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Gier frisst Hirn

Gier frisst Hirn

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Schlußverkauf! 100% auf alles! Und zwar Zuschlag! Kaufen Sie jetzt!

Kennen Sie Warren Buffit? Das Vermögen des Amerikaners wird auf satte 50 Mrd. Dollar geschätzt. In Zahlen: 50.000.000.000 $! Wie konnte der Mann so reich werden? Und wie übersteht er die Finanzkrisen? Warren Buffit kaufte während der Finanzkrise für mehrere Milliarden Dollar Aktien, unter anderem Bankaktien. Warum investiert ein Mensch eine solche Summe zu dieser Zeit, noch dazu in eine Bank? Weil sie billiger nie zu haben sein wird!

Es lebe das Sparbuch!

Weil Geiz geil ist, geizen wir auch mit Zinsen. Die meisten Anlagen dümpeln noch immer auf Sparbüchern herum, da herrscht nach Inflation echte Geldverbrennung.  Denn was im Alltag jede Hausfrau ohne Nachzudenken beherrscht, gilt offensichtlich nicht für die Geldgeschäfte der Deutschen: Der Gewinn liegt im Einkauf! Nachweislich kaufen Kleinanleger immer dann am Kapitalmarkt ein, wenn die Kurse hoch sind, bei 100% Zuschlag sozusagen. Welche Logik steckt dahinter? Wenn ein Produkt innerhalb weniger Monate seinen Preis vervielfacht, weicht jeder Verbraucher auf Alternativen aus. Nur am Aktienmarkt gilt diese Regel offensichtlich nicht. Es läuft doch grad so gut, da muß man halt mit! Und wenn, wie Anfang 2018, die Kurse wieder fallen, dann will man von Anlagen am besten nie wieder was hören.

Ist Gier frisst Hirn gefährlich?

Keine Frage! Und doch: Vergleicht man den Aktienmarkt mit einem Zug, ergibt sich ein seltsames Bild: Je schneller der Zug fährt, um so mehr Anleger versuchen aufzuspringen. Wer frühzeitig zugestiegen ist, sitzt im Sicheren. Alle andern fallen sehr hart, manche verlieren alles. Anleger die in den letzten Monaten Geld verloren haben, dürften diesen Verlust ähnlich dem Sprung aus einem fahrenden Zug empfunden haben. Zumeist dann, wenn ihre Anlage kein Konzept hat, wie so oft. Im Augenblick steht der Zug beinahe. Und die Anleger steigen in Scharen aus. Zusteigen? Jetzt? Der Andrang hält sich in Grenzen. Es ist absehbar wann der Run auf Fonds und Aktien wieder einsetzen wird: Wenn die Kurse steigen. Dann dröhnt es wieder aus jedem Morgenmagazin: Gier frist Hirn, kauf jetzt! Zu der Zeit sitzt Warren Buffit schon lange in der ersten Klasse.

Abwrackprämie am Aktienmarkt

2009 war die Abwrackprämie der Renner. Autohändler konnten sich vor Nachfrage kaum retten. Warum betrachten zögernde Anleger Tiefststände der Aktienmärkte nicht als „individuelle“ Abwrackprämie? Nein, ein staatlicher Zuschuss bei Aktienkäufen ist nicht geplant. Wäre auch völlig fehl am Platz. Die Panik am Aktienmarkt hatte 2008 und später dafür gesorgt, dass Unternehmen wie Volkswagen, Allianz und Bayer für Anleger zu „Schrottpreisen“ gekauft werden konnten. Wie wahrscheinlich war es denn, dass diese Unternehmen in 10 oder 20 Jahren nicht mehr da sein würden? Und wo stehen die heute?

Wer Sparpläne hat, kauft billig nach

Was spricht also noch dagegen, Fondssparpläne und Fondspolicen gerade jetzt abzuschließen oder aufzustocken? Denn bei fallenden Kursen steigt die Zahl der gekauften Fondsanteile.