Newsletter von Ottokar

Newsletter von Ottokar

Mein Freund Ottokar will Influenzer werden. Er hat gelesen, damit werde man Erstens reich und Zweitens berühmt. Zunächst aber will er seine Ware verkaufen, am besten per Newsletter. Denn in seiner Scheune stapeln sich noch immer die Klopapierrollen bis zur Decke. Das Depot stammt noch aus dem ersten Lockdown, als wir alle der Meinung waren, wir würden den lieben langen Tag nichts anderes tun als schei…

Newsletter vom Ottokar

Die Sache ist die, sagt Ottokar, selbst Klopapier habe eine gewisse Lebensdauer. Mit der Zeit setze eine Art Verschei.. äh Verschleiss ein. Das heißt, es zieht Feuchtigkeit. Das Zeug muss also weg. Also doch am besten übers Internet verkaufen. Darum bastelt er seit vielen Nächten an seinem Onlineshop. Und er entwirft all diese digitalen Spielzeuge, die fürs Klopapiermarketing nötig sein sollen.

Onlinemarketing – ohne gehts nicht!

Natürlich sieht Ottokar sich heute Marketingfachmann. Deshalb legt er seinen Daumen gerne auf meine Wunde, die da ist, keine Ahnung vom Onlinemarketing zu haben. Obwohl man als Versicherungsmakler ohne Onlinemarketing heute etwa so modern ist wie eine Dampflok. Warum jagst Du keine Newsletter an deine Kunden raus? Das fragt er mich also.

Ich mag keine Newsletter

Ich mag die Dinger einfach nicht, murmele ich. Denn natürlich hab ich ein schlechtes Gewissen. Jedermann ist genervt von Newslettern, und ich ganz besonders. Und doch geht es angeblich nicht ohne. Aber meine Abneigung gegen diese moderne Form der Aufdringlichkeit ist zu groß. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, sage ich zu Ottokar, dass meine Kunden am Monatsende auf den Nägeln kauen, weil mein Newsletter verspätet erscheint. Vielleicht, wenn ich den selbst schreibe, er witzig und literarisch herausragend ist… Doch dazu fehlen mir Zeit und Muße. Moderne Newsletter sind für mich eben nur Massenware, die vorgekaute Inhalte den Lesern wieder und wieder vorwürgen.

Vertriebsdinosaurier

Ein Vertrieb der auf Newsletter verzichtet, ist zum scheitern verurteilt, wirft sich Ottokar in die Brust. Und für jemand, der sich mit der Internetkonkurrenz herumschlagen muss, sei ich sehr naiv, meint er.

Sagen wie lieber altmodisch, antworte ich.

Richtig, sagt er. Deshalb hältst du auch nichts von Videobotschaften.

Ja, antworte ich, denn ich bin ja kein Prediger der seine Gemeinde mit Glaubensbotschaften bei Laune halten muss. Wer wartet denn darauf, dass ich jeden Monatsersten mein stetig alterndes Gesicht in eine Kamera halte und belangloses Zeug labere? Die einzige wirkliche Neuigkeit die dabei herumkommt, ist die wachsende Fläche meiner Stirnglatze.

Aber Deine Kunden sind doch darauf gespannt, wichtige News zu erfahren. Zum Beispiel zum Thema Elementarversicherung! Ottokar schüttelt den Kopf. Du bist nicht nur altmodisch, du bist ein Dinosaurier.

Mag sein, lache ich. Und die haben auf der Erde Millionen Jahre gelebt. Länger, als die Menschheit je existieren wird. Und das ohne Newsletter zu lesen. Aber vielleicht war das der Grund ihres Aussterbens! Hätte sie doch nur jemand per Videobotschaft davor gewarnt, dass einst ein Meteorit die Erde treffen könnte!

Ich melke keine Kunden

Hand aufs Herz: Ich bin für meine Kunden da, wenn sie mich brauchen. Und in wichtigen Themen kontaktiere ich sie. Das wissen sie zu schätzen. Ansonsten lasse ich sie in Ruhe. Und auch das schätzen sie. Nennen Sie es von mir aus Vertriebsverkalkung, aber ich stehe dazu: Bei uns gibt´s keine Umsatzziele und ich „melke“ meine Kunden nicht Und genau so empfinde ich es, ich fühle mich gemolken, wenn ich nach einem Kauf plötzlich zum Werbeziel des Verkäufers geworden bin. Er bekommt den Hals nicht voll. Das aber ist nicht mein Problem!

Digitale Prostitution

Newsletter und Videobotschaften sind für mich vor allem eines: Digitale Prostitution! Die Dinger sind heute so personalisiert, dass sie den Empfänger glauben machen sollen, die Botschaft sei allein für ihn. Dabei bekommen tausende Andere das gleiche Menü vorgesetzt. Was wie persönliches Interesse am Menschen verkauft wird, ist nur billiger Beziehungskitt. Sie können Ihren Kindern tausend Euro Taschengeld im Monat zahlen. Wenn Sie sie nicht lieben, landen Sie am Ende doch im billigsten Pflegeheim.

Sag niemals nie

Man soll niemals nie sagen. Vielleicht zwingt mich der Lauf der Zeit dazu, die Sache auch anzugehen. Womöglich wollen Sie das eines Tages sogar? Wer weiß. Für den Moment jedoch liegt mir das fern. Auch wenn ich damit nicht zur vermeintlichen Vertriebselite gehöre.

Mein Freund Ottokar jedenfalls hat mir gestern einen persönlichen Newsletter geschickt. Klopapier im Sonderangebot. Dabei hat er mir letzte Woche 12 Rollen geschenkt. Ich könnte den Newsletter abbestellen. Doch zögere ich. Vielleicht legt er das als Unhöflichkeit aus? Und Höflichkeit, drauf lege ich ziemlich großen Wert. Bin ich damit also das perfekte Newsletter – Opfer?

Bleiben Sie uns gewogen, auch ohne Newsletter und Videobotschaften

Ihr

Olaf Misch

 

 

Lobbyist Ottokar

Lobbyist Ottokar

Mein Freund Ottokar will Lobbyist werden. Und zwar Lobbyist für Versicherungsmakler. Und ich soll das Versuchskaninchen spielen. Zugegeben, wir Versicherungsmakler hätten eine Lobby dringend nötig. Und mit seinen Argumenten mag er Recht haben. Doch was nützt heutzutage schon Logik? Politik wird heute mit Angst und Bauch gemacht. Und vom Verbraucherschutz.

Eine Todesversicherung?

Als Erstes, sagt mein Freund Ottokar, solltet ihr Versicherungsmakler das Kind beim Namen nennen. Lebensversicherung, zum Beispiel – was für ein Begriff! Die zahlt doch eher bei Eintritt des Todes. Todesversicherung wäre als Name logischer. Das ganze Konstrukt Lebensversicherung ist so unlogisch, dass es sich die Verbraucherschützer morgens aufs Brot schmieren um es dann zu vernaschen.

Lobbyist für Lebensversicherung

Nun, da hat der Ottokar Recht. Und die ewigen Änderungen in dem System machen es auch nicht besser. Die Alten unter uns wissen sicher noch davon: Einst zahlte man aus versteuertem Geld in eine Lebensversicherung ein. Sofern dann das Endalter erreicht wurde, gabs steuerfreies Bares. Nannte sich Kapitallebensversicherung. Feine Sache. Bis Verbraucherschützer dieses Modell zum legalen Betrug deklarierten. Aber nicht wegen der Steuer. Denn die ist dem Verbraucherschutz egal. Oder hast Du schon mal irgendwo gelesen, dass der Verbraucherschutz die Regierung wegen der Steuerverschwendung angeht? Dabei wäre das wirklicher Verbraucherschutz.

Verschleierte Berechnungsmethoden

Die Kritik des Verbraucherschutz an der klassischen, kapitalbildenden Lebensversicherung war nicht ganz unberechtigt. Die Produktkosten waren oftmals gigantisch. Und die Risikoabschläge für die Todesfallabsicherung waren so gut in den Produkten versteckt, dass sie niemand herauslesen konnte. Das war von den Versicherern auch gewünscht. Denn deren Klinkenputzer sollten Produkte entsorgen, nicht Kunden bereichern. Wir Versicherungsmakler haben unseren Kunden immer schon vorgerechnet, dass eine Risikolebensversicherung billiger und eine Rentenversicherung rentabler ist. Deshalb sind wir bei den Ausschließlichkeitsvertrieben der Versicherer, ich nenne die Klinkenputzer, sehr unbeliebt. Seltsamerweise aber hat der Verbraucherschutz stehts uns Makler im Visier. Unlogisch wie alles in diesem Zusammenhang.

Legaler Betrug

Was ist nun übrig geblieben, vom sogenannten legalen Betrug? Am Rande: Die Wortverbindung legaler Betrug ist eher legaler Unfug. Die Einseitigkeit der Kritik der Verbraucherschützer könnte man auch als steuerfinanzierte Blindheit bezeichnen, wenn man bei solch unpassenden Vergleichen mitspielen will. Aber natürlich gibt es auch heute noch Lebensversicherungen. Die Kapitallebensversicherung jedoch hat ausgedient. Erstens, weil der Rechnungszins das Modell plattgemacht hat. Und zweitens sicher wegen des Wortteils Kapital. Denn der Kapitalismus ist, trotz nachweislicher Erfolge für die ganzer Welt, nicht mehr so sexy. Heute, wo alles nachhaltig, grün und unisex ist, wer will da noch Produkte anbieten, deren Bezeichnung aus dem Kommunistischen Manifest entlehnt sein könnten.

Formen von Lebensversicherungen

Machen wir unlogisch weiter: Lebensversicherung heißt alles, was wie eine Lebensversicherung kalkuliert wird. Deshalb fallen verschiedene Verträge darunter, die im ersten Blick nicht nach Lebensversicherung klingen.

  • Pflegerentenversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Schwere Krankheiten Versicherung
  • Grundfähigkeitsversicherung
  • Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Risikolebensversicherung
  • Rentenversicherung (verschiedener Spielarten)

Lobbyist Ottokar hat eine bessere Idee

Weißt du, man müsste das ganze System einfach ehrlicher machen, meint mein Freund Ottokar. Er als unser Lobbyist würde und Maklern empfehlen unsere Berufsbezeichnung abzulegen. Makler, das klingt nach Ziegenbock und Holzschutzlasur. Wir sollten uns lieber umbenennen in Versichertenschützer. Aus dem Name ginge dann einwandfrei hervor, dass wir im Sinne unsere Kunden zu handeln haben. Und dann will er erleben, wie der Verbraucherschutz weiter auf uns rumhacke. Still schüttele ich den Kopf. Wenn von zehn Latten am Zaun eine faul ist, dann nützt kein noch so langer Nagel. Und solange in unserer Branche, unterstützt von Versicherern und dummen Vorgaben der Politik, Vertriebe mit Druckmethoden auf Erfolg getrimmt werden, bleibt unser Ruf erhalten.

Was tun? Auch Lobbyist werden?

Ottokars Idee ist natürlich, wie alles was er anfasst, am Ende im Sande verlaufen. Als unabhängiger Versicherungsmakler können wir nur hoffen, die Qualität unserer Arbeit wird Sie überzeugen! Um immer besser zu werden, gehören wir verschiedenen Verbänden an. Zum Beispiel der Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Versicherungsmakler e.V., dem Bundeverband Deutscher Versicherungsmakler und der Vema e.G.. Testen Sie uns einfach!

Newsletter von Ottokar

Was das Wahlprogramm der Versicherungsmakler für Politiker bedeutet

Wir stellen unser eigenes Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2021 auf! Unser Wahlprogramm orientiert sich an den Vorschriften und Regulierungen für unseren Berufsstand. Wenn wir die Wahl gewinnen, wird sich in Zukunft jeder Politiker komplett neu orientieren müssen. Denn, jeder Politiker „verkauft“ den Bürgern immer überteuerte und ungeeignete politische Lösungen! Das muss anders werden!

Wir grenzen unser Wahlprogramm ab

Nahezu jede Partei kommt in ihrem aktuellen Wahlprogramm zu dem Schluss, Versicherungsmakler seien das Übel der Ziviliation. Grundsätzlich wird nicht diferenziert zwischen den verschiedenen Vertriebswegen. Makler verkaufen eben immer ungeeignete und überteuerte Produkte. So die Kernaussage. Manchmal stimmt das sogar. Aber wir wollen es besser machen. Deshalb werden wir in unserem Wahlprogramm ganz klar differenzieren. Und zwar zwischen Politikern und solchen die keine sind. Das ist doch nur fair.

ALLE Politiker betrügen die Bürger immer

Unser Wahlprogramm wird leeren Versprechungen ein Ende bereiten. Wir fordern die Umsetzung aller berufsständischen Vorschriften des Versicherungsmaklers auf die Politik. Dabei hat unser Wahlprogramm vier Schwerpunktthemen:

Erstens: Aus- und Weiterbildung

Zweitens: Experten und Fachleute

Drittens: Haftung

Viertens: Transparenz

Aus- und Weiterbildung

Wer seine Ausbildung abgebrochen hat, hat im Bundestag nichts mehr verloren. Jeder Berufspolitiker hat seine Qualifikation bitte ständig als Chipkarte bei sich zu tragen und auf Verlangen vorzuweisen. Ein abgebrochenes Studium reicht dann gerade noch um in der Kantine die Teller zu sortieren, keinesfalls für ein Mandat. So wie jeder Versicherungsmakler, wird auch der Politiker der Zukunft jährliche Weiterbildungen nachweisen müssen. Als Kontrollinstanz dafür sollte das BaFin eingeschaltet werden, das muss ja ohnehin für jede schräge Idee antreten. Und natürlich gilt die Weiterbildungspflicht nicht nur für die Berufspolitiker, sondern auch für sein Personal. Wie in unserem Berufsstand auch, befreien weder längere Krankheit noch Elternzeit von der Weiterbildungspflicht. Wer seine Stunden nicht voll bekommt, muss augenblicklich sein Mandat zurückgeben. So wie uns die IHK das Büro zuschließt, wenn wir ungenügende Weiterbildungen nachweisen.

Experten – ein Herzensanliegen unseres Wahlprogramms

Die Talkshows sind voller Experten. Ich frage mich, aus welchen Löchern die ständig kriechen, und was die vorher gemacht haben. Unser Wahlprogramm orientiert sich ganz klar an unseren berufsständischen Vorschriften. Möchte sich ein Politiker in Zukunft zum Experten aufschwingen, dann bitte nur mit Nachweis. Ich selbst bin Experte für betriebliche Altersversorgung (DMA). Dafür musste ich lernen, eine Prüfung ablegen und meinen Fachwissensstatus regelmäßig durch zertifizierte Weiterbildungen nachweisen. Denn sonst verliere ich ihn. Gesundheitsexperten sollen zukünftig bitte auch mal als Pfleger oder Arzt gearbeitet haben. Finanzexperten mögen doch bitte eine Bankausbildung oder eine Ausbildung zu Steuerberater nachweisen, bestenfalls ein Volkswirtschaftsstudium. Und vor allem muss jeder Politiker regelmäßig wieder in seinen alten Beruf zurück, und sei es nur für einen Tag.

Haftung für Einkommen und Beratung

Wir stülpen das Einkommensmodell der Politik komplett um. In Zukunft werden Politiker Provisionen erhalten, so wie wir Versicherungsmakler auch. Vorbei die Zeiten der läppischen Diäten und Zulagen. Die Zukunft sieht anders aus, nämlich erfolgsorientiert. So wie bei uns Versicherungsmaklern auch. Ein Beispiel: Wir beraten ein Unternehmen zum Thema betriebliche Altersversorgung. Etwa ein Jahr nach dem Erstgespräch erklärt der Unternehmer seinen Willen zur Umsetzung. Es kostet uns nun zwei weitere Wochen Arbeit und Investitionen in IT und digitale Werkzeuge. Denn wir wollen die bAV fürs Unternehmen haftungssicher umsetzen. Danach erfolgen die Beratungen der einzelnen Mitarbeiter. Ein Jahr und drei Monate nach dem Erstgespräch stehen die Verträge. Die Provision aus der Beratung wird einige Monate später fällig und über die Gesamtlaufzeit, manchmal 30 Jahre und länger, verteilt. Kündigt ein Mitarbeiter, verlieren wir unseren Anspruch aus Einkommen. Entscheidet sich der Unternehmer für einen anderen Makler, verlieren wir den Anspruch teilweise. Beraten wir falsch, stehen wir mit unserem Privatvermögen für die Fehler ein.

Was sieht unser Wahlprogramm nun in der Haftung für Politiker vor

Politiker sollen in Zukunft auch von Provisionen leben. Nehmen wir an, es wird ein Modell zum Bau von Sozialwohnungen entworfen. Von der ersten Idee, über die Debatten und Ausschüsse und Prüfungen, die Fragen der Finanzen und der Umsetzung, vergeht ein Jahr. Bis zum Bau der ersten Wohnungen vergeht ein weiteres Jahr. Fünf Jahre nach der ersten Idee sind die Sozialwohnungen alle fertig und bezogen. Nun wird geprüft, ob die bei Beginn vereinbarten Ziele auch erreicht wurden. Stimmte die Finanzierung? Passt die Anzahl der Wohnungen? Wurde der Zeitplan eingehalten? Ist die abgelieferte Qualität in Ordnung. Erst jetzt erhält der Politiker seinen Lohn für dieses Projekt. Wie wir Versicherungsmakler auch! Wir beraten. Machen wir unsere Sache zur Zufriedenheit des Kunden, schließt er ab. Danach erhalten wir unsere Provision. Und stehen für diese bis zu 10 Jahre in der Haftung. Ist der Kunde unzufrieden, müssen wir das Geld zurückgeben.

Pflicht zur Dokumentierung

Natürlich wird es eine glasklare Anweisung zur Dokumentierung geben. Jeder Politiker muss über jeden Vorgang immer ein Protokoll schreiben. Aus diesem müssen die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger hervorgehen, die Anlass zur „Beratung“ waren. Der Politiker muss in der Folge begründen, warum er welche Lösung empfiehlt. Und dafür mit seinem Privatvermögen haften. Wir wir Versicherungsmakler auch. Das nennt man Bürgernähe!

Unser Wahlprogramm fordert Transparenz

Unser Wahlprogramm sagt ganz klar aus: Politiker müssen offen legen, wie viel sie an welchem Produkt verdienen. Und zwar in Heller und Pfennig. Sie müssen zudem in jährlichen Berichten an die Bürger nachweisen, wie sich diese Kosten entwickelt haben oder entwickeln werden. Außerdem müssen Politiker in Zukunft eine Art „Gewissensvereinbarung“ unterzeichnen, so wie wir Versicherungsmakler auch. Darin müssen sie schwören, immer zum Wohle des Kunden, sorry des Bürgers, zu handeln. Außerdem müssen sie jährlich nachweisen, wofür sie die erhaltenen Provisionen eigentlich ausgeben. Einfach Geld einnehmen und aufs Konto legen, gilt nicht. Regelmäßige Einnahmen sollten bitte dazu verwendet werden, dass der Bürger einen Vorteil davon hat. Weiterbildungen, Anschaffung von geeigneter Beratungssoftware oder auch der Druck von Informationsbroschüren sind gute Beispiele für sinnvolle Verwendung von Einnahmen.

Nach unserem Wahlsieg

Es dürfte klar sein, dass wir mit diesem Programm total abräumen werden. Politiker werden sich komplett umstellen müssen. Als erstes müssen sie sich an den Gedanken gewöhnen, dass ihre Einnahmen nicht ihnen gehören. Das Geld gehört dem Bürger. Und zwar so lange er mit der Leistung des Politikers zufrieden ist. Wendet sich der Bürger vom Politiker ab, wirds dünne auf dem Konto.

Fazit

Nach der Umsetzung unserer Ziele kann zumindest niemand mehr behaupten, Politiker verkaufen nur überteuerte und mangelhafte politische Lösungen. Damit ist dann Schluss. Ob wir Versicherungsmakler nach der Bundestagswahl noch überteuerte und ungeeignete Produkte verkaufen können, wird sich zeigen. Vermutlich nicht. In Zukunft werden wir nach Honorar beraten müssen. Und zwar unabhängig davon ob Sie bei uns Kunde werden, zufrieden sind oder betreut werden. Beratung nur noch gegen Kohle. Ob die Beratung dann geeignet ist, spielt an sich keine Rolle mehr. Ironie aus.

Internetbewertungen zu verkaufen

Internetbewertungen zu verkaufen

 Internetbewertungen sind kaum mehr wegzudenken, möchte man sein Geschäft erfolgreich aufziehen. Wir selbst legen großen Wert darauf und bekamen letzthin wieder mal ein unmoralisches Angebot: Bezahlen für Bewertungen. Und ob Ihrs glaubt oder nicht, dieses Modell macht Schule.

Internetbewertungen aus diversen Quellen

Möglichkeiten, sich Internetbewertungen einzuholen, gibt es freilich viele. Wir selbst nutzen ProvenExpert und GoogleMyBusiness als Bewertungsportale. Ist natürlich müßig es an dieser Stelle zu betonen, doch unsere Bewertungen sind alle echt und von unseren Kunden selbst geschrieben. Aber wir können ja viel erzählen.

Das Internet – ein Bällebad für Sadisten

Warum? Weil diese Scheinwelt alles möglich macht und damit eben auch Scheinexistenzen fördert. Wenn wir besser aussehen wollen, als wir arbeiten, dann helfen uns Facebook und Co. tatkräftig dabei. 300 „Freunde“ im dem Firmenauftritt von Facebook kosten nur ein Taschengeld. Likes unter Posts sind gar kein Problem und nicht teuer. Und wers richtig wissen will, der kauft auch negative Bewertungen für die Mitbewerber. So gesehen sind Internetbewertungen eigentlich völliger Schrott. Trotzdem stehen wir drauf, weil sie wohl doch eine gewisse Aussagekraft haben.

Kauf Internetbewertungen

Ums vorweg zu sagen: Nein, wir tun sowas nicht! Auch wenn das Angebot noch so verlockend klingt. Denn wir meinen, das ist Betrug. Und wer zu uns als Neukunde kommt und vorher schon belogen wurde, der kann am Ende nur enttäuscht werden. Und so sieht ein solches, unmoralisches Angebot aus:

Internetbewertungen

 

Quer durch alle Portale

Das ist so, als wolltest Du heiraten und müßtest nicht angeben, ob Du schon verheiratet bist. So kannst Du dann im Laufe der Zeit eine Reihe an Ehepartner ansammeln. In diesem Falle nennt man das Heiratsschwindel, und der ist strafbar. Ich verstehe nicht, warum erlogene und ergaunerte Bewertungen was anderes als strafbarer Schwindel sein sollten! Und dies in nahezu allen Bewertungsportalen. Denn, so steht es im Angebot:

Es geht aber noch besser

Auch wenns schier unglaublich klingt, aber der betrügerischen Bewertungsmasche sind keine kreativen Grenzen gesetzt. Das, was ich jetzt beschreibe, nenne ich Doping. Im Sport ist es verboten und ein Straftatbestand. Nur (auch) in unserer Branche ist das völlig legal: Kunden bestechen und Bewertungen kassieren.

Internetbewertungen, ein Beispiel aus Süddeutschland

Es gibt einen Versicherungsvermittlerkollegen aus dem Süden, der auf seiner Seite aktiv damit wirbt, für jede positive Bewertung 50 Euro zu zahlen. Dadurch jedoch wird die Bewertung zum Vorteilsgeschäft und unglaubwürdig. Das verrückte an dieser Sache ist: Der Kollege kommt auf eine so hohe Bewertungsanzahl, dass er in den vermeintlichen Fachmedien als einer der beliebtesten Versicherungsvermittler Deutschlands gilt. Es sollte vielleicht eher heißen, als einer der zahlungswilligsten.

Nennen wir es, wie es ist: Vorspielung falscher Tatsachen

Ungeachtet dessen, dass auf der Website des Kollegen womöglich auch ein paar echte Bewertungen sind, stellt dieses Vorgehen für mich einen klaren Betrugsfall dar. Wenn ich Neukunden und Interessenten mit gekauften Meinungen Kompetenz vorgaukele, dann belüge ich sie, noch vor der eigentlichen Beratung. Dabei spielt gar es keine Rolle, ob ich diesen Deal auf meiner Website bewerbe oder über eine Agentur einkaufe, wie oben beschrieben. Ich wasche mir definitiv die Hände im Dreck! Und dann bin ich nicht besser als jeder Tyrann der seine Wahlen fälschen lässt. Für solche Praktiken habe ich gar nichts übrig. Und noch weniger heute, wo die freiheitliche Demokratie von Politikern jeder Farbe ohnehin mit Füßen getreten wird. Wenn die Lügerei uns allen eines Tages so ins Blut gewachsen ist, dass wir sie als Normalität empfinden, dann gute Nacht!

Das Ende der Verkaufsmodelle

Wir schreiben den April 2021, und einige Wahlprogramme der Parteien schießen sich auf unsere Branche ein. Im Grunde läuft es auf ein Berufsverbot hinaus, je nach dem, wie „bunt“ die neue Regierung im September gewählt wird. Und auch wenn wir das Sorge bereitet, so bin ich doch überzeugt davon, dass sich die Branche diesem Mist wieder mal selbst zuzuschreiben hat. Und der Fake mit Kundenbewertungen ist ein Beweis dafür, dass man unsereinem nicht über den Weg trauen kann. Herzlichen Dank also an all die Kollegen, die maßgeblich dabei helfen, uns selbst abzuschaffen. Durch miese Beratung und durch Lug und Trug im Thema Internetbewertungen (Achtung Ironie!).

 

 

Dein Marathon – Startplatz in Kassel 2021

Dein Marathon – Startplatz in Kassel 2021

Der Kassel – Marathon ist der sportliche Höhepunkt vieler nordhessischer Läuferinnen und Läufer. Und da unser Firmenmotto lautet, Gesundheit ist die beste Versicherung, schenken wir Dir Deinen Freistart beim Kassel-Marathon 2021. Schließe bis 31. Januar 2021 Deine Berufsunfähigkeitsversicherung bei uns ab, und Dein Freistart ist Dir sicher!

Berufsunfähigkeitsversicherung – wichtig und unverzichtbar

Laut Verbraucherschutz die wichtigste Versicherung nach der Privathaftpflichtversicherung: Die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wenn Du noch keine hast und eine unabhängige Beratung dazu in Anspruch nehmen willst, dann kontaktiere uns. Wir beraten Dich online und völlig frei von Produktzwängen. Nur so gelingt Arbeitskraftabsicherung wirklich gut: Mit Beratungsqualität.

Kassel-Marathon

Der Kassel-Marathon ruft

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mag wichtig sein, Sport und Bewegung jedoch ersetzt sie niemals. Darum fördern wir unter den Label Sportsmansfriend den Kassel-Marathon und den Nordhessencup, die Volkslaufserie der Region. Es geht eben nichts über regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Gerade in diesen Zeiten, wo Corona unser Immunsystem angreifen kann, sollten wir dieses trainieren und pflegen. Bewegung gehört dazu.

Dein erster Marathon?

Du bist noch nie einen Marathon gelaufen? Dann wäre ein Freistart doch mal ein guter Motivationsgrund für Dein Training der nächsten Monate. Niemand verspricht Dir, dass es leicht wird. Und auch ein Marathonlauf ist kein Spaziergang, egal wie gut Du trainiert bist. Aber ein faszinierendes Spektakel und eine großartige Herausforderung ist es allemal. Und der Einlauf ins Kasseler Auestadion, den muß man mal erlebt haben.

Motivation zum Laufen

Du glaubst, Du schaffst das nicht? Dann hol Dir Inspiration im Nordhessencupblog, DEM Medium für Läuferinnen und Läufer aus Nordhessen. Ein Klick lohnt sich, lies mal rein.

Sei dabei – Distanz Deiner Wahl

Kombiniere das Nützliche, die Berufsunfähigkeitsversicherung, mit dem Angenehmen, Deinem persönlichen Startplatz beim Kassel-Marathon 2021. Dann mußt Du nur noch laufen:) Übrigens, das Angebot gilt über eine Distanz Deiner Wahl, auch für die Staffel! Also buche gleich Deinen Beratungstermin und schnüre schon mal Laufschuhe. Und wir sehen uns dann an der Strecke.

 

Ottokar investiert nachhaltig

Ottokar investiert nachhaltig

Nachhaltig investieren ist der Renner. Geht etwa so gut wie Klopapier im März 2020. Gibt einem ja auch ein warmes Gefühl im Bauch, was Gutes zu tun. Fast so wie der Euro, den ich in diverse Geigenkästen werfe. So musste dieser Trend natürlich auch meinen Freund Ottokar mit sich reißen. Weshalb der wieder mal bei mir landete, im wahrsten Sinne des Wortes, aufm Flugfeld, mit seiner zweimotorigen, wo ich ihn abholen durfte.

Mein Geld soll Gutes tun, sagt Ottokar.

Da hätte ich eine Idee, antworte ich: Du könntest mir ein größeres Auto schenken, dann würdest Du dir in meinem nicht die Knie am Armaturenbrett blutig scheuern.

Darauf geht Ottokar aber gar nicht erst ein. Also ich will natürlich meine Finger nicht in der Waffenproduktion stecken haben, oder das Klima killen, weißt du? Oder Microplastik ins Meer kippen. Kannst du mir sowas beschaffen? 

Diversi… was? Hauptsache nachhaltig!

Ja, natürlich. Solls denn auch breit diversifiziert sein?

Nein, bloß nichts mit Chemie! Auch keine Düngemittel. Alles Bio!

Ich meine diversifiziert, als breit gestreut. Das ist so wie bei deinen Immobilien, die sind ja auch übers ganze Land verstreut.

Achso, ja, nein…. das ist völlig egal. Hauptsache nachhaltig. Sagt er und setzt die Anderhalbliterflasche Cola an den Hals.

Main stream macht das Leben leichter

Vorbei die gute alte Zeit, in der ein Anleger auf die Gewinne schielte. Nie war Anlageberatung leichter: Kein Gezeter mehr um schlechte Performance. Eigentlich könnte ich jeden Schrott verkaufen, solang keine Biene dabei stirbt. Schwierig wird’s nur wenn ausgediente Generatoren aus Windrädern womöglich mal in russischen Flugzeugträgern Verwendung finden. Obwohl die Deutschen inzwischen ja wieder in Scharen den roten Stern anbeten. Ist vielleicht also doch nicht so schlimm, der russische Flugzeugträger.

Nachhaltig leben … igitt!

Hör mal, sage ich, wegen nachhaltig anlegen… Wie siehts denn sonst so aus mit der Nachhaltigkeit?

Ottokar strahlt: Ich bin voll umweltbewußt, hier Pfandflasche, schau? Und er tippt auf die leere Colaflasche.

Naja, und die 450 PS unter der Motorhaube? wende ich ein.

Brauch ich, wegen Anhängerbetrieb, mit dem Boot ans Mittelmeer, weißt du doch.

Richtig. Nur sonntags am Backstop, da hängt das Boot nicht am Auto.

Ja für die paar Meter häng ich das da nicht dran.

Könntest auch das Rad nehmen.

Ich steig ungern mit dem Schlafanzug aufs Fahrrad.

Oder das E-Bike.

Würde ich schon gerne, nur das farblich passende Trikot ist im Moment nicht lieferbar. Erst nächstes Jahr wieder.

Das erklärt natürlich alles!

Was ist nachhaltiges Investment? 

Nachhaltig investieren schlägt zwei Fliegen mit einer Klatsche. Versucht es zumindest. Es soll die Geldströme in Unternehmen lenken, die nachhaltig arbeiten oder eben bestimmte Kriterien dazu erfüllen. Ein wichtiges Indiz ist der sogenannte ESG-Faktor.

E kommt von Environmental, was Umwelt heißt. Dabei geht es um die Reduktion von Treibhausgasemissionen oder die Steigerung der Energieeffizienz. Auch um die Senkung der Umweltverschmutzung und des Wasserverbrauchs.

S steht für Soziale Verantwortung. Also z. B. Ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement und Einhaltung von Menschenrechten und fairen Arbeitsbedingungen. Auch globale Partnerschaft
mit SOS Kinderdörfern werden berücksichtigt.

G heißt Gute Unternehmensführung (Governance). Dabei geht’s um Korruptionsbekämpfung, Datenschutz und -sicherheit, Vertrauen und Transparenz.

Nachhaltige Entwicklung bedeutet langfristige ökonomische Wertschöpfung, verbunden mit einem vorausschauenden Konzept für ökologische Selbstverpflichtung, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung.

Ottokar entdeckt die Nachhaltigkeit

Ottokar hat dann in der Tat nachhaltig angelegt. In ein eigenes Projekt. Sonntags am Backstop steht er vor mir. Ich steige vom Fahrrad und gehe nach vorn um den Schwaden aus seinen zwei Doppelauspuffrohren zu entgehen.

Schau mal, grinst er und zeigt auf seine Brust, neuer Pyjama. Und nebenbei bestellt er seine Brötchen am Autoschalter.

Schick, sag ich.

Hab einen Container voll davon aufm Hof stehn, direkt aus Fernost, verkloppe ich online, läuft wie geschmiert. Willste einen?

Nein danke. Bin Naturist. Seide?

Voll die Seide. Aber Bio natürlich. Und Fairtraid.

Also nachhaltig?

Klar, was sonst? Nachhaltig. Lacht, schnappt seine Brötchen und gibt Gas.