Gedanken zum Jahresende

Geschrieben von Olaf Misch

Dezember 27, 2019

Warum tue ich, was ich tue? Ist mein Beruf auch meine Berufung? Gedanken fürs neue Jahr.

 

Schimpf und Schande

Ich arbeite in einem der wenigen Berufe, deren Repräsentanten sich seit Jahrzehnten blamieren. Nicht alle, aber doch eine gehörige Anzahl von Vermittlern kann das eigene Konto nicht von dem der Kunden unterscheiden. Und das reicht, um die ganze Branche zu ruinieren. Mir sind noch heute Kollegen bekannt, die nicht in der Lage sind Wohngebäudeversicherungen zu berechnen. Man könnte meinen, in der Versicherungsbranche hagelt es Bekloppte. So hatte, mit tatkräftiger Hilfe von Politik und Versicherungsunternehmen, der größenwahnsinnige Mehmet E. Göker den Schlußpunkt gesetzt unter eine lange Reihe Abzocker und Dummschwätzer, die mehr Schaden als Nutzen verursachten, für Kunden und Kollegen.

 

Alle über einen Kamm

Natürlich ist das Bild verfälscht, denn ich kenne hunderte Kollegen, und davon zwei Dutzend sehr gut, die qualitativ hervorragende Arbeit leisten. Trotzdem müssen sie sich, genau wie ich, von jedem Verbraucherschützer als Betrüger beschimpfen lassen. Meist von Menschen, die in unserem Beruf gar keine Ausbildung haben und keinen Gedanken an die Folgen ihrer Polemik verschwenden. Wenn ich mir etwas fürs kommende Jahr wünsche, dann, dass die Politik unsere Berufsgruppe mal differenziert betrachtet. So, wie nicht jeder Landwirt Tiere quält, ist nicht jeder Versicherungsmakler ein Geldgeier. Im Übrigen fördert die Politik die Abzockerei ganz gewaltig, wie ich an anderer Stelle schon berichtet habe.

 

Gute Gedanken

Mein Kollege Peter Föll, Vorstand bei ino 24 AG, bringt es in seinem letzten Wochenbrief so auf den Punkt :

Wir Versicherungsleute sind die Berufsgruppe, die bei Befragungen stets den letzten Platz belegt. Gleichzeitig sind wir die Einhörner, die letzten echten Dienstleister in Deutschland. Wir beraten Kunden i. d. R. auf eigenes Risiko und zwar bevor etwas passiert. Ist der Kunde zufrieden, bekommen wir Geld, ist er unzufrieden, bekommen wir nichts. Wir binden keinen, sind wir schlecht, dann geht der Kunde.

Alle anderen Dienstleister reagieren. Sie kümmern sich um Probleme, wenn diese bereits eingetreten sind. Dafür lassen sie sich bezahlen. Ist der Dienstleister richtig schlecht, dann wird es teuer und das Problem ist trotzdem noch da.

Unser Selbstbewusstsein müsste gewaltig sein, denn wir können stolz sein auf das was wir tun. Wenn wir es tun.
Wir verstehen was, wir können was und wir kümmern uns um die Risiken anderer Menschen. Leider haben wir meist nicht genug Zeit allen zu helfen, die unsere Hilfe gebrauchen könnten. Das wären so ungefähr Alle.

 

Den Blick voraus

In dem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein tolles Jahr 2020! Machen Sie was draus. Ich jedenfalls werds tun:)

Ihr Olaf Misch


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