Zum Jahresende die Nullnummer

Jahresende

Geschrieben von Olaf Misch

Oktober 13, 2021

Satte 73 Prozent Zinssenkung zum Jahresende 2021! Das ist der neue feuchte Traum der Finanzpolitiker. Und weil die Versicherungswirtschaft denen ihre Seele verschreiben muss, steigen nun die Preise für Versicherungen. Die der Berufsunfähigkeitsversicherung zum Beispiel. Aber auch andere Sparten sind betroffen. Wo es sich lohnt, dieses Jahr noch einzusteigen.

Jahresende – Zinsenwende

Wende ist das richtige Wort, solange man Abschaffung damit meint. Null Komma Fünfundzwanzig Prozent sind vielleicht zu viel als Alkoholgehalt im Blut. Für Sparer aber sind sie etwa so erfreulich wie die Schwiegermutter, die in die Nachbarwohnung zieht. Oder wie beide Schwiegermütter. Stellt sich nur noch die Frage, wohin es nach 0,25 gehen soll?

2022 wirds teurer

Die Rechnungsgrundlagen der Versicherungswirtschaft predigt der Bund von der Kanzel. Und die Versicherungswirtschaft muss Abbitte tun. Alles was dem Rechnungszins unterliegt, wird teurer oder es kommt am Ende weniger dabei heraus. Das betrifft Berufsunfähigkeitsversicherungen insbesondere.  Was die mit dem Zins zu tun haben? Nun ja, den Versicherern fließt das Zinssal eben auch spärlicher aus den Finanzhähnen. Die Verzinsung ihrer Anlagen aber fließen in die Preiskalkulation ein. Etwa 10 Prozent mehr könnten es werden.

Risikolebensversicherung noch vorm Jahresende!

Auch Risikolebensversicherungen sind betroffen. Sie wollen Ihre Familie, die Sippe an sich oder Dritte, vielleicht gar Ihren Versicherungsmakler, im Falle Ihres Todes bedenken? Dann beeilen Sie sich. Nein, nicht mit dem Ableben. Mit der Versicherung. Wir rechnen mit 10 Prozent Preisanstieg ab Jahresende. Aber eigentlich, 10 Prozent mehr. Das sollten Ihre Lieben doch kosten dürfen?

Altersvorsorge

Ich bin in Aktien unterwegs. Was juckt mich das? Klar, auch wenn die Aktien in der Fondspolice hängen, ist der Rechnungszins Wurscht. Dabei vernachlässigen wir mal diese ganzen Pseudofondspolicen, diese sogenannten Mehrtopfhybride (wer begreift eigentlich, was das sein soll? Werden die ab 2030 auch verboten, wie Mehrzylinderfahrzeuge?), deren Anlage zum Teil eben doch im Deckungsstock der Versicherung landet. Womit sie dann wieder dem Rechnungszins unterliegt. Nein, die echte Fondspolice hat kein Rechnungszinsproblem, noch nicht. Doch bei vielen Fondspolicen wird das Kapital zum Ende hin im Deckungsstock der Versicherung angelegt, und zwar zu dem Zins, der beim Abschluss des Vertrages galt. Wir nehmen den roten Faden von oben wieder auf: Jahresende 2021 = Feuerwerk = 2022 = 0,25 Prozent. Na denn Prost!

Pflegerentenversicherung

Wenn Sie ein Pflegetagegeld abgeschlossen haben, sind Sie erstmal nicht die Zielgruppe für Zinssenkungen. Die Probleme dieser Versicherungsart holen Sie auf anderem Wege ein, aber damit will ich Ihnen heute nicht den Nerv ziehen. Die Pflegerentenversicherung jedoch sollten Sie auch noch 2021 zur Lektüre erheben, wenn Sie denn eine wollen. Denn auch hier gilt: Nicht besser, nur teurer.

Riester

Riester ist damit erledigt. Finito. Bei 0,25 sind die Kosten der Verwaltung nicht mehr zu stemmen. Wenn Sie da noch einsteigen wollen, geben Sie Gas.

Schwere-Krankheiten-Vorsorge

Kommt drauf an. Das ist doch ne klasse Antwort, oder? Manche Versicherer kalkulieren diese mit Fondserträgen. Bei anderen dürfte es teurer werden.

Was ich heute kann besorgen

Buchen Sie uns online. Und dann schauen wir mal, was vorm Jahresende noch zu retten ist.

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