Mobbing und Rechtsschutz

Mobbing und Rechtsschutz

Mobbing, insbesondere Cyber-Mobbing, ist besonders unter Jugendlichen weit verbreitet. Mobbingopfer haben oft lange mit den Folgen zu tun. Um diesem Schmerz nicht auch noch ausufernde Anwaltskosten hinzuzufügen, brauchen Sie eine gute Rechtsschutzversicherung.

Mobbing – eine wahre Geschichte

Die Eltern von Marie, Tobi und Ulla sitzen auf ihrer Terrasse und schauen ihrer Tochter beim Spielen zu. Sie sind froh, dass ihre Tochter Marie wieder fröhlich ist. Die vergangenen Monate waren der blanke Horror.

Marie wurde in einem beliebten Schüler-Chat auf das Übelste beschimpft und beleidigt. Auch Fotos von ihr wurden hässlich verändert und verunstaltet. Es war fast schon ein Shitstorm, obwohl Marie niemanden etwas getan hatte. Aus Sicht der Täterin allerdings schon – Marie hatte die Hauptrolle im Schultheater bekommen und das hatte ihrer Mitschülerin Janina überhaupt nicht gepasst. Deshalb kam diese auf die Idee, unter verschiedenen Pseudonymen Marie im Netz zu mobben.

Mobbing – die stille Bedrohung

Die Eltern von Marie hatten das Mobbing anfangs nicht mitbekommen. Erst als Marie nicht mehr so fröhlich war, sich zurückzog und auch die Noten schlechter wurden, schöpften sie langsam Verdacht. Nach einem Hinweis von anderen Eltern kamen die beiden schließlich auf den Chat. Anhand verschiedenen Einträge und Aussagen wurde schnell klar, dass es sich bei dem „Täter“ um Janina handelte. Doch alleine kamen Tobi und Ulla nicht weiter – die Eltern von Janina sagten einfach, dass ihre Tochter ja erst 12 Jahre alt und daher für nichts verantwortlich sei!

Rechtsbeistand

In ihrer Verzweiflung schilderten Tobi und Ulla die Angelegenheit daraufhin ihrer Rechtsschutzversicherung und bekamen einen spezialisierten Anwalt empfohlen. So einfach, wie es sich Janinas Eltern dachten, war es nämlich nicht. Strafrechtlich konnte Janina aufgrund ihres Alters zwar nicht belangt werden, doch zivilrechtlich schon. Dazu musste sie für ihre Taten die zur Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderliche Einsicht haben. Davon konnte man bei Janina durchaus ausgehen.

Zumindest ist es vorbei

Der beauftragte Rechtsanwalt hatte vor Gericht Erfolg. Janina wurde zur Unterlassung derartiger Äußerungen und Posts verurteilt. Außerdem mußte sie ein Schmerzensgeldes in Höhe von 3.000,- € zahlen. Die Richter stellten in dem Urteil fest, dass Janine bei ihren Taten die notwendige Einsichtsfähigkeit hatte. Die Kosten des Rechtsstreits in Höhe von über 1.500,- € mussten am Ende die Eltern von Janina übernehmen.

Quelle: KS-Auxilia

Die passende Rechtsschutzversicherung

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Betreiberhaftpflichtversicherung

Betreiberhaftpflichtversicherung

Eine Betreiberhaftpflichtversicherung für den Betrieb einer Photovoltaikanlage wichtig. Viel wichtiger noch als die Sachversicherung für die Anlage selbst. Denn ist die Solaranlage zerstört, kennen Sie den Wert um den Ihr Konto sinken wird. Den Anschaffungswert. Wird jedoch ein Mensch durch Ihre PV-Anlage verletzt, entwickelt sich Ihre Photovoltaikanlage zum Fass ohne Boden.

Betreiberhaftpflichtversicherung in Varianten?

Für Inhaber großer Photovoltaikanlagen ist eine Betreiberhaftpflichtversicherung selten eine Frage. Aber viele Hausbesitzer, die eine kleinere Solaranlage über ihrem Schlafzimmer betreiben, denken zuletzt an das Thema Haftung. Warum auch? Was soll denn schon passieren? Das Ding ist in der Regel fest verschraubt und wird sicher niemandem auf den Kopf fallen.

Der Dachdecker kommt

Grundsätzlich ist unter Strom stehende Anlage gefährlich, ich denke das wissen wir alle. Das gilt eben auch für Solaranlagen, obwohl die so schön harmlos aussehen, nicht brummen oder vibrieren. Aber vielleicht müssen Sie ja an Ihrem Hausdach mal etwas richten lassen? Da wackeln ein paar Ziegel oder der Schornstein steht schief. Wenn Ihr Dachdecker dann von Ihrer Solaranlage einen „gewischt“, einen Stromschlag bekommt? Wenn er dann den kürzesten Weg vom Dach nimmt und danach den langen Weg der Genesung? Dann stehen Sie dafür gerade. Nehmen wir an, ein Marder hat an den Kabeln der Anlage genagt und den Fehlkontakt erzeugt. Nicht Ihre Schuld, aber zahlen müssen Sie dann doch. In einem solchen Fall dürften Sie Solaranlage samt Dach und darunter befindlichem Haus verkaufen müssen.

Wasser marsch

Wasser leitet bekanntermaßen elektrischen Strom. Deshalb vermeidet man im Normalfall auch das Fönen nasser Haare solange man noch in der Badewanne sitzt. Dummerweise aber werden Brände mit Wasser gelöscht, und brennende Dachstühle auch. Gerüchteweise verlangen Feuerwehrleute vorm Löscheinsatz das Abschalten von Solaranlagen, weil es schon Verletzte durch Stromschlag beim Löschen gegeben haben soll.

Bedingungen

Es gibt die eigenständige Betreiberhaftpflichtversicherung oder die Haftung innerhalb Ihrer Privathaftpflichtpolice. Richtig ist: Moderne Privathaftpflichtversicherungen übernehmen das Haftungsrisiko für den Betrieb einer Photovoltaikanlage! Aber aufgepasst: Es gibt kleine aber feine Unterschiede, so wie immer.

Ausschlüsse bei der Betreiberhaftpflichtversicherung

Der Einschluß der Betreiberhaftung in die Privathaftpflichtversicherung ist manchmal eine Billiglösung. Viele Anbieter verlangen im Schadensfall den Nachweis der regelmäßigen Wartung der Anlage. Außerdem gibt es Anbieter die konsequent ausschließen für Störungen im Netz zu zahlen, die zu Einbußen beim Netzbetreiber führen. Achten Sie besser auf solche Kleinigkeiten. Oder noch besser: Lassen Sie uns drauf achten. Sprechen Sie uns an, buchen Sie noch heute Ihren Beratungstermin bei uns.

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Sonne aufs Konto! Versicherungen für die Solaranlage

Sonne aufs Konto! Versicherungen für die Solaranlage

Im Mai 2017 haben in Deutschland installierte Solaranlagen gut 5,57 Terrawattstunden Strom produziert. Das Fraunhofer-Institut hat daraus mal errechnet, das dies 12,5 Prozent der Nettostromerzeugung entspricht. Das alles ist natürlich nicht umsonst zu haben: Eine Solaranlage kostet Geld und ist nicht nur der Sonne ausgesetzt, auch Blitzschlag und Hagel finden ihren Weg auf die Module. Wie man sie richtig versichert.

Den Stecker der Solaranlage gezogen

Die gängigsten Schäden an Solaranlagen sind: Überspannung wegen Blitzeinschlag oder auch ohne Blitzeinwirkung, normales technisches Versagen, Tierverbisse an der Verkabelung oder Brandschäden. Versichern kann man Solaranlagen gegen diese uns weitere Schadenszenarien in eigenen Solarversicherungspolicen oder in der Wohngebäudeversicherung, sofern sich die Anlage auf einem privat genutztem Wohnhaus befindet. Soll die Wohngebäudeversicherung im Schadensfall greifen, muss die Anlage unbedingt dem Versicherer als „Risiko“ gemeldet werden. Die Solaranlage erhöht mitunter den Wert des Hauses erheblich. Vergessen Sie die Meldung, ist Ihr Haus unterversichert, und die Solaranlage ist es dann ohnehin. Im Schadensfall drohen Ihnen Einbußen bis Totalverlust.

Achtung Falle

In vielen Gebäudeversicherungen sind die Versicherungssummen für Solaranlagen begrenzt. Der Einschluss ist also nur für kleinere Anlagen möglich. Zudem sollte man sich die Versicherungsbedingungen genau anschauen. Ausschlüsse für Schäden durch Nager sind keine Seltenheit, oft ist der Ertragsausfall nur zeitlich eng begrenzt versichert.

Policen für die Solaranlage auslagern

Gute externe Solaranlagenpolicen haben dagegen einen großen Vorteil: Es sind normalerweise Allgefahrenpolicen in denen nur Schäden ausgeschlossen sind, die so ausdrücklich in der Police aufgeführt sind. Vorsatz Dritter, Bedienfehler, „normaler“ Kurzschluss, sind im Normalfall versicherte Schäden. Aber Achtung: Nicht jede sogenannte Allgefahrendeckung hält, was sie verspricht! Versicherungsbedingungen lesen heißt die Devise! Danach trennt sich die Spreu vom Sonnenweizen. Und gute Anbieter in Preis und Leistung gibt es durchaus. Bei einigen wenigen Versicherern findet man sogar noch begrenzte Erstattungen für sogenannte innere Betriebsschäden. Dies sind Schäden OHNE äußere Einwirkung auf die Solaranlage, und die sind normalerweise nicht erstattungspflichtig.

Weitere Stolpersteine

Ist der aufwendige Unterbau mitversichert? Wurde die Versicherungssumme inkl. Baunebenkosten ermittelt? Viele Versicherer wollen bei Antragstellung wissen, ob Sie die Anlage selbst montiert haben; seien Sie hier präzise in Ihren Aussagen! Und ist Ihre Anlage kreditfinanziert? Dann empfiehlt sich der Einschluß einer GAP-Deckung, die den Restkreditbetrag erstattet, wenn die Anlage nicht mehr, oder nur mit enormer Verspätung, wieder aufgebaut werden kann.

Das letzte Wort hat die Haftung!

Haftungsschäden sind nie kalkulierbar! Legen Sie sich also unbedingt eine Betreiberhaftpflichtversicherung zu. In neueren Privathaftpflichtpolicen ist diese oftmals beitragsfrei enthalten. Was kann schon passieren? Es brennt, die Feuerwehr löscht und ein Feuerwehrmann wird durch Stromschlag verletzt. Ist schon vorgekommen und kostet Sie im Ernstfall mehr, als der Verlust der Solaranlage.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Als Bauherr tragen Sie die Verantwortung, wenn auf Ihrer Baustelle Dritte zu Schaden kommen.  Aus diesem Grund ist die Bauherrenhaftpflichtversicherung Ihre wichtigste Versicherung, auch wenn Sie Bauherrin sind!

Auch bei Fremdverschulden?

Sie haften außerdem für Ihre Baustelle auch dann, wenn Sie eine Firma mit der Bauausführung beauftragt haben. Und zwar laut BGB in unbegrenzter Höhe. Das kann Ihnen die Freude am Neubau heftig verhageln, wetten dass?

Was deckt die Bauherrenhaftpflichtversicherung nicht?

Nicht alles ist versicherbar. Vorsatz, Haftpflichtansprüche mitversicherter Personen untereinander und Schäden, die durch den Gebrauch eines Kraft-, Luft- oder Wasserfahrzeuges verursacht werden, können nicht gedeckt werden. Ebensowenig Geldstrafen und Bußgelder, die Veränderung des Grundwasserspiegels oder Schäden an Gegenständen die Sie geliehenen oder gemietet haben.

Wer braucht die Bauherrenhaftpflichtversicherung?

Ein absolutes „Muss“ für jeden Bauherren und jede Bauherrin. Kleinere Bauvorhaben (z.B. An- und Umbauten) sind häufig über Ihre Privathaftpflichtversicherung mitversichert. Aber Achtung: Dieser Einschluss gilt jedoch nur bis zu einer bestimmten Bausumme und könnte für Sie nicht reichen.

Was ist versichert?

Grundsätzlich sind alle Personen-, Sach-, und Vermögensschäden die Sie fahrlässig einem Dritten zugefügen, versichert. So z.B. wenn Sie gegen die Verkehrssicherungspflicht auf der Baustelle verstoßen oder gegen Ihre Überwachungspflicht. Zunächst prüft die Bauherrenhaftpflichtversicherung, ob die Schadenersatzansprüche gegen Sie berechtigt sind. Sie wehrt unberechtigte Forderungen ab. Sämtliche Kosten – bis hin zu einem eventuell entstehenden Rechtsstreit – werden dann von der Haftpflichtversicherung getragen. Besteht die Forderung des Geschädigten zu Recht, leistet die Haftpflichtversicherung im Rahmen der vorliegenden Bedingungen. Außerdem ist die gesetzliche Haftpflicht für Sie als Haus- und Grundbesitzer für das zu bebauende Grundstück und das zu errichtende Bauwerk mitversichert.

 Schadensbeispiele in der Bauherrenhaftpflichtversicherung

Der Lack ist ab

Trotz scheinbar guter Sicherung löste sich auf der Baustelle eines Neubaus eine Abdeckplane und zerkratzte das Auto des Nachbarn. Dieser machte Schadenersatz gegen den Bauherren für die Reparatur seines Pkw geltend. Die Schadenhöhe wurde auf 500,00 Euro geschätzt.

Absperrung mangelhaft

Kurz vor Feierabend zogen Gewitterwolken über dem Neubaugebiet auf. Rasch packten die Handwerker das Werkzeug zusammen und verließen die Baustelle – jedoch ohne sich um die ausreichende Absperrung des Baugeländes zu kümmern. Schließlich hatte der Bauherr zugesagt, dies zu erledigen. Nachdem der Regen abgeklungen war, spielten Kinder auf der Baustelle im aufgeweichten Erdreich. Dabei rutschte eines davon in eine nicht abgesicherte Grube und brach sich das Bein. Die Eltern des Kindes forderten Schmerzensgeld und Ersatz der krankenhausbedingten Aufwendungen. Die Schadenhöhe wurde auf ca. 5.300 € geschätzt.

Helmpflicht für Spaziergänger?

Während die Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl in vollem Gang waren, genoss ein Spaziergänger das Wetter und begutachtete den Fortschritt an dem Sanierungsobjekt. Aus Unachtsamkeit ließ der Bauherr, der bei den Arbeiten den Zimmerleuten zur Hand ging, ein Nagelschussgerät vom Dach fallen. Die Maschine fiel auf den Vorplatz des Gebäudes, ein Schuss löste sich und traf den Spaziergänger in das Knie. Auch die sofortige medizinische Versorgung und mehrere Operationen konnten nicht verhindern, dass das Bein steif blieb. Die Schadenhöhe wurde zunächst auf 74.000 € geschätzt.

Einsturz eines Gerüstes

Um die Fassade des Gebäudes zu erneuern, lies der Hauseigentümer ein Gerüst aufstellen. Dabei beachteten die Arbeiter jedoch nicht die Beschaffenheit des Untergrundes. Das hatte zur Folge, dass das Gerüst an einer Stelle stark absackte und sich mehrere Verstrebungen lösten. Diese fielen auf die angrenzende Straße, wurden von einem vorbeifahrenden Auto erfasst und gegen die Garage des Nachbarn geschleudert. Die Geschädigten sahen ein erhebliches Mitverschulden beim Bauherren, da er die Arbeiten nicht ausreichend kontrolliert hatte. Insgesamt wurde die Schadenhöhe auf 6.400 € geschätzt.

Blut im Schuh

Bei der Besichtigung des Baufortschrittes trat ein Bekannter des Bauherren in einen aus dem Boden herausstehenden Nagel. Da der Besucher nur leichte Sommerschuhe trug, durchbohrte der Nagel den kompletten Fuß. Der Geschädigte forderte vom Bauherren Schmerzensgeld. Die Schadenhöhe wurde auf ca. 2.600 Euro geschätzt.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

 

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht schützt Sie bei Schäden, die im Zusammenhang mit der fehlerhaften Errichtung oder mangelhaften Unterhaltung Ihrer Immobilie stehen „aus vermutetem Verschulden“ (§ 836 BGB). Was bedeutet das für Sie?

Haftungsbegriff Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht komplex

Wir können es natürlich so ausdrücken: Kommt es durch den Einsturz oder die Ablösung von Teilen Ihres Gebäudes zu Schäden an an Menschen oder Sachen, so haften Sie, egal ob Sie eine Schuld trifft oder nicht. Es sei denn, Sie haben zur Schadenvorbeugung die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet und können dies auch beweisen! Zusätzlich besteht natürlich für alle anderen Schäden auch die Haftung nach § 823 BGB und der daraus abgeleiteten Verkehrssicherungspflicht.

Konkrete Beispiele für Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Räumpflicht vergessen

Im Winter vergisst Ihr Vermieter seiner Räumpflicht vor dem vermieteten Haus nachzukommen. In der Folge stürzte eine Passantin
auf dem nicht geräumten Weg und brach sich das Bein. Die Frau machte sie Schmerzensgeld, die Behandlungskosten,
die Reinigung ihrer Kleidung und Verdienstausfall geltend. Die Schadenhöhe wurde auf 9.500 € geschätzt. Wichtig dabei ist: Sind Sie Mieter und der Vermieter beauftragt Sie mit der Räumpflicht, steht er trotzdem für die Ordnungsgemäße Durchführung in der Haftung. Sind Sie Vermieter heißt das also: Sie müssen dafür sorgen, dass die Räumpflicht ordentlich durchgeführt wird. Sie stehen in der Haftung. Und deshalb brauchen Sie die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. 

Morscher Baum

Nehmen wir an, Mieter und Nachbarn hatten Sie als Vermieter bereits mehrfach auf den kranken Baum in Ihrem Garten hingewiesen. Nach einem Besuch vor Ort, bei dem Sie den Baum von einem befreundeten Hobbygärtner in Augenschein nehmen lassen, beschließen Sie, dass die nächste Zeit noch kein Handlungsbedarf besteht. In einer stürmischen Nacht bricht nun der Baum im unteren Viertel und fällt auf das Gebäude des Nachbarn. Der Nachbar macht darauf hin Schadensersatzansprüche für die Reparatur der Wohnzimmerscheibe, Malerarbeiten und Reparatur der beschädigten Dachrinne geltend. Die Schadenhöhe wird auf ca. 3.400 € geschätzt. Klarer Fall für Ihre Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Wäre der Hinweis des Nachbarn und die Begehung vor Ort übrigens nicht gewesen, müßte dessen Gebäudeversicherung für den Schaden aufkommen.

Loser Handlauf

Ein Besucher Ihres Mieters im 3. Stockwerk hält sich beim Treppensteigen am Handlauf fest. Dieser bricht jedoch unvermittelt, sodass der Besucher rückwärts die Treppe hinunter stürzt. Starke Prellungen am Rücken zu sowie eine Platzwunde am Hinterkopf sind die Folgen. Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Behandlungskosten macht der Pechvogel Ihnen gegenüber geltend. Die Schadenhöhe wird auf 4.300 € geschätzt.

Dachziegel aufm Kopf?

Oder dies: Vom Dach Ihres Mehrfamilienhauses lösen sich zwei Dachziegel. Diese donnern auf die Motorhaube sowie das Dach eines Pkw. Der Eigentümer des Pkw wendet sich an Sie wegen Schadensersatz. Die Schadenhöhe wird auf 2.700 € geschätzt.

Wo gilt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht?

Sie gilt auf dem im Versicherungsschein und seinen Nachträgen beschriebenen Gebäude und Grundstück.

Welche Kosten übernimmt im Schadensfall die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung prüft zunächst ob die Schadenersatzansprüche berechtigt sind. Sie wehrt also  unberechtigte Forderungen ab und zieht gegebenenfalls sogar vor Gericht. Sämtliche Kosten für den Rechtsstreit werden dann von der Haftpflichtversicherung getragen. Besteht die Forderung des Geschädigten zu Recht, leistet die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung im Rahmen der vorliegenden Bedingungen.

Brauchen Sie diese Versicherung?

Sinnvoll für ist die Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für alle Eigentümer von vermieteten Wohnungen und Häusern, Eigentümer von Mehrfamilienhäusern und Eigentümergemeinschaften.

Was ist versichert?

Es sind alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Versicherungsnehmer als Immobilienbesitzer einem Dritten zugefügt hat,
versichert.

Was ist nicht versichert?

Nicht versichert sind Schäden an gemieteten, gepachteten, geliehenen und aufbewahrten fremden Sachen. Auch Schäden mitversicherter Personen untereinander sind ausgeschlossen. Ferner leistet sie nicht bei Schäden durch Photovoltaik- und Solaranlagen. Schadenersatzansprüche aus Umweltschäden (Ökoschutz), durch Schwammbildung, Überschwemmung stehender oder fließender Gewässer oder Ansprüche aus Schäden am gemeinschaftlichen Eigentum, Sondereigentum und Teileigentum sind ebenfalls nicht ingebriffen.

Welche zusätzlichen Versicherungen sind zu empfehlen?

Die Gewässerschadenhaftpflichtversicherung

Nach § 22 WHG haftet der Inhaber eines Öltanks oder einer sonstigen Anlage mit gewässerschädlichen Substanzen wegen ihrer besonderen Gefährlichkeit für das Grundwasser und oberirdische Gewässer ohne Verschulden und der Höhe nach unbegrenzt (Gefährdungshaftung). Die häufigsten Ursachen für den Austritt von Öl aus den Tanks können defekte Leitungen, undichte Verschlüsse und Lecks in der Tankhaut sein. Um sich gegen die enormen finanziellen Schäden abzusichern, empfiehlt sich für jeden Öltankbesitzer eine entsprechende Gewässerschadenhaftpflichtversicherung.

Die Gebäudeversicherung

Unwetter, Erdbeben, Brände, korrodierte Rohre, Überschwemmungen usw. – selbst das solideste Haus kann dadurch stark beschädigt werden. Die Mietausfälle belasten dann den Geldbeutel zusätzlich. Diese Schäden komplett zu vermeiden ist fast unmöglich. Eine Gebäudeversicherung schützt Sie jedoch vor
den damit verbundenen finanziellen Nachteilen.

Corona und die Abmahnung

Corona und die Abmahnung

Corona hat nicht nur Folgen für die Gesundheit, auch Anwälte und Gerichte beschäftigen sich zunehmend mit den Folgen der Pandemie. Ein Beispiel aus dem Thema Arbeitsrecht.

Abstandsgebot verletzt

Raimund T. hat eine Abmahnung bekommen. Sein Arbeitgeber behauptet, er habe entgegen den ausdrücklichen Weisungen die Hygienemaßnahmen wegen des Corona-Virus missachtet. Bei der Annahme der Lieferung habe er einem Lieferanten die Hand gegeben und diesen auch noch freundschaftlich am Arm berührt.

Corona und Abmahnung?

So war das aber nicht. Der Lieferant, den Raimund T. seit Jahren kennt, hat ihn freundschaftlich am Arm zu sich gezogen. Mit der anderen Hand Raimund T.s Hand zu einem Handschlag gepackt. Das ging alles so schnell, dass Raimund T. völlig überrumpelt war. Raimund T. hat dann schnell versucht, den Lieferanten etwas wegzudrücken und auf das Abstandsgebot hinzuweisen. Der Lieferant sagte nur lachend „Ach komm, stell Dich doch nicht so an“. Um ihn nicht zu verprellen, wollte Raimund T. um diesen Vorfall kein weiteres großes Aufsehen machen. Sein Arbeitgeber sah das aber leider anders, was sich in einer Abmahnung widerspiegelt.

Rechtsberatung nach Vergehen gegen Corona – Schutzmaßnahmen

Raimund T. ruft noch am Abend bei der telefonischen Rechtsberatung seiner Rechtsschutzversicherung KS/AUXILIA an. Er möchte die Abmahnung gerade in diesen schwierigen Zeiten nicht auf sich sitzen lassen. Andererseits will er auch keinen (weiteren) Ärger mit seinem Arbeitgeber riskieren. Dieser hat schließlich schon zwei Kollegen wegen der Corona-Krise entlassen müssen.

Mediation als Lösungsweg

Im Gespräch mit der KS/AUXILIA wird Raimund T. auf die Möglichkeit einer Mediation hingewiesen. Diese ist telefonisch möglich und Raimund T. müsste nicht selbst mit seinem Arbeitgeber sprechen. Ein neutraler Mediator würde sich mit Raimund T. in Verbindung setzen und sich die Sache schildern lassen. Der Mediator könnte sich dann vermittelnd für Raimund T. bei dessen Arbeitgeber einsetzen und versuchen, eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu finden. Raimund T. findet das Angebot der Mediation genau richtig und ist einverstanden.

Alle Seite profitieren

Der Mediator lässt sich von Raimund T. die Angelegenheit ausführlich schildern. Zudem versichert er, dass der Zwischenfall unverschuldet zustande kam und es Raimund T. unangenehm ist. Der Mediator erreicht im Gespräch mit dem Arbeitgeber, dass dieser die Abmahnung zurücknimmt. Raimund T. wird zwar nochmals auf die Gebote zur Corona-Pandemie sensibilisiert, aber das ist für Raimund T. in Ordnung.

Ein sehr erfreuliches Ende dieser unerfreulichen Geschichte – und das ganz ohne langwierige juristische Auseinandersetzung! Die Kosten für die Mediation übernimmt die Rechtsschutzversicherung KS/AUXILIA.

Hintergrund

Dieser Fall ist über die Leistungsart Arbeits-Rechtsschutz in allen Produkten enthalten, die den Berufs-Bereich für nichtselbständige Tätigkeiten enthalten.

Die Mediation ist ein PremiumService der KS/AUXILIA. Der PremiumService ist in allen unseren Rechtsschutz-Produkten enthalten. Eine Mediation schließt weitere juristische Schritte nicht aus und ist ohne Selbstbeteiligung versichert.

Quelle: KS-Auxilia

Erfahrungen & Bewertungen zu Misch & Wipprecht GmbH