Was das Wahlprogramm der Versicherungsmakler für Politiker bedeutet

Wahlprogramm

Geschrieben von Olaf Misch

April 21, 2021

Wir stellen unser eigenes Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2021 auf! Unser Wahlprogramm orientiert sich an den Vorschriften und Regulierungen für unseren Berufsstand. Wenn wir die Wahl gewinnen, wird sich in Zukunft jeder Politiker komplett neu orientieren müssen. Denn, jeder Politiker „verkauft“ den Bürgern immer überteuerte und ungeeignete politische Lösungen! Das muss anders werden!

Wir grenzen unser Wahlprogramm ab

Nahezu jede Partei kommt in ihrem aktuellen Wahlprogramm zu dem Schluss, Versicherungsmakler seien das Übel der Ziviliation. Grundsätzlich wird nicht diferenziert zwischen den verschiedenen Vertriebswegen. Makler verkaufen eben immer ungeeignete und überteuerte Produkte. So die Kernaussage. Manchmal stimmt das sogar. Aber wir wollen es besser machen. Deshalb werden wir in unserem Wahlprogramm ganz klar differenzieren. Und zwar zwischen Politikern und solchen die keine sind. Das ist doch nur fair.

ALLE Politiker betrügen die Bürger immer

Unser Wahlprogramm wird leeren Versprechungen ein Ende bereiten. Wir fordern die Umsetzung aller berufsständischen Vorschriften des Versicherungsmaklers auf die Politik. Dabei hat unser Wahlprogramm vier Schwerpunktthemen:

Erstens: Aus- und Weiterbildung

Zweitens: Experten und Fachleute

Drittens: Haftung

Viertens: Transparenz

Aus- und Weiterbildung

Wer seine Ausbildung abgebrochen hat, hat im Bundestag nichts mehr verloren. Jeder Berufspolitiker hat seine Qualifikation bitte ständig als Chipkarte bei sich zu tragen und auf Verlangen vorzuweisen. Ein abgebrochenes Studium reicht dann gerade noch um in der Kantine die Teller zu sortieren, keinesfalls für ein Mandat. So wie jeder Versicherungsmakler, wird auch der Politiker der Zukunft jährliche Weiterbildungen nachweisen müssen. Als Kontrollinstanz dafür sollte das BaFin eingeschaltet werden, das muss ja ohnehin für jede schräge Idee antreten. Und natürlich gilt die Weiterbildungspflicht nicht nur für die Berufspolitiker, sondern auch für sein Personal. Wie in unserem Berufsstand auch, befreien weder längere Krankheit noch Elternzeit von der Weiterbildungspflicht. Wer seine Stunden nicht voll bekommt, muss augenblicklich sein Mandat zurückgeben. So wie uns die IHK das Büro zuschließt, wenn wir ungenügende Weiterbildungen nachweisen.

Experten – ein Herzensanliegen unseres Wahlprogramms

Die Talkshows sind voller Experten. Ich frage mich, aus welchen Löchern die ständig kriechen, und was die vorher gemacht haben. Unser Wahlprogramm orientiert sich ganz klar an unseren berufsständischen Vorschriften. Möchte sich ein Politiker in Zukunft zum Experten aufschwingen, dann bitte nur mit Nachweis. Ich selbst bin Experte für betriebliche Altersversorgung (DMA). Dafür musste ich lernen, eine Prüfung ablegen und meinen Fachwissensstatus regelmäßig durch zertifizierte Weiterbildungen nachweisen. Denn sonst verliere ich ihn. Gesundheitsexperten sollen zukünftig bitte auch mal als Pfleger oder Arzt gearbeitet haben. Finanzexperten mögen doch bitte eine Bankausbildung oder eine Ausbildung zu Steuerberater nachweisen, bestenfalls ein Volkswirtschaftsstudium. Und vor allem muss jeder Politiker regelmäßig wieder in seinen alten Beruf zurück, und sei es nur für einen Tag.

Haftung für Einkommen und Beratung

Wir stülpen das Einkommensmodell der Politik komplett um. In Zukunft werden Politiker Provisionen erhalten, so wie wir Versicherungsmakler auch. Vorbei die Zeiten der läppischen Diäten und Zulagen. Die Zukunft sieht anders aus, nämlich erfolgsorientiert. So wie bei uns Versicherungsmaklern auch. Ein Beispiel: Wir beraten ein Unternehmen zum Thema betriebliche Altersversorgung. Etwa ein Jahr nach dem Erstgespräch erklärt der Unternehmer seinen Willen zur Umsetzung. Es kostet uns nun zwei weitere Wochen Arbeit und Investitionen in IT und digitale Werkzeuge. Denn wir wollen die bAV fürs Unternehmen haftungssicher umsetzen. Danach erfolgen die Beratungen der einzelnen Mitarbeiter. Ein Jahr und drei Monate nach dem Erstgespräch stehen die Verträge. Die Provision aus der Beratung wird einige Monate später fällig und über die Gesamtlaufzeit, manchmal 30 Jahre und länger, verteilt. Kündigt ein Mitarbeiter, verlieren wir unseren Anspruch aus Einkommen. Entscheidet sich der Unternehmer für einen anderen Makler, verlieren wir den Anspruch teilweise. Beraten wir falsch, stehen wir mit unserem Privatvermögen für die Fehler ein.

Was sieht unser Wahlprogramm nun in der Haftung für Politiker vor

Politiker sollen in Zukunft auch von Provisionen leben. Nehmen wir an, es wird ein Modell zum Bau von Sozialwohnungen entworfen. Von der ersten Idee, über die Debatten und Ausschüsse und Prüfungen, die Fragen der Finanzen und der Umsetzung, vergeht ein Jahr. Bis zum Bau der ersten Wohnungen vergeht ein weiteres Jahr. Fünf Jahre nach der ersten Idee sind die Sozialwohnungen alle fertig und bezogen. Nun wird geprüft, ob die bei Beginn vereinbarten Ziele auch erreicht wurden. Stimmte die Finanzierung? Passt die Anzahl der Wohnungen? Wurde der Zeitplan eingehalten? Ist die abgelieferte Qualität in Ordnung. Erst jetzt erhält der Politiker seinen Lohn für dieses Projekt. Wie wir Versicherungsmakler auch! Wir beraten. Machen wir unsere Sache zur Zufriedenheit des Kunden, schließt er ab. Danach erhalten wir unsere Provision. Und stehen für diese bis zu 10 Jahre in der Haftung. Ist der Kunde unzufrieden, müssen wir das Geld zurückgeben.

Pflicht zur Dokumentierung

Natürlich wird es eine glasklare Anweisung zur Dokumentierung geben. Jeder Politiker muss über jeden Vorgang immer ein Protokoll schreiben. Aus diesem müssen die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger hervorgehen, die Anlass zur „Beratung“ waren. Der Politiker muss in der Folge begründen, warum er welche Lösung empfiehlt. Und dafür mit seinem Privatvermögen haften. Wir wir Versicherungsmakler auch. Das nennt man Bürgernähe!

Unser Wahlprogramm fordert Transparenz

Unser Wahlprogramm sagt ganz klar aus: Politiker müssen offen legen, wie viel sie an welchem Produkt verdienen. Und zwar in Heller und Pfennig. Sie müssen zudem in jährlichen Berichten an die Bürger nachweisen, wie sich diese Kosten entwickelt haben oder entwickeln werden. Außerdem müssen Politiker in Zukunft eine Art „Gewissensvereinbarung“ unterzeichnen, so wie wir Versicherungsmakler auch. Darin müssen sie schwören, immer zum Wohle des Kunden, sorry des Bürgers, zu handeln. Außerdem müssen sie jährlich nachweisen, wofür sie die erhaltenen Provisionen eigentlich ausgeben. Einfach Geld einnehmen und aufs Konto legen, gilt nicht. Regelmäßige Einnahmen sollten bitte dazu verwendet werden, dass der Bürger einen Vorteil davon hat. Weiterbildungen, Anschaffung von geeigneter Beratungssoftware oder auch der Druck von Informationsbroschüren sind gute Beispiele für sinnvolle Verwendung von Einnahmen.

Nach unserem Wahlsieg

Es dürfte klar sein, dass wir mit diesem Programm total abräumen werden. Politiker werden sich komplett umstellen müssen. Als erstes müssen sie sich an den Gedanken gewöhnen, dass ihre Einnahmen nicht ihnen gehören. Das Geld gehört dem Bürger. Und zwar so lange er mit der Leistung des Politikers zufrieden ist. Wendet sich der Bürger vom Politiker ab, wirds dünne auf dem Konto.

Fazit

Nach der Umsetzung unserer Ziele kann zumindest niemand mehr behaupten, Politiker verkaufen nur überteuerte und mangelhafte politische Lösungen. Damit ist dann Schluss. Ob wir Versicherungsmakler nach der Bundestagswahl noch überteuerte und ungeeignete Produkte verkaufen können, wird sich zeigen. Vermutlich nicht. In Zukunft werden wir nach Honorar beraten müssen. Und zwar unabhängig davon ob Sie bei uns Kunde werden, zufrieden sind oder betreut werden. Beratung nur noch gegen Kohle. Ob die Beratung dann geeignet ist, spielt an sich keine Rolle mehr. Ironie aus.

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