechtsumgewandelt und zum Herrn gemacht. Meine Rückfrage beantwortet der Kollege so: Nun ja, das wissen wir. Das liegt an der automatischen Verarbeitung der Anträge. Seit Unisex werden ja Männer und Frauen gleich berechnet, deshalb erkennt der Computer keinen Unterschied. 

Sexualkunde für Großrechner

Ja, die Digitalisierung ist schon ne feine Sache. Vor allem weils ne super billige Ausrede ist die Vorgänge einfach mal unkontrolliert zu lassen. Vielleicht sollte man den Rechner mal mit nicht jugendfreiem Bildmaterial füttern. Das könnte bei zukünftigen Vorgängen helfen. Auch die schöne Angewohnheit Ärzte nicht mehr selbst anzuschreiben, sondern dem Kunden die 20 Seiten Arztanfrageformular per Mail zum Ausdrucken zuzusenden und ihn selbst zum Doc laufen zu lassen, das ist wirklich ein feiner Zug. Anträge ohne Schweigepflichtentbindung werden natürlich trotzdem nicht angenommen. Dienstleistung auf höchstem Niveau.

Fragebögen für bekloppte Sachbearbeiter

Der Klassiker inzwischen: Wir schreiben eine Gewerbeversicherung aus, nichts schwieriges, aber auch kein Alltagsgeschehen. Alle nötigen Informationen packen wir in eine Mail und ab geht die Post. Der eine oder andere Versicherer antwortet brav und detailliert. Aber es sind immer die gleichen Neandertaler, die postwendend einen Fragebogen schicken, in dem exakt die Fragen gestellt werden, die wir in unserer Mail schon beantwortet hatten. 

Der Fetisch

Vielleicht wußten Sie es noch nicht, aber Fragebögen werden bei manchen Versicherungsunternehmen angebetet. Eine uralte Legende erzählt von einem  Fragebogen der Wunder wirken konnte. Er brachte Drucker zum Drucken und Updates störungsfrei auf die Rechner. Er heilte den Geist des Sachbearbeiters, der unter dem Achselgeruch seines Vorgesetzten litt. Seither werden Fragebögen gesammelt, auf das mal wieder einer ein Wunder tun mag. Vielleicht einfach die Anrufe von genervten Maklern annehmen?

Rettung durch Solarstrom

Bei all dem tut es kein Wunder, wenn die mühsam antrainierte stoische Ruhe dahin ist. Doch bevor ich den Glauben an die Menschheit verlor kam der rettende Anruf. Und zwar über meine Privatnummer, per verbotener Telefonwerbung. Ich fragte mich schon, welcher Bekloppte das jetzt ist. Aber nein, denn…

Haben Sie schon eine Solaranlage?

Die nette Dame am anderen Ende der Leitung fragte mich höflich, ob ich mir denn schon mal Gedanken darüber gemacht hätte, warum meine Stromrechnung so hoch sei. Und ob ich es nicht toll fände meinen eigenen Strom zu erzeugen.

Klar, antwortete ich. Mach ich ja schon. Aber woher kennen Sie die Höhe meiner Stromrechnung?

Ah… sie schweigt verdutzt. Sie haben schon eine Solaranlage?

Nein, antworte ich. Aber meine Frau und ich sind Leistungssportler und haben zwei so Fahrräder mit Generator an der Achse im Keller stehen. Die Dinger kennen Sie doch, oder?

Naja, eigentlich nicht, hebt sie an. 

Also wir treten jeden Abend da rein, bis die Akkus voll sind. Und das reicht für einen Tag.

Aber Herr Misch, sagt sie, das reicht doch nicht für die Waschmaschine und all das.

Doch, sag ich, weil wir haben nur einen Kühlschrank. Waschmaschine haben wir nicht. Wir werfen unsere Klamotten in den Müll wenn sie stinken und kaufen alles neu. Kost ja nix, das Zeug. Und Zuhause laufen wir eh grundsätzlich nackt herum.

Schweigen am anderen Ende. Dann antwortet sie langsam: Ja, da haben Sie natürlich Recht. Dann gratuliere ich Ihnen zu dieser guten Entscheidung. Eine Solaranlage brauchen Sie wirklich nicht.

Keine Bekloppte sondern Empathie

Mein Tag ist gerettet. Was für eine nette, freundliche, intelligente Dame. Leider hab ich mir ihren Namen nicht aufgeschrieben, denn ich hätte ihr gerne empfohlen sich bei der einen oder anderen Versicherungsgesellschaft zu bewerben. Dort wären Mitdenken und Schlüsse ziehen echt brauchbar. 

Denn wir wissen, was wir tun

Ob Sie´s glauben oder nicht, aber auch wir haben Fragebögen. Die gibts aber nur im Notfall:)

Egal wo Sie sind, wir beraten auch online. Testen Sie uns!

Rente ist völlig überbewertet

Rente ist völlig überbewertet

Gerade junge Menschen hätten noch die Chance der Katastrophe um ihre Rente zu entkommen. Dazu gehört eine Portion Mut und vor allem die Kraft, den Hammer des eigenen Schicksals selbst auf den Amboß zu schlagen. Dummerweise aber wird uns seit fast zwei Jahrzehnten eingetrichtert, wir hätten uns um unsere eigene Zukunft nicht zu kümmern. Fatal, wie man bereits heute sehen kann.

Ende mit Schrecken

Am 16. April schrieb die Neue Zuricher Zeitung: Deutschland erwacht aus der Wohlstandsillusion. Wirklich? Dann dürften in Zukunft die eigenen Bestrebungen nach Altersvorsorge zunehmen. Der Bürger sucht also in seinen Hosentaschen nach dem Zettel auf dem seine Rentenformel notiert ist. Aber die Politik hat ihm längst die Taschen zugenäht. Um die Rente kümmert sich Berlin, wie um alles andere auch.

Bevormundet auch beim Thema Rente

Wir sind es gewohnt, für uns entscheiden zu lassen. Und gerade beim Thema Rente lassen wir uns pampern und hoffen, die Windel hält. Dabei ist die gesetzliche Rente längst nicht mehr „dicht“. Das weiß ja jeder. Und das wäre auch nicht schlimm, wenn man anderweitig investiert wäre. Ist man aber eher selten. In Aktien oder die eigene Immobilie vielleicht.

Das eigene Haus

Deutschland ist Mieterland. Und die Mieten klettern. Wer dem entgehen will muss kaufen oder bauen. Gleiches Spiel, die Preise explodieren. Und nun vergleichen Sie mal die Mietsteigerungen oder die Preisspirale der Immobilien mit den Zahlen auf Ihrem Rentenbescheid. Fällt Ihnen was auf? In vielen Regionen Deutschlands sind Immobilien heute kaum mehr erschwinglich, und kuriose Vorschriften verteuern das Bauen zusätzlich. Wußten Sie, dass die Grunderwerbssteuer in den letzten 20 Jahren verdoppelt wurde? Hat sich der Wert Ihres Sparbuchs in den letzten 20 Jahren verdoppelt?

Es nützt nichts, die Preise zu deckeln. Es nützt ja auch nichts den Klodeckel zu schließen, man muß einfach mal die Spülung betätigen.

Aktien

Wenn Sie Super-Plus tanken müssen um die Maschine schnell über die Autobahn jagen zu können, dann füllen Sie doch auch kein Frittenfett in den Tank! Es gibt genügend (weltweite) Statistiken darüber: Wer mehr Aktien hält, erwirtschaftet ein höheres Vermögen. Doch die Deutschen Sparen in Festgeld, Sparbuch und herkömmlichen Lebensversicherungen. Außerdem wird Aktiensparen durch wirklich lustige Regulierungen und Vorschriften etwa so einfach wie das Lesen einer lateinischen Bibel. Die Deutschen werden mit allen Mitteln davon abgehalten, das Kapitalmarktschiff zu besteigen. Der Staat siehts gerne, denn auf die Art kann er sich entschulden und die Enteignung der Sparer Dritten in die Schuhe schieben: Banken und Versicherungen.

Wer mit einem Finger auf andere zeigt, weist mit dreien auf sich selbst

Gerne zeigt man im Regierungsviertel auf die bösen Lebensversicherer. Natürlich nicht selbst, dafür hat man seine Geheimwaffe, den Verbraucherschutz, der dann über die Lebensversicherer lästern darf. Die Politik selbst würde das nie tun, ist sie ja für die Schieflage der Szene verantwortlich. Denn dass die Garantiezinsen der Lebensversicherer nicht im Keller sind, sondern begraben unter dem Fundament schimmeln, ist keine Entscheidung der Lebensversicherungswirtschaft, sondern eine Vorgabe der Politiker.

Die Sache mit den Überschüssen

Da war noch was. Die Überschüsse sinken und damit die Erträge. Aber auch das ist politisch gewollt. Denn wer in den vergangen Jahrzehnten in Lebensversicherungen angelegt hat, der lieh dem Staat sein Geld. Lebensversicherer sind gezwungen überwiegend in deutschen Staatsanleihen anzulegen. Gezwungen! Hätte man vor vielen Jahren diesen Zwang gelockert, die Lage sähe heute besser aus, für die Versicherungskunden. Für den Staat allerdings weniger, denn er bekommt ja so Ihr Geld für lau.

Schulden über Schulden

Hängen wir also weiter dem Wahn an, alles würde besser und die Zinsen steigen wieder und unsere Rente auch? Können wir einst zurückkehren in unser Auenland und uns in den Liegestuhl fallen lassen? Nö! Denn wenn die Zinsen steigen, muss der Finanzminister für seine Schulden plötzlich tiefer in die Tasche greifen. Und nach Corona sind die Schulden nicht geringer geworden, oder? Es wird bei der schleichenden Enteignung der Sparer bleiben. Und damit wird es auch für die gesetzliche Rente nicht besser.

Rente selbst planen

Darum: Kümmern wir uns um unsere Rente selbst. Je früher um so besser. Investieren wir am Kapitalmarkt, wie die Schweizer zum Beispiel. Vor allem aber PLANEN wir unsere Rente frühzeitig und professionell. Wie das geht, lesen Sie hier.

Mit Humor gegen Corona?

Mit Humor gegen Corona?

Drei Dinge sind heuer besonders wichtig: Abstand halten, Desinfizieren, Humor. Ersteres fällt schwer, außer Familie und Freunde wechseln ohnehin die Straßenseite, wenn sie dich sehen. Zweites scheitert daran, das manche Zeitgeister Sagrotan saufen und vierlagiges Klopapier als Brotbelag verwenden. Und der letzte Punkt, Humor, bleibt einem eher im Halse stecken, angesichts der Lage. Nur ist ein Leben ohne Humor ebenso sinnlos wie eines ohne Familie, Freunde und Alkohol. Und damit sind wir beimThema:

Humor durch/mit Alkohol!

Corona ist in aller Munde

Zum Glück noch nicht. Und wenn doch: Desinfizieren geht auch innerlich. Auf all unseren Wanderungen im Kaukasus oder Balkan haben wir große Erfolge durch regelmäßige innere Desinfektion erziehlt. Nicht umsonst lautete mein Spitzname auf unserer Tour letzten Sommer „Wodka“. Und wenn einem die Georgier diesen Spitznamen verpassen, dann will das was heißen. Dazu aber ein andermal mehr. Seit zwei Wochen jedenfalls desinfizieren wir jeden Abend. Innerlich. Bisher mit Erfolg, auch was den Humor angeht. Hier unsere Rezepte:

Stolichnaya

Vor zwei Jahren retteten wir einen über 30 Jahre alten sowjetischen Exportwodka vor der Vernichtung.  Der stand in der Garage meiner Mutter neben vielen anderen Spirituosen und Weinen. Nun ist meine Mutter militante Antialkoholikerin, die jedoch ständig mit Alkohol beschenkt wird. Eines Tages packte sie den ganzen Vorrat ins Auto und verteilte ihn in der Stadt an den bekannten Stellen an die „Bedürftigen“. Den Wodka konnten wir eben noch retten, alles andere löste vor Ort große Freude aus. Auch eine Art von Humor, Galgenhumor vielleicht.

Den Stolichjana, so man noch welchen auftreiben kann, trinkt man am besten aus dem Eisfach. Es dauert ein paar Tage bis die Geschmacksnerven so weit sind zu begreifen, dass das Zeug wie Öl runtergeht und echt Stil hat.

Na denn: Sa sdorovje!

Albanischer Raki

Leider schon alle, aber immer wieder eine Reise wert. Albanien, meiner Meinung nach das gastfreundlichste Land Europas, hat eine eigene Rakikultur. Gebrannt wird immer und überall. Dementsprechend kann man das Zeug auch überall kaufen, meist in leeren Colaflaschen. Es lohnt jedoch in wirklich guten Bars nach einer ganzen Flasche zu fragen und diese mitzunehmen, die Qualität ist oft grandios. Albanischer Raki wird aus allem gebrannt, was so üblich ist. Eine besondere Variante wird aus Maulbeeren hergestellt, sehr lecker. Das Dumme an dem Gesöff ist: Ich sehe die albanischen Berge, das Prokletjegebirge, das Schäferdorf Doberdol, Butrint und all die schönen Orte die wir bereist haben. Gut, dass er alle ist.

Trotzdem: Gesua!

Bulgarischer Selbstgebrannter

Stammt auch aus den Arsenalen meiner Mutter. Bekam sie von einem bulgarischen Kraftfahrer geschenkt, einem ihrer Lieferanten, den sie bei sich Zuhause duschen ließ. Der Schnaps hat eine ganz leicht goldgelbe Farbe, ich tippe auf Traube als Basis. Brennt etwas im Abgang und wärmt extrem nach. Dieser Schnaps ist derzeit in unserem Wanderflachmann als Gipfelschnaps abgefüllt. Und Ihr glaubt nicht, wie viele Gipfel es hier in der Umgebung gibt!

Nasdrave!

Georgischer Chacha

Chacha heißt auf deutsch einfach Schnaps, und das war er auch. Gut, dass er alle ist. Wahrscheinlich hab ich bisher kein Corona, weil ich mit dem Zeug gegurgelt hab. Um keine Fakenews zu verbreiten: Die Georgier brennen wirklich guten Chaha, wir können sein letztem Urlaub ein paar Lieder davon singen. Doch wie in Albanien auch: Nicht alles was in Wasserflaschen abgefüllt ist, schmeckt nach Wasser. Man bekommt sehr, sehr guten Schnaps in Georgien, und noch besseren Wein (auch dazu ein andermal mehr), aber man sollte wissen, wo. Die hier angepriesene Ware war ein Notkauf am letzten Urlaubstag, gekauft auf dem Bauernmarkt in Telavi. Und er war auch nötig, denn die fünf Stunden im Geländewagen am Tag zuvor, über eine der gefährlichsten Passstraßen der Welt, die muß man sich wegsaufen. Eigentlich hätten wir den Schnaps vor der Fahrt trinken müssen. Besser gesagt: Hätten wir gewußt was auf uns zukommt, dann wären wir nicht nüchtern in das Auto gestiegen:)

Georgischer Chacha vom Bauernmarkt Telavi. Mindestens 58 Prozent, wahrscheinlich mehr. Brennt wie die Hölle und war absolut kein Gaumenschmaus. Aber billig, der Liter 3 Euro. Der Schnaps ist so hart wie das Leben dort. Auch wenn er geschmacklich nicht die Krönung war, er hat geholfen.

Na denn: Mkhiaruleba!

Armenischer Cognac

Ich weiß, ich weiß, der darf eigentlich nicht Cognac heißen, weil er nicht aus der Region Cognac kommt. In Armenien aber darf er das, solange er im Land bleibt. Ich selbst meide Cognac, seit einem Trauma vor 30 Jahren wird mir schon vom Geruch schwindelig. Aber meine Frau meint, das Getränk gehöre zur Spitzenklasse seiner Sorte, in der Tat ist Cognac einer der wenigen Exportschlager des Landes. Armenien! Was bedauere ich meine Abneigung gegen dein Nationalgetänk. Denn alles, wirklich alles was du uns letzten Sommer in wenigen Tagen von dir gezeigt hast, hat uns verliebt gemacht in dich, Armenien. Im Moment aber können wir dich nicht besuchen, und eine ferne Liebe ertränkt man am besten in Alkohol. Gut, dass wir vorgesorgt haben. Armenischer Ararat-Cognac. Blumig, weich, aromatisch, bekömmlich. 40 Protent.

Urakhut´yun!

Polnischer Sliwowica

Der stammt aus dem Riesengebirge. Leider auch schon halb leer. Wer nicht zu weit reisen will aber eine in Deutschland eher unbekannte Wanderregion sucht, der sollte dort mal hinfahren. Das Riesengebirge wartet mit urigen Hütten, traumhafter Natur und leckerem Essen auf. Polnische Gastfreundschaft gibts gratis oben drauf. Die Region ums Hirschberger Tal ist übrigens für Geschichtsinteressierte so ergiebig wie für Literaturfreunde. Die Hohenzollen verbrachten hier ihre Sommerfrische und Gerhard Hauptmanns Wohnhaus kann besichtigt werden, es ist wirklich eine Reise wert. Polnischer Sliwowica. 50 Prozente und einfach nur lecker!

Das vielleicht Beste kommt zum Schluß: Max Sonntag!

Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah! Die Schnapsbrennerei Max Sonntag aus Neudorf im schönen Erzgebirge. Hab ich schon erwähnt, dass das Erzgebirge inzwischen unsere liebste „Naherholungsregion“ geworden ist? Eine der schönsten Ecken Deutschlands, von Touristenmassen verschont, von traumhaften Wanderwegen durchzogen. Wer was Besonderes erleben will, der fährt mit Deutschlands einziger planmäßig verkehrender (Klimaschützer bitte beide Augen zudrücken) Dampfschmalspurbahn von Cranzahl nach Oberwiesenthal. Die 17 Kilometer Fahrt sind ein einzigartiges Erlebnis an Entschleunigung, es ist eine Zeitreise. In Oberwiesenthal angekommen, wandert man hinauf auf den Fichtelberg und vor dort hinunter ins Tal. Es gibt einen Wanderpfad direkt an der Bahnlinie entlang, den läuft man halt bergab bis zum Auto zurück. Unterwegs kommt man durch Neudorf, und 50 Meter vom Wanderweg entfernt liegt die Brennerei Max Sonntag. Dort wird man von einer stets gut aufgelegten Dame in Kittelschürze mit leckeren Kostproben versorgt und wandert alsdann lustig und belebt die restlichen fünf Kilometer bis zum Auto zurück. Nur: Wer fährt jetzt? Max Sonntags Vogelbeerschnaps. Typisch erzgebirgisch, leicht fruchtig, macht Spaß. 40 Prozent.

Also Prost!

Humor

Verliert den Humor nicht!

Euch allen wünsche ich von Herzen: Bleibt gesund! Lasst Euch nicht unterkriegen! Haltet durch! Denn nicht vergessen: Bestenfalls spricht der Bär!

Alles, alles Gute!

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH