Wasser marsch – Oskar in der Badewanne

Wasser marsch – Oskar in der Badewanne

Oskar ist wasserscheu, was man ihm deutlich ansieht. Läuft er schon im Wald um jede Pfütze herum, so sträubt er sich um so mehr beim oftmals notwenigen Bad. Was geschieht eigentlich, wenn er zum „Kampfhund“ wird und den Inhalt der Badewanne in der Wohnung verteilt? Zahlt die Hausratversicherung Schäden durch Planschwasser? Und was ist ein Schaden durch Wasser überhaupt? Es gibt doch da verschiedene Definitionen.

 

Das Kind mit dem Bade ausschütten

Wenn Dein Hund keine Lust aufs Vollbad hat oder Du beim Wischen den Eimer umstößt, wer kommt dann für den Nässeschaden auf, der entsteht? Immerhin könnten Möbel aufquellen, wenn Wasser unbemerkt darunter stehen bleibt. Aber nicht nur um Planschwasser oder Reinigungswasser geht es. Wie sieht es aus mit Schäden durch Wasser aus Aquarien, Zimmerbrunnen oder Wasserbetten? Wem schon einmal ein 150 Liter Becken gerissen ist, so wie mir, der weiß, wie nass die Wohnung plötzlich sein kann.

 

Wasser aus der Leitung

Um mit einem verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Steht Deine Wohnung unter Wasser und die Versicherung soll das bezahlen, dann muss es Leitungswasser sein. Damit gemeint ist Wasser aus Wasserleitungen oder Abwasserleitungen. Nur im Ausnahmefall, wenn der Sturm das Dach fortgetragen hat und Regenwasser eindringt, wird auch dieser Schaden bezahlt, sofern eine Versicherung gegen Sturmschäden besteht. Den Fall der Überflutung lassen wir hier mal außen vor.

 

Neben Leitungswasser auch Planschwasser

In guten Hausratversicherungen sind Schäden durch Plansch- und Reinigungswasser mit gedeckt. Auch Schäden durch Wasser aus Regenfallrohren, wenn Sie innerhalb des Gebäudes verlaufen, sind in guten Bedingungen gedeckt. Gleiches gilt, wenn Wasser aus Zimmerbrunnen oder Wassersäulen sich selbständig macht.

 

Und der Gebäudeschaden durch Wasser?

Muß das Gebäude saniert werden, weil es von der Decke tropft, kommt es besonders auf gute Bedingungen an. Denn diese Schäden erreichen schnell astronomische Ausmaße und können den Traum vom Eigenheim zum Albtraum werden lassen.  Auch für Gebäudeversicherungen gilt: Die Mitversicherung von Wasserschäden durch Aquarien sollte mitversichert sein, aber auch durch Zimmerbrunnen oder Wassersäulen.

 

Der Teufel im Detail

Ein wichtiger Punkt, der in den Versicherungsbedingungen zur Gebäudeversicherung unbedingt beachtet werden muss: Tritt Wasser bestimmungswidrig aus Wasserleitungen und den daran angeschlossenen Schläuchen aus, soll dies auch als Schaden gelten. Es nützt Dir nichts, wenn der Schlauch der Spülmaschine platzt und dies am Ende nicht mitversichert ist. Nass bleibt in jedem Fall Nass. Und Schaden bleibt Schaden. Und ist der falsch versichert, bleibt Geld zwar Geld, aber eben nicht mehr Deines!

 

Ich will kein klammes Konto

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Überflutung in jeder Lage

Schäden durch Überflutung und Überschwemmung können in jeder Lage auftreten. Selbst abseits der großen Flüsse sind Elementarschäden möglich, wenn punktuelle Unwetter zuschlagen. Es war ein trockener Sommer. Irgendwann kommt das Wasser, und zwar von oben.

 

 

Der GDV hat das mal recherchiert: In Hessen sind gerade mal ein Drittel aller Gebäude gegen einen Schäden durch Naturgewalten versichert. Zei Drittel aller deutschen Hausbesitzer dagegen fühlen sich nicht durch eine Überschwemmung bedroht. Viele glauben schlichtweg sogar, gegen derlei Gefahren abgesichert zu sein. Meist ist das aber nicht der Fall! Dabei wurde gerade auch Hessen in den letzten Jahren immer wieder von Unwettern heimgesucht. Im Juli 2014 zum Beispiel, da richteten die Unwetter „Lucia“ und „Michaela“ allein in Wiesbaden verheerende Schäden in Höhe von 6 Millionen Euro an. Und diese Zahl gilt nur für versicherte Gebäude! Auch der Sommer 2016 hielt einige Überraschungen bereit: Die Sturmtiefs „Elvira“ und „Friederike“ zogen eine Spur der Verwüstung durchs Land. Vollgelaufene Keller, zerstörte Häuser und Straßen voller Geröll und Schlamm.

 

Passiert mir nicht, gibt’s nicht

Punktuelle Gewitter mit Regenmassen von 200 Litern und mehr auf den Quadratmeter sind heute leider keine Seltenheit mehr. Jeder Hausbesitzer sollte seine Versicherungspolice prüfen und ggf. den Einschluss von Elementarschäden vornehmen lassen. Ein Elementarschaden kann zum Beispiel auch Rückstau aus dem Kanal sein, wenn dieser das Regenwasser nicht mehr fassen kann. Die Sauerei, die Sie dann im Keller haben, ist unbeschreiblich. Neben Mauern, Putz und Parkett leiden bei einem Schaden durch Naturgewalten besonders auch die Nerven der Geschädigten. Das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) hat zu dem Thema Elementarschaden eine Infoseite im Internet eingerichtet (Link).

 

Privathaushalte und Gewerbe betroffen

Nicht nur private Hausbesitzer müssen dieses Thema auf dem Schirm haben. Auch für Gewerbetreibende kann ein Elementarschaden eine ruinöse Gefahr darstellen. Für private Hausbesitzer ist die immense finanzielle Belastung eines solchen Schadens meist kaum zu stemmen. An gewerblichen Immoilien hängen Arbeitsplätze und die Existenz des Unternehmens. Sparen Sie also nicht an der richtigen Absicherung von Gebäude und Inventar. Ihr Versicherungsmakler hilft Ihnen in diesem Thema weiter. Sprechen Sie ihn an.

Hausratversicherung brauch ich nicht!

Hausratversicherung brauch ich nicht!

Ohne Urlaub ins Hotel. Wer will das schon? Nach einem Brand oder Wasserschaden kann das jedoch nötig sein. Gut, wenn die Hausratversicherung kein Limit kennt.

Zu Hausratversicherungen hören wir oft ein großes Vorurteil: „Brauch ich für meine paar alten Klamotten nicht! Die Küche stand früher bei den Eltern im Keller und der Fernseher kost doch nix.“ Selbst die heilige Institution aller Produktprüfer, Finanztest, schreibt die Hausratversicherung unter „nicht zwingend notwendig“ ab.

Fataler Fehler

Beispiel gefällig? Beim Brand eines Hauses entstand so enorme Hitze, dass die Feuerwehr die Fassaden des Nachbarhauses mit Löschwasser kühlte. Durch den Temperaturunterschied barsten die Fenster des Hauses und Löschwasser wie Rauch und Ruß drangen in die Wohnung ein. Wohlgemerkt: Gebrannt hats im Nachbarhaus!

Kosten über Kosten ohne Hausratversicherung

Die Kosten für die Reinigung der Wohnung waren fünfstellig. Bis der Geschädigte wieder einziehen konnte, vergingen 6 Monate. Diese Zeit verbrachte er im Hotel. Die Kosten für Reinigung, Renovierung und Hotel übernahm die Hausratversicherung für unseren Kunden.

Wasser marsch

Ein Urlaubsabbruch ist nie schön. Auch dann nicht, wenn Zuhause das Wasser aus dem Kellerfenster fließt. Im Dachgeschoß eines Einfamilienhauses riss eine Wasserleitung. Das Wasser floss über viele Tage vom Dachgeschoß bis in den Keller. Über 200.000 Liter Wasser liefen so durchs Haus, dessen Lehmdecken sich vollsogen. Der Einsturz drohte.

Nachbarn bemerkten die Situation und leisteten Nothilfe. Die Hauseigentümer wurden informiert und mussten ihren Fernurlaub abbrechen. Der Schaden lag im hohen sechsstelligen Bereich, das Haus entging dem Abriss nur knapp.

Hausratversicherung

Foto: ©-bht2000-by-fotolia.com

Wer soll das bezahlen?

Diese Kosten für Rückreise, Wasserverlust und fast ein Jahr Unterbringung im Hotel zahlt die Hausratversicherung, ebenso den Ersatz der Möbel. Die Gebäudesanierung zahlt die Gebäudeversicherung.

Hausratversicherung – es gibt keine Alternative

Egal wie alt die Möbel sind, eine Hausratversicherung gehört zum absoluten Muss! Denn auch beim o.g. Brandschaden zahlt eben nicht die Feuerversicherung des Nachbarn oder dessen Haftpflicht, sondern die eigene Versicherung. Diese ist immer dann zuständig, wenn man sich gegen eine solche Gefahr selbst hätte versichern können.

Qualität schützt vor Qualen

Nur sollte es eben die richtige Hausratversicherung sein. Qualität geht hier vor Billig. Denn was nützt Ihnen ein Tarif, dessen Hotelkosten auf eine kurze Zeit begrenzt sind. Vielleicht haben Sie Glück und ohnehin Urlaub gebucht. Dann wechseln Sie einfach das Hotel. Falls Sie jedoch auf Nummer sicher gehen wollen, sprechen Sie uns an. Thema Hausratversicherung – wir sind SICHER!

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Sicher in die Fahrradsaison starten

Sicher in die Fahrradsaison starten

Die Rennradausfahrt endet an der Eisdiele, wenn nach zwei Kugeln Schokoladeneis das Rad schon weitergefahren ist. Was sind die besten Rezepte gegen Fahrraddiebe?

Mit dem Smartphone durch die Fahrradsaison

Moderne Fahrradschlösser wie etwa von Noke, Lattis oder Bitlock erkennen via Bluetooth, wenn der Besitzer sich nähert und entsperren sich dann automatisch. Bei fest am Rahmen angebrachten Schlössern, wie zum Beispiel von I lock it, entfällt auch das Abschließen. Entfernt sich der Radler, macht das Schloss automatisch dicht. Selbstverständlich können die smarten Fahrradsicherungen auch manuell, zum Beispiel mit einem Code, geöffnet werden – für den Fall, dass das Smartphone zu Hause vergessen wurde.

Auch wer sich gegen ein smartes Schloss entscheidet, sollte in puncto Sicherheit nicht knausern. Je stabiler das Schloss, desto länger brauchen Fahrraddiebe, um es zu knacken. Und Zeit ist, wie beim Laufen, auch beim Fahrradklau der entscheidende Erfolgsfaktor.

Warnung und Abschreckung

Moderne Schlösser sind mit dem Smartphone des Besitzers verbunden. Macht sich ein Dieb am Fahrrad zu schaffen, sendet das Schloss eine Warnnachricht an das Handy. Ist der Besitzer noch in der Nähe des Rades, kann er unter Umständen einschreiten. Wirksamer dürfte das Alarmsignal sein, das viele Schlösser bei einem Diebstahlversuch von sich geben. Mehrere Hersteller versprechen eine Lautstärke von über 100 Dezibel. Das ist in etwa so laut wie ein vorbeifahrender Lkw oder die Musik in einer Diskothek.

Analoge Abschreckung: Das Stinktierschloss

Das Skunklock setzt auf eine drastische Art der Abschreckung. Im Inneren des „Stinktier-Schlosses“ befindet sich ein Gasgemisch. Versucht der Dieb es zu knacken, tritt das Gasgemisch aus und löst Übelkeit und Brechreiz aus. 99 Prozent der Test-Diebe hätten sich in einem Abstand von 60 Zentimeter übergeben müssen, so der Hersteller. Zumindest hat man dann schon mal die DNA des Täters am Tatort 🙂

Das Ende der Fahrradsaison im Polizeirevier?

Und sonst: Gute Chancen haben Radfahrer, wenn sie oder die Polizei ihr gestohlenes Rad per Satellitenortung verfolgen können. GPS-Tracker für Räder gibt es zum Beispiel als anschraubbarer Peilsender, als Pedale oder als Rücklicht. Die Funktionsweise ist immer dieselbe: Wurde das Fahrrad geklaut, kann das Fahrrad über eine App geortet werden. Velocate bietet zusätzlich eine Nahortung via Bluetooth an, sollte das Fahrrad in einem Keller versteckt sein. Die Ortung per GPS würde dort nicht funktionieren.

Und für den Fall der Fälle: Ist das Rad geklaut, melden Sie das der Polizei, der Hausrat – oder Fahrradversicherung. Achtung: Manche Fahrradversicherungen leisten nicht, wenn der Schaden über eine Hausratversicherung gedeckt ist.

To do:

Bewahren Sie die Rechnung über den Fahrradkauf auf, das ist für eine gute Regulierung des Diebstahls über die Hausratversicherung wichtig!

Notieren Sie die Rahmennummer.

Halten Sie eindeutige Kennzeichen fest: Marke, Farbe, Zubehör usw.

Fahrradpass aufheben. Die Polizei bietet dafür eine App an.

Fotografieren Sie Ihr Fahrrad.

Achten Sie bei Ihrer Hausratversicherung darauf, dass „einfacher Diebstahl“ als Klausel vereinbart ist. Fahrräder werden zum Neuwert ersetzt, wenn sie aus dem verschlossenen Keller gestohlen werden. Unterwegs, vorm Biergarten oder am Sportplatz, gilt der Diebstahl als „einfacher Diebstahl“ und ist oft gar nicht oder nur zu sehr begrenzten Summen versichert.

 

Küssen vs Wohnungsschlüssel

Küssen vs Wohnungsschlüssel

Wer seinen Wohnungsschlüssel fahrlässig der Gefahr des Diebstahls aussetzt, hat keinen Anspruch an seine Hausratversicherung, wenn der Dieb anschließend in die Wohnung einsteigt. So lautet zumindest ein Beschluss des Oberlandesgericht (OLG) Hamm vom 15. Februar 2017 (20 U 174/16).

Küssen verboten

Eine Frau befand sich zusammen mit einem Kollegen auf dem Rückweg von einer Betriebsfeier. Der Kollege schob ihr Fahrrad, in dessen Korb lag die Handtasche der Frau, samt Wohnungsschlüssel, Ausweispapieren und weiteren persönlichen Gegenständen.

Irgendwann lehnte das Pärchen das Rad an eine Säule und beschäftigte sich miteinander. Es liegt in der Natur der Dinge, dass sie für Rad und Tasche in diesen Minuten keine Aufmerksamkeit erübrigen wollten.  Diese Situation nutzte ein des Wegs kommender Dieb und stahl die Handtasche. Ein Zeuge, der die Situation beobachtet hatte, benachrichtigte zwar sofort die Polizei. Allerdings war der Dieb schnell genug, zur Wohnung der Klägerin zu eilen, mithilfe des Originalschlüssels in sie einzudringen und Gegenstände im Wert von ca. 17.500,- Euro zu stehlen.

Wohnungsschlüssel weg – egal?

Den Diebstahl bemerkte die Klägerin erst am anderen Morgen. Mit der Einstellung, wegen des entwendeten Schlüssels ohnehin nicht in ihre Wohnung gelangen zu können, übernachtete sie kurzerhand bei einer in der Nähe wohnenden Verwandten.

Den infolge des Diebstahls entstandenen Schaden machte die Klägerin gegenüber ihrem Hausratversicherer geltend. Der bezweifelte nicht, dass gegebenenfalls auch Schadenereignisse versichert sind, in denen ein Dieb in ein Gebäude oder den Raum eines Gebäudes mittels der Originalschlüssel eindringt, welche er zuvor durch Diebstahl an sich gebracht hat. Das setzt laut Bedingungen aber voraus, dass der Diebstahl nicht durch fahrlässiges Verhalten ermöglicht werde. In diesem Fall jedoch hatte die Geschädigte klar fahrlässig gehandelt, zumindest was ihre Handtasche angeht.

Die Richter waren der Meinung, das hier nicht von einem Schadenereignis im Sinne der Versicherungsbedingungen ausgegangen werden kann. Denn die Klägerin habe fahrlässig gehandelt, als sie ihre Tasche, in welcher sich nicht nur ihr Schlüsselbund, sondern auch ihre Ausweispapiere befanden, unbeaufsichtigt im Korb ihres Fahrrades liegen ließ.

Die Tasche immer „am Mann“

Das Gericht ließ den Einwand nicht gelten, dass sie zuvor niemand in der Nähe ihres Velos bemerkt habe und daher nicht mit einem Diebstahl habe rechnen müssen. Denn die Klägerin habe wissen müssen, dass ein vorbeikommender Dritter ihre Tasche jederzeit mit einem einfachen Handgriff entwenden konnte ohne daher einen Widerstand überwinden zu müssen.

Deswegen sei sie dazu verpflichtet gewesen, die Tasche an ihrem Körper bei sich zu führen, um einen Diebstahl zu verhindern, zumal sie mehrere Minuten lang offenbar stark abgelenkt gewesen sei. Der Versicherer habe der Klägerin daher zu Recht die Leistung verweigert. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Quelle: germanBroker.net AG (gekürzt)

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