BUZ und Corona

Versicherungsmakler

Geschrieben von Olaf Misch

Februar 3, 2021

Wird die Corona-Pandemie Auswirkungen auf die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) haben? Werden die Beiträge steigen? Werden die Gesundheitsfragen erweitert und schärfer? Nachsatz vom 03.02.2021: Eindeutig JA!

Folgen von Coronaerkrankungen denkbar

Die einfache Antwort ist: Das weiß noch niemand. Ob es durch Corona bzw. besser durch die aufgrund einer Infektion entstandenen Dauerschäden im Körper (Lunge) zu mehr Fällen von Berufsunfähigkeit kommen wird, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Es muss ja erst einmal zu einer Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit kommen und momentan sind wir noch im Abklingen der Neuinfektionen. Die Folgen könnten erst in Jahren sichtbar werden.

Ergänzung vom 03.02.2021: Inzwischen ist bekannt, dass schwere Infektionsverläufe durchaus auch Gesundheitsschäden von bisher unbekanntem Maß verursachen können. Zudem kursieren Befürchtungen zu Spätfolgen. Dies alles wird gezwungenermaßen zu Erschwernissen in der BUZ führen müssen. Eben weil eine höhere Feuergefahr zu einer höheren Feuerprämie führt, wenn ich es mal so bildhaft ausdrücken darf. Versicherer sind nichts anderes als Statistiker. Diese rechnen eben mit Eventualiäten. Und im Moment ist ganz klar davon auszugehen, dass die Eventualität Spätfolge häufiger auftreten wird. So gesehen werden zwei Szenarien eintreten müssen: Höhere Beiträge für Neuabschlüsse und erschwerte Annahmebedingungen durch noch härtere Gesundheitsfragen.

Die BUZ mit neuen Gesundheitsfragen?

Fest steht, dass bereits ein BU-Versicherer eine Corona-Frage in seinen Antrag aufgenommen hat.

Aber ob das aber dazu führt, dass der Damm bricht und alle anderen nachfolgen werden, bleibt abzuwarten. Führt eine Infektion zu einer dauerhaften Organschädigung, dann wird diese von den bisherigen Gesundheitsfragen zumindest in den meisten Fällen wohl ohnehin erfasst werden. Spezielle „Corona-Fragen“ könnten jedoch auch all jenen Probleme bei der Beantragung machen, die ohne oder mit unerkannten Dauerschäden von ihrer Infektion genesen sind.

Ergänzung vom 03.02.2021: Inzwischen tauchen immer mehr Antragsfragen dieser Art auf: „Erkrankten Sie in den letzten x Jahren an einer Infektionskrankheit?“ Ist Corona einmal diagnostiziert, müssen Sie diese Frage mit JA beantworten. Die Folgen dürften klar sein. Weil Spätfolgen zu erwarten sind, dürfte der Abschluß einer BUZ für Sie unmöglich oder teurer werden. Gegebenenfalls werden auch Folgen von Corona ausgeschlossen. Dabei ist es völlig irrelevant, ob die Diagnose auf einem dieser sehr ungenauen Schnelltests beruht. Diagnose ist Diagnose. Tipp: Wenn Sie mit dem Gedanken des Abschlusses einer BUZ für sich oder Ihre Kinder spielen, tun Sie es sofort.

Jetzt handeln und BUZ abschließen?

Halten wir nochmals fest: Der erste Versicherer hat eine Frage aufgenommen. Alles kann, nichts muss. Was wird, kann heute noch niemand sagen.

Raten wir Ihnen nun zum frühen Abschluss  einer BUZ? Ein ganz klares „ja“!

Ergänzung vom 03.02.2021: Und nicht nur, weil Sie oder Ihre Kinder vielleicht mal Corona als Diagnose in der Akte haben könnten. Sondern auch, weil die Krankheit an sich, wenn sie einen unschönen Verlauf nimmt, zu Berufsunfähigkeit führen kann.

Nicht nur wegen Corona

Nicht zwingend wegen Corona. Ob Sie dieses Risiko am höchsten bewerten, ist Ihnen überlassen. Die Gründe sind dieselben wie im Januar oder im Jahr 2016 oder noch früher. Je jünger, desto gesünder, desto unproblematischer die Annahme. Je jünger, desto günstiger ist der Beitrag bzw. kann eine höhere Rente mit dem Budget dargestellt werden, das Ihnen zur Verfügung steht. „Lohnender“ wird es für Ihre Sie so oder so nicht werden.

Rechnungszins wird BUZ verteuern

Was Sie vielleicht nicht wußten: Aber die sogenannte Garantieverzinsung der Versicherungswirtschaft, der Rechnungszins, wird von der Regierung festgelegt. Und die denkt gerade über eine Senkung ab 2021 nach. Sinkt der Rechnungszins ab, steigen die Beiträge für neue Berufsunfähigkeitsversicherungen deutlich an.

Ergänzung vom 03.02.2021: Dieser Fall ist eingetreten. Es wird nicht die letzte Preissteigerung sein. Also:

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